Riskante Begierde - Jeffery Self - ebook

Riskante Begierde ebook

Jeffery Self

1,0

Opis

Alex Kirby ist wahrscheinlich der einzige Schwule, der mit 24 noch keinen Sex hatte und das in L.A.! Doch dann lernt der schüchterne Student bei einem Interview den charismatischen und umwerfend schönen Hollywood-Star Taylor Grayson kennen. Von nun an ist nichts mehr wie zuvor. Taylor zeigt ihm die dunkle und faszinierende Welt der Liebe. Lässt sich Alex auf das sexuelle Spiel von Dominanz und Unterwerfung ein? Und kann er den Filmstar dazu bringen, sich zu seinen wahren Gefühlen zu bekennen?

Ebooka przeczytasz w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS
czytnikach certyfikowanych
przez Legimi
czytnikach Kindle™
(dla wybranych pakietów)
Windows
10
Windows
Phone

Liczba stron: 219

Odsłuch ebooka (TTS) dostepny w abonamencie „ebooki+audiobooki bez limitu” w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS



1. Auflage © 2015 Bruno Gmünder GmbH Kleiststraße 23-26, D-10787 Berlin [email protected] Originaltitel: 50 Shades of Gay Copyright: © 2013 by Jeffery Self Published by Arrangement with Jeffery Self Dieses Werk wurde vermittelt durch die Literarische Agentur Thomas Schlück GmbH, 30827 Garbsen. Aus dem Amerikanischen von Andreas Diesel Umschlaggestaltung: Steffen Kawelke unter Verwendung einer Fotografie von © Kevin Slack:www.snappedshots.com eBook-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck

ISBN 978-3-86787-897-5

Mehr über unsere Bücher und Autoren:www.brunogmuender.com

Für Jacqueline Susann, deren Bücher mir immer wieder zeigen, wie glamourös Schmutz sein kann.

1

»Kannst du mir einen riesigen Gefallen tun?«, fragt Matty, der den Kopf in mein Zimmer steckt. Er hat sich einen Magen- und Darmvirus eingefangen und ist bleicher als LaToya Jackson.

Matty ist nicht gerade zurückhaltend, wenn es darum geht, mich um einen Gefallen zu bitten. So ist das eben, wenn man seit vier Jahren mit seinem besten Freund in einer WG wohnt – es ist wie mit einem festen Freund, auf den man sich verlassen kann, bloß ohne den Sex, die Nähe oder die teuren Geburtstagsgeschenke. Die Gefallen, die ich Matty getan habe, reichen von Fahrten zum Flughafen um vier Uhr morgens bis hin zur Entfernung von unschönem Haarwuchs auf dem Rücken vor dem Besuch der ›Gay Days‹ in Disneyworld. Dort kam es dann zu einem weiteren seltsamen Freundschaftsdienst: Ich sollte Matty und den Darsteller von Peter Pan, der mit seinen fünfunddreißig Jahren auf gruselige Weise jugendlich wirkte, zu dem übelsten Date fahren, das Matty je hatte. Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, mit dem Schlimmsten zu rechnen, wenn diese Worte aus Mattys Mund kommen: ›Kannst du mir einen riesigen Gefallen tun?‹

Ich stelle die Folge von The Real Housewives auf Pause (ich weiß nicht mal, wo sie eigentlich spielt) und antworte mit einem zögerlichen »Klar doch«.

»Es hat mit der Arbeit zu tun, ich gebe dir dafür vierzig Dollar.«

Das erleichtert mich, und zwar nicht nur wegen der vierzig Mäuse – obwohl ich sie ehrlich gesagt gut gebrauchen könnte: Ich lebe derzeit von einem Job als Kellner bei einem Partyservice. Wichtiger finde ich aber die Tatsache, dass Matty als Reporter bei einer ziemlich angesagten Unterhaltungssendung arbeitet, dem Star Report. Die Show ist ein bisschen so wie Entertainment Tonight, bloß beliebter und ohne die unangenehme Energie von Billy Bush.

