NLP - Eine Einführung - Roman Braun - ebook

NLP - Eine Einführung ebook

Roman Braun

0,0

Opis

Kommunikation als Führungsinstrument Die Qualität Ihrer Kommunikation hat Einfluss auf den beruflichen Erfolg, aber auch auf Ihre Beziehungen und das körperliche Wohlbefinden, kurz: auf Ihre gesamte Lebensqualität! Wie Sie diese mit den Kommunikationstechniken des NLP und TRINERGY® entscheidend verbessern, erfahren Sie in diesem Buch. Es zeigt Ihnen: - wie Sie NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) im Alltag anwenden, - wie Sie das Beste aus 100 Schulen der Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung nutzen, - mehr als 30 Praxistipps und 20 Übungen zur konkreten Umsetzung. Das Buch führt Sie leicht verständlich und anschaulich zu mehr Erfolg durch professionelle Kommunikation.

Ebooka przeczytasz w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS
czytnikach certyfikowanych
przez Legimi
czytnikach Kindle™
(dla wybranych pakietów)
Windows
10
Windows
Phone

Liczba stron: 141

Odsłuch ebooka (TTS) dostepny w abonamencie „ebooki+audiobooki bez limitu” w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS



Roman Braun

NLP – Eine Einführung

Roman Braun

NLP – Eine Einführung

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

ISBN 978-3-636-01444-3ISBN E-Book (PDF) 978-3-86414-021-1ISBN E-Book (EPUB) 978-3-86414-501-8

                            

5., Auflage 2017

E-Book-Ausgabe (PDF): © 2009 by Redline Verlag, FinanzBuch Verlag GmbH, München.www.redline-verlag.de

Print-Ausgabe: © 2007 by Redline Wirtschaft, Redline GmbH, Heidelberg. Ein Unternehmen von Süddeutscher Verlag | Mediengruppe.

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur GmbH, München Satz: M. Zech, Redline GmbH

Vorwort

Jede Kommunikation beginnt bei der ersten Position, bei uns selbst. Erst wenn wir uns – noch ehe wir den Mund aufmachen – klar darüber sind, was unser Anteil an Kommunikation in einem Gespräch ist, lässt sich unsere Kommunikation und somit auch unsere Arbeit verbessern. Dann können wir uns der zweiten Position, dem anderen, zuwenden.

Dabei befinden wir uns ständig in Führungssituationen, egal welche Position wir bekleiden: Zwei Menschen treffen aufeinander, kommunizieren miteinander, und wenn diese Kommunikationssituation erfolgreich ist, gehen sie auseinander und können ihre Aufgaben besser bewältigen.

Andy Grove, Ex-CEO von Intel, erwartet von seinen Managern, dass sie 40 Prozent ihrer Führungskapazitäten auf sich selbst anwenden, 30 Prozent auf ihre Vorgesetzten, 20 Prozent auf ihre Kollegen und 10 Prozent auf ihre Mitarbeiter. Führung heißt also in erster Linie Selbstführung.

Jede Führungskraft hat drei Aufgabenbereiche, denen alle Tätigkeiten zuzuordnen sind:

Visionen entwickeln, Ziele setzen und diese auch kommunizieren. Dafür Sorge tragen, dass die bestmöglichen Mitarbeiter an Bord sind und in einem definierten Rahmen ihre Fähigkeiten frei entfalten und entwickeln. Vorbild sein!

Der wichtigste Teil ist jener, Vorbild zu sein.

Wir werden dem in diesem Buch Rechnung tragen und uns zu einem guten Teil mit uns selbst beschäftigen, mit unserer Kommunikation nach innen. Damit erhält unsere Kommunikation nach außen jene sichere Basis, von der aus exzellentes Führen möglich ist.

Dieses Buch ist das Ergebnis unserer langjährigen Erfahrungen in Seminaren und Einzelcoachings am Austrian Institute for NLP und TRINERGY® International. Es ist ein Einstieg in einen Bereich des TRINERGY® – in das Neuro-Linguistische Programmieren. Daher finden Sie in diesem Buch sowohl NLP-Grundkenntnisse als auch vertiefendes Know-how, sowohl Experimente als auch konkrete Praxisübungen, sowohl Zitate als auch erklärende Geschichten.

