Perry Rhodan 1028: Der einsame Gefangene - Clark Darlton - ebook

Perry Rhodan 1028: Der einsame Gefangene ebook

Clark Darlton

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Ein Solaner - im Gefängnis der Kranen Mehr als 400 Jahre sind seit dem Tag vergangen, da Perry Rhodan durch seine Expedition mit der BASIS tiefe Einblicke in die kosmische Bestimmung der Menschheit gewann und in die Dinge, die auf höherer Ebene, also auf der Ebene der Superintelligenzen, vor sich gehen. In folgerichtiger Anwendung seiner erworbenen Erkenntnisse gründete Perry Rhodan Anfang des Jahres 3588, das gleichzeitig zum Jahr 1 der Neuen Galaktischen Zeitrechnung (NGZ) wurde, die Kosmische Hanse, eine mächtige Organisation, deren Einfluss inzwischen weit in das bekannte Universum hineinreicht. Dennoch ist der Hanse selbst im Jahre 424 NGZ nichts über das Herzogtum von Krandhor bekannt und auch nichts über die Betschiden, die ihre Herkunft von dem legendär gewordenen Generationenschiff SOL ableiten. Um drei dieser Betschiden geht es nun! Seitdem sie für die Flotte von Krandhor rekrutiert wurden, führen sie ein gefährliches Leben, reich an Abenteuern und Komplikationen. Das gilt auch für ihren Aufenthalt auf Couhrs, dem Planeten der Spiele. Einer der Betschiden verschwindet spurlos, und den beiden anderen, die sich auf die Suche nach ihrem Kameraden machen, begegnet DER EINSAME GEFANGENE ...

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Nr. 1028

Der einsame Gefangene

Ein Solaner – im Gefängnis der Kranen

von CLARK DARLTON

Mehr als 400 Jahre sind seit dem Tag vergangen, da Perry Rhodan durch seine Expedition mit der BASIS tiefe Einblicke in die kosmische Bestimmung der Menschheit gewann und in die Dinge, die auf höherer Ebene, also auf der Ebene der Superintelligenzen, vor sich gehen.

In folgerichtiger Anwendung seiner erworbenen Erkenntnisse gründete Perry Rhodan Anfang des Jahres 3588, das gleichzeitig zum Jahr 1 der Neuen Galaktischen Zeitrechnung (NGZ) wurde, die Kosmische Hanse, eine mächtige Organisation, deren Einfluss inzwischen weit in das bekannte Universum hineinreicht.

Dennoch ist der Hanse selbst im Jahre 424 NGZ nichts über das Herzogtum von Krandhor bekannt und auch nichts über die Betschiden, die ihre Herkunft von dem legendär gewordenen Generationenschiff SOL ableiten.

Um drei dieser Betschiden geht es nun! Seitdem sie für die Flotte von Krandhor rekrutiert wurden, führen sie ein gefährliches Leben, reich an Abenteuern und Komplikationen.

Die Hauptpersonen des Romans

Ford – Ein einsamer Gefangener.

Jaagan – Direktor des Gefängnisses von Couhrs.

Gu – Herzog des Reiches der Kranen.

Brether Faddon und Scoutie – Die Betschiden treffen einen Solaner.

1-Lindepj

Sein Name lautete schlicht und einfach Ford. Und hätte er je in seinem Leben von einem »Grafen von Monte Christo« gehört, so wäre er wohl versucht gewesen, dessen Schicksal mit seinem eigenen zu vergleichen.

Aber Ford hatte nie von jener Geschichte gehört, niemand im Herzogtum von Krandhor hatte das. Auch niemand in der Galaxis Vayquost, zu der das Herzogtum gehörte.

1.

Alles hatte im Jahr 340 des Herzog Lugos begonnen. Das war nun drei Jahre her. Ford befand sich an Bord der ARAGAS auf dem Flug vom Nest der 3. Flotte zum Nest der 11. Flotte. Er reiste nicht in offiziellem Auftrag, was ihn praktisch zu einem gewöhnlichen Mitglied der Mannschaft machte, einem Rekruten ohne besondere Rechte.

