Pornostern - Christoph Strasser - ebook

Pornostern ebook

Christoph Strasser

0,0

Opis

Wenn der eigene Freundeskreis auf einen Kaktus zusammenschrumpft und man entdeckt, dass es einem egal ist, mit wem man vögelt, hat man gute Voraussetzungen, um in der Pornoindustrie Karriere zu machen. Was hat man schon zu verlieren? Nichts, oder?Doch irgendwann stellt man fest: Dieses Nichts war viel mehr, als am Ende der Geschichte noch übrig ist. Dies ist die Geschichte von Rod Reptile, dem Pornostern.Christoph Straßers Roman führt uns hinter die Kulissen der schillernden und orgiastischen Welt der Pornoindustrie, in dreckige Hinterhöfe, auf klamme Bettlaken und zu der Erkenntnis, dass nicht alles willig ist, was feucht ist.

Ebooka przeczytasz w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS
czytnikach certyfikowanych
przez Legimi
czytnikach Kindle™
(dla wybranych pakietów)
Windows
10
Windows
Phone

Liczba stron: 341

Odsłuch ebooka (TTS) dostepny w abonamencie „ebooki+audiobooki bez limitu” w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS



1. Auflage Februar 2009

Titelillustration: Nadja Riedel, www.d-ligo.de

©opyright by Christoph Straßer

Lektorat: Metalexis

ISBN: 978-3-86608-586-2

Hat Dir das Buch gefallen? Schreib uns Deine

Meinung unter: [email protected]

Möchtest Du über Neuheiten bei Ubooks informiert bleiben?

Einfach eine Email mit der Postadresse an:

[email protected]

Alle Rechte vorbehalten. Ein Nachdruck oder

eine andere Verwertung komplett oder in Auszügen

ist nur mit ausdrücklicher, schriftlicher

Genehmigung des Verlags gestattet.

Ubooks-Verlag

Dieselstr. 1

86420 Diedorf

www.ubooks.de

1Vorspiel

Hallo, hallo, hallo.

Na, du Ferkel. Da siehst du mal deine Süße für ein paar Stunden nicht, und schon geht’s wieder los.

Ganz gemütlich hast du es dir gemacht auf deiner Couch. Und die DVD liegt auch schon bereit. Nur noch ein kleiner Druck aufs Knöpfchen und schon kann der Spaß losgehen.

Aha, du bist ein Profi. Kennst den Streifen schon. Gut, dann überspring ruhig den Teil mit dem Dialog. Hab ich früher auch gemacht. Als ich mir die Filme noch angesehen habe.

Ich hab dann so ähnlich dagesessen wie du jetzt. Erst einmal unten rum frei machen und flugs die Fernbedienung in die linke Hand und in die rechte … na ja, was du eben auch gerade in deiner Hand hältst.

Und STOP! Ja, da ist sie, deine Lieblingsstelle. Hätte mir früher auch gefallen.

Die Kulisse wird von einer netten kleinen Pianobar gebildet, komplett mit Flügel und einer dunkelgrünen, beleuchteten Theke. Billardtischgrün, wenn es die Farbe gibt.

Die kleine Maus liegt über einem Barhocker mit nichts außer einem Strapsgürtel und den passenden Strümpfen bekleidet. Und da kommt auch schon der Kerl ins Spiel. Er nimmt seinen Schwanz und steckt ihn der Kleinen unvermittelt von hinten rein. Sehr schön.

Und die Kleine schreit und stöhnt. Wie groß ER sei, wie tief ER drinstecke, wie nötig sie IHN habe et cetera.

Das muss sie tun. Nicht etwa, weil sie besonders spitz wäre, obwohl auch das hin und wieder vorkommt. Nein, sie wird dafür bezahlt, während der Nummer ein wenig herumzukrakeelen und dabei möglichst lasziv in die Kamera zu schauen.

Aber da verrate ich dir natürlich kein Geheimnis.

Na dann: Leg los.

Nein, das braucht dir überhaupt nicht unangenehm zu sein, wir sind doch alle erwachsene Menschen. Ja, sehr gut. Nur keine Scheu.

Oh, sehr schön. Sie kriegt noch einen Klaps auf den Popo, während sie da über dem Hocker liegt und gevögelt wird. Ja, solche Details müssen schon sein. Schafft ’ne ehrliche Atmosphäre. Auch wenn die beiden es nur des Geldes wegen miteinander treiben, muss man es ihnen ja nicht sofort ansehen.

Bevor ich’s vergesse, eine Kleinigkeit noch. Wie gefällt dir der Hintern des Typen? Ja, ich weiß, der ist nur ein besserer Statist. Als ordentlicher Heterosexueller achtest du nur auf die Frau. Aber trotzdem, ist doch ein netter Arsch, oder?