Experimente:

Die Experimente verstehen sich als Art Laborübung, als ein sicherer Hafen zwischen Ihnen, Ihrem Unbewussten und uns. Wir werden Sie anleiten, dabei etwas mit sich selbst zu machen. Und wir hoffen, dass Sie die Lust am Experimentieren noch in sich tragen, jene Lust, die uns Menschen viele Selbstverständlichkeiten gebracht hat, die wir heute oft gedankenlos nutzen; jene kindliche Experimentierfreude, bei der Lernen spielerisch stattfinden kann.Praxistipps: Am Ende jedes Kapitels finden Sie jeweils einen Praxistipp. Dieser Tipp soll Sie dabei unterstützen, schon während des Lesens Ideen dafür zu sammeln, wo und wie Sie das Neuerlernte gleich anwenden können. Diese Praxistipps verstehen sich als Tipps im Bereich des Selbstcoaching und Selbstteaching. Es ist dies jener Teil, der Ihnen zeigt, wie Sie in der Praxis ein kurzes Time-Out nehmen, einen Schritt zurücktreten, um aus der Distanz selbst zu lernen, neue Dinge zu planen – um dann in die Praxis zurückzukehren und etwas anders zu machen als vorher. Oder um etwas zu machen, was Sie vorher noch nicht gemacht haben.

Wenn Sie dem Weg in diesem Buch folgen, werden Sie eine Entdeckungsreise machen. Sie werden erfahren, entdecken, lernen; und Sie werden beginnen, sich zu verändern. Sie werden erleben, dass es noch immer Spaß macht, ein »lernender Organismus« zu sein. »Ein alter Hund lernt keine neuen Kunststücke mehr.« – Ich glaube, das Gegenteil ist wahr: »Wer keine neuen Kunststücke mehr lernt, ist ein alter Hund.« Egal wie alt er/sie ist.

Wollen wir lernende Organisationen schaffen, müssen wir dafür sorgen, dass die Menschen lernen. Wollen wir lernende Menschen, müssen wir selbst weiterlernen. Wollen wir weiterlernen, müssen wir Abschied nehmen von Altem und uns auf den Weg machen, der Mensch zu werden, der wir sein können.

Viel Spaß dabei!

Über den Autor

Roman Braun ist Bestseller-Autor, erster zertifizierter NLP-Mastertrainer in Österreich, NLP-Lehrtrainer des »ÖDV« (Österreichischer Dachverband für NLP), »DVNLP« (Deutscher Dachverband für NLP) und »HAN-LP« (Schweizer Dachverband für NLP) sowie zertifizierter TRINERGY®-Lehrtrainer der »ITA« (International TRINERGY® Association) und Lebens- und Sozialberater. Sieben Jahre lang hat Roman Braun Europas größtes NLP-Institut geleitet – das »Austrian Institute for NLP«. Seit 2002 ist er Präsident von TRINERGY® International.

TRINERGY® ist das neue NLP: Es enthält das Beste aus NLP und 100 anderen Schulen der Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung.

Roman Braun ist Mitglied beim »ICF« (International Coach Federation) und im »American Board of Hypnotherapy«. Sein Background: Studium der Psychologie, Philosophie und Pädagogik sowie Lebens und Berufserfahrung als Berater, Trainer und Coach im wirtschaftlichen, pädagogischen und therapeutischen Bereich. Umfassende Aus- und Weiterbildung bei Paul Watzlawick, Bert Hellinger, Richard Bandler, John Grinder, Robert Dilts, Robert Mc Donald, Joseph O´Connor, Ian Mc Dermott, Wyatt Woodsmall u. a. Roman Braun ist Mentalcoach von Weltmeistern, Spitzenpolitikern und Weltcupsiegern.

Danksagung

Ich stehe in der Schuld meiner Lehrer. Allen voran meine drei Eltern, die die Grundlage für mein Weltbild gelegt haben. Gefolgt von Paul Watzlawick, der mein Menschenbild bereichert hat. Richard Bandler und John Grinder, denen wir die wertvollen grundlegenden Modelle des NLP verdanken. Bert Hellinger, der mir mit seinem systemischen Ansatz einen Impuls in eine neue Richtung gegeben hat. Steve de Shazer für seine trinergetische Form des Arbeitens, die ihresgleichen sucht. Viktoria Wunder für ihre Initiative und Freude, mit der sie mit mir »TRINERGY® International« gegründet und seither mit großem Einsatz geleitet hat.

