München Cityguide für Smartphone-Nutzer - Gabriele Färber - ebook

München Cityguide für Smartphone-Nutzer ebook

Gabriele Färber

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Opis

CityGuide München - München kennenlernen – leicht gemacht! Egal, ob Sie alleine, zu Zweit oder mit der Familie die Stadt besuchen, mit diesem Reiseführer finden Sie für Ihre Interessen und Erwartungen rasch und unkompliziert genau das Richtige! Lernen Sie Münchens Natur, die Museen und bunten Veranstaltungen kennen. Entdecken Sie die Stadt mit ihren bekannten Sehenswürdigkeiten und ihren Kuriositäten. Unternehmen Sie Ausflüge an die nahen Seen, zu den Parks, an die Isar und zu den Schlössern. Erfahren Sie etwas über Stadtgeschichte, das Bierbrauen und alles über das Oktoberfest u.v.m. Zahlreiche QR-Codes leiten zu den Websites in den Rubriken: Land, Leute, Nahverkehr, Museen und Sehenswürdigkeiten, Biergärten, Brauereien und Schmankerl, Seen im S-Bahn-Bereich, Veranstaltungen inkl. Oktoberfest, und zu den Unternehmungen für Familien Nachtschwärmer erhalten Informationen zu Theatern, Kleinkunstbühnen, Cabarets, Bars, Clubs und Musiklokalen, damit ein unterhaltsamer Abend erfolgreich geplant werden kann

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Gabriele Färber

Cityguide

München

für Smartphone-Nutzer

Reiseführer München

mit vielen QR-Codes

Originalausgabe

Text, Layout und Covergestaltung Gabriele Färber,

erschienen im gleichnamigen Verlag,

alle Rechte liegen bei der Autorin,

urheberrechtlich geschützt

© 2016 ISBN 978-3-945344-15-6

Haftungsausschluss: Die Informationen entsprechen dem aktuellen Stand bei Veröffentlichung und wurden sorgfältig recherchiert. Eine Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben im E.Book wird nicht übernommen. Die Angaben sind häufig Veränderungen unterworfen. Die Autorin/Verlegerin kann für Fehler nicht haftbar gemacht werden. Für die genannten Links befindet sich der Haftungsausschluss am Ende des E-Books.

München erleben

Infos und Tipps zu Veranstaltungen, Sport und Spaß,

Kultur, Ausflügen, Locations u.v.m.

Lernen Sie München kennen:

Entdecken Sie die Stadt mit ihren bekannten Sehenswürdigkeiten und ihren Kuriositäten.

Unternehmen Sie Ausflüge an die nahen Seen, zu den Parks, an die Isar und zu den Schlössern.

Erfahren Sie etwas über Stadtgeschichte, das Bierbrauen, alles über das Oktoberfest u.v.m.

Schnellnavigation per Mausklick

Wissenswertes

Geschichte im Zeitraffer

Stadtspaziergang vom Stachus

zum Maximilianeum

Bier und Braukunst

Biergartengeschichte

Bayerische Spezialitäten

Stadtspaziergang vom Sendlinger Tor

zum Friedensengel

Sightseeing leicht gemacht

Unterwegs zu den Museen

Die Schlösser

Stadtspaziergang vom Marienplatz

zum Englischen Garten

Technik und Filmwelt

München sportlich

Schwimmbäder

Beachvolleyball, Tennis

Klettern, Eislaufen, Langlauf

Stadtspaziergang vom Marienplatz

zum Nationalmuseum

Natur genießen

Ausflugsziele außerhalb

Flohmärkte

München geht aus /- saisonale Highlights

Klassikveranstaltungen

Oktoberfest / Die Wiesn

Urlaubstipps für Familien

Theater, Bühnen, Cabaret

Nightclubs, Bars, Musiklokale

Grias eich mitnand

so heißt „Herzlich willkommen“ auf bayerisch und ist damit die schönste Begrüßung für alle München-Besucher.

