Perry Rhodan 2557: Der Mentalpilot - Arndt Ellmer - ebook

Perry Rhodan 2557: Der Mentalpilot ebook

Arndt Ellmer

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Opis

Ein Terraner lernt sein Raumschiff kennen - und eine Terranerin begegnet dem Irrealen In der Milchstraße schreibt man das Jahr 1463 Neuer Galaktischer Zeitrechnung - das entspricht dem Jahr 5050 christlicher Zeitrechnung. Seit über hundert Jahren herrscht Frieden: Die Sternenreiche arbeiten daran, eine gemeinsame Zukunft zu schaffen. Als aber die Terraner auf die sogenannten Polyport-Höfe stoßen, Zeugnisse einer längst vergangenen Zeit, tritt die Frequenz-Monarchie auf den Plan: Sie beansprucht die Macht über jeden Polyport-Hof. Mit Raumschiffen aus Formenergie oder über die Transportkamine der Polyport-Höfe rücken die Vatrox vor, und anfangs scheinen sie kaum aufzuhalten zu sein. Dann aber entdeckt man ihre Achillesferse in ihrer stärksten Waffe: Die Vatrox verfügen mittels ihrer Hibernationswelten über die Möglichkeit der "Wiedergeburt". Als die Terraner ihnen diese Welten nehmen und die freien Bewusstseine dieses Volkes einfangen, beenden sie die Herrschaft der Frequenz-Monarchie. Allerdings sind damit nicht alle Gefahren beseitigt: Noch immer gibt es Vatrox, darunter den gefährlichen Frequenzfolger Sinnafoch, und mindestens zwei rivalisierende Geisteswesen, die mit dieser fremden Zivilisation zusammenhängen. Perry Rhodan indes verschlägt es in eine fremdartige Umgebung. Rund um einen gigantischen Handelsstern kreisen 20.000 Scheibenwelten wie Wanderer, die Heimat der Superintelligenz ES. Neue Handlungsoptionen bietet den Gestrandeten DER MENTALPILOT...

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Nr. 2557

Der Mentalpilot

Ein Terraner lernt sein Raumschiff kennen – und eine Terranerin begegnet dem Irrealen

Arndt Ellmer

In der Milchstraße schreibt man das Jahr 1463 Neuer Galaktischer Zeitrechnung – das entspricht dem Jahr 5050 christlicher Zeitrechnung. Seit über hundert Jahren herrscht Frieden: Die Sternenreiche arbeiten daran, eine gemeinsame Zukunft zu schaffen.

Als aber die Terraner auf die sogenannten Polyport-Höfe stoßen, Zeugnisse einer längst vergangenen Zeit, tritt die Frequenz-Monarchie auf den Plan: Sie beansprucht die Macht über jeden Polyport-Hof.

Mit Raumschiffen aus Formenergie oder über die Transportkamine der Polyport-Höfe rücken die Vatrox vor, und anfangs scheinen sie kaum aufzuhalten zu sein. Dann aber entdeckt man ihre Achillesferse in ihrer stärksten Waffe: Die Vatrox verfügen mittels ihrer Hibernationswelten über die Möglichkeit der »Wiedergeburt«. Als die Terraner ihnen diese Welten nehmen und die freien Bewusstseine dieses Volkes einfangen, beenden sie die Herrschaft der Frequenz-Monarchie.

Allerdings sind damit nicht alle Gefahren beseitigt: Noch immer gibt es Vatrox, darunter den gefährlichen Frequenzfolger Sinnafoch, und mindestens zwei rivalisierende Geisteswesen, die mit dieser fremden Zivilisation zusammenhängen.

Die Hauptpersonen des Romans

Clun'stal – Dem Hyperkristallwesen fehlen weniger die Worte als die Erinnerungen.

Mikru – Der Avatar von MIKRU-JON sieht Risiken und Gefahren.

Mondra Diamond – Perry Rhodans Gefährtin stellt sich 1000 Aufgaben.

Perry Rhodan

1.