Allein das schon wurmte ihn gewaltig, und er ging Kranen wie auch Tarts geflissentlich aus dem Weg, wann immer das möglich war. Nicht dass er sie nicht mochte, aber sie sahen nun mal anders aus als er. Die Kranen erinnerten an eine Mischung aus Wolf und Löwe, und die Tarts konnten ruhigen Gewissens als große Echsen bezeichnet werden. Das war es nicht, was Ford störte. Eigentlich wusste er selbst nicht so genau, was ihm an ihnen nicht passte. Wenigstens damals nicht. Heute war das anders.

Wenige Lichtjahre vor dem Nest der 11. Flotte verließ das Raumschiff die Zeitbahn, und die Sterne kamen wieder zum Vorschein. Das war stets ein erfreulicher und befreiender Anblick für jene, denen das lichtlose Schwarz der fremden Dimension unheimlich blieb.

Ford nutzte die Flugpause – es würde die letzte vor Erreichung des Zieles sein –, sich in den kuppelförmigen Beobachtungsraum zu begeben, um die Sterne zu betrachten, die er schon immer geliebt hatte.

In der Kuppel drängten sich Kranen und Tarts vor den großen Sichtscheiben, hinter denen Tausende von Sonnen funkelten. Einige waren schon sehr nahe. Sie waren hell und strahlend und bildeten phantastische Konstellationen.

Aber das konnte Ford nicht gut erkennen, denn auch nach geraumer Zeit dachte niemand daran, ihm Platz zu machen und ihn ein wenig vorzulassen, damit er besser sehen konnte.

Er beherrschte die Einheitssprache des Herzogtums, das Krandhorjan, einwandfrei und ohne jeden Akzent. »Ihr habt lange genug geschaut«, sagte er und versuchte höflich zu bleiben, »vielleicht ist jemand so gut und lässt mich auch mal ans Fenster.« Einige sahen sich um, rührten sich aber nicht von der Stelle.

Vor ihm hatte sich ein besonders massiger Krane aufgebaut, der Ford die Sicht nahm. Rechts und links war auch kein Platz frei. Es war wohl die Tatsache, dass gerade dieser für kranische Begriffe sehr kräftig gebaute Kerl Ford besonders reizte, dass er ihn mit dem Zeigefinger in den Rücken stieß.

»Dich habe ich auch gemeint«, sagte er ruhig.

Der Krane drehte sich um. Seine Abzeichen verrieten, dass er zum technischen Personal gehörte. Mit blutunterlaufenen Augen starrte er Ford an.

»Verschwinde! Du hast hier nichts zu suchen!«

Die unfreundliche Antwort brachte Fords Blut in Wallung. Er konnte in gewissen Situationen äußerst kaltblütig sein und überlegt handeln, aber nicht in einer wie dieser. Da kam sein Jähzorn zum Ausbruch.

»Ich habe die gleichen Rechte wie du und alle anderen, mach also Platz für mich.«

Der Krane drehte sich langsam um. Seine Pranken hoben sich in Angriffsstellung, aber er schlug nicht zu. Noch nicht.

»Was gehen dich die Sterne an, du Zwerg? Gehören sie vielleicht dir?«

»Wenn schon, dann gehören sie uns allen, du eingebildetes Scheusal! Außerdem erfordert es die Höflichkeit, dass du ...«

Weiter kam Ford nicht.

Der Krane schlug blitzschnell zu, aber Ford hatte den plötzlichen Angriff kommen sehen und ebenso schnell reagiert. Er duckte sich, und als der Krane vom Schwung der Kraft, die er in seine rechte Pranke gelegt hatte, ein Stück nach vorn gerissen wurde, handelte Ford absolut instinktiv. Mit der flachen Handkante traf er das Genick des Angreifers an seiner empfindlichsten Stelle, und noch während er zurückwich, sackte der Krane lautlos in sich zusammen und blieb reglos liegen.

Für Sekunden war in dem Raum kein Laut zu hören, dann stürzte sich die Meute auf Ford, der sich nur einen Augenblick lang zu wehren versuchte. Als sie ihn hinaus auf den Gang zerrten, warf er einen letzten Blick zurück. Endlich konnte er, wenn auch nur für einen kurzen Moment, die Sterne sehen.