Ich selbst bin ein aufstrebender Schriftsteller, und es wäre nicht das erste Mal, dass ich für Matty einspringe. Ich schrieb mal eine gute Kritik zu dem Film Happy New Year, die sich wie ein Lauffeuer verbreitete, weil es quasi die einzige gute Kritik zu diesem Film war. Was soll ich sagen? Ich habe nun mal eine Schwäche für Filme, die an Feiertagen spielen und in denen Robert De Niro im Krankenbett liegt. Davon mal abgesehen beschränkt sich meine Karriere als Autor bislang auf einen Blog im Internet, den ich während meines ersten Jahres hier in Los Angeles führte und der bis heute nur zwanzig Aufrufe hat. Aber irgendwann werde ich ein Buch schreiben.

»Worum geht’s denn?«, frage ich in der Hoffnung, die zwei Worte zu hören, auf die ich schon so lange warte: Meryl Streep.

»Ich soll zum Pressetermin für den neuen Streifen mit Taylor Grayson. Er heißt Der letzte …« Er redet weiter, aber ich höre nicht mehr zu. Taylor Grayson ist der schönste männliche Filmstar in der Geschichte der schönen männlichen Filmstars. Seit ich Erstsemester war und er einen solchen in einer Fernsehserie spielte, wird er vom People Magazine alljährlich zum ›Sexiest Man Alive‹ gewählt. Matty erklärt immer noch, worin mein Gefallen bestehen soll, aber ich bin in meinen Gedanken versunken und erinnere mich an eine Szene aus Der Hof – in diesem Film spielt er einen begabten Football-Spieler auf dem College, der irgendwas Bedeutsames macht, das mir aber nicht einfallen will. Was mir allerdings einfällt, ist die vierminütige Duschszene, die ich mir immer wieder angesehen habe – Nahaufnahmen der winzigen Tropfen heißen Wassers auf einem perfekt gebräunten Sixpack, das Michelangelo nicht besser hinbekommen hätte, sowie eine halbminütige Aufnahme seines niedlichen Apfelhinterns, die einen Großteil des Jahres 2009 Standbild auf meinem DVD-Player war.

»Und, machst du’s?«, fragt Matty, der mit seinen Erläuterungen offenbar fertig ist. Obwohl ich kein Wort davon mitbekommen habe, sehe ich ihn an und sage: »Na klar.«

Matty mustert mich genau, wie immer, wenn er weiß, dass ich ihm gar nicht zugehört habe. Es wirkt so, als wolle er in die Tiefen meiner Seele blicken, aber in Wirklichkeit denkt er bloß: ›Warum hört mir dieser Arsch nie zu?‹

»Okay, cool. Du brauchst also ein Paar Gummistiefel, eine Machete und ungefähr einen Meter Strickgarn«, sagt Matty seelenruhig.

»Sorry. Ich hab’ nicht genau zugehört. Ich war abgelenkt.«

Matty verdreht die Augen und erklärt es mir erneut. Der Star Report soll Taylor Grayson bei einem Pressetermin im ›Beverly Hills Hotel‹ über seinen neuen Film Der letzte Held interviewen. Die übliche Routine: Reporter kommt rein, hat vier Minuten, um ein paar im Vorfeld abgesegnete Standardfragen zu stellen, und verschwindet dann wieder. Eigentlich soll Matty hin, aber jetzt hat er diesen Magen- und Darminfekt und sucht nach einem Ersatz, und von seinen Kollegen hat keiner Zeit.

Ich erinnere Matty daran, dass ich noch nie ein Interview vor der Kamera geführt habe – eigentlich habe ich noch nie etwas vor der Kamera gemacht, wenn man den Videomitschnitt meiner wenig überzeugenden Darstellung des Tewje in einer Highschool-Aufführung von Anatevka nicht mitzählt, und das tue ich nicht.

Wie immer hat Matty weitaus größeres Vertrauen in meine Fähigkeiten als ich selbst. Er hat eine Art, anderen Menschen derart viel zuzutrauen, dass es schon fast beleidigend ist: »Wie kannst du nur glauben, dass ich so clever sein könnte? Hast du mir denn nie zugehört? Kennst du mich denn überhaupt nicht?!«

»Du schaffst das schon. Du musst einfach nur so tun, als wärst du aufgeregt, mit dem großen Star über seinen neuen Film zu reden. Es geht hier immerhin um Taylor Grayson. Da kannst du doch bestimmt ein bisschen Begeisterung aufbringen, oder?«

Matty hat nicht ganz unrecht. Das dürfte nicht allzu schwer sein. Zum einen wäre Grayson die größte Berühmtheit, der ich bislang begegnet bin, und zum anderen werde ich schon beim bloßen Gedanken an ihn geil.

