Reise zum Mittelpunkt der Erde - Jules Verne - ebook

Reise zum Mittelpunkt der Erde ebook

Jules Verne

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Opis

Ein rätselhaftes Dokument, das besagt: „Steig hinab in den Krater des Sneffels Yocul, kühner Wanderer, und du wirst zum Mittelpunkt der Erde gelangen“, veranlassen Professor Lidenbrock und seinen Neffen Axel zu einer abenteuerlichen Reise in die Tiefen der Erde, wo zahlreiche Gefahren und Überraschungen warten.

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REISEZUMMITTELPUNKTDER ERDE

JULES VERNE

MIT DEN ILLUSTRATIONENDER ORIGINALAUSGABE

Mit den Illustrationen derfranzösischen Originalausgabe desVerlages J. Hetzel & Cie.

Nach der deutschen Übersetzung desA. Hartleben’s Verlages (1874-1911)der neuen Rechtschreibung angepasst.Leicht bearbeitet durch den Wunderkammer Verlag.

© 2013 Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG,Hamburg

Alle Rechte, auch das der fotomechanischen Wiedergabe(einschließlich Fotokopie) oder der Speicherung aufelektronischen Systemen, vorbehalten.All rights reserved.

Titelabbildung: cjruslan – Fotolia.comUmschlag: Timon Schlichenmaier, HamburgE-Book Erstellung: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbHISBN: 978-3-86820-953-2www.nikol-verlag.de

1.  Professor Lidenbrock

ERSTES KAPITELProfessor Lidenbrock

A

m 24. Mai 1863, eines Sonntags, kam mein Onkel, der Professor Lidenbrock, in hastiger Eile heim in sein kleines Haus, Königstraße 19, eine der ältesten Straßen des alten Stadtviertels von Hamburg. Die gute Martha musste glauben, sehr mit dem Mittagessen in Rückstand zu sein, denn es fing eben erst an, auf dem Herde zu kochen. »Schön«, sagte ich, »aber wenn mein Onkel Hunger hat, wird der ungeduldige Mann zetern.« »Da ist ja schon Herr Lidenbrock!«, rief die gute Martha bestürzt, indem sie die Tür des Speisezimmers ein wenig öffnete.

»Ja, Martha, aber das Essen darf schon noch etwas kochen, denn es hat eben erst auf der Michaeliskirche halb zwei geschlagen.« »Warum kommt aber Herr Lidenbrock schon heim?« »Er wird es uns vermutlich sagen.«

»Da ist er! Ich flüchte mich, Herr Axel, Sie werden ihn zur Einsicht bringen.« Und die gute Martha eilte wieder in ihre Küche.

Ich blieb allein. Aber einen zornigen Professor zur Einsicht zu bringen, war doch für meinen etwas schwankenden Charakter nicht möglich. Daher war ich im Begriff, mich tunlichst wieder in mein Zimmerchen hinaufzubegeben, als die Angeln der Haustür knarrten; des Hausherrn lange Beine schritten geräuschvoll über die hölzerne Treppe quer durch das Speisezimmer, hastig in sein Arbeitskabinett. Im Vorbeirennen warf er seinen Stock, der einen Nussknackerkopf hatte, in eine Ecke, seinen gegen den Strich gebürsteten Hut auf einen Tisch, und rief laut zu seinem Neffen:

»Axel, komm mir nach!«

Ich hatte noch nicht Zeit, vom Fleck zu kommen, als mir der Professor mit lebhafter Ungeduld zurief:

»Nun! Noch nicht hier?«

Ich eilte ins Zimmer meines launischen Onkels. Otto Lidenbrock war kein bösartiger Mensch, ich gebe es gerne zu; aber sofern er sich nicht ändert, was sehr unwahrscheinlich ist, so wird er als ein schrecklicher Sonderling sterben. Er war Professor am Johanneum, und hielt Vorlesungen über Mineralogie, wobei er regelmäßig ein- oder auch zweimal in Zorn geriet. Es kam ihm durchaus nicht darauf an, dass seine Schüler fleißig die Lektionen besuchten, noch dass sie aufmerksam zuhörten, noch dass sie Fortschritte machten: Diese Kleinigkeiten machten ihm wenig Sorge. Sein Vortrag war, wie die deutsche Philosophie sich ausdrückt, ›subjektiv‹ für ihn, und nicht für andere. Es war ein egoistischer Gelehrter, ein Wissensbrunnen, dessen Rolle knarrte, wenn man etwas herausziehen wollte: mit einem Wort, ein Geizhals. Es gibt in Deutschland manche Professoren dieser Art. Mein Onkel hatte leider keine leichte Aussprache, wenigstens wenn er öffentlich sprach, ein bedauerlicher Mangel bei einem Redner. Bei seinen Vorlesungen im Johanneum blieb der Professor oft plötzlich stecken; er rang mit einem störrischen Ausdruck, der nicht von seinen Lippen wollte, einem Ausdruck, der sich sträubt und aufbläht bis er endlich in der unwissenschaftlichen Form eines Fluches herauskommt. Darüber gab es arge Erzürnung. Nun gibt es in der Mineralogie viele halb griechische, halb lateinische Benennungen, die schwer auszusprechen sind, so holperig rau, dass sie für eines Dichters Lippen eine Qual darstellen. Ich will dieser Wissenschaft nichts Übles nachsagen. Aber in Bezug auf rhomboëdrische Kristallisationen, retinasphaltische Harze, von Gheleniden, Fangasiden, Molybdaten, Tungstaten und Zirkontitaniaten darf die geläufigste Zunge auch einmal fehlerhaft aussprechen. In der Stadt nun kannte man diese verzeihliche Schwäche meines Onkels, und man machte sich über ihn lustig; man lauerte ihm auf, reizte ihn zum Zorn und lachte ihn aus, was auch in Deutschland durchaus nicht als anständig gilt. Und waren die Zuhörer Lidenbrocks stets zahlreich, so kamen sie meist deshalb, um sich an dem ergötzlichen Zorn des Professors zu belustigen.

Wie dem auch sein mag, mein Onkel war – das kann ich nicht genug betonen – ein echter Gelehrter. Obwohl er manchmal bei allzu holprigen Versuchen seine Musterstücke zerschlug, verband er mit dem Genie des Geologen den Blick des Mineralogen. Mit seinem Hammer, seiner stählernen Spitzhacke, seiner Magnetnadel, seinem Lötrohr und seinem Fläschchen Salpetersäure war der Mann sehr beflissen. Er verstand jedes beliebige Metall nach dem Bruch, dem Aussehen, der Härte, der Schmelzbarkeit, dem Ton, dem Geruch oder dem Geschmack ohne viel Bedenken in die Klassifikation der 600 heute bekannten Gattungen einzureihen. Daher hatte Lidenbrocks Name in den Gymnasien und Vereinen auch einen ehrenvollen Klang. Humphry Davy und von Humboldt, die Kapitäne Franklin und Sabine, statteten ihm jedesmal auf ihrer Reise durch Hamburg einen Besuch ab. Becquerel, Ebelmen, Brewster, Dumas, Milne-Edwards, Sainte-Claire Deville befragten ihn gerne über wichtige Aspekte der Chemie. Diese Wissenschaft verdankte ihm hübsche Entdeckungen, und im Jahre 1853 war in Leipzig von Otto Lidenbrock eine Abhandlung über TRANSZENDENTALE KRISTALLOGRAPHIE in Großfolio mit Abbildungen erschienen, welche die Kosten jedoch nicht deckte. Zudem war mein Onkel Konservator des mineralogischen Museums des russischen Gesandten Struve, welches europäischen Ruf hatte. Dieser Mann war es, der mich so ungeduldig herbeirief. Ein großer, magerer Mann mit eiserner Gesundheit. Sein blondes Haar verlieh ihm jugendliches Aussehen, sodass er zehn Jahre jünger wirkte als er tatsächlich war. Er hatte große, unablässig rollende Augen hinter einer ansehnlichen Brille; eine lange feine Nase, gleich einer scharfen Klinge; böse Zungen behaupteten, sie sei magnetisch und ziehe den Eisenstaub an. Pure Verleumdung: Sie zog nur den Tabak in sich ein, und zwar, um der Wahrheit ihr Recht zu geben, in reichlichem Maße. Wenn ich noch hinzufüge, dass mein Onkel, mathematisch gemessen, drei Fuß lange Schritte machte, und ferner bemerke, dass er mit fest geschlossenen Händen – was ein heftiges Temperament bezeichnet – einherging, so kennt man ihn hinlänglich, um auf seine Gesellschaft nicht sehr erpicht zu sein. Er wohnte in der Königstraße in einem eigenen kleinen Hause, das halb aus Holz, halb aus Ziegelstein gebaut war, mit ausgezacktem Giebel; es lag an einem der Kanäle, welche in Schlangenwindungen durch das älteste Viertel Hamburgs ziehen, das von dem großen Brand im Jahre 1842 glücklich verschont blieb; sein Dach saß ihm so schief, wie einem Studenten des Tugendbundes die Mütze über den Ohren; an seine Seiten durfte man das Senkblei nicht anlegen; aber im Ganzen war es standfest, dank einer kräftigen, in die Vorderseite eingepassten Ulme, die im Frühling ihre blühenden Zweige durch die Fensterscheiben trieb.