Sie sperrten ihn in eine Zelle und teilten ihm lediglich mit, dass er dem Techniker das Genick gebrochen hatte. Er fühlte sich unschuldig, denn er hatte in Notwehr gehandelt. Genauso gut hätte er das Opfer sein können. Er tröstete sich mit dem Gedanken, dass die Kranen im Grunde genommen gerecht urteilende Intelligenzen waren.

Nicht weit vom Nest der 11. Flotte entfernt, im Raumsektor Flattlos, lag das System der mittelgroßen blauen Sonne Evinauder, die von siebzehn Planeten umkreist wurde. Der vierte von ihnen – Couhrs – war ein wichtiger Stützpunkt und gehörte zur besonderen Einflusssphäre des Herzogs Gu.

Das allein jedoch war nicht der Grund, warum man Ford nach Couhrs brachte. Es gab auf dem Planeten ein ordentliches Gericht und ein bemerkenswertes Gefängnis, über das Ford allerdings erst später Einzelheiten erfuhr.

Die Verhandlung dauerte nicht sehr lange. Auch Ford hätte nicht behaupten können, sie sei unfair gewesen, trotzdem fühlte er sich ungerecht bestraft, als man ihn auf unbestimmte Zeit auf die Insel Berescheide verbannte, die im Skull-Ozean lag.

Sein Protest verhallte ungehört.

Einige Tage und Nächte verbrachte er in einem provisorischen Gefängnis der Hauptstadt Couhrs-Yot, zusammen mit einem halben Dutzend gefangener Tarts.

Zuerst beachteten sie ihn nicht, obwohl er sie mehrmals ansprach. Dann aber schienen sie einzusehen, dass sie alle Leidensgenossen waren.

»Man wird uns in Herzog Bromos' Festung bringen«, sagte einer.

»Was ist das?«, fragte Ford, der nie davon gehört hatte.

»Das weißt du nicht?«, wunderte sich der Tart. »Das sicherste Gefängnis des Universums, würde ich behaupten. Herzog Bromos, unbeliebt, grausam und später von den Kranen verjagt und abgesetzt, ließ es erbauen. Aber nicht auf dem Planeten, sondern in der Kreisbahn. Es war also ursprünglich ein Gefängnis im Weltraum. Jede Flucht war demnach unmöglich. Aber das ist sie auch noch heute, obwohl die Festung inzwischen auf der Insel Berescheide landete und dort fest verankert wurde.«

»Was ist das für eine Insel?«

Der Tart machte eine für Ford unverständliche Geste.

»Nun, eben eine Insel, ziemlich groß und dicht mit Vegetation bedeckt. Urwälder, Sümpfe, gefährliche Raubtiere – eben eine richtige Urwelt wie zu Beginn aller Zeiten. Niemand kann dort lange überleben.«

»Dann dürfte das Gefängnis selbst nicht sonderlich scharf bewacht werden«, hoffte Ford.

»Das weiß niemand, der nicht dort war«, erwiderte der Tart und gab zu verstehen, dass er nun zu schlafen wünschte.

Ford blieb sich selbst überlassen.

Lang ausgestreckt lag er auf seinem primitiven Lager und schloss die Augen vor dem grellen Licht in der Decke. Er hatte schon viel erlebt und kannte auch Welten, die ähnliche Bedingungen aufwiesen wie die eben geschilderte. Seine abenteuerliche Vergangenheit musste ihm helfen, die Gegenwart und die Zukunft zu meistern. Er würde sich nicht für den Rest seines Lebens einsperren lassen.

Eines Morgens wurden sie aus der Gemeinschaftszelle geholt – das war nun schon drei Jahre her. Ein speziell für Gefangenentransporte hergerichteter Gleiter nahm sie auf und brachte sie zur Insel Berescheide, auf der die Herzog-Bromos-Festung lag, die allerdings von ihren unfreiwilligen Insassen ironisch als »Schatztruhe« bezeichnet wurde.

