SM Lexikon - Arne Hoffmann - ebook

SM Lexikon ebook

Arne Hoffmann

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Opis

Aktualisiert und erstmals mit farbigen Fotos versehen, bietet dieses SM-Lexikon vielfältige Informationen, professionell und sachlich zusammengestellt. In dem sensationellen Stichwortverzeichnis tauchen nicht nur sämtliche Praktiken auf, sondern auch die dazugehörigen Instrumente, Persönlichkeiten, Autoren, Einrichtungen und SM-relevante Publikationen werden ausführlich beschrieben. Literaturtipps und Internet-Adressen zu vielen Stichwörtern sorgen für bleibende Aktualität. Ein kompaktes und umfangreiches Nachschlagewerk sowohl für den Neuling der Szene als auch für den eingefleischten Szenekenner. Arne Hoffmann, der bisher mit SM-Romanen Erfolge erzielte, ist es gelungen, ein Lexikon zusammenzustellen, das sich nicht nur zum Nachschlagen, sondern durchaus auch zum längeren Schmökern eignet und das sich vor allem detailliert und seriös mit dieser Subkultur beschäftigt. Ein umfassendes Grundlagenwerk für alle die mehr wissen möchten.

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Arne Hofmann

S/M

Impressum

Passion Publishing Ltd.

Postfach 11 28

D-53621 Königswinter

© 2010 Passion Publishing Ltd.

Autor: Arne Hofmann

Satz und Layout: Ralph Handmann

Titelbild und Bilder im Innenteil: © Roman Kasperski

www.RomanKasperski.de

Umschlagentwurf: Ralph Handmann

Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages.

Printed in Germany

Vertrieb: VSB, Georg-Westermann-Allee 66, 38104 Braunschweig

Vorwort

Was versteht man unter Sadomasochismus? Was ist SM?

Bei meinen umfangreichen Recherchen für dieses Lexikon hat mich vor allem eine Definition angesprochen, die in der US-amerikanischen SM-Szene ziemlich bekannt ist. Sie stammt von einem Sadomasochisten namens Don Miesen, einem Mitglied der Society of Janus. Zwar ist sie etwas lang, aber dafür beschreibt sie so eindringlich und umfassend, was Sadomasochismus wirklich bedeutet, wie ich es noch bei keinem Sexualwissenschaftler gefunden habe. Meiner Ansicht nach gibt es keine besseren Worte, um dieses Lexikon zu eröffnen.

Aus diesen Sätzen wird vor allem eines deutlich: Sadomasochismus ist viel mehr als nur eine besondere Art der Sexualität. Mehr noch als der Wunsch, sich einem geliebten Partner so absolut hinzugeben, so bedingungslos auszuliefern, dass man diese Liebe durch Schmerzen zeigen möchte. Es ist eine Geisteshaltung, ein Lebensgefühl, längst schon eine eigene Kultur. Darauf soll in diesem Lexikon angemessen eingegangen werden. Eine nüchternere, weit weniger poetische Definition des Begriffs Sadomasochismus findet der geschätzte Leser auf diesen Seiten natürlich auch.

Ist Sadomasochismus mittlerweile hoffähig geworden? Wenn man sich anschaut, wie sehr SM-Elemente in den letzten Jahren in die unterschiedlichsten Medien Eingang gefunden haben, möchte man diese Frage fast bejahen. Und doch scheint sich die deutsche SM-Subkultur weitgehend einig zu sein: Die Art, wie Sadomasochismus im Fernsehen und in den meisten Zeitschriften präsentiert wird, ist weniger von Fachkenntnissen und Einfühlsamkeit als von Halbwissen und Oberflächlichkeit geprägt. Vielleicht haben Außenstehende, auch Journalisten, wirklich zu große Angst davor, sich ernsthaft mit einem solchen Thema zu beschäftigen, mehr zu tun, als es nur anzureißen, zu trivialisieren, zu pathologisieren und einzelne Elemente publikumswirksam auszustellen wie in einer Freak-Show. Dem Leser und Zuschauer wird erlaubt, sich daran einerseits zu erregen und sich andererseits seines Abstandes zu »diesen Perversen« zu vergewissern. Er ist »normal«, diese Gewissheit stärkt sein Ego – und so was verkauft sich immer gut.

Zuletzt möchte ich auf eines hinweisen: Dieses Lexikon ist kein Ratgeber, kein How-to-do, keine praktische Einführung und vor allem kein Sicherheitshandbuch. Die hierin enthaltenen Einträge stellen eine kurze Beschreibung gewisser Praktiken dar, jedoch keine Anleitung. Hin und wieder habe ich zwar gesundheitliche Aspekte erwähnt, dies ist aber in der Regel nicht ausreichend, um auf dieser Grundlage das eine oder andere »Spielchen« selbst auszuprobieren. Zudem sind viele Informationen aus Quellen übernommen, die mir durch Gegenrecherche und eigene Erfahrung zwar glaubwürdig erscheinen, bei denen aber immer noch ein gewisses Restrisiko besteht, das nicht auf Kosten meiner Leser gehen sollte. Deshalb können weder ich noch der Verlag die Haftung für etwaige Schäden übernehmen. Wenn also z.B. irgendjemand meine Beschreibung der Elektrostimulation so aufregend findet, dass er sich selbst ein entsprechendes Gerät bastelt und dabei Verbrennungen erleidet, sollte er nicht dieses Buch dafür verantwortlich machen. Ich möchte an dieser Stelle auch generell davor warnen, SM-Aktionen »einfach so« auszuprobieren, ohne sich vorher über die Risiken genau kundig gemacht zu haben. Auf viele mögliche Gefahrenherde kommt man alleine nicht. Oder würde Ihnen beispielsweise von selbst einfallen, dass bei kurzsichtigen Personen, die länger als wenige Minuten mit dem Kopf nach unten hängen, die Möglichkeit einer Netzhautablösung durch den gestiegenen Augeninnendruck besteht? Meiner Ansicht nach gehören aber ausführliche Warnhinweise nicht in ein solches Lexikon, sondern in Sicherheits- und Einsteigerhandbücher, die auf dem deutschen Buchmarkt auch problemlos erhältlich sind. Hier möchte ich nur Matthias T. J. Grimmes »Das SM-Handbuch« erwähnen. Keine Sicherheitshinweise, aber viele andere nützliche Tipps für Einsteiger finden sich auch in Kathrin Passigs »Die Wahl der Qual«.