»Was soll ich ihn denn fragen?« Ich muss mich von der Vorstellung ablenken, wie der Bizeps von Taylor Grayson jeden Hemdsärmel, den er trägt, an den Rand des Berstens bringt.

»Das Übliche halt … Was war das Schwierigste an diesem Film? Was hat Sie an der Rolle gereizt? Wer hat Sie bei der Darstellung inspiriert? Ach, übrigens spielt er einen Feuerwehrmann.«

Ich nicke, als würde ich das zum ersten Mal hören. Ich bin zwar kein psychopathischer Taylor-Grayson-Stalker, wirklich nicht – aber es wäre gelogen, wollte ich behaupten, dass ich mir nicht schon mehrmals auf den Trailer zu seinem neuen Film einen runtergeholt hätte – auf die Szene, wo er ungefähr vierzig Klimmzüge am Stück macht. Taylor Grayson hat viele Facetten – international erfolgreicher Filmstar, Covermodel zahlloser Zeitschriften, Liebling der Klatschpresse –, aber vor allem ist er eine Wichsvorlage für so ungefähr jeden schwulen Mann und jede heterosexuelle Frau.

»Machst du’s?«, fragt Matty mit einem Blick, der die Augen eines traurigen Hündchens mit dem Gesichtsausdruck von jemandem mischt, der seine Arbeit auf einen anderen abwälzen will.

Wie oft, frage ich mich, hat man schon Gelegenheit, seiner ultimativen erotischen Fantasie leibhaftig gegenüberzustehen? Klar, ich lebe in Los Angeles, aber trotzdem ist das nichts Alltägliches. Ich habe mal Brad Pitt in einem Supermarkt gesehen, und das erzähle ich immer noch auf Partys – dabei bin ich mir nicht mal hundertprozentig sicher, dass er es auch wirklich war. Zumindest wäre diese Begegnung unter vier Augen mit Taylor Grayson eine wundervolle Anekdote für Partys, so wie das neuste Album von Pink oder was Sherri Shepherd in ihrer Talkshow wieder für verrücktes Zeug gelabert hat.

Einen Moment lang denke ich an die uralte Weisheit, dass man seine Idole besser nie kennenlernen sollte. Aber Taylor Grayson ist nicht mein Idol, er ist bloß jemand, den ich scharf finde. So überaus wahnsinnig scharf, dass ich einen Ständer kriege, wenn ich nur an ihn denke. Ohne zu zögern antworte ich laut und deutlich: »Ja.«

2

Erst als ich im Auto sitze und auf dem Weg zum ›Beverly Hills Hotel‹ bin, geht mir auf, wie abgefahren diese Sache eigentlich ist. Es gehört nicht gerade zu meinem Alltag, den Mittwochnachmittag im ›Beverly Hills Hotel‹ zu verbringen – oder sonst wo in Beverly Hills. Ich war bislang nur zweimal dort – einmal, als ich nach meinem Umzug nach Kalifornien den Rodeo Drive sehen wollte, und das zweite Mal, als ich mich auf dem Weg zum ›Beverly Center‹ verfuhr und fast die Hauptdarstellerin aus Hör mal, wer da hämmert angefahren hätte.

Ich werde immer nervöser, ich weiß auch nicht warum. Das kann nicht nur an dem überwältigenden Druck liegen, den man verspürt, wenn man das Postleitzahlengebiet 90210 betritt. Das hier ist eine andere Art von Nervosität, eine, die mir den Magen so zuschnürt, dass ich nicht mal mein Müsli zu Ende essen konnte. Da ist auch noch etwas, das ich nicht so leicht einordnen kann. Eine Art Aufregung, ein Gefühl, als würde mir ein großes Abenteuer bevorstehen. Ich versuche, mich zu beruhigen und nicht zu viel zu erwarten. Ich drehe das Autoradio voll auf. Katy Perry singt , und wie jeder anständige Homosexuelle muss ich einfach mitsingen. Ich fühle mich gut. Vielleicht nicht ganz wie ein Feuerwerk, aber doch vielleicht wie eine Duftkerze?

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!