Dieser Reiseführer möchte Sie unkompliziert zu den Sehenswürdigkeiten, Naturschönheiten, Locations und Veranstaltungen während Ihres Aufenthaltes führen. Egal zu welcher Jahreszeit, München ist immer eine Reise wert!

Und natürlich wissen viele schon ganz genau, was sie sich anschauen wollen:

Den Stachus, Marien- und Odeonsplatz und sicherlich das Hofbräuhaus. Ein Abstecher in den Englischen Garten wäre auch nicht schlecht und je nach Witterung, ein Besuch im Museum oder in einem typischen Biergarten, um den Einblick in die bayerische Kultur abzurunden. Doch wo ist, welches Gebäude, und wie findet man am schnellsten dorthin?

Schwierig ist es, sich auf Anhieb in einer fremden Stadt zu orientieren. Im Nu hat man die angepeilte Straße verpasst oder ist an der Sehenswürdigkeit vorbei gelaufen, ohne es zu bemerken. Um dies zu vermeiden sind übersichtliche Pläne den Spaziergängen vorangestellt und zahlreiche Fotos integriert. Die Routen führen zu den Sehenswürdigkeiten der Altstadt und liefern knapp und präzise die wichtigsten Fakten. Auf lange Baubeschreibungen und allumfassende Historie wurde bewusst verzichtet, dafür gibt es die eine oder andere Anekdote zu erlesen, was selbstverständlich die Geschehnisse während der Oktoberfestzeit einschließt.

Garniert wird das Ganze mit der Berichterstattung über die Geschichte der ersten Biergärten, erläutert unter anderem Begriffe wie ober- und untergärig und weist auf Freizeit-möglichkeiten, Museen und Ausflugsziele.

Wissenswertes auf die Schnelle

Los geht es mit ein paar allgemeinen Details zur Stadt:

München, das sind fast 1,4 Millionen Einwohner und über 6 Millionen Übernachtungsgäste jährlich, von denen die Tourismusbranche mit über 7,4 Milliarden Euro Umsatz profitiert. Münchens Gäste bleiben durchschnittlich zwei Tage, was ausreicht, um einen kurzen Eindruck zu gewinnen, aber viel zu kurz ist, um alle kulturellen, touristischen und sportlichen Angebote nur annähernd zu nutzen.

Und so ist München ein Anziehungspunkt, der immer wieder einen Besuch lohnt. Und weil manch einer nicht genug von der Stadt bekommen kann, wächst sie durch Zuzüge jährlich um rund 28.000 Einwohner. Die Stadt bietet ihren Bewohnern gute berufliche Perspektiven. Sie versteht sich als wichtiger Wirtschaftsstandort, der einen ausgewogenen Branchenmix aus Großkonzernen, Handel, Dienstleistung und Handwerk umfasst. Als Landeshauptstadt beherbergt sie die bayerische Regierung mit zahlreichen Behörden und Verwaltungen.

Für Besucher ist die Altstadt mit ihren beiden Rathäusern und der Residenz Hauptanziehungspunkt. Die Wege sind kurz im bequem „erlaufbaren“ Innenstadtbereich, ohne langweilig zu wirken, denn sie werden von prächtigen Gebäuden gesäumt und hinter jeder Biegung gibt es eine andere Sehenswürdigkeit zu erkunden.

Der Altstadtring, die Maximilian-, Prinzregenten-, Ludwig- und Brienner Straßemachen es mit ihrer klaren Linienführung leicht, sich zurechtzufinden und die einst eigenständigen Stadtteile haben ihren Charakter bewahrt.

Am liebsten legen die US-Amerikaner eine Stippvisite ein, dicht gefolgt werden sie von den Italienern, die eine ganz besondere Beziehung zu ihrem „Monaco“ pflegen und gerne zum Oktoberfest mit tutta famiglia die „Wiesn“ besuchen. Die Zahl der Gäste aus den arabischen Golfstaaten übertrifft mittlerweile die der reisefreudigen Japaner.