Apropos Matthias und Kathrin: Diesen beiden und ihrem jeweiligen Team gebührt ganz besonderer Dank, da ohne deren Arbeit dieses Lexikon definitiv nicht hätte entstehen können. Matthias gibt als Mitglied des Charon-Verlages seit bald zwanzig Jahren die Zeitschrift SCHLAGZEILEN heraus, die nicht nur wesentlich für die Etablierung einer deutschen SM-Kultur war und ist, sondern auch etliche auf diesen Seiten verwendete Informationen enthält. Kathrin gehört zur Organisation Datenschlag, die sich unentgeltlich sehr viel Arbeit damit macht, hochinteressante und wichtige Fakten zum Thema SM zu sammeln und im Internet jedem zur Verfügung zu stellen. Insbesondere die Datenschlag-Chronologie des Sadomasochismus war für die Erstellung dieses Buches elementar.

A

Abbinden

Gesteuerte Unterbindung der Blutzirkulation in verschiedenen Körperteilen (Füße, Hände, Unterschenkel, Arme, Genitalien, Brüste) durch Abschnüren. Hierdurch soll kontrolliert ein Taubheitsgefühl in der entsprechenden Region erzielt werden. Dabei wird durch den äußeren Druck der Rückfluss des venösen Blutes aus den betreffenden Extremitäten verhindert oder zumindest stark eingeschränkt. Der entstehende Blutstau erzeugt eine Unterversorgung mit Sauerstoff, die einerseits das Nervensystem reizt, andererseits dazu führt, dass Giftstoffe und => Endorphine ausgeschüttet werden. Die Folge sind => Schmerz und Einschränkungen in der Beweglichkeit. Eine Penis-Abbindung kann zum Verhindern der Erektion angewandt werden (=> Cockring). Auch die Hoden können geteilt und einzeln abgebunden werden, wobei sich durch den entstehenden Druck die Haut des Hodensackes spannt und extrem sensibel wird. Als Instrumente für die unterschiedlichsten Abbindungen können je nach Körperregion Lederriemen, Seile, Schnürsenkel, medizinische Blutdruckmessgeräte, Staugurte oder Schlauch- und Rohrschellen verwendet werden. Diese Praxis ist allerdings nicht ganz ungefährlich, da längerer oder häufigerer Blutstau zu Gewebeschäden führen kann. Menschen mit einer Thromboseneigung, Kreislaufschwäche oder Krampfadern sollten auf diese Form von => Suspension ohnehin verzichten.

Abbruchcode

=> Safewort

abmelken

=> melken

Abrichtung

Sinnverwandter Ausdruck zu => Erziehung, wobei der => passive Partner allerdings eher wie ein Tier wahrgenommen wird (=> Petgames). Der => Trierer Studie zufolge dient eine auf den ersten Blick menschenverachtend wirkende Sprache im sadomasochistischen Zusammenhang dazu, die Außeralltäglichkeit einer solchen Beziehung besonders hervorzuheben.

Abschürfung

Durch Metallnagelfeilen, Bürsten, raue Pinsel, Chamoisleder, weiches Sandpapier, Glaswolle oder andere Gegenstände erzeugte Aufrauhung der Haut, um diese für spätere Berührungen empfindlicher zu machen. Bevorzugte Körperregionen sind die Brustwarzen, die Eichel oder die Schamlippen. Danach sollte man keine scheuernde oder drückende Kleidung tragen. Nicht sterilisierte Instrumente können zu Infektionen führen.

Absprache

besonders bei einander unbekannten Partnern wichtiger, wenn nicht unerlässlicher Austausch der eigenen Wünsche, => Phantasien, Abneigungen und => Grenzen vor Beginn einer => Session. Mindestens in diesem Augenblick treten sich der Passive wie der Aktive als vollständig gleichberechtigte Partner gegenüber. Auch medizinische Faktoren werden hier zur Sprache gebracht, so dass sich in erster Linie der => aktive Partner etwa auf Kreislaufprobleme, eine Anfälligkeit für Herzkrankheiten, Phobien, Diabetes, neuralgische Beschwerden oder besondere seelische Empfindlichkeiten seines Gegenübers einstellen kann und weiß, wie er sich im Notfall zu verhalten hat. In diesem Zusammenhang kann auch ein => Codewort vereinbart werden, das einen erforderlichen Abbruch der Session signalisiert. Kommunikation, Offenheit, sich gegenseitig zu fragen »Was möchtest du? Was möchtest du nicht?« spielt generell bei => Sadomasochisten eine größere Rolle als bei => »Stinos«.

Absturz

Sadomasochistische => Session, die abgebrochen werden muss. Dies findet in der Regel statt, wenn einer der beiden Partner seine seelisch-emotionalen => Grenzen überschritten sieht. Davon ist vorrangig der => passive Teilnehmer betroffen, aber auch der => aktive Partner kann von einer konkreten Situation überfordert sein, so dass ihm die Kontrolle entgleitet und eine Weiterführung des Spiels unmöglich wird.

abweichendes Sexualverhalten

=> Devianz

»Académie des Dames«

1660 entstandener Roman, in dem sich eine junge Frau freiwillig von einem alten Priester mit der Rute den nackten Hintern versohlen lässt (=> Gewaltpornographie, => Spanking).

Acker, Kathy

Masochistische US-amerikanische Punk-Autorin (1947-1997), die Pornographie als Mittel der literarischen Avantgarde einsetzt (=> Gewaltpornographie). Eines der Versatzstücke, die sie mittels ihrer als klepto-parasitär bezeichneten Methode in »Great Expectations« (New York 1982, dt.: »Große Erwartungen. Ein Punk-Roman«, München 1988) für die Erstellung eines neuen Patchworks verwendet, ist => »Die Geschichte der O«. Ackers Ziel ist es dabei zum einen herauszufinden und darzustellen, wie sich die Identität, die Wünsche und die Ziele einer Frau anhand vorgegebener textueller Richtlinien entwickeln. Zum anderen bringt Acker diesen Prozess der Identitätskonstitution dadurch gezielt durcheinander, dass sie im typisch poststrukturalistischen Verfahren nicht die Originaltexte im Originalzusammenhang, sondern verfremdete Stellen im ungewohnten Kontext einbaut.