Schnell, gib mir einen Seelenfaden, eine Gedankenschnur … Ich muss alles zusammenhalten. Ich darf mich nicht verlieren!

Niemand antwortete ihm; er war allein mit seiner Angst. Perry Rhodans drängende Gedanken, in denen die Furcht um die anderen jene um sich selbst übertraf und die so typisch für ihn waren, sollten helfen, die Angst zu besiegen, wenn sie schon keine Lösung herbeibeschwören konnten.

Aber es war sinnlos. Sein Geist zersplitterte. Gedanken teilten sich, Sätze zerfielen in Halbsätze, die zu Einzelwörtern zerbröselten … und schlimmer als das, gingen ihm die Zusammenhänge verloren. Immer schneller, bis er zum willfährigen Mentalpiloten von MIKRU-JON geworden sein würde.

MIKRU-JON. Das Schiff, das wie ein treuer Verbündeter, ja, beinahe wie ein Freund gewirkt und dessen Angebot er vertraut hatte. Pilot des obeliskartigen, fremdartigen Schiffes zu werden. Zu Risiken und Nebenwirkungen …

Mit zusammengepressten Lippen lag er in einem Tank voller Flüssigkeit, die ihn wie eine zweite Haut umschloss und ihn problemlos atmen ließ. Sobald er jedoch den Mund öffnete, geriet ihm die Flüssigkeit in den Hals und löste einen Erstickungsanfall aus. Dieser elende Tank …

Nicht verlieren …

Einen Faden …

Eine Schnur …

Er rang mit den Gedanken, die sich in Windeseile in immer kleinere Fetzen zerlegten. Raus! Zu viel! Ist es … nicht wert!

Körperliche und seelische Qualen erleiden, um Pilot von MIKRU-JON zu werden – war das kein zu hoher Preis?

Konnte er wirklich zu einem echten Piloten des Obelisken werden wie viele andere Lebewesen in ferner Vergangenheit, bevor die Halbspur-Changeure das Gebilde ins Museum gesteckt hatten? Oder hatte MIKRU-JON ihn getäuscht und in eine Falle gelockt?

Museum – Gefängnis – Tank!

Es war ein enger Raum um ihn herum, in etwa so groß wie die Kommandokapsel der Rakete, mit der er damals zum Mond geflogen war. »Risikopilot« hatte man ihn damals genannt und damit den besonders gefährlichen Job des Raumflug-Testpiloten umschrieben.

Damals hätte er etwas so Schlimmes wie dieses Erlebnis kaum für möglich gehalten.

Gleichzeitig drangen bruchstückhaft Erinnerungen in sein Bewusstsein von anderen, mindestens ähnlich einschneidenden Erlebnissen. Warst … ein Teil von … BARDIOC … Körpertausch in Naupaum … Simusense in Terras Hallen …

Wo also lag sein Problem?

Er versuchte die Arme auszustrecken und sie gegen den Deckel zu stemmen. Der Gedanke entschwand so schnell, wie er gekommen war. Er wusste nicht mehr, was er hatte tun wollen. Vor seinem Bewusstsein öffnete sich ein lautloser Abgrund, ein Nichts, das sich im nächsten Augenblick in ein loderndes Feuer verwandelte.

Rhodans Widerstand ließ nach. Seine Gedanken fragmentierten in Teile von Worten und schließlich in Buchstaben, die wie dünne Pfeile in alle Richtungen schossen und dabei zerfaserten. Es wurde leerer und leerer in seinem Innern.

Etwas zerrte an ihm, ein fremder Einfluss, den er in diesem Augenblick vergaß, als sein Bewusstsein endgültig zu zerreißen drohte.

Wo …

Ich …

…ch …

Mit einem erneuten Aufbäumen drängte er den fremden Einfluss in seinem Innern zurück. Ist es das wert? Mich selbst aufgeben, nur um mit diesem Schiff eine perfekte Handlungseinheit zu bilden?