Ford dachte daran, die Wachen und die Besatzung des Gleiters in einem Handstreich zu überwältigen und zusammen mit den Piraten zu fliehen, aber dann sah er ein, wie unmöglich sein Vorhaben sein musste. Auch wenn der Überfall gelang, würden sie mit dem Gleiter nicht weit kommen. Und im Augenblick war Gefangenschaft besser als der sichtbare Tod.

Dann kam Berescheide in Sicht.

Die Insel sah genauso aus, wie Ford sie sich vorgestellt hatte.

Da der Gleiter seine Geschwindigkeit stark herabgesetzt hatte, nutzte er die günstige Gelegenheit, sich einen Überblick über seinen künftigen Aufenthaltsort zu verschaffen. Wie groß die Insel war, konnte er nicht abschätzen, als klein jedenfalls konnte sie nicht bezeichnet werden. Im Anflug schien sie sich von Horizont zu Horizont zu erstrecken, in Flugrichtung jedoch war bereits wieder der Ozean zu erkennen.

Es gab einige niedrige Gebirgszüge, die bis zum Gipfel mit Wald bedeckt waren. Dazwischen lagen riesige Sümpfe mit Dschungelinseln und flachen, felsigen Plateaus. Zahlreiche Flüsse wanden sich von See zu See und mündeten schließlich im Skull-Ozean. Das Ganze sah alles andere als einladend aus.

Dann kam die »Schatztruhe« in Sicht.

Der gigantische Komplex lag auf einer ziemlich flachen Hochebene, die wie eine Insel aus einem Dschungelmeer hinausragte. Im Mittelpunkt der Anlage fiel Ford die Kuppel auf, die von einem zusammenhängenden Gebäude in der Form eines Ringes umgeben wurde, das gleichzeitig wohl als sichere Mauer diente. Dazwischen lag eine freie Fläche, der sich der Gleiter näherte und landete.

Ford hatte noch Zeit genug, die in regelmäßigen Abständen auf dem Ringgebäude errichteten Geschützstände zu registrieren, deren Bestückung Schussfeld nach allen Seiten hatte. Er war plötzlich nahe daran, schon jetzt jeden Gedanken an eine Flucht aufzugeben.

Sie wurden aus dem Gleiter getrieben und in Marschkolonne zur Kuppel geführt, wo sie formell vom Wachpersonal des Gefängnisses übernommen wurden.

Ford entsann sich nur ungern jenes ersten Tages in Bromos' Festung vor drei Jahren. Das Gefühl, eingesperrt zu sein, bedrückte ihn mehr als alles andere. Hinzu kam, dass man ihn auf unbestimmte Zeit hierher verbannt hatte.

Die Formalitäten waren schnell erledigt, und eine Stunde später fand er sich in einer kahlen Zelle wieder. Der Robotwärter, der ihn hineinließ, schien auf gute Behandlung programmiert zu sein, denn er teilte Ford mit, dass er bald ein angenehmeres Quartier erhalten würde. Allerdings ohne Gesellschaft.

Das war Ford nur recht. Er benötigte keine Gesellschaft. Einsamkeit würde ihn nicht stören, außerdem standen tägliche Spaziergänge auf dem Ringhof im Programm. Das würde genügen. Er wollte seine Ruhe haben, um nachdenken und einen Plan entwerfen zu können.

Er ahnte nicht, dass er dazu drei Jahre brauchen würde.

Vier Tage nach seiner Einlieferung zog er um. Der Robot hatte nicht übertrieben. Seine neue »Zelle« bestand aus zwei Räumen und einer sanitären Anlage. Es gab eine reichhaltige Mikrobibliothek im »Wohnzimmer« und ein bequemes Bett nebenan. Das einzige, was Ford vermisste, war ein Fenster. Die Tür bestand aus Metall und wurde nur zweimal am Tag geöffnet – zum Empfang der Tagesrationen und am Nachmittag, wenn es Zeit zum Spaziergang war.

Der Strafvollzug der Kranen entsprach ihrer liberalen Gesinnung, die nichts mit übertriebener Schwäche zu tun hatte – im Gegenteil: Gerade weil sich die Kranen überlegen fühlten, konnten sie sich diese humane Einstellung erlauben.

Natürlich gab es auch hier, wie überall, Ausnahmen.