Auf die Verwendung des SM-Motives bei Acker geht Arthur F. Reddings Aufsatz in der Zeitschrift »Contemporary Literature« (# 2, 1994) »Bruises, Roses: Masochism and the Writing of Kathy Acker« (S. 281–304) ein. Redding argumentiert, dass das Inszenierungsmoment des Masochismus den Leidenden in eine Position der Herrschaft erhebt: »Make of me what you will, whispers pain.« Dies benutze Acker, wenn sie sich aus den Grenzen einer fest umschriebenen (Geschlechts-)Identität befreien wolle. Dabei seien Körper und Sprache nicht als zwei voneinander getrennte Einheiten zu betrachten: Das eine verändere sich mit dem anderen. Radikale Transformationen des menschlichen Körpers, wie sie im Masochismus vorkommen, führten dazu, dass auch die Beschränkungen von Texten und Charakteren aufgebrochen werden. Aus diesem Grund sei der Masochismus literaturhistorisch eng mit der Avantgarde verbunden, deren Grundprinzip ja Verformung und Erneuerung sei. So sei es zu erklären, dass Ackers Hauptfiguren in der Regel Masochistinnen sind: Die Verachtung ihres jetzigen Selbst münde in den Wunsch nach einer grundlegenden Veränderung (vgl. Redding, S. 283–285).

In einem Interview mit Andrea Juno führt Acker aus, dass Frauen in unserer Gesellschaft beigebracht werde, Ärger, Wut und Unsicherheitsgefühle masochistisch nach innen zu richten, statt solche negativen Gefühle in der Form von aggressiven Akten nach außen zu entladen. Diesen unbewussten weiblichen Masochismus, der sich unter anderem in Form von Fettabsaugen, Bulimie, Diätenwahn etc. äußere, lehnt Acker ab. Stattdessen propagiert sie einen gezielten, gestalterischen Masochismus, beispielsweise im Sinne von Tätowierungen, => Branding oder Gewichtheben. Statt unter der männlichen Ideologie ihre Leiden als naturgegeben zu verbergen, sollten Frauen sie als fetischistische Kunstwerke zeigen und dadurch die Kontrolle zurückgewinnen, zumindest innerhalb des engen Rahmens, der durch die männliche Vorherrschaft gestattet sei. Masochismus sei insofern kein Ausweichen oder Leugnen des Scheiterns, sondern dessen Durcharbeitung (vgl. Redding, S. 288–289). Damit befinde sich Acker in Übereinstimmung mit den bekannten Masochismustheorien Deleuzes (z.B. als ausführliches Nachwort in der Insel-Taschenbuchausgabe von => »Venus im Pelz« zu finden), denen zufolge, verkürzt gesagt, der Masochismus lediglich eine sichere Traumzone innerhalb der gewaltsamen Realität bildet. Insofern seien Ackers Texte zwar ein Scheitern, aber ein persönlich, politisch und literarisch triumphierendes Scheitern, das sich der reaktionären Idee des »Erfolges« widersetze (vgl. Redding, S. 301).

Adamson, Sara

=> Antoniou, Laura

Die Ärzte

Berliner Punk/Rock/Sodapop-Duo bestehend aus Farin Urlaub (Jan Vetter) und Bela B. (Dirk Felsenheimer), das seine Lieder zu einem großen Teil dem Brechen verschiedener => Tabus widmete. So geht es in »Claudia« um Tierliebe, in »Hannelores Tag ist grau, denn Helmut K. schlägt seine Frau« um das Tabuthema => Gewalt in der Ehe und in »Geschwisterliebe« um Inzest. Einige Songs der Ärzte landeten auf dem Index (=> Zensur). Dem Thema Sadomasochismus widmete sich der 1988 veröffentlichte Song »Bitte, bitte!«, der aus folgenden (mit einem schadenfroh-vergnügten Frauenlachen unterlegten) Zeilen besteht: »Ich habe ein Geschenk für Dich // ich liebe Dich, ich schenk Dir mich. // Frag mich nicht, Du weißt warum. // Ab heut bin ich Dein Eigentum. // Du tust mir weh, was will ich mehr, // ich bin der Diener, Du der Herr. // Ab heut gehör ich Dir allein, // bitte, bitte, lass mich Dein Sklave sein. // Was immer Du befehlst, ich tu's, // ich küss die Spitze Deines Schuhs, // und wenn Du mir die Knute gibst, // weiß ich, dass auch Du mich liebst. // Ich bin nicht mehr zu retten, // peitsch mich aus, leg mich in Ketten. // Ab heut gehör ich Dir allein, // bitte, bitte, lass mich Dein Sklave sein.« Noch interessanter ist der siebeneinhalbminütige »Domina-Mix« dieses Songs, in dem eine junge Dame namens Dominique im Stil eines kleinen SM-Lexikons Fachbegriffe wie => Abbinden, => Bondage, => Natursekt oder => Kliniksex erklärt. In dem auf ihrer Platte »Ab 18« veröffentlichten Lied »Sweet, Sweet => Gwendoline« besingen die Ärzte eine Ikone der sadomasochistischen Kultur: »Man könnte sie jetzt wunderbar // als Postpaket verschicken. // Man könnte sie auch ideal // in dieser Stellung ...«

Age Play

=> Rollenspiel, bei dem wenigstens einer der Teilnehmer ein anderes Lebensalter übernimmt. Er kann sich dabei älter machen, z.B. als strenge Gouvernante, oder jünger, etwa als unartiger Schuljunge. Das Age Play kommt vor allem bei Spielen im Zusammenhang mit => Erziehung vor; vgl. auch => englisch. Aus den USA werden Fälle berichtet, wo das Age Play nicht als Teil einer => Session gestaltet, sondern dauerhaft als Lebensmuster aufrechterhalten wird.

Agonophilie

Sexuelle => Paraphilie, bei der der Lustgewinn daraus gezogen wird, Täter bei einer gespielten => Vergewaltigung zu sein (=> »serbischer Koitus«).

Aguilera, Christina

amerikanische Popsängerin (* 18.12.1980). In einem Bericht der »Hamburger Morgenpost« vom 19. Dezember 2002 outete sie sich als SM-Liebhaberin und Fan von Spielen mit Handschellen. Zu Foto-Shootings tauche sie auch schon mal »übersät mit blauen Flecken« auf.

AIDS

Akronym für »acquired immune deficiency syndrome«. Immunschwächekrankheit, die durch die Übertragung von HIV-Viren verbreitet wird, was beim Austausch von Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit) und damit insbesondere beim sexuellen Kontakt geschieht. Als Schutz vor einer AIDS-Übertragung werden bestimmte Regeln des so genannten => Safersex empfohlen.