Er glaubte die Antwort auf die Frage zu kennen, ein klares Nein. Gleichzeitig wusste er aber, dass es kein Zurück gab. Die Flüssigkeit ließ ihn nicht los, der Tank öffnete sich nicht. Rhodan war dazu verdammt, entweder zu kämpfen oder seine Existenz zu verschenken. Dreitausend Jahre für nichts.

Wirklich für nichts?

Seine Kräfte schwanden erneut, und er spürte, dass es ihm dieses Mal nicht mehr gelingen würde, sie wieder zu reaktivieren. Wenn er es schon nicht ändern konnte, wollte er es wenigstens mit der Gelassenheit eines unsterblichen Wesens erleben.

Mit MIKRU-JON verschmelzen, in höllisches Feuer hinabtauchen …

Es tat, verdammt noch mal, überhaupt nicht weh. Sein Bewusstsein zersprang in einer jähen, lautlosen Eruption. Winzige Gedankenfetzen, die er als letzte Anker ausgeworfen hatte, lösten sich auf.

Aber er sah. Sein Ich erlosch nicht in der von ihm erwarteten Weise. Wie auf einem kugelförmigen Bildschirm erlebte er ringsum, wie sich in seinem Bewusstsein nach und nach einzelne Splitter ausblendeten.

Ich werde blind! Vergessen senkte sich wie ein schwarzes Tuch auf ihn. … vergehen … sterben …

Flucht – zu spät! Es gab kein Zurück.

Da war plötzlich ein Säuseln – irgendwo weit weg, wie er glaubte. Es kam näher. Es gierte nach seiner Aufmerksamkeit. Rhodan war müde, er wollte einschlafen und sich dem Vergessen anheimgeben.

Das Säuseln ergriff von dem winzigen Rest seines Bewusstseins Besitz. Nach und nach kristallisierte sich eine Melodie heraus, eine verlockende Abfolge von Tönen. Während er verwundert dem Gedanken nachhing, dass sein Bewusstsein noch immer nicht völlig erloschen war, obwohl er diese Entwicklung mit Gewissheit geahnt hatte, spürte er den ersten Schauer eines hypnotischen Zwangs, den die Melodie auf ihn ausübte. Es glich einem wortlosen Flüstern, unwiderstehlich und zielgerichtet. Und es galt ihm, daran ließ es keinen Zweifel.

Rhodan versuchte sich dagegen abzuschirmen, aber er brachte kaum mehr als ein schwaches, resigniertes Aufbegehren zustande. Sein Wille reichte nicht, um dem Sirenengesang ernsthaft zu widerstehen. Also gab er sich hin, ließ sich treiben, sich beruhigen; er entschwand.

Ging er dadurch in dem Schiff auf? Was wurde aus seinem Körper mit dem Aktivatorchip?

Verwundert erkannte er, dass seine Gedanken wieder klarer wurden, wie Buchstaben sich zu Worten bildeten, als seien es Staubwolken im Hintergrund seines Bewusstseins. Deutlicher als zuvor empfing er den Sirenengesang:

Gander tresoch – mamek forlebo – wenderabimul …

Worte einer ihm unbekannten Sprache perlten aus dem Gesäusel, schimmernd wie Silber. Sie umgarnten sein Bewusstsein, streckten ihre immateriellen Hände nach ihm aus, wollten ihn festhalten, ihn stützen.

Er zuckte zurück. Erneut keimte Misstrauen in ihm auf, Misstrauen gegenüber MIKRU-JON. Gleichzeitig schalt er sich einen Narren, weil er es längst besser wusste. Das Obeliskenschiff hatte es nicht nötig, mit zwielichtigen Mitteln zu agieren. Wenn es mit verdeckten Karten gespielt hätte, wäre ihm das in den vergangenen Monaten aufgefallen.

… etok patatu … gloss piberen …

Mikru, was willst du mir sagen?, dachte er angestrengt und überforderte sich damit heillos. Seine Gedanken zerstoben, Myriaden winziger mentaler Blitze versackten in einem lichtlosen Schlund. Wärme lullte ihn ein, die ihm Geborgenheit und ein hohes Maß an Behaglichkeit vorgaukelte.