Die Münchner Stadtführer haben die Zeichen der Zeit erkannt und erklären die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in 29 Sprachen. Das Angebot reicht von Bus-Sightseeing, Tramrundfahrten, Radl- und Segway-Touren bis hin zu Themenführungen mit historischen Spielszenen. 400 Beherbergungsbetriebe mit 58.000 Betten bieten den Besuchern geruhsame Nachtruhe und zum Oktoberfest sind alle lange im Voraus vergeben.

In München ist man niemals alleine. Rund um die Uhr präsentieren Straßenmusikanten ihr Können, Lokale und Clubs sind gut besucht, und das Angebot an Veranstaltungen ist vielfältig. München vereint auf einzigartige Weise italienisches Flair, bayerische Gemütlichkeit, jugendliche Aufbruchstimmung, Historie, Eleganz und Weltoffenheit.

Eine weitere Besonderheit ist das Klima, das manchem Besucher während seines Aufenthalts zu schaffen macht. Grund ist der Föhn, dessen Name sich vom römischen Gott des Windes, Favonius ableitet, und der als laues Lüftchen aus Richtung Westen durch die Stadt und das Umland weht. Die einen verspüren Kopfschmerzen und bleierne Müdigkeit, die anderen freuen sich über einen Hauch südlicher Wärme und die grandiose Aussicht auf die Alpen, beispielsweise vom Olympiaberg oder vom Olympiaturm.

Die Stadt und das nahe Umland sind perfekt durch ein engmaschiges Netz von S- und U-Bahn, Tram (=Straßenbahn) und Bus erschlossen. Die erste U-Bahn nahm übrigens 1910 ihren Betrieb auf, diente damals jedoch nur dem Transport von Postsendungen. Gäste, die am Flughafen ankommen, gelangen mit dem Airport-Bus oder mit den S-Bahn-Linien 1 und 8 zum Sondertarif in einer dreiviertel Stunde ins Zentrum. Bahnreisende, die am Ost- oder Hauptbahnhof eintreffen, starten ab hier in alle Himmelrichtungen zu ihren Unterkünften.

Die Tourismusbüros

Falls Sie keine Unterkunft gebucht haben, sind die Mitarbeiter der Tourismusbüros seitlich des Bahnhof-Haupteingangs oder auf dem Marienplatz gerne bei der Zimmersuche behilflich.

www.muenchen.de

Zum Angebot gehören auch preiswerte Hostels, Jugendherbergen und Campingplätze im Stadtgebiet.

Besonderheit Oktoberfest: Die Zimmer sind bereits frühzeitig ausgebucht und die Preise wegen der großen Nachfrage höher als sonst.

Camping: Während des Oktoberfestes wird auf dem

www.oktoberfest-camping.com

Messegelände Riem eine Sonderfreifläche mit sanitären Einrichtungen für ca. 1.000 Wohnmobile zur Verfügung gestellt. Die Theresienwiese ist von dort bequem mit der S-Bahn zu erreichen.

Öffnungszeiten der Tourismusbüros:

am Hauptbahnhof: Mo – Sa 9:00 – 20:00 Uhr

So 10:00 – 18:00 Uhr

am Marienplatz: Mo – Fr 9:30 – 19:30

Sa 9:00 – 16:00 Uhr¸ So 10:00 – 14:00 Uhr

Hier erhalten Sie übrigens für wenige Cents einen handlichen Stadtplan und unter anderem das kostenlose Magazin IN über das Veranstaltungsprogramm der nächsten 14 Tage.

www.muenchen.de/stadtplan.html

Für Unternehmungen während des Aufenthalts empfiehlt sich die Gruppen-Tageskarte, mit der bis zu fünf Erwachsene kreuz und quer mit sämtlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt brausen können. Kinder unter sechs Jahren fahren prinzipiell kostenlos. Dackel Waldi ist als Begleiter gleichfalls ohne Ticket unterwegs, für jeden weiteren Vierbeiner muss ein Kinderfahrschein gelöst werden.