Akita, Masami

Fotograf aus der Schule des => Kinbaku, zudem Komponist. Seine zweite CD enthält, wie schon ihr Titel verrät, »Music for Bondage Performance« (=> Bondage). Jan P. Scheu beschreibt Akitas Kunstwerke in dem Szene-Magazin => SCHLAGZEILEN folgendermaßen: »Die Sujets sind zumeist klassisch, die gezeigten Materialien traditionell natürlichen Ursprungs, was umso erstaunlicher ist, als Seide, Hanf, Reisstroh und Bambus im japanischen Alltag kaum noch vorkommen, der oft gezeigte Kimono allenfalls an hohen Feiertagen getragen wird. Sadomasochistische Szenen spiegeln die Ambivalenz der japanischen Mentalität wider, die der deutschen bisweilen verblüffend ähnlich ist: Hier wie dort steht beispielsweise Grausamkeit neben kultureller Raffinesse, wird Leiden heroisch verklärt, findet morbide Lust an Untergang und Verfall überästhetisierten Ausdruck.«

aktiv

Als aktiv wird derjenige Partner bezeichnet, der sein => passives Gegenüber unterwirft, ihm Anweisungen gibt oder ihn Fesselungen, => Schmerz, => Demütigungen und vergleichbaren Unannehmlichkeiten aussetzt. »Aktiv« wäre demnach der Oberbegriff zu => »dominant« und zu => »sadistisch«. Der => »Trierer Studie« zufolge bevorzugte nicht einmal ein Drittel der befragten => Sadomasochisten eindeutig die aktive Rolle, davon deutlich mehr Frauen als Männer.

Alexandre, Claude

Pariser Kunst- und Theaterfotografin (geboren 1940), die sich in vielen erotischen Aufnahmen mit => Sadomasochismus und anderen Grenzbereichen der menschlichen Sexualität beschäftigte. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang etwa ihr Fotoband »Gewalt und Zärtlichkeit. Fotografien aus dem Liebesleben in Paris«, der im => Konkursbuch Verlag erschienen ist.

Algolagnie

Synonym: Algophilie; Fachbegriff für sexuelle Stimulationen, bei denen Lust und körperlicher => Schmerz miteinander verbunden sind, insbesondere => Paraphilien, die mit diesem Erzeugen und Ertragen von Schmerzen zu tun haben: => Masochismus, => Sadismus und => Sadomasochismus. Dass Algolagnie aber in sämtlichen sexuellen Situationen vorkommen kann (Rücken aufkratzen, ins Ohrläppchen beißen etc.), zeigt, dass hier wie so oft die Grenzen zwischen => »normalem« Sexualverhalten und so genannten => Perversionen fließend sind.

Algophilie

=> Algolagnie

Alkohol

Organische Verbindung, die in sämtlichen Spirituosen vorkommt. Vor dem Hintergrund des Sadomasochismus findet sie sich in der Regel in einem der folgenden Zusammenhänge: als Desinfektionsmittel bei den so genannten => Blutspielen, als unterstützende Substanz bei sämtlichen Feuerspielen (=> Pyrophilie), als anregende Substanz bei => Sessions mit => Natursekt und natürlich als Stimmungsförderer. Hier wird Alkohol gerne eingesetzt, um Hemmungen zu überwinden. Da man zu sadomasochistischen Aktionen einen besonders klaren Kopf benötigt, ist es ratsam, dabei über beispielsweise ein Glas Sekt zum Aufwärmen nicht hinauszugehen. Zu starke Enthemmung kann zu einer Einschränkung der Wahrnehmungsfähigkeit, einer Verlangsamung der Reaktionen sowie zu einer Überschätzung der eigenen Belastbarkeit bzw. der eigenen Fähigkeiten führen. => Betäubungsmittel

Alltags-Sadomasochismus

Eine innere Haltung, die nach Ansicht mancher Psychologen dem menschlichen Sozialverhalten zugrundeliegt und die sich darin äußert, mit anderen Menschen Konstellationen einzugehen, bei denen der eine den anderen unterwirft, demütigt oder anderweitig Schaden zufügt. Zentrales Element dieser These ist hierbei der Faktor der Freiwilligkeit: Die entsprechende Beziehung könnte also von dem »Geschädigten« leicht abgebrochen werden, wird aber weitergeführt. Der US-amerikanische Psychologe John Munder Ross vertritt in seinem Buch »The Sadomasochism of Everyday Life: Why We Hurt Ourselves – and Others – and How to Stop« die These, dass dieser alltägliche und der sexuelle Sadomasochismus dieselben psychischen Wurzeln haben. Insgesamt ist die Sexualwissenschaft aber zu der Erkenntnis gekommen, dass sich Menschen mit einer Neigung zum sexuellen Masochismus im Alltag genauso dominant und selbstbewusst verhalten wie andere Menschen auch. Viele Sadomasochisten bekunden sogar, dass ihnen ihre Kenntnisse über erotische Machtausübung im Alltag helfen, Manipulationen und Machtspiele zu durchschauen und sich dagegen durchzusetzen. Insgesamt lässt weder das Sexualverhalten in dieser Hinsicht Rückschlüsse auf das Alltagsverhalten zu, noch umgekehrt.

Weiterführende Literatur:

Altocalciphilie

Sexuelle => Paraphilie, bei der der Lustgewinn aus der Beschäftigung mit => Stöckelschuhen gezogen wird.

alt.sex.bondage

=> Newsgroup

Ampallang

Spezielles => Piercing, dessen Steg waagerecht durch die Eichel einschließlich der Harnröhre verläuft. Seine Herbeiführung ist sehr problematisch und sollte daher nur einem erfahrenen Piercer überlassen werden. Das Durchstechen der Eichel ist höchst schmerzhaft und blutig; wird dabei gar ein Schwellkörper getroffen, lässt sich die Blutung nur schwer wieder stoppen. Der Heilungsprozess (bei dem die Vorhaut zurückgezogen bleiben muss, damit Luft an die Wunde gelangt) ist ausgesprochen langwierig und kann sich insgesamt von zwei Monaten bis zu einem halben Jahr hinziehen. Den kulturellen Ursprung dieses Piercings bilden vermutlich die indonesischen Inseln Celebes und Borneo. Wie in anderen Kulturen dieser Erde wurden auch dort bei Männern schmerzhafte Operationen vorgenommen, um dadurch das sexuelle Lustempfinden der Frauen später zu verstärken. => Apadravya und => Dyode

Ampel-Safewort

=> Safewort

anale Dehnung

Weitung des Schließmuskels als Vorbereitungsmaßnahme zum => Fisting. Diese => Dehnung geschieht erst manuell und kann dann mit Kugeln und Dildos von wachsender Größe weitergeführt werden. Studien belegen, dass der menschliche Schließmuskel über ein Nervengefecht mit den Auslösern von Enkephalinausstößen verbunden ist (=> Enkephaline). => Darmspülung

Analstöpsel

=> Butt-Plug

Anbetung

Verehrung eines in den Bereich des Göttlichen überhöhten Partners. Dies geschieht den kulturellen Vorgaben unserer Gesellschaft folgend üblicherweise durch männliche => Sklaven in Bezug auf eine weibliche => Domina (=> SM-Kirche sowie => Spiritualität). Eine entsprechende Vergötterung kann auf der Basis der Körperhaltung stattfinden (knien), auf verbaler Ebene (überschwängliche Komplimente) oder unterstrichen durch ritualisierte Handlungen wie das Küssen der => Stiefel oder das Trinken von => Urin.