Für einen deutschen Professor war mein Onkel reich zu nennen. Das Haus war samt Inhalt sein volles Eigentum. Zu dem Inhalt gehörte sein Mündel, Gretchen, ein siebzehnjähriges Mädchen aus den Vierlanden, die gute Martha und ich. In meiner doppelten Eigenschaft als Neffe und Waise wurde ich bei seinen Experimenten zu seinem Laborgehilfen. Ich gestehe, dass ich an den geologischen Wissenschaften Lust hatte; es floss mineralogisches Blut in meinen Adern, und ich langweilte mich nie in Gesellschaft meiner kostbaren Steine. Übrigens konnte man doch in diesem kleinen Hause der Königstraße glücklich leben, trotz der ungeduldigen Art seines Eigentümers, denn obwohl er sich etwas brutal benahm, liebte er mich doch. Aber der Mann verstand nicht zu warten und eilte sogar der Natur voran. Wenn er im April in die Fayence-Töpfe seines Salons Stöckchen Reseda- oder Windensetzlinge pflanzte, zupfte er sie jeden Morgen an den Blättern, um ihr Wachstum zu beschleunigen. Bei einem solchen Original war nichts anderes möglich, als zu gehorchen. Ich stürzte daher hastig in sein Arbeitszimmer.

2.  Ein altes Dokument

ZWEITES KAPITELEin altes Dokument

D

ieses Kabinett war ein wahrhaftes Museum. Alle Musterstücke aus dem Reich der Mineralien fanden sich da mit Etiketten versehen in vollständigster Ordnung aufgereiht, nach den drei großen Abteilungen der brennbaren, metallischen und steinartigen Mineralien. Wie war ich mit diesem Spielzeug der mineralogischen Wissenschaft vertraut! Wie oft hatte ich, anstatt mit meinen Kameraden meine Zeit zu vertändeln, meine Freude daran, diese Graphiten, Anthraziten, Ligniten, die Kohlen und Torfe abzustauben! Und die Harze, Erdharze, organischen Salze, die vor den geringsten Stäubchen zu schützen waren! Und diese Metalle, vom Eisen bis zum Gold, deren relativer Wert vor der absoluten Gleichheit der wissenschaftlichen Gattungen verschwand! Und all die Steine, womit man das Haus an der Königstraße hätte neu aufbauen können, und noch ein schönes Zimmer dazu, worin ich mich recht hübsch eingerichtet hätte! Als ich aber in das Arbeitszimmer trat, dachte ich nicht an diese Wunder; mein einziger Gedanke war mein Onkel. Er war in seinem großen, mit Utrechter Samt beschlagenen Lehnstuhl vergraben und hielt ein Buch in den Händen, das er mit tiefster Bewunderung anschaute.

»Welch ein Buch! Welch ein Buch!«, rief er aus. Dieser Ausruf erinnerte mich daran, dass der Professor Lidenbrock auch ein zeitweiliger Büchernarr war; eine alte Scharteke hatte in seinen Augen nur insofern Wert, als sie schwer aufzufinden oder wenigstens unleserlich war.

»Aber«, sagte er, »siehst du denn nicht? Das ist doch ein unschätzbares Kleinod, das ich heute Morgen im Laden des Juden Hevelius aufgefunden habe.«

»Prachtvoll!«, entgegnete ich mit geheucheltem Enthusiasmus. Wahrhaftig, wozu so viel Lärm um einen alten Quartanten in Kalbsleder, eine vergilbte Scharteke mit verblassten Buchstaben.

