Scrum kurz & gut - Rolf Dräther - ebook

Scrum kurz & gut ebook

Rolf Dräther

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Opis

Scrum ist ein leichtgewichtiges Framework für agiles Projektmanagement. In der Softwareentwicklung ist Scrum mittlerweile weit verbreitet, und auch in anderen Branchen wird es zunehmend als Methode für die Arbeitsorganisation eingesetzt. Dieses Buch bietet allen, die sich für Scrum interessieren oder bereits mit Scrum arbeiten, einen kompakten und praxisbezogenen Überblick über das Framework. Scrum - kurz & gut beschreibt leicht verständlich alle Rollen, Meetings und Artefakte, die Bestandteil von Scrum sind, und bettet diese in den Gesamtkontext der Produktentwicklung ein. Das Buch beschränkt sich dabei nicht auf die Darstellung der reinen Scrum-Mechanik, sondern erläutert auch die agilen Werte und Prinzipien, die dieser Arbeitsmethode zugrunde liegen und durch die die Mechanik erst ihr volles Potenzial entfaltet. Dank wertvoller Praxistipps, Checklisten für die Organisation der Scrum-Meetings und eines umfassenden Glossars mit Definitionen aller Schlüsselbegriffe eignet sich Scrum - kurz & gut gleichermaßen als Kurzeinführung und als Nachschlagewerk für die tägliche Arbeit.

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Scrum: kurz & gut

RolfDräther

HolgerKoschek

CarstenSahling

Vorwort

In den letzten zehn Jahren hat sich Scrum einen festen Platz in der Riege der Projektmanagement-Methoden erobert. In dieser Zeit wurden viele Lehrbücher und weiterführende Werke veröffentlicht. Was fehlt, ist ein kompaktes Nachschlagewerk, das auf den Schreibtischen der Product Owner, Scrum Master und Entwickler darauf wartet, auf konkrete Detailfragen schnelle Antworten zu liefern. Und ein Kompendium, das Führungskräften einen schnellen Einstieg in Scrum ermöglicht. Zu diesem Zweck haben wir Scrum – kurz & gut geschrieben.

Die offizielle Referenz in Sachen Scrum ist der zuletzt 2011 aktualisierte Scrum Guide [Schwaber 2011]. Hier beschreiben Ken Schwaber und Jeff Sutherland, die Väter von Scrum, die Mechanik ihres Projektmanagement-Frameworks. Die ist schnell beschrieben, denn Scrum kennt lediglich drei Rollen, vier Meetings und drei Artefakte. Das Kennen und Beherrschen dieses Instrumentariums reicht aber nicht aus, um mit Scrum wirklich erfolgreich Projekte durchzuführen. Ein agiles Wertesystem erschließt den Menschen in Scrum-Projekten neue Handlungsmöglichkeiten, fördert Innovation und eine ergebnisorientierte Arbeitsweise. Außerdem muss ein Scrum-Projekt in die wertschöpfenden Prozesse der Produktentwicklung eingebettet werden. Und schließlich gibt es neben den Kernelementen von Scrum noch weitere Methoden, Prinzipien und Praktiken, die sich in den vergangenen zehn Jahren im praktischen Einsatz bewährt haben.

Dieses Buch geht deshalb über den Inhalt des Scrum Guide hinaus, indem es Scrum im Gesamtkontext der Produktentwicklung betrachtet und beschreibt.

Aufbau dieses Buchs

Kapitel 1, geht den Fragen nach, was Scrum ist, woher Scrum kommt und warum man Scrum einsetzen sollte. Es wird gezeigt, dass es mehr als nur der reinen Mechanik bedarf, um mit Scrum erfolgreich zu sein. Darüber hinaus ordnen wir Scrum auf der Basis des Agilen Manifests in den Gesamtkontext agiler Methoden und Vorgehensweisen ein. Am Ende der Einführung eröffnet das skizzierte Schalenmodell agiler Produktentwicklung eine mögliche Perspektive auf das Umfeld und den Gesamtlebenszyklus eines Produkts und hebt hervor, an welchen Stellen Scrum zum Einsatz kommen kann.

Kapitel 2, beschäftigt sich mit dem Wertesystem, das hinter dem Scrum-Framework steht und das den Prinzipien und Praktiken eine Bedeutung und der Mechanik erst einen Sinn gibt. Unserer Meinung nach sind die agilen Werte essentiell, denn das Verständnis und die Verinnerlichung dieser immateriellen, inneren Werte erschließen bei der Arbeit mit Scrum neue Handlungsmöglichkeiten und schaffen Raum für Innovation, Motivation und Vertrauen. Erst durch das Zusammenspiel von Werten, Prinzipien und Praktiken entfaltet Scrum sein volles Potenzial. Deshalb haben wir den Werten ein eigenes Kapitel gewidmet.

Kapitel 3, steht ganz im Zeichen der Scrum-Mechanik. Nach einem ausführlichen Überblick über den Gesamtprozess werden die Rollen, Meetings und Artefakte von Scrum detailliert beschrieben und bewertet. Dabei beschränken wir uns nicht auf die im Scrum Guide benannten Bestandteile, sondern stellen weitere Meetings und Artefakte vor, die sich in der Praxis bewährt und als hilfreich erwiesen haben. Zusammenfassungen und Checklisten am Ende jedes Abschnitts sollen beim Verständnis, der Übertragung in die Praxis und der täglichen Arbeit helfen.