Den Co-Trainern und Assistenten, die mit ihrem engagierten Mitwirken wesentlichen Anteil am Erfolg des Instituts haben, im Besonderen: Hans Meyer, Franz Podek, Rolf Schindler, Bettina Gregor, Otto Knapp, Monika Haberfellner und Vera Sasse. Den Seminarteilnehmern und Einzelklienten, die dafür sorgen, dass mein Lernen weitergeht. Meinen Freunden und Kollegen für den dauernden inspirierenden Gedankenaustausch. Manuela und Hannes Elia Mätzener für ihre Mitarbeit an diesem Buch und ihre strahlende Energie. Monika Braun auch für das Erstellen der Grafiken und dafür, dass sie mich gefunden hat.

Kapitel 1: Sieben Grundannahmen – Erfolgreiche haben etwas gemeinsam

In den späten Siebzigern schlossen sich Richard Bandler, der an der amerikanischen Westküste lebt und sich für Physik, Mathematik, Psychotherapie und Computer interessiert, und John Grinder, Linguistik-Professor an der Universität von Santa Cruz in Kalifornien, zusammen. Bald fanden die beiden liberalen und weltoffenen Männer Kontakt mit weiteren begabten Menschen, so z. B. mit dem Anthropologen Gregory Bateson, mit Virgina Satir und mit Milton Erickson. Sie begannen mit diesen Menschen zu arbeiten und entwickelten dabei ein Modell, das sie Neuro-Linguistisches Programmieren, kurz NLP nannten.

Eins führte zum anderen, und das Modell begann zu wachsen. Wieder andere Menschen kamen dazu, und deren Einfluss entwickelte das Modell weiter. Menschen wie David Gordon, Menschen wie Robert Dilts, Menschen wie Richard Bandlers frühere Frau Leslie Cameron, sie alle hinterließen Eindrücke und Spuren und halfen, das Modell zu dem zu machen, was es heute ist.

In den letzten Jahren haben sich immer mehr Menschen etwas aus dem NLP herausgenommen, um es für ihre Karriere zu nutzen. Für jeden ist dabei etwas anderes von Bedeutung, doch jeder findet das für ihn Richtige.

NLP ist ein Modell, das für viele Arbeitsbereiche gute Ansätze birgt. Deshalb wird es heute in den unterschiedlichsten Disziplinen genutzt: in der Wirtschaft, im Sport, im Gesundheitswesen, im Bildungssektor, aber auch im Coaching von Führungskräften, um Fähigkeiten zu verbessern und Ziele schneller zu erreichen. Mit NLP verbessern Sie Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten auf verschiedenen Gebieten.

NLP wird von der Idee getragen, dass unser Verhalten, das wir tagtäglich in unserem Berufsalltag wie in unserem privaten Umfeld zeigen, Muster aufweist, die man wahrnehmen, lernen und lehren kann. Für Sie als Führungskraft, die Sie in Ihrer Arbeit das Gebiet der menschlichen Kommunikation und der menschlichen Veränderung berühren, ergeben sich daraus ganz neue Möglichkeiten und Perspektiven, mit Ihren Gesprächspartnern, mit Ihren Kollegen, mit Ihren Mitarbeitern und mit Ihren Kunden zu kommunizieren.

NLP geht davon aus, dass wir uns die Welt erschaffen, während wir sie wahrnehmen. Betrachten wir also, wie jene Menschen, die etwas exzellent machen, ihre Welt erschaffen. Lassen Sie uns doch eine Welt gestalten, die Sinn gibt und in der wir uns wohl fühlen!

Exzellentes Verhalten ist »ansteckend«

Während Sie die letzten Zeilen noch in sich nachwirken lassen, überlegen Sie sich vielleicht bereits, was das für Sie bedeuten könnte und was Sie denn alles haben wollen in Ihrem Leben. Und Sie beginnen sich Bilder davon zu machen, in welcher Art und Weise Erfolg Ihr Leben bereichern könnte. Und während Sie sich vorstellen, was alles möglich werden wird für Sie, wissen Sie bereits, dass ein Lernen begonnen hat, viele Jahre, bevor Sie dieses Buch entdeckt haben, das sich jetzt fortsetzen wird und das dazu beitragen kann, dass all das, was Sie sich wünschen, etwas leichter geht und neue Wünsche entstehen werden.

Sie kennen aus Ihrem Leben sicher Beispiele dafür, wie sich Erfolg auf einem bestimmten Gebiet auf andere Bereiche Ihres Lebens überträgt. Das kann Ihr Inneres, aber auch den zwischenmenschlichen Bereich, die Interaktion mit anderen betreffen.