Andreaskreuz

=> Kreuz

Angst

=> Phobophilie

Anilingus

=> Rimming

Antoniou, Laura

US-amerikanische Autorin lesbisch-sadomasochistischer Erotika, darunter die Kurzgeschichtenanthologien »Leather Women«, »Leather Women II«, »No other Tribute« sowie die Essay-Sammlung »Some Women« (mit einem 50-Seiten-Vorwort von Pat => Califa). Ihr neuestes (unter dem Pseudonym Sara Adamson erschienenes) Buch »The Catalyst« hat den unterschätzten aufklärerischen Wert und die unterschiedliche Wahrnehmung von => Gewaltpornographie zur Folge: Verschiedene Menschen, Singles und Paare, sehen darin ein und denselben sadomasochistischen Film, interpretieren ihn jeweils völlig anders (was für den einen eine Gruppenvergewaltigung ist, ist für den anderen eine Orgie) und setzen die neugewonnenen Ideen in ihr eigenes Leben um.

AOK

Allgemeine Ortskrankenkasse. Erklärte in einem im Juni 2009 online gestellten Artikel: »Der Masochismus gehört NICHT zum normalen Sexualtrieb, er ist krankhaft. Meist sind die Ursachen der Störungen in der Familiengeschichte der Betroffenen oder generell in psychisch traumatisierenden Erlebnissen zu suchen.« Diese wissenschaftlich überholte bis unsinnige Meldung wurde im Web 2.0., beispielsweise über Twitter, rasch weiterverbreitet, was offenbar zu einigen an die AOK zurückgemeldeten Richtigstellungen führte (unter anderem durch eine Diplompsychologin und einen Diplombiologen). 36 Stunden nach Erscheinen des Artikels zog ihn die AOK aus ihrer medizinischen Datenbank zurück, um ihn zu »überarbeiten« und gab dies ebenfalls über Twitter bekannt (was, erneut auf Twitter, von Kathrin => Passig erfreut kommentiert wurde). Bis zur Fertigstellung dieses Lexikons (Ende Oktober 2009) stand der fragliche Artikel nicht wieder online. => Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, => International Classification of Diseases

Apadravya

Spezielles => Piercing, das vertikal durch die Eichel getrieben wird, meist zwischen der Eicheloberseite und dem Ansatz des Vorhautbändchens. Üblicherweise werden als Schmuck Stifte aus Gold oder Edelstahl bevorzugt. Der Heilprozess dauert mindestens zwei Monate. Dieses aus Indien stammende Piercing wurde bereits im => Kamasutra beschrieben. => Ampallang und => Dyode

Apollinaire, Guillaume

=> »Die elftausend Ruten«

Araki, Nobuyoshi

Einer der bedeutendsten Foto-Künstler Japans, der sich vor allem als Chronist der erotischen Obsessionen des japanischen Nachtlebens versteht. In den letzten Jahren beschäftigte er sich zunehmend mit der Darstellung von => Bondage (=> Kinbaku).

Aristoteles

Griechischer Philosoph (384–322 v. Chr.), Schüler von Plato, Lehrer von Alexander dem Großen. Im dreizehnten Jahrhundert erzählt Henri d'Andely die Fabel »Le Lai d'Aristote«, in der Aristoteles durch die Verführungskünste der schönen Hetäre Phylis dazu gebracht wird, sich Sattel und Zaumzeug anlegen und als Reittier benutzen zu lassen. Die Situation wird durch das Dazukommen Alexanders des Großen verschärft, der so Zeuge der => Demütigung seines Lehrers wird. Das Bild der Schönheit, die ihre Peitsche über der Weisheit schwingt, wurde daraufhin von verschiedenen Künstlern aufgenommen, so etwa 1513 von Hans Baldung von Grien.

art of intensity

(engl. etwa für: »Kunst der Intensität«); Stilrichtung insbesondere in Literatur und Film, deren Werke weniger durch eine lineare Handlung im traditionellen Sinne charakterisiert sind als durch die Darstellung intensiver Gefühls- und Bewusstseinszustände, die sich einem analytisch erklärenden Zugang verschließen. Zu denken wäre hier etwa an das Schaffen Franz Kafkas, David Lynchs, generell an den => Surrealismus, aber auch und gerade an viele Texte sadomasochistischer Erotik. Eben diese Zugehörigkeit vieler SM-Erotika zur Schule der art of intensity bringt viele Kritiker dazu, sie als minderwertige => Gewaltpornographie zu diffamieren, die nur auf eine Schockwirkung aus sei, aber jeglicher »rationalen«, nachvollziehbaren Handlung entbehre. (Die Werke Kafkas, Lynchs und der Surrealisten waren ähnlicher Kritik ausgesetzt.) Aber auch die Schilderung vernunftfremder Affekte bzw. deren Erweckung beim irritierten oder faszinierten Rezipienten (Leser, Zuschauer) kann eine legitime Aufgabe von Kunst sein. => transgressive fiction

Asthenolagnie

Sexuelle => Paraphilie, bei welcher der Lustgewinn aus einer Position der Schwäche oder Demut gezogen wird.