Kapitel 4, des Buches beleuchtet Themen, die beim konkreten Einsatz von Scrum in der Produktentwicklung von Bedeutung sind. Dabei wird der Bogen von der Vision über Anforderungen, Priorisierung, Schätzen, iterativ-inkrementelles Vorgehen und Release-Management bis hin zur Wartung (Maintenance) gespannt und so der komplette Produktlebenszyklus berücksichtigt. Der Frage, wie man den Weg vom Status Quo zur ernsthaften Anwendung von Scrum bewältigt, gehen wir konkret für einige Aspekte und Scrum-Prinzipien nach. Spätestens an dieser Stelle fließen sehr viele Erfahrungen aus der Praxis ein, die dem Leser helfen sollen, seinen eigenen erfolgreichen Weg mit Scrum zu finden. Abschließend gibt das Kapitel einen kurzen Ausblick auf Themen aus verschiedenen Bereichen agilen Vorgehens, darunter Agile Software Engineering, Software Craftsmanship und das Arbeiten mit mehreren oder mit verteilten Scrum-Teams.

Eine Besonderheit stellt die Kombination von Glossar und Index am Ende des Buches dar.

Wie arbeitet man mit diesem Buch?

In Abhängigkeit von der Intention des Lesers und seiner aktuellen Erfahrung mit dem Thema bieten sich folgende Herangehensweisen an:

Liest man das Buch von vorne nach hinten, so vermittelt es einen aufeinander aufbauenden Gesamteindruck von Scrum, vertieft schrittweise das Verständnis des Lesers für die damit verbundenen Konzepte, Werte und Artefakte und gibt am Ende hilfreiche Unterstützung bei der Einführung und Überführung in die tägliche Praxis. Diese Vorgehensweise sei all denen empfohlen, die sich zum ersten Mal mit Scrum beschäftigen und verstehen wollen, ob und wie ihnen Scrum in der täglichen Projektpraxis helfen kann. Bei dieser Art zu lesen können einige Themen wiederholt auftauchen. Diese Wiederholungen sollen den Gebrauch des Buches als kompaktes Nachschlagewerk unterstützen.

Wer sich über Scrum im engeren Sinne informieren und ein Bild machen möchte, der findet in Kapitel 2, und in Kapitel 3, einen guten Überblick. Mit den flankierenden Themen und der Einbettung in den Gesamtkontext der Produktentwicklung kann man sich in diesem Falle auch zu einem späteren Zeitpunkt auseinandersetzen.

Hat man bereits praktische Erfahrung mit Scrum, kann man dieses Buch als kompaktes Nachschlagewerk nutzen und gezielt an den aktuell interessanten Stellen zu lesen beginnen. Geeignete Einstiegspunkte findet man über den in das Glossar integrierten Index. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel auffrischen, was bei der Vorbereitung und Durchführung einer Retrospektive zu beachten ist, was es in Scrum bedeutet, mutig zu sein, was man unter den INVEST-Kriterien versteht oder wer für die Pflege des Product Backlogs verantwortlich ist.

Einen weiteren, sehr schnellen und gezielten Einstieg in konkrete Themen und Fragestellungen bietet die besondere Kombination aus Glossar und Index am Ende des Buches. Darin werden die wesentlichen Scrum-Begriffe kompakt erläutert und zugleich auf weiterführende Passagen in diesem Buch verwiesen. So kann man sich jederzeit über einen Schlüsselbegriff kurz und gut informieren und auf Wunsch anschließend zur Vertiefung in das zugehörige Kapitel des Buches einsteigen und weiterlesen.

Darüber hinaus wird sicher jeder Leser einen eigenen Zugang zu diesem Buch finden und mit individuellen Kennzeichnungen seine Einstiegspunkte markieren.

Die Autoren

Dieses Buch ist ein Produkt, das von einem Team im besten Scrum-Sinne entwickelt wurde: drei erfahrene agile Praktiker, jeder mit einem etwas anderen Schwerpunkt.

Rolf Dräther arbeitet als selbstständiger Berater und Coach. Er ist Certified Scrum Professional und Certified Scrum Master, akkreditierter Trainer für das Team Management System von Margerison-McCann und systemischer Berater. Mit seinem ganzen Wissen, Können, seiner Intuition und seinen langjährigen Erfahrungen mit objektorientierter und agiler Softwareentwicklung unterstützt er Teams, Führungskräfte und Unternehmen bei der Einführung und Anpassung von Scrum sowie anderen agilen Vorgehensweisen und im täglichen Leben damit.

Holger Koschek ist selbstständiger Berater, Trainer und Coach. Er begleitet Projekte und Organisationen bei der Einführung agiler Vorgehensweisen im Produktmanagement, Projektmanagement und der Unternehmensführung. Unternehmensportale bilden den fachlichen Schwerpunkt des Diplom-Informatikers. Er ist Autor der Geschichten vom Scrum (dpunkt.verlag) sowie Koautor von Agile Projekte mit Scrum, XP und Kanban im Unternehmen durchführen (dpunkt.verlag), Unternehmensportale (Springer-Verlag) und vieler anderer Fachpublikationen.

Carsten Sahling leitet das Geschäftsfeld Agil bei der Holisticon AG. Als klassischer Projektmanager (GPM), Certified Scrum Professional, Inhaber des DSDM Atern Foundation Exam, agiler Coach und Trainer vereint er verschiedene Sichtweisen des Projektmanagements und hilft damit insbesondere größeren Unternehmen, die traditionell eher klassisch aufgestellt sind, bei der Einführung in die agile Denkweise und bei der erfolgreichen Durchführung auch großer agiler Projekte.

Danksagungen

Neben dem Autorenteam haben andere Menschen wesentlich zum Gelingen dieses Buchprojekts beigetragen. Wir danken ganz herzlich

Alexandra Follenius vom O’Reilly Verlag. Sie war ein guter Stakeholder, manchmal auch Product Owner des Buchs. Ihrem wertvollen Feedback hat dieses Buch seine klare Struktur und Zielgruppenansprache zu verdanken.

Steffi Krause (GOagile!), weil sie unsere Sicht auf Scrum immer wieder um neue Perspektiven ergänzt hat. Das Wissen aus ihren agilen Trainings hat den Weg über unsere Köpfe in dieses Buch gefunden.

Holisticon AG für die freundliche Genehmigung, die Unterlagen aus den agilen Trainings und das agile Glossar als Grundlage für dieses Buch zu verwenden.

Ohne familiären Rückhalt ist ein solches Projekt nicht zu meistern. Deshalb widmen wir dieses Buch

Kess – R. D.

Andrea, Nele, Marit und Lotta – H. K.

Anja, Annika, Svenja und Louis – C. S.

Die Website zum Buch

Wenn man ein kompaktes Nachschlagewerk wie dieses schreibt, kommt man immer wieder an den Punkt, an dem man noch so viel sagen möchte, damit aber eindeutig den Rahmen des Buchs sprengte. Deshalb haben wir eine Website eingerichtet:

www.scrum-kurz-und-gut.de

Hier finden Sie Links auf weiterführende Literatur, Lesenswertes zu Scrum und Agil aus den Weiten des Internets sowie die Checklisten aus diesem Buch in druckbarer Form.

Kapitel 1. Einführung

Dieses Kapitel beantwortet die grundlegende Frage »Was ist Scrum – und was ist es nicht?«. Wir verorten Scrum im Universum der agilen Methoden und im Produktlebenszyklus. Anwendungsszenarien, wissenschaftliche Grundlagen, ein historischer Rückblick, das Agile Manifest und ein Schalenmodell der agilen Produktentwicklung sind die Perspektiven, aus denen wir Scrum in diesem Kapitel betrachten.

Was ist Scrum?

Scrum ist ein agiles Projektmanagement-Framework. Es wird hauptsächlich in der Softwareentwicklung verwendet, kann aber auch in anderen Domänen im Rahmen der Entwicklung komplexer Produkte eingesetzt werden.

Scrum ist ein Framework, kein Prozess. Es definiert verschiedene Rollen, Meetings und Artefakte und beschreibt deren Zusammenspiel. Scrum-Projekte entwickeln ihr projektspezifisches Vorgehen in dem von Scrum abgesteckten Rahmen.

Scrum ist kein Allheilmittel. Es kann Projektrisiken nicht verhindern (das kann kein Vorgehensmodell), macht sie aber frühzeitig transparent und somit beherrschbar.

Scrum ist per se kein Projektbeschleuniger. Teams werden nicht besser oder schneller, nur weil sie nach Scrum arbeiten. Aber da sie fokussiert nur die Dinge tun, die aktuell relevant sind, werden die wirklich wichtigen Dinge früher fertig.

Scrum hilft, komplexe Produkte zu entwickeln

Produktentwicklung mit Scrum geschieht iterativ-inkrementell: Mit jeder Iteration (in Scrum Sprint genannt) wird ein Produktinkrement (ein fertiges Stück des Gesamtprodukts) entwickelt, das benutzbar ist. Diese Technik eignet sich durch kurze Feedback-Zyklen besonders für die Entwicklung komplexer Produkte. Auf Scrum.org ist eine bestechend einfache Beschreibung dieses Produktentwicklungsprozesses unter Berücksichtigung der drei Scrum-Rollen zu finden (vgl. [Scrum.org]):

Product Owner

Der Product Owner sagt, was innerhalb des nächsten Sprints entwickelt werden soll.

Entwicklungsteam

Das Entwicklungsteam (engl. Development Team) baut das Inkrement entsprechend den Wünschen des Product Owners und präsentiert das Ergebnis am Ende des Sprints.

Scrum Master

Der Scrum Master stellt sicher, dass der Produktentwicklungsprozess so reibungslos wie möglich läuft, und unterstützt bei der kontinuierlichen Verbesserung des Prozesses, des Teams und des Produkts.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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