Polnisch mit Sahne - Christiane Zwengel - ebook

Polnisch mit Sahne ebook

Christiane Zwengel

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Opis

Christiane geht als junge Krankenschwester in die Schweiz und trifft dort die Liebe ihres Lebens. Der polnische Asylant Bartek macht ihr bereits nach einer Woche einen Heiratsantrag und sie willigt ein. Doch weder die deutsche noch die polnische Familie können diese Verbindung akzeptieren. Das Paar leidet unter der extremen Feindseligkeit der Schweizer und der Ignoranz der Eltern. Selbst dann noch, als zwei Kinder geboren werden und die junge Familie durch enormen Fleiß zu Wohlstand kommt. Während Barteks Aktiengesellschaft in der Schweiz floriert, viel Geld aber in polnische Hände verschwindet, macht sich Christiane Sorgen um ihre Ehe. In seiner Heimat hat Bartek eine Affäre mit einer Russin, die nicht ohne Folgen bleibt. Sein plötzlicher, viel zu früher Tod stürzen Christiane und ihre Kinder in einen Strudel von Intrigen, Drohungen und Angst. Die polnische Verwandtschaft zeigt nun ihr wahres Gesicht. Die Beerdigung findet unter Polizeischutz statt und die Angst nimmt ihren Lauf … Wahre Begebenheiten hinterlassen beim Leser meist eine bleibende Spur. Noch Jahre Später wird man sich an diese unglaubliche Geschichte erinnern, welche die Autorin glaubhaft, flüssig und spannend erzählt. Mehr über Christiane Zwengel erfahren Sie unter www.Autorenprofile.de

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Liczba stron: 302

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Christiane Zwengel

Polnisch mit Sahne

Bibliografische Informationen der Deutschen Bibliothek: Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte Dateien sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar

Impressum: © 2010 Verlag Kern © Inhaltliche Rechte bei der Autorin Verlag u. Herstellung: www.Verlag-Kern.de Lektorat: Sabine Greiner www.texte-und-co.de ISBN 9783944224268 1. Digitale Auflage: Zeilenwert GmbH 2012

Handlung und Personen sind frei erfunden, Ähnlichkeiten mit wirklichen Begebenheiten und lebenden oder bereits verstorbenen Personen sind daher rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Inhalt
Cover
Titel
Impressum
Inhalt
Widmung
Wer ist eigentlich „ich“?
1. Aufbruch
2. Der Sprung ins Ungewisse – Beginn des zweiten Lebens
3. Michelle ist da!
4. Und dann kam Joanna
5. Fischkopf
6. Ganz oben!
7. Rückkehr
8. Vorbei
9. Schlimmer geht immer
10. Die Hölle lässt grüßen!
11. Kein Ende in Sicht
12. Heimweh
13. Ich bin wieder da – Geburt meines dritten Lebens
14. Das Glas bleibt immer halbvoll
Was ich noch sagen wollte
WAHRE GESCHICHTEN – aus Leidenschaft geschrieben.

Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht gegen die Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: Die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.(Immanuel Kant)

Wer ist eigentlich „ich“?

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Koslowski, Christiane Koslowski, geb. Zwengel.

Vor circa 53 Jahren wurde ich in einer der schönsten Städte Deutschlands geboren, nämlich in Mainz am Rhein. Dort wuchs ich auf und verbrachte die ersten 23 Jahre meines Lebens.

Nur bin ich die Einzige in meiner Familie, die dort geboren wurde. Mein Vater stammte aus Schlesien, genauer gesagt aus Breslau, und meine Mutter kam aus Tilsit in Ostpreußen.

Nach dem Krieg verschlug es die beiden zuerst nach Bayern, wo auch mein Bruder Paul geboren wurde. Eineinhalb Jahre zuvor erblickte meine Schwester Erika das Licht der Welt auf der Flucht von Tilsit nach Scheyern in Krappenroth bei Lichtenfels.

Irgendwann Anfang der 50er Jahre bekam mein Vater durch die Vermittlung seiner Schwester ein Stellenangebot in Mainz. Dieses nahm er an und so zog die ganze Familie mit Sack und Pack ins schöne Mainz.