Atemkontrolle

Kontrollierte kurzzeitige bzw. partielle Behinderung des Atmens beim => passiven Partner, um die Zirkulation des Blutes zum Gehirn für einige Sekunden zu verhindern. Solchermaßen eingeschränkte Atmung führt zu einem Ansteigen des Kohlendioxidgehaltes im Blut sowie des Adrenalinspiegels und zudem zu einer Hypoxie (einem Sauerstoffmangel) in den Lungen. Alle diese Faktoren tragen dazu bei, Euphorie und sexuelle Lust zu erzeugen. Während tiefes und gleichmäßiges Atmen eine beruhigende Wirkung hat und so zum Beispiel zur Bekämpfung von Panikanfällen ratsam ist, hat schnelles, flaches Atmen einen anregenden, aufputschenden Effekt. Dass Sauerstoffmangel zu sexueller Erregung führen kann, ist historisch aus den Berichten über Erhängte bekannt, vor deren Tod eine Erektion auftrat. Einen ähnlichen Effekt kann man mit der Verwendung von beispielsweise => Korsetts, Plastiktüten, Badehauben, => Knebeln oder => Gasmasken auch bewusst herbeiführen. Dies ist allerdings eine der gefährlichsten sadomasochistischen Techniken, unter anderem da aus dem selbstinduzierten Kohlendioxid-Rausch leicht eine potentiell tödliche Kohlendioxid-Vergiftung entstehen kann. Hier ist extreme Vorsicht und sorgfältige Beobachtung seitens des => aktiven => Sadomasochisten gefordert: Sobald er feststellt, dass sein Partner im Gesicht blau anläuft, gilt dies als untrügliches Zeichen dafür, dass es eigentlich schon zu spät ist. Als Obergrenze für die vollständige Einschränkung der Atmung wird eine Minute genannt. Für Atemkontrollspiele werden Gasmasken ebenso verwendet wie über das Gesicht gelegte Plastikfolie (die durchsichtig sein sollte, damit die physischen Reaktionen des passiven Partners beobachtet werden können). Für den aktiven Partner besteht der erotische Reiz bei solchen Praktiken aus seiner extremen => Macht über Leben und Tod. Atemkontrolle sollte nie ohne vorherige intensive Absprache und die Festlegung von Codesignalen (=> Safewort) stattfinden, da insbesondere unerfahrene Personen hier verständlicherweise leicht zu Panikreaktionen neigen. Solche Aktionen sollten sicherheitshalber völlig unterlassen werden, wenn der passive Partner älter als sechzig ist, unter Arhythmie, Asthma, Bluthochdruck oder Arteriosklerose leidet oder bereits einen Schlaganfall erlitten hat.

Auffangen

Die Nachbereitung einer gemeinsamen => Session durch den => dominanten Partner, damit verbunden die psychologische Betreuung des => passiven Partners, der so Gelegenheit zur Rückmeldung bekommt. Während für die Dauer des erotischen »Spiels« die beiden Beteiligten die Rollen von => Herr und => Sklave übernehmen, so gilt dies in der Regel nicht für ihre soziale Beziehung jenseits des sadomasochistischen Arrangements: Hier stehen sie sich als Gleichberechtigte gegenüber. Dies bedeutet, dass der dominante Partner Sorge dafür zu tragen hat, dass der von ihm Unterworfene und Gequälte diese Handlungen genießen konnte. Ebenso muss er ausloten, ob er (unabsichtlich) bestimmte => Grenzen überschritten oder wunde Punkte berührt hat. Dies kann der => devote Partner während der Session aufgrund der ihm zugeschriebenen Rolle oft nicht zur Genüge deutlich machen, kann es vielleicht auch in der akuten Situation überhaupt nicht angemessen benennen. Aus diesem Grunde ist es dringend empfohlen, nach einer solchen Aktion noch einmal Rückschau zu halten und zu fragen »Wie war es für dich?« Die SM-Session wird also demonstrativ beendet (oft durch eine ritualisierte Handlung wie das Ablegen eines Halsbands o. ä.), und es findet eine Rückkehr in die Alltagswirklichkeit statt. Eng damit verbunden ist, dass der Passive erkennt, dass er immer noch als Mensch und gleichberechtigter Partner mit all seinen Ängsten, Problemen und Gefühlen an- und ernstgenommen wird, auch wenn er zuvor wie ein Sklave, Tier oder Möbelstück behandelt worden ist. Sadomasochistische Inszenierungen können so tiefgehend und aufwühlend sein, dass es wertvoll und vielleicht sogar notwendig ist, über die gemachten Erfahrungen miteinander zu sprechen und sich auszutauschen, wie die beiden Beteiligten das Verhalten des anderen empfanden. Auf diese Weise verstärkt sich auch die Bindung zueinander. Allerdings sollte der Prozess des Auffangens nicht nur in festen Beziehungen stattfinden. Auch jede wirklich professionelle => Domina wird ihre Klienten um Rückmeldung bitten, um in Zukunft die Wirkung ihres Verhaltens noch besser abschätzen zu können. Im Idealfall kann sich eine angemessen nachbereitete SM-Sitzung so geradewegs zu einem psychotherapeutischen Erlebnis entwickeln.

Unter Umständen kann es sinnvoll sein, die gemeinsame Aussprache nicht direkt nach der Sitzung stattfinden zu lassen, wenn die Wunden noch zu frisch oder der passive Partner noch zu sehr in seiner Rolle gefangen ist und sich deshalb verkneift, Dinge zu sagen, die gesagt werden sollten. Ihm wird erst almmählich klar, was in bestimmten Momenten mit ihm vorgegangen ist, er fühlt sich schuldig, es nicht sofort angesprochen zu haben, kommt deshalb nicht wieder darauf zurück, sondern frisst es in sich hinein. Lässt man vor dem Gespräch etwa noch einen Tag vergehen, haben beide Beteiligte die Gelegenheit, sich über bestimmte Dinge zunächst einmal selbst klar zu werden und sie dann entsprechend in Worte zu fassen. Natürlich aber schließt das eine das andere nicht aus: Der Partner, der sich als Passiver fallengelassen hat, kann gleich danach emotionale Zuwendung erfahren (oft sind SM-Aktionen ja ohnehin nur das Vorspiel zu »normalem« Geschlechtsverkehr) und später, wenn er sich dazu bereit fühlt, über seine Empfindungen berichten.

Dass der dominante Partner ebenfalls jemanden zum »Auffangen« braucht, weil er möglicherweise gleichermaßen an psychische Grenzen geführt worden ist, wird bislang in der sadomasochistischen Szene und in der Literatur kaum thematisiert. Zu sehr wird ihm offenbar Selbstbeherrschung und Kontrolle zugeschrieben. Es ist aber naheliegend, dass ihm eine offene Aussprache ebenso gut tun kann wie seinem passiven Gegenüber.

Nachdem es im Sadomasochismus nur sehr wenige festgelegte Regeln gibt (=> Vertragsfreiheit), ist natürlich auch das Auffangen in keiner Weise verpflichtend. Wenn beide Beteiligte darauf verzichten können oder sich sogar besser fühlen, wenn sie ihre innersten Vorgänge nicht offen darlegen und ausdiskutieren müssen, dann gibt es für sie auch keinen Grund, dies zu tun. Es ist auch möglich, dass die gesamte Beziehung durchgehend auf der Grundlage z.B. eines Herrin-Sklave-Verhältnisses beruht. In diesem Fall kann zwar ebenfalls ein psychologisches »Auffangen« stattfinden, es wird aber nicht auf gleicher Ebene geschehen. Stattdessen verlässt z.B. der Mann seine Partnerin als Sklave und wird nur als Sklave wieder zu ihr zurückkehren.