Ähnliches gilt auch in Bezug auf Lösungsansätze. Albert Einstein meinte: »Wir können ein bestimmtes Problem nicht auf jener Ebene lösen, auf der es erschaffen wurde.« Wann immer wir ein Problem haben, empfiehlt es sich, einen Blick dafür zu entwickeln, dass die Form, die Struktur, der Prozess entscheidender sind als der Inhalt. Damit bringen wir das Problem auf eine höhere Ebene. Eine höhere Ebene in Bezug darauf, dass wir auf die Ebene, die wir zurücklassen, zurückschauen und sie so verstehen und begreifen können. Somit machen wir einen Schritt in eine Richtung, die generative Lösungen für uns möglich macht. Mit generativen Lösungen meinen wir jene Veränderungen, die uns in unserem ganzen Leben auf eine höhere Ebene bringen.

Es ist nun so, dass wir, während wir uns mit einer bestimmten Sache beschäftigen, andere Dinge gleich mitlernen. Sie können sich nun überlegen, wie Sie dieses generative Lernen, dieses Lernen auf mehreren Ebenen, für sich gewinnbringend einsetzen möchten.

Manche Dinge, die auf einer bestimmten Ebene keinen Sinn machen, lassen uns auf einer anderen Ebene entdecken, wie wir funktionieren, woraus unsere Begrenzungen bestehen. Und so macht der Gedanke, dass exzellentes Verhalten »ansteckend« ist, jetzt schon Sinn für Sie.

So wie Lachen ansteckend ist, sind auch exzellente Verhaltensweisen ansteckend. Das, was wir gut machen, motiviert uns, es noch besser zu machen. Darüber hinaus motiviert es uns dazu, auch andere Dinge in unserem Leben besser zu machen. Exzellentes Verhalten ist also sowohl intrapersonell als auch interpersonell ansteckend.

1. Praxistipp: Machen Sie einen Anfang. Beginnen Sie, in einem Teilbereich Ihres Lebens Mittelmaß nicht länger zu akzeptieren. Entschließen Sie sich noch heute, etwas, das Sie bereits gut machen, weiter zu verbessern, und tun Sie alles, um darin noch exzellenter zu werden.

Wenn Sie das beherzigen, werden Sie bemerken, wie sich Ihre Exzellenz, das Anheben Ihres eigenen Standards, auf alle Lebensbereiche und auch auf Ihr Umfeld auswirkt.

Ergebnisse

Nicht immer erhalten Sie im Bereich der Kommunikation die erwünschten Ergebnisse; die Rückmeldungen sind nicht immer jene, die Sie gerne hätten. Damit können Sie auf zwei Arten umgehen:

Sie könnten sich zum Beispiel sagen: »In diesem Gespräch, in dieser Verhandlungssituation, in dieser Präsentation habe ich versagt. Ich war sehr ungeschickt. Ich habe meinem Gesprächspartner zu wenig ins Gesicht geblickt. Ich habe nicht genau zugehört. Ich habe die falschen Worte gewählt. Ich habe mich schlecht ausgedrückt. Ich habe nur Fehler gemacht. Er hat einfach nicht verstanden, was ich ihm sagen wollte. Ich bin gescheitert.«

Oder aber Sie sagen sich: »Ah, ich habe gerade von meinem Gegenüber die Rückmeldung erhalten, dass es nicht verstanden hat, was ich ihm sagen wollte. Das bedeutet für mich, dass ich nochmals an den Anfang zurückgehen muss. Wenn ich weitere Informationen eingeholt habe, kann ich meine Inhalte auf eine andere Art und Weise erneut kommunizieren.«

Was bedeutet das nun? Wenn wir über Ergebnisse in Form von Fehlern nachdenken, kommen wir sehr schnell in einen ressourcelosen Zustand, wir sind niedergeschlagen und kraftlos. Viel effektiver ist es, die Ergebnisse, die wir erhalten, als Feedback zu verstehen. Diese Betrachtungsweise hält uns beweglich, wir bleiben flexibel, wir können kreative Lösungen entwickeln – und wir befinden uns damit auf der Ursachenseite.