Übrigens: Sämtliche S-Bahn-Linien 1 bis 8 halten am Hauptbahnhof, Stachus, Marienplatz und Isartor.

Netzpläne (siehe qr-code) erhalten Sie in den Hotel-Rezeptionen, den Tourismusbüros und in den MVV-Zentren, unter anderem am Hauptbahnhof und unter dem Marienplatz. Die Tageskarten sind an jeder Haltestelle am Automaten lösbar. Teilweise ist auf den Tickets das Gültigkeitsdatum aufgedruckt. Falls dies nicht der Fall ist, muss der Fahrschein am Eingang zur Station unbedingt einmalig entwertet werden.

www.mvv-muenchen.de

Für Autofahrer sei erwähnt, dass wie in allen Großstädten Parkplätze Mangelware, oft zeitlich begrenzt und immer kostspielig sind.

Dann doch lieber aufs Rad umsteigen, entweder konventionell mit Tretantrieb, elektrisch oder mit eigenem Fahrradchauffeur und Stadtführung. Anbieter finden Sie unter anderem am Bahnhof, Marienplatz und Isartor. Und natürlich besteht auch die Möglichkeit bequem in einem der über 3.000 Taxen von A nach B zu gelangen.

Hinweis: München ist Radl-Metropole, und deshalb sind nahezu alle Gehwege und Ampelübergänge in Fuß- und Radweg geteilt. Da der Münchner generell davon ausgeht, dass die ganze Welt dies wissen muss, werden die Radwege oft als Rad-Autobahn benutzt. Im Interesse der Sicherheit aller Beteiligten sollten Sie deshalb unbedingt darauf achten, als Spaziergänger auf der Fußgängerseite zu bleiben.

Info für Shoppingbegeisterte

Die gesamte Innenstadt bietet für jeden Einkaufsfan das Richtige und eine große Vielfalt, deshalb ist ein kurzer Überblick sicherlich von Nutzen.

Wichtig: In Bayern ist der Ladenschluss generell wochentags auf 20:00 Uhr festgelegt:

Vom Stachus zum Marienplatz wird hauptsächlich das junge Publikum seine stylischen Outfits finden. Hier haben sich vorwiegend Bekleidungsketten angesiedelt. Kaufgenuss mit exklusiven Labels und außergewöhnlichem Sortiment versprechen die großen Fachgeschäfte mit ihrem ganz eigenen Ambiente wie „Ludwig Beck“ am Marienplatz, Oberpollinger in der Neuhauser Straße, Loden-Frey am Promenadeplatz und Konen an der Ecke Sendlinger Straße/Rindermarkt.

Viele kleine Läden jeder Couleur findet man im Hackenviertel zwischen Sendlinger Tor und Marienplatz und in Schwabing rund um die Münchner Freiheit sowie verteilt in jedem der Münchner Stadteile, die sich alle ihre eigene Infrastruktur bewahrt haben.

Designermode, Juweliere und exquisite Einrichtungsideen finden sich in der Theatinerstraße, Brienner-, Residenz- und Maximilianstraße. Eine Auswahl feinster Delikatessen und Spezialitäten führen unter anderem Dallmayr in der Dienerstraße, Schuhbecks Läden am Platzl und Käfer in der Leopoldstraße.

FC-Bayern Fans werden in den Fan-Shops im UG des Hauptbahnhofs, am Stachus, am Hofbräuhaus, im Flughafen, in der Neuhauser Straße oder in der Allianzarena fündig.

Der Viktualienmarkt und die nahe Schrannenhalle lassen keine Wünsche für leibliche Genüsse offen Um die Leckereien fachgerecht zuzubereiten und geschmackvoll zu servieren, ist der Besuch des Haushaltswaren-Geschäftes Kustermann unbedingt empfehlenswert.

Und das Oktoberfestgewand, sprich Dirndl und „Krachlederne“ finden sich bei Angermaier nahe Marienplatz oder im 1.UG Stachuspassage, bei Steindl in der Neuhauser Straße, bei Almenrausch