Woran zweifelst du?

Sein Bewusstsein glomm noch immer vor sich hin, als sei es unauslöschlich an dieses Universum gekettet. Wieso stellte er sich diese Frage?

Ich zweifle nicht, dachte er.

Du brauchst keine Angst zu haben!

Rhodan zuckte jäh zusammen. Die Worte stammten nicht von ihm selbst.

Wer spricht da?

Gander Tresoch!

*

Aus dem Nichts rieselten zahllose Sterne auf ihn herab, winzige neuronale Entladungen in seinem organischen Gehirn.

Ein froher Gedanke: Ich existiere in meinem Körper. Noch.

Gander Tresoch, Mamek Forlebo … Es handelte sich um Namen, nicht um Sätze. Hunderte waren es, die er sich nicht alle auf einmal merken konnte. Die Sirenen hießen Etok Patatu, Wenderabimul … Sie sangen noch immer ihr betörendes Lied, das ihn in seinen Bann zog.

Und dazwischen erneut diese Stimme. Du brauchst keine Angst zu haben.

Er entdeckte Gedankensplitter – wogende Fetzen in einem unbegreiflichen Kontinuum. Rhodan wollte sie festhalten, zu dem Ganzen zusammenfügen, das sie ursprünglich gebildet hatten. Es gelang ihm nicht. Sie waren zu flüchtig. Wenn sie manifestierten und sich einander näherten, trieben sie im letzten Augenblick wieder voneinander fort. Dabei hinterließen sie jedes Mal eine winzige Spur.

Erinnerungen …

Giftige Schwaden treiben über die Pilzknospen. Die Ränder verfärben sich violett. Ein schneller Zersetzungsprozess beginnt. Er kommt mit dem rettenden Serum zu spät. Die Knospen schrumpfen in hektischer Flucht. Bei dem Versuch, sich unter die Oberfläche zurückzuziehen, knallen sie gegen den Boden. Sie zerplatzen und verteilen sich als Wolken aus lauter winzigen Fetzen über den Boden …

Rhodan erkannte, dass es sich um keine seiner eigenen Erinnerungen handelte. Ein kaum erkennbarer mentaler Hauch trug ihm einen Namen zu. Gloss Piberen.

Erinnerungen …

Grelle Lichtbahnen ziehen über den Himmel, bohren sich in wuchtige Metallleiber, lassen sie bersten. Eine Glutwelle rast durch die Lufthülle und bringt sie zum Kochen. Tod und Verderben breiten sich rasch aus. Ein Stück entfernt ziehen Schiffe vorüber, deren Silhouetten Rhodan unbekannt sind, die ihm aber vorkommen wie Phantome aus schlimmen Träumen. Andere Schiffe verlassen den Planeten, streben hinaus ins All. Es sind wenige, denen die Flucht gelingt. Einer von ihnen – Etok Patatu.

Fremde Erinnerungen spülten Rhodan hinweg. Er spürte das Schaukeln der Wellenkämme, die ihn mit sich trugen. Der Gesang der Sirenen brandete darüber hinweg, leiser, melodischer als bisher.

Lass dich treiben!

Ein paar Splitter seines Ichs fügten sich wider Erwarten doch zusammen. Sie bargen Erinnerungen an die vergangenen Tage, die Ankunft in TALIN ANTHURESTA, den Abschied von der JULES VERNE, das Zusammentreffen mit den Frerin. Gleichzeitig trugen sie Botschaften dieser anderen Wesen mit sich, gezielte Gedanken und Ratschläge.

Nichts davon erregte seinen Argwohn. Warum sollte er nicht prüfen, nicht schauen, nicht teilhaben an den Erfahrungen anderer? Der Sirenengesang erwies sich trotz aller mentalen Verlockung als Medizin für die Seele.