Nun ja, zumindest ist er dir nicht negativ aufgefallen, was mich auch schon ein bisschen beruhigt.

Der Arsch, den du da siehst, gehört nämlich mir.

Rod und der Sultan

Einige Minuten, bevor der Wecker klingelt, bin ich bereits wach. Das geht mir eigentlich immer so, es sei denn, ich habe wieder eine Nacht komplett durchgemacht.

Auf dem Weg ins Badezimmer überprüfe ich im Kleiderschrank, ob ich noch einen Anzug habe, den ich anziehen kann.

Ich habe.

Ich wasche mir das Gesicht und ziehe den dunkelblauen Anzug an, während der Kaffee durchläuft. Es ist jetzt kurz vor acht Uhr, das heißt, ich habe noch ein wenig Zeit, bis ich im Büro sein muss. Man darf sich da jetzt keine falschen Vorstellungen machen. Das Büro, von dem ich spreche, ist eine kleine Zweizimmerwohnung, in die man einige IKEA-Schreibtische und zwanzig Telefone geräumt hat. Es ist kein Büro, in dem man sich den ganzen Tag aufhält, wichtige Termine wahrnimmt, seiner Sekretärin sagt, sie möge einem Kaffee bringen, oder vor dem Computer sitzt und … Was machen Leute in einem Büro mit ihrem Computer?

Mir begegnen Computer nur in Form von Kassen oder technisierten Karteikarten. Nutzt irgendwer die Fähigkeiten eines Computers wirklich aus?

Wie auch immer.

Es ist jedenfalls keines dieser Büros, an das man unwillkürlich denkt, wenn man das Wort Büro hört. Mit diesen nichtssagenden Bildern von Miró oder Rosina Wachtmeister an den Wänden. Bilder, die einem die elementaren Fragen der Kunstkritik aufdrängen: „Das soll Kunst sein? Hat das ein Kind gemalt?“

In „meinem“ Büro sitzen ungefähr zehn bis fünfzehn Frauen und Männer und rauchen, trinken Wasser aus dem Spender und telefonieren. Sie telefonieren in der Hoffnung, mit jemandem zu sprechen, der zu ihnen sagt: „Das ist ein sehr interessantes Angebot, das Sie mir da unterbreiten. Sie haben völlig Recht, ich bezahle in der Tat zu viel für meine jetzige Versicherung. Oh ja, ich würde mich sehr freuen, Sie zu einem ausführlichen Beratungsgespräch bei mir zu Hause begrüßen zu dürfen.“

Manchmal hat einer von uns das Glück, solche oder ähnliche Sätze zu hören. Dann liegt für einen kurzen Moment der Duft des Erfolges in der Luft. Und der des Neides.

Früher saß Sandra neben Gregor. Beide telefonierten und klapperten das Telefonregister nach Adressen ab. Vorzugsweise kleine Firmen, die es noch nicht lange gab. Solche Ein-Mann-Unternehmen neigen dazu, sich gar nicht oder zumindest kaum um den Versicherungsschutz ihres Ladens zu kümmern. Die Adressen solcher Firmen verkauft einem die Handelskammer.

Relativ leichte Beute.

Man ruft diese Leute an, vereinbart einen Termin, macht ihnen dann klar, dass sie im Falle eines Falles elendig in der Gosse verrecken werden, wenn sie nicht ausreichend versichert sind, lässt sie unterschreiben und verdient so sein Geld.

Sandra saß also neben Gregor. Sie telefonierte bereits den ganzen Tag, hatte aber noch nicht einen einzigen Termin vereinbaren können. Niemand interessierte sich dafür, was Sandra über preiswerten Versicherungsschutz zu erzählen hatte. Leider unterschied sich dieser Tag für Sandra nicht von den vorangegangenen.

Gregor jedoch kritzelte fröhlich eine Zeile nach der anderen in seinen Terminplaner. Name, Adresse, Telefonnummer und Uhrzeit.

Sandra sah sich das einige Stunden an, verließ das Büro, zerkratzte Gregors Auto mit einer Nagelfeile und wollte sich mit einer Überdosis Aspirin umbringen. Da sie aber zwanzig Brausetabletten geschluckt hatte, endete die Sache lediglich in einer mitternächtlichen Schaumparty.

Zwei Tage später saß Jürgen neben Gregor.

Na ja, die Leute kommen und gehen. Jedenfalls dort.

Der Kaffee ist fertig, und ich setze mich mit meiner Tasse vor den Fernseher.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!