Thomas A. Edison wurde einmal mitten in der Arbeit von einem jungen Mitarbeiter gefragt: »Sagen Sie einmal, Herr Edison, Sie haben jetzt schon hundertfünfzig verschiedene Materialien für den Glühfaden ausprobiert, und nichts davon funktioniert. Haben Sie es nicht schon satt? Sind Sie nicht schon deprimiert über all die Fehlschläge, die Sie bisher hatten?«

Edison sah den Mann mit verwunderten Augen an: »Ich verstehe nicht, was Sie meinen. Ich habe doch bis jetzt hundertfünfzig Materialien entdeckt, von denen ich nun sicher weiß, daß sie ungeeignet sind für die Verwendung in der Glühbirne, und das ist großartig!«

Wenn wir Ergebnisse statt als Fehler als Feedback verstehen, wird sich das auf die Qualität unserer Kommunikation auswirken. Denn die Art und Weise, wie wir denken, bestimmt unser Verhalten. Und wenn wir über Kommunikation auf eine bestimmte Art und Weise nachdenken, wird sich das darauf auswirken, wie wir uns verhalten.

Wir sind also selbst verantwortlich dafür, wie wir die Ergebnisse betrachten, die wir erhalten. Wenn wir nur in einer bestimmten Weise über etwas nachdenken, dann schränken wir uns damit selbst ein. Wir beschränken damit auch das, was als Ergebnis unserer Kommunikation möglich ist, wir lassen nicht das gesamte Spektrum an Möglichkeiten zu. Das heißt, wir schränken uns selbst dabei ein, erfolgreich zu sein.

2. Praxistipp: Wenn Sie das nächste Mal mit einer Leistung, mit einem Ergebnis nicht zufrieden sind, dann nehmen Sie Ihre Unzufriedenheit als eigenes Feedback zu Ihrer Leistung an. Überlegen Sie sich dann zumindest drei Möglichkeiten, was Sie anders machen könnten.

Und während Sie das tun, nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um zu betrachten, wie sich in Ihrer Vorstellung die Ergebnisse zu verändern beginnen.

Menschen sind perfekt

Jeder Mensch tut immer das, was er gerade für das Beste hält. Wann immer jemand etwas tut, geht er an die Grenzen seiner Möglichkeiten. Er gibt in diesem Moment alles, was er geben kann. Trotzdem macht einiges davon keinen Sinn. Es ist sogar oft einfach Unsinn. Wenn wir selber in der Lage sind, Unsinn zu machen und gleichzeitig zu erkennen, das es Unsinn ist, dann haben wir die Gelegenheit, darüber hinauszugehen. Hinaus in einen anderen Kontext.

Wir alle sind Wunder. Und wir alle wurden im Laufe unseres Lebens verletzt. Wir tun das Beste, was wir tun können. Solange wir Kinder sind und heranwachsen, begegnen wir Menschen, von denen wir annehmen, dass Menschen so zu sein haben, dass diese Menschen perfekt sind. Doch ist eines der folgenschwersten Dinge, die wir im Heranwachsen lernen können, unseren Eltern zu verzeihen und ihnen zu vergeben, dass sie nicht perfekt sind. Vielleicht sind wir erst dann ganz erwachsen, wenn wir gelernt haben, anzuerkennen, dass sie die ganze Zeit über an ihren Grenzen waren und ihr Bestes gegeben haben. Vielleicht sind wir erst dann wahre Wunder, wenn wir erkennen, dass auch unsere Eltern verletzte Wesen sind. Wenn wir beginnen, ihnen zu vergeben, dann haben wir die Gelegenheit, bewusst etwas für unser eigenes Leben zu tun.

Auch hier gilt: Jedes Verhalten ist in einem bestimmten Kontext gut und angebracht und in einem anderen nicht. Keine Verhaltensweise passt in jedes Umfeld. Doch woher wissen wir, was passt und was nicht? Was angebracht ist und was nicht? Was angemessen ist und was nicht?

Es darf nicht aus den Augen verloren werden, dass das Denken das Verhalten bestimmt. Manchmal ist es gut, Verhalten und Absicht zu trennen. Denn jedes Verhalten hat eine positive Absicht. Menschen treffen jeweils die beste ihnen zur Verfügung stehende Wahl. Denn jeder Mensch ist einzigartig, und jeder Mensch hat sein eigenes Modell der Welt.

3. Praxistipp: Wenn Sie das nächste Mal jemanden sehen, der in Ihren Augen etwas Dummes macht, schauen Sie nochmals hin, und erkennen Sie, dass er gerade das Beste getan hat, was er in dieser Situation tun konnte. Erleben Sie, wie dieses Verständnis zu einer Veränderung Ihrer Einstellung führt.