Aufhängen

Form der => Bondage, bei der der => passive Partner freischwebend an von der Zimmerdecke herabhängenden Fesseln festgebunden wird. Ideal hierfür sind Gurte von Fallschirmspringern oder Bergsteigern. Aber auch an Stahlkabeln oder Eisenketten befestigte, innen gepolsterte Lederriemen, die um die Taille sowie die Hand- und Fußgelenke gelegt werden, sind sehr praktisch. Nylonseile sind für solche Aufhängungen zu elastisch und führen höchstens dazu, dass ein eher amüsantes als erotisches Sklaven-Jojo entsteht. => Handschellen oder ungepolsterte Manschetten sind hier entgegen dem, was in manchen => Gewaltpornos gezeigt wird, auch für => Masochisten unzumutbar: Zum einen wird bei der Aufhängung jede Unannehmlichkeit um ein Vielfaches potenziert, zum anderen können ungepolsterte Fesseln gesundheitsgefährdend sein. So ist es wichtig, dass der Hauptdruck auf die Rückseite des Handgelenks ausgeübt wird (weil dort der Knochen liegt) statt auf die Daumenseite (wo ein wichtiger Nerv verläuft).

Das Reizvolle am Aufhängen ist das Gefühl des Schwebens und Sich-fallen-lassen-Könnens. Im Gegensatz zur strengen => Bondage sind noch Bewegungen möglich, aber nur eingeschränkt und weitgehend unkontrolliert. Allerdings kann diese Praktik auch sehr schwierig und gefährlich werden. Wichtig ist, die zur Aufhängung benutzten Winden und Flaschenzüge sicherheitstechnisch ebenso zu überprüfen wie sämtliche Fesseln. Bei dynamischen Lasten (z.B. lebenden Menschen) gilt, dass die Tragfähigkeit jeglichen Einzelteils der Vorrichtung bis zu dem Zehnfachen des Ruhegewichtes standhalten sollte. Daraus ergibt sich, dass normale Zimmerdecken zur Befestigung ebenso ungeeignet sind wie Wasserrohre. Ideal sind starke hölzerne Deckenbalken oder auch ein selbstgefertigtes hölzernes Rahmengestell, wobei letzteres aber praktisch nicht unauffällig in eine bestehende Wohnungseinrichtung integriert werden kann. Statt offener Haken sind mindestens ein Zentimeter starke Ringbolzen vonnöten. Werden zum Hochziehen des Gefesselten Winden verwendet, ist zu bedenken, dass sich die Belastung auf die Umlenkrolle verdoppelt. Beim Hochziehen sollten beim passiven Partner die Belastung und das Gefühl der Hilflosigkeit nur schrittweise und allmählich gesteigert werden, andererseits muss aber in Notfällen jederzeit ein schnelles Absenken des Passiven möglich sein. Hier werden oft Sicherheitskarabiner mit speziellen => Panikhaken eingesetzt, die sich im Gegensatz zu normalen Karabinern auch öffnen lassen, wenn sie belastet werden. Sie sind in Geschäften für Segelbedarf und Reitsport erhältlich.

Aufspießen

hier: Festnagelung des menschlichen Körpers bis zur Bewegungsunfähigkeit (=> Bondage). Dies kann auf zweierlei Weise geschehen: Die weitaus radikalere Variante ist, einen rostfreien Stahlnagel durch ein Stück Haut zu treiben. Brenda Love nennt in ihrer »Enzyklopädie der ungewöhnlichsten Sexualpraktiken« (Flensburg 1997) als mögliche Stellen hierfür das Gewebe zwischen den Fingern, das der weiblichen Brust sowie das der männlichen Eichel. Mindestens letzteres dürfte ein ausgesprochener Extremfall sein und jenseits etwa von Performances des »Supermasochisten« Bob => Flanagan auch in der => SM-Szene kaum vorkommen. Love zufolge liegt der psychologische Effekt einer solchen Praktik darin, dass die betreffende Person an dieser Fessel nicht wie an anderen zerren wird, sondern sich dadurch vollständig unterwerfen lässt. Die harmlosere Variante des Aufspießens ist, den passiven Partner so auf einem auf dem Boden befestigten, hoch aufragenden Phallus Platz nehmen zu lassen, dass dieser so tief in Hintern oder Vagina der betreffenden Person eindringt, dass diese nicht mehr selbständig herabsteigen kann.

Augenbinde

Bei SM-Spielen gerne eingesetzte Technik der => sensorischen Deprivation. Dadurch, dass der => passive Partner nicht sehen kann, was ihn erwartet, werden seine Hilflosigkeit und sein Gefühl des Ausgeliefertseins psychologisch verstärkt. Da eine Augenbinde erlaubt, die Aufmerksamkeit nach innen und auf die eigenen Phantasien statt auf äußere Störfaktoren zu richten, kann sie den Träger auch von Hemmungen befreien. Es entsteht auch eine doppelte Verstärkung sämtlicher positiven und negativen Körperreize – zum einen durch den Überraschungseffekt, zum anderen weil mit dem Ausschalten des Gesichtssinnes die Wahrnehmung der anderen Sinnesorgane steigt. Im Unterschied zu einer => Maske anonymisiert eine Augenbinde ihren Träger nicht.

»Außer Kontrolle«

=> Manara, Milo

Auspeitschen

=> Flagellation, => Peitsche

Autoflagellation

Selbstauspeitschung zur sexuellen Befriedigung. => Automasochismus

autoklavieren

=> sterilisieren

Automasochismus

Synonym: => Autosadismus; Selbstbeibringen von Schmerzen, Fesselungen oder demütigenden Situationen, um daraus erotischen Gewinn zu ziehen. Grund hierfür sind oft Experimentierfreude oder das Fehlen eines entsprechenden Partners. Insbesondere wenn diese Variante Techniken der => Atemkontrolle, Verbrennungen, Verätzungen, Schnitte in der Nähe von Blutgefäßen oder andere Selbstverletzungen umfasst, kommt es dabei fallweise zu gesundheitlichen Schädigungen bis hin zu Todesfällen. Oft wirken solche Geschehnisse für Außenstehende wie ein Selbstmord, so etwa wenn der Betreffende mit einer unten zugebundenen Plastiktüte über dem Kopf oder einer Schlinge um den Hals aufgefunden wird. In Wahrheit handelt es sich bei solchen => Selbsterstickungen um einen tödlichen Unfall bei dem Versuch, mithilfe von selbst herbeigeführtem Sauerstoffmangel eine Steigerung der Lust zu erfahren. Sogar Fälle von Selbstkreuzigungen und Selbstkastrationen (Abschneiden von Glied und Hodensack, Aufschneiden des Hodensackes) werden in der Literatur berichtet. Solche groben Eingriffe in die eigene Anatomie können aufgrund des damit verbundenen starken Blutverlustes ebenfalls tödlich enden.