Nachdem meine beiden Geschwister aus „dem Gröbsten raus waren“, geschah es: Ich meldete mich an. Zehn Jahre nach meinem Bruder wurde ich „Nachzügler“ geboren.

Als „Nesthäkchen“ hatte ich es im Gegensatz zu meinen großen Geschwistern natürlich immer etwas leichter und konnte meinen Dickkopf meist durchsetzen. Was ich haben wollte, bekam ich auch.

Zum Leidwesen meiner Eltern entwickelte ich mich zu einem chaotischen Teenager, der die ganze Palette der 70er voll auslebte. Von A bis Z machte ich alles mit. Und bis heute bereue ich nichts. Es war eine superschöne Zeit; wir alle waren Revoluzzer, praktizierten die freie Liebe und rauchten Joints zur Musik von Deep Purple oder Pink Floyd.

Mitte der 70er starb meine Mutter überraschend im Alter von 53 Jahren. Es war das erste Mal, dass ich mit dem Tod eines geliebten Menschen konfrontiert wurde. Ich war ein typisches „Mamakind“ und hatte schwer mit dem Verlust zu kämpfen. Aber irgendwie schaffte ich es doch, damit umzugehen. Das Leben ging trotzdem weiter.

Meine Schwester war damals schon verheiratet und hatte drei Kinder, auch mein Bruder war verheiratet, allerdings noch ohne Nachwuchs. So musste ich als Jüngste allein mit meinem Vater leben. Anfangs ein sehr schweres Unterfangen, denn er versuchte, seinen Schmerz im Alkohol zu ertränken. Doch bereits nach zwei Jahren entschloss er sich, sein Witwerleben aufzugeben und erneut zu heiraten. Er hatte in Hera eine ideale Partnerin gefunden, gab seinen Wohnsitz in Mainz auf und zog zu seiner neuen Frau in die Eifel.

Also war ich von nun ab auf mich allein gestellt. Ich konnte mich nach Herzenslust austoben, schlafen, wo und mit wem ich wollte. Und das alles ohne Vorwürfe und Kontrollen seitens meines Vaters. Also der Himmel auf Erden.

Ich machte eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester und irgendwann lernte ich Wolfgang kennen. Tja, und bei ihm konnte ich meinen Kopf nicht so durchsetzen, wie ich wollte und so kam diese ganze Geschichte ins Rollen.

„Aus Ihnen wird nie was!“ Dieser Satz ist mir sehr oft durch den Kopf gegangen. Hat er in meinem Leben irgendwann eine Bedeutung gehabt? Hat er irgendetwas mit meinem Schicksal zu tun gehabt? Hat dieser Satz mein Leben beeinflusst? Nein, ich glaube nicht. Solche Sätze dürfen keine Bedeutung haben, am besten beachtet man sie nicht. Jeder ist doch für sein Leben selbst verantwortlich, jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich. Jeder kann einfach nur das Beste daraus machen, das Glas ist immer halbvoll, nie halbleer. Aber ich glaube, das muss man erst lernen.

Heute, mit meinen 53 Jahren, im Frühling des Alters, sehe ich vieles anders, ich habe viel gelernt, viele Erfahrungen gesammelt. Fehler hab‘ ich keine gemacht; nur gute und schlechte Erfahrungen. Und trotz allem, das Leben ist schön; O. k., die eine oder andere Erfahrung hätte nicht unbedingt sein müssen; aber das ist nun mal so, man kann sich nicht immer alles aussuchen, nur immer das Beste draus machen, aus jeder Lebenssituation das Beste und Positive herausholen. Zugegeben, das ist häufig leichter gesagt als getan, aber man wächst ja mit seinen Aufgaben, heißt es. Und was wäre das Leben ohne Probleme? Richtig! Es wäre furchtbar langweilig.

Hört nicht darauf, was andere Leute sagen. „Aus Ihnen wird nie was!“ hatte für mein Leben keine Bedeutung.