Ruhe erfahren – Ruhe behalten …

Er lauschte den Botschaften der anderen, die ihm Hilfestellung boten. Kein Zwang band sie an diesen Ort. Ihre Anwesenheit empfanden sie als Privileg, nicht als Gefangenschaft oder Qual. Sie bildeten die Gegenstücke zu den Splittern seines Geistes, sie waren die Katalysatoren. Und viel mehr als das.

Rhodan verstand mit der Zeit, dass sie sich ihm als Wegweiser durch das für ihn Unfassbare anboten. Sie kannten sich in den für ihn fremden Gefilden aus wie er in seinem SERUN.

Ich bin nicht allein!

Er ließ es zu, dass sie ihn an der Hand nahmen, ihm Mut und Zuversicht vermittelten. Was ihn erwartete, gehörte nicht zu den Alltäglichkeiten. Er brauchte Kraft, die Prüfung zu überstehen.

An jeden Splitter seines Bewusstseins klammerte sich ein Scout. Er spürte ihr Tasten, als wollten sie seine Gedanken und Erinnerungen bis ins Kleinste zerpflücken. Sie redeten auf ihn ein, sprachen ihm Mut zu. Sie erkannten sein Schwanken, sein Zaudern, die kreatürliche Angst eines körperlichen Wesens vor der Aufgabe des eigenen Körpers. Rhodan wollte er selbst bleiben, sich nicht manipulieren lassen.

Sie nahmen sich viel Zeit. Er spürte ihre unendliche Geduld, auch ihren Wunsch, dass er sich ihnen öffnete. Und er machte keinen Hehl daraus, dass sie ihn zu sehr bedrängten. Er zog sich in sich selbst zurück, so gut es ging, blockte seine Gedanken und Erinnerungen ab.

Sie ließen ihn gewähren. Es war seine Entscheidung, wenn er das Wissen um die Menschheit, die kosmischen Geheimnisse und Erfahrungen für sich behielt.

Viele Lebewesen dieses Universums hätten alles darangesetzt, genau dieses Wissen in ihren Besitz zu bringen.

Was wollt ihr dann?

Erlaube uns, dein Selbst zu erforschen!

Rhodan spürte die Neugier in den Mentalpotenzialen, die sich auf einen einzigen Aspekt seines Wesens erstreckte. Er entdeckte aber auch ein wenig Skepsis.

Mikru weiß längst, wer ich bin und wie ich bin.

Vertrau uns!

Er stand an einer Schwelle und wusste nicht, was ihn hinter dem Türrahmen erwartete. Was immer geschah, er befand sich weiterhin in MIKRU-JON.

Ich vertraue euch. Weil mir nichts anderes übrig bleibt.

Ohne dieses gegenseitige Vertrauen konnte es nicht gut gehen. Wenn sie sein Selbst erforschen wollten, sollten sie es eben tun. Es gab letztlich nichts, was sie abhalten würde, zumindest auf längere Sicht.

In seinen Ohren erklangen die Worte Bullys, wie er sie aus dem Helmlautsprecher gehört hatte, damals …

Sie flogen in der STARDUST zum Mond. Sie landeten dort. Und das, was sie dort fanden, stellte ihre Kameradschaft auf eine harte Probe. Als sie sich hinter die Felsen des Kraterwalls duckten, war Bully mit den Nerven am Ende.

»Du hast es gewusst, nicht wahr? Du hast es schon vor Stunden gewusst«, kam sein Flüstern durch. »Deshalb musste ich mich also rasieren. Woher hast du es gewusst? Perry …!«

»Nicht aufregen, Junge, es nützt nichts«, raunte Rhodan heiser. »Dieses Raumschiff ist niemals in Asien gebaut worden. Es stammt überhaupt nicht von der Erde. Ich ahnte es, als das grüne Flimmern kam. Kein Mensch kann ein solches Kraftfeld erzeugen, niemand hätte in einer derartigen Form unsere Funksendung unterbrechen können.«

Bully richtete sich auf. Der gläserne Ausdruck erlosch in seinen Augen. Auch er spähte nach vorn.