Automasochisten verfügen oft über ein wahres Arsenal sexueller Spielzeuge für ihre Ein-Mann- bzw. Eine-Frau-Beschäftigung, das von den verschiedensten Schlaginstrumenten über diverse Fesseln bis zu großen Spiegeln reicht. Ihrer Umwelt bleiben diese Neigungen oft zumindest solange verborgen, bis ein gravierendes Missgeschick den Eingriff von außen erforderlich macht.

Gerade im Pubertätsalter, das für die verschiedensten sexuellen Experimente typisch ist, kann automasochistisches Verhalten jedoch auch vollkommen harmlos sein. Es kann sich statt auf die vorwiegend körperliche auch überwiegend auf die psychologische Ebene erstrecken. So kann der Betreffende bestimmte eigentlich unangenehme oder »gefährliche« Aktionen durchführen (beispielsweise sich selbst nackt im Wald an einen Baum fesseln) und dies mit der => Phantasie verknüpfen, dass ihm diese Handlungen als Befehl oder => Strafe von einer Klassenkameradin oder einer anderen Bekannten auferlegt wurden. Dies kann ein durchaus unterhaltsames Erlebnis darstellen.

Psychologen interpretieren den zwanghaften, pathologischen Automasochismus als auf die eigene Person statt nach außen gerichtete Aggression. Er könne einen Versuch darstellen, Liebe und Aufmerksamkeit zu erlangen oder ein Gefühl von Depersonalisierung und Gefühlskälte zu überwinden. Typisch für den Automasochisten seien demnach geringe Selbstachtung, Schuldgefühle, Depressionen und Schwierigkeiten dabei, anderen seine Gefühle mitzuteilen – häufig aufgrund eines gestörten oder gefühlskalten Elternhauses.

Normalerweise zerfalle eine automasochistische Handlung in fünf Phasen: ein auslösendes Stressereignis, steigende innere Unruhe, versuchtes Hinausschieben des Aktes, der Akt selbst und schließlich das Nachlassen der Anspannung. Möglicherweise hat dieses Verhalten so einen kurzfristigen therapeutischen Effekt, dazu kommen die positiven Erfahrungen, die auch andere Masochisten durchleben (Erregung, Endorphin-Kick etc.). Insofern muss Automasochismus nicht zwangsläufig krankhafter Natur sein, sondern kann auch dem Lustgewinn und der Körpererfahrung dienen. Ist er für den Betreffenden aber mit einem Leidensdruck verbunden oder führt er gar zur Gefährdung seiner Gesundheit, muss das Grundproblem in einer umfassenden Therapie angegangen werden. => Selbstfesselungen

Automutilation

Selbstverstümmelung mit dem Ziel des sexuellen Lustgewinns, wobei sich die Betreffenden schwere Verletzungen bis hin zur Selbsttötung zuführen können (=> Automasochismus). Dabei ist die sadomasochistisch angelegte Selbstverstümmelung von jenen Fällen zu unterscheiden, bei denen die Grundlage eine psychische Erkrankung (Schizophrenie) oder Hass auf die eigenen Geschlechtsorgane als Folge von Transsexualismus ist.

Autosadismus

Synonym für => Automasochismus.

Autotomie

=> Automutilation

B

Bär

Aus dem Jargon der => Homosexuellen übernommene Bezeichnung für besonders breite, muskulöse, stark behaarte Männer, die auf manche => Masochisten besonders ansprechend wirken. Dieser Ausdruck (bear) wird allerdings bislang hauptsächlich in den USA und im Internet benutzt. Sein eher schmales, fachbrüstiges Gegenstück ist dem Jargon gemäß der »Otter«.

Bakos, Susan Crain

=> kinky

Baldwin, Guy

Schwuler SM-Aktivist, der gemeinsam mit Pat => Califa und Gayle Rubin (=> Samois) zu den einflussreichsten US-amerikanischen Vordenkern zählt. Von 1987 bis 1992 war er für eine regelmäßig in der Zeitschrift DRUMMER erschienene Kolumne verantwortlich. Inzwischen praktiziert er als Psychotherapeut in Los Angeles. Die meisten seiner Patienten sind seinen eigenen Angaben zufolge Menschen, die an den Grenzbereichen der Erotik leben. In der 1993 veröffentlichten Sammlung »Ties that Bind. The SM/Leather/ Fetish Erotic Style« wurden 33 seiner Beiträge abgedruckt. Der Band ist mit einem Vorwort Gayle Rubins versehen, sein Schwerpunkt liegt auf den psychologischen Problemen schwuler Sadomasochisten.

Bandeisen

Metallene Fesseln für Hände und Füße; sie werden durch Verschraubungen oder Vorhängeschlösser gesichert. Im Gegensatz zu Kerkerfilmen oder Werken der => Gewaltpornographie ist hier für den praktischen => Sadomasochismus allerdings eine Innenpolsterung notwendig, um Nervenquetschungen oder andere Schädigungen zu vermeiden. Auf emotional-psychischer Ebene stehen Bandeisen als Chiffre für Versklavung, was vermutlich ihren erotischen Reiz ausmacht. => Schäkel

Bastille

(eigentlich: Frank Weber) Schwuler Erotik-Künstler, geboren in den USA, aber wohnhaft in Paris. Schuf eine Reihe von Ölgemälden, zu deren zentralen Motiven => Gummi, => Urin, Kot, rasierte Männer, in Körperöffnungen eindringende Röhren und Gasmasken gehören.

Bastinade

Synonym: Bastonade; Schläge auf die Fußsohlen, häufig als Form von Strafe. Da die Füße das gesamte Körpergewicht tragen müssen, sollten Verletzungen hier besonders vermieden werden. Auch sind die Fußsohlen sehr empfindlich, weil sich dort viele Nervenenden befinden. Deshalb sind nur leichte Schläge mit weichem Leder sinnvoll.

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