Im ersten Kapitel wird der Leser erfahren, wer diesen Satz gesagt hat. Die Person konnte mich nicht leiden; ich sie allerdings auch nicht. Aber, was noch viel wichtiger ist; aus mir ist doch was geworden! Ich hatte bis jetzt ein schönes Leben, mit allen Höhen und Tiefen; die ganze Palette. Ich habe viel gelacht, geweint, gehadert mit dem Leben; bin hingefallen und wieder aufgestanden, hatte Spaß und Ärger, habe geliebt und gehasst, wurde geliebt und gehasst. Habe gelernt zu kämpfen, nie aufzugeben. Und ich bin glücklich.

Das Leben ist schön.

Blut ist dicker als Wasser? Nein, das stimmt nicht! Freunde kann man sich aussuchen, Familie nicht. So einfach ist das.

„Aus Ihnen wird nie was!“ So, so.

Nach der Ausbildung wurde ich nicht übernommen und das war wahrscheinlich auch gut so, denn sonst hätte ich all das nicht erlebt.

Und Wolfgang? Welche Rolle spielte Wolfgang? Der konnte sich zwischen Mimi und mir nicht entscheiden. Aber ... Es gibt immer einen Ausweg und meiner? Der hieß: Koffer packen, Auto starten und weg. Anfangen, ein neues Leben beginnen. Mit 22 Jahren steht einem doch die Welt offen! Sonst hätte ich ja nichts, worüber ich heute hätte schreiben können.

„Das gibt’s doch gar nicht!“

Diese Aussage ist genauso unsinnig wie die Behauptung, Mainz 05 könnte Bayern München nicht schlagen. Also, es gibt nichts, was es nicht gibt!

Lasst euch überraschen und glaubt mir, hinterher ist man immer viel schlauer. Ich hoffe, es gelingt mir, euch zu unterhalten und zu zeigen, dass Probleme da sind, um gelöst zu werden. Es gibt immer eine Lösung und einen Weg. Verliert nie den Glauben an Euch selbst!

1. Aufbruch

„Aus Ihnen wird nie was“, sagte Frau Deubel zu mir. Es war während meiner Examenswache und Frau Deubel war meine Schulschwester. Die Examenswache war ein Teil der Prüfung, die zum Examen einer Kinderkrankenschwester gehörte. Sie bestand aus der Pflege eines einzelnen Kindes und war in drei Schichten gegliedert. Sie begann in der Regel mit dem sechsstündigen Frühdienst, danach waren acht Stunden frei. Um 19 Uhr begann die 6-stündige Nachtwache, dann wieder acht Stunden frei und nochmals sechs Stunden Dienst.

Warum dieser Satz während der Nachtwache fiel, war mir nicht klar. Warum sagte sie so etwas? Dass sie mich nicht besonders gut leiden konnte, war nicht zu übersehen. Während der bisher zweieinhalb-jährigen Ausbildung hatte ich ja auch einiges an Blödsinn verzapft. Naja, vielleicht hatte ich ja auch nicht alles immer so ernst genommen und den ganzen Kurs öfter etwas aufgemischt. Aber eine gute Portion Spaß gehörte auch in der Ausbildung irgendwie mit dazu, fand ich. Man kann doch nicht alles immer so furchtbar ernst nehmen! O. k., mitten in den Examensvorbereitungen „Heute Nachmittag fällt der Unterricht aus“ an die Tafel zu schreiben, war vielleicht keine so gute Idee, aber es hatte Spaß gemacht und alle hatten sich über einen freien Nachmittag gefreut. Trotz allem hielt ich mich für eine halbwegs gute Schwesternschülerin. Versuchte immer, meine kleinen Patienten aufzumuntern und zum Lachen zu bringen, was ja mit Ausnahme der Frühchen und Säuglingen ganz gut klappte.

Mag sein, dass ich bei Hygiene und Putzen nicht die Beste war und immer noch nicht bin, doch im Großen und Ganzen... egal, Frau Deubel mochte mich eben nicht. Aber „Aus Ihnen wird nie was“, so etwas sagt man in der Zeit vor dem Staatsexamen einfach nicht! Was, wenn ich ein Sensibelchen gewesen wäre? Ich hätte mir den Satz ja zu Herzen nehmen und eine Neurose entwickeln können! Ja – schlimmsten Falls hätte ich die Prüfung vermasseln können oder, was noch schlimmer wäre, mein Selbstbewusstsein hätte Schaden nehmen können!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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