Die ersten Wochen vergingen überraschend schnell, aber dann begann die Zeit zu schleichen. Ford nahm lockere Verbindung zu einigen Mitgefangenen auf, unter denen sich Angehörige fast aller im Herzogtum vertretener Völker befanden. Der Lysker Termytelen erregte seine besondere Aufmerksamkeit, nicht nur, weil er ständig eine Atemmaske trug.

Ford bekam nie heraus, ob Termytelen männlichen oder weiblichen Geschlechts war, denn die Lysker erinnerten an bepelzte Kraken mit tentakelähnlichen Auswüchsen, die sie geschickt zu benutzen wussten. Dank ihrer Begabung wurden sie meist als Techniker eingesetzt.

Ford wartete zwei volle Monate, ehe er Kontakt mit Termytelen aufnahm. Ihm war aufgefallen, dass auch der Lysker sich stets abseits von den anderen Gefangenen aufhielt und gern allein bleiben mochte. Das erste zögernde Gespräch mit ihm (oder ihr) gab keine Aufschlüsse, aber bereits am nächsten Tag schien Termytelen zugänglicher zu werden.

»Warum bist du hier?«, fragte Ford, nachdem sie sich eine Weile unterhalten hatten.

Termytelen fächelte sich mit den Tentakeln Luft zu, denn es war sehr heiß in der Windstille des Hofes.

»Ein technisches Missgeschick, ein Fehler vielleicht. Jedenfalls geriet das Schiff, für dessen technische Sicherheit ich verantwortlich war, außer Kontrolle und stürzte auf die Oberfläche eines Planeten. Es gab zum Glück nur einige Verwundete. Man gab mir fünf Jahre, von denen ich bald das erste hinter mir habe. In vier Jahren bin ich wieder frei.«

»Ist dir nie der Gedanke an Flucht gekommen?«, fragte Ford behutsam.

»Warum sollte ich fliehen?«, wunderte sich der Lysker. »Ich habe es hier nicht schlechter als in einem Schiff der Flotte. Außerdem empfinde ich meine Strafe als gerecht.«

Ford erkannte, dass der Lysker wohl kaum eine Hilfe für ihn sein würde, trotzdem gab er die Verbindung nicht auf. Schon deshalb nicht, weil Termytelen eine gewisse Vertrauensstellung in der Festung genoss. In weiteren Gesprächen gab er zu, schon mehrmals in den technischen Abteilungen eingesetzt worden zu sein, die früher einstmals zur Stabilisierung der Kreisbahn gedient hatten und heute für die Energieversorgung der gigantischen Anlage in Betrieb waren.

Diese Information erregte Fords besonderes Interesse.

In technischer Hinsicht war er nicht gerade ein Genie, aber er kannte sich so ziemlich auf allen Gebieten der Kybernetik und Antriebstechnik aus. Wenn es ihm gelang, ebenfalls in dieser Anlage aushelfen zu dürfen, bestand vielleicht die Möglichkeit, einen Weg zur Flucht zu finden.

Ohne Termytelen seine wahren Absichten zu verraten, bekundete er sein Interesse an dieser Anlage, und der Lysker versprach, an ihn zu denken, wenn man ihn wieder einmal brauchte. Ein Assistent mit entsprechenden Kenntnissen konnte nicht schaden, das würden auch die Kranen einsehen.

Im Verlauf des ersten Jahres gelangte Ford ganze zwei Mal in den abgeschirmten Bereich der unterirdisch gelegenen Anlage mit ihren fast unübersehbaren Schalträumen und Kontrollkonsolen. Es war ein Reich für sich und man konnte sich darin leicht verirren. Aber man kam auch nicht unbemerkt wieder heraus.

Im zweiten Jahr seiner Gefangenschaft begann Ford ungeduldig zu werden. Bisher hatte sich noch keine vernünftige Gelegenheit zu einer Flucht geboten. Sicher, einmal hatte er mit einem Arbeitskommando den inneren Bereich der Festung verlassen können, um den vordringenden Urwald mit Energiemähern zu verbrennen. Die freie Fläche musste erhalten bleiben, um den Wachtposten auf dem Ringgebäude freies Schussfeld zu garantieren.