Der Professor fuhr indessen fort in unerschöpflicher Bewunderung, indem er sich selbst fragte und antwortete:

»Siehst du, ist es nicht hübsch? Ja, wunderschön! Was für ein Einband! Wie leicht lässt es sich aufschlagen! Wie schön schließen die Blätter, dass sie nirgends auseinander klaffen! Und an diesem Rücken sieht man nach sieben Jahrhunderten noch keinen Riss!«

Ich konnte nichts Besseres tun, als ihn über den Inhalt zu fragen, obwohl der mich wenig kümmerte.

»Und wie ist denn der Titel des merkwürdigen Buches?«, fragte ich hastig.

»Dieses Werk«, entgegnete mein Onkel lebhaft, »ist die ›Heimskringla‹ von Snorri Sturleson, dem berühmten isländischen Chronisten des 12. Jahrhunderts! Es enthält die Geschichte der norwegischen Fürsten, die auf Island herrschten!«

»Wirklich?«, fragte ich so erfreut wie möglich. »Und gewiss eine deutsche Übersetzung?«

»Schön!«, antwortete der Professor lebhaft. »Eine Übersetzung! Und was ist mit der Übersetzung anzufangen? Wer kümmert sich um eine solche? Es ist ein Originalwerk in isländischer Sprache, dem prächtigen, reichen und zugleich einfachen Idiom!«

»Wie das Deutsche«, fügte ich schmeichelnd bei.

»Ja«, entgegnete mein Onkel mit Achselzucken, ohne zu berücksichtigen, dass die isländische Sprache die drei Geschlechter bezeichnet wie im Griechischen und die Eigennamen dekliniert werden wie im Lateinischen!

»Oh!«, rief ich, indem ich meiner Gleichgültigkeit Gewalt antat. »Und wie schön sind die Lettern!«

»Lettern! Was meinst du, Lettern? Wie? Du meinst, das sei gedruckt? Nein, Dummer, es ist ein Manuskript, ein Runen-Manuskript!«

»Runen?«

»Ja! Begehrst du nun eine Erklärung dieses Wortes!«

»Das lass ich bleiben«, entgegnete ich mit dem Ton eines Beleidigten.

Aber mein Onkel fuhr umso eifriger fort, mich gegen meinen Willen über Dinge zu belehren, die ich zu wissen gar nicht Lust hatte.

»Die Runen«, fuhr er fort, »waren Schriftzeichen, die vor uralten Zeiten auf Island gebräuchlich waren und von Odin selbst erfunden sein sollen! Aber schau doch her, bewundere doch, Gottloser, die von einem Gott ausgedachten Zeichen!«

Wahrhaftig, anstatt zu antworten, fiel ich auf die Knie, eine Antwort, die Göttern und Königen gefällt. Ein Zwischenfall gab der Unterhaltung eine andere Wendung. Ein schmutziges Pergament fiel aus der Scharteke heraus auf den Boden. Mit begreiflicher Gier fiel mein Onkel über diesen Zettel her. Ein altes Dokument, das vielleicht seit unvordenklicher Zeit in einem alten Buche lag, musste in seinen Augen unfehlbar sehr kostbar sein.

»Was ist das?«, fragte er und entfaltete zugleich sorgfältig auf dem Tisch ein fünf Zoll langes, drei Zoll breites Pergamentstück, worauf sich in Querzeilen ein unverständliches Gekritzel von Schriftzügen befand. Ich gebe hier ein genaues Faksimile derselben. Es ist mir darum zu tun, diese seltsamen Zeichen zur Anschauung zu bringen, weil sie den Professor Lidenbrock nebst seinem Neffen zu der sonderbarsten Unternehmung des 19. Jahrhunderts veranlassten!

Der Professor betrachtete diese Zeichen eine Weile; dann sprach er, indem er seine Brille höher rückte:

»Es ist Runisch; diese Zeichen sind denen auf dem Manuskript Snorri Sturlesons völlig gleich! Aber was mag das nur bedeuten?«

Da es mir schien, das Runische sei eine Erfindung der Gelehrten, um die ungelehrten Leute zu hintergehen, so war es mir nicht unlieb, dass mein Onkel nichts davon verstand. Das nahm ich wenigstens aus seinen Fingerbewegungen ab.

