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Dieses Werk untersucht, wie städtische Dunkelheit als aktiver Raum der Verdrängung und des Überlebens fungiert. Es betrachtet die Spannung zwischen bürgerlicher Ordnung und den marginalisierten Existenzen, die in den verborgenen Winkeln der Großstadt ihre eigenen moralischen und ökonomischen Systeme etablierten. Die Analyse konzentriert sich auf zwei zentrale historische Mechanismen der Devianz und deren Überlieferung. Erstens wird die räumliche Segregation betrachtet, durch die sich abweichende Milieus in spezifischen Stadtvierteln verfestigten. Diese Enklaven funktionierten als physische Rückzugsorte und bildeten eigene, von der Obrigkeit isolierte Gesellschaftsstrukturen mit internen Hierarchien. Zweitens beleuchtet der Text die mediale Konstruktion des Abweichenden in der damaligen populären Druckkultur. Die Verbreitung von Flugschriften und Gerichtsreportagen diente weniger der dokumentarischen Genauigkeit als vielmehr der Formung eines bürgerlichen Angstdiskurses. Durch diese Mechanismen der Stigmatisierung und gleichzeitigen Mythisierung wurde das Bild der Randexistenzen im kollektiven Gedächtnis geformt, wobei die sozialen Ursachen wie extreme Armut oft systematisch ausgeblendet blieben. Das Verständnis dieser urbanen Schattenwelten eröffnet tiefe Einblicke in die Konstruktion von europäischer Kriminalitätsgeschichte. Es zeigt, wie die Ausgrenzung der Schwächsten die gesellschaftliche Identität bis in die moderne Erinnerungskultur nachhaltig prägt.
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Liczba stron: 152
Rok wydania: 2026
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