»Es ist doch Alt-Isländisch«, brummte er in seinen Bart. Und der Professor Lidenbrock musste das wohl verstehen, denn er galt für ein Wunder von einem Sprachenkenner. Die 2.000 Sprachen und 4.000 Dialekte, die man auf der Erde kennt, verstand er nicht nur geläufig, sondern sprach davon auch einen guten Teil. Um dieser Schwierigkeit willen war er im Begriff, sich allen Stürmen seines heftigen Gefühls hinzugeben, als es auf der kleinen Uhr des Kamins zwei schlug und die gute Martha die Tür mit den Worten öffnete:

»Die Suppe ist aufgetragen.«

»Zum Henker mit der Suppe«, schrie mein Onkel, »samt der Köchin und wer sie verzehrt!« Martha entfloh, ich eilte ihr nach und befand mich, ohne zu wissen wie, an meinem gewohnten Platz im Speisezimmer. Ich wartete eine Weile. Der Professor kam nicht. Zum ersten Mal, solange ich denken kann, erschien er nicht zum Mittagessen. Und doch, welch hervorragendes Essen! Petersiliensuppe, Eierkuchen mit Schinken in Sauerampfersauce, Kalbsnierenbraten mit Pflaumenkompott und zum Dessert Meerkrebschen mit Zucker und dazu ein hübscher Moselwein. Das alles versäumte mein Onkel über dem alten Papier.

Wahrhaftig, als ergebener Neffe glaubte ich mich dazu verpflichtet, für uns beide essen zu müssen. Und ich tat es gewissenhaft.

»Das habe ich noch nie erlebt«, sagte die gute Martha. »Herr Lidenbrock nicht bei Tische!«

»Unglaublich.«

»Das hat etwas Schlimmes zu bedeuten!«, fuhr die Alte mit Kopfschütteln fort.

Meines Erachtens bedeutete es nichts anderes, als eine fürchterliche Szene, wenn mein Onkel sein Essen aufgezehrt finden würde. Ich war an meinem letzten Krebschen, als mich eine laut hallende Stimme den Genüssen des Nachtisches entzog. Mit einem Sprung war ich im Kabinett des Herrn.

3. Das Pergament des Arne Saknussemm

DRITTES KAPITELDas Pergament des Arne Saknussemm

E

s ist offenbar Runisch«, sagte der Professor mit Stirnrunzeln. »Und ich muss das Geheimnis, das dahintersteckt, entdecken, sonst ...« Und er machte eine heftige Bewegung mit der Hand.

»Setz dich dahin«, fuhr er fort, indem er auf den Tisch wies, »und schreib!« Im Augenblick war ich bereit.

»Jetzt will ich dir jeden Buchstaben unseres Alphabets diktieren, sowie er mit einem dieser Schriftzüge übereinstimmt. Wir werden sehen, was dabei herauskommen wird. Aber nimm dich wohl in Acht, dass du nichts falsch machst!«

Er fing an zu diktieren, und ich gab mir alle Mühe. Er benannte jeden Buchstaben, einen nach dem andern, und so bildeten sich folgende unverständliche Worte:

m.rnlls

esreuel

seecJde

sgtssmf

unteief

niedrke

kt,samn

atrates

Saodrrn

emtnael

nuaect

rrilSa

Atvaar

.nscrc

ieaabs

ccdrmi

eeutul

frantu

dt,iac

oseibo

Kediiy

Als dies fertig war, nahm mein Onkel hastig das Blatt, auf das ich geschrieben hatte.

»Was soll das bedeuten?«, wiederholte er mechanisch.

Bei meiner Ehre, ich hätte es ihm nicht sagen können. Übrigens fragte er mich auch nicht und sprach weiter mit sich selbst:

»Das bezeichnen wir als eine Geheimschrift«, sagte er, »worin der Sinn hinter absichtlich durcheinander gemischten Buchstaben versteckt ist, welche in gehöriger Folge geordnet, eine verständliche Phrase bilden würden. Darin steckt vielleicht die Erklärung oder Andeutung einer großen Entdeckung!«

Ich für meinen Teil dachte, es stecke gar nichts dahinter, aber ich hütete mich wohl, meine Meinung auszusprechen. Der Professor nahm darauf das Buch und das Pergament und verglich sie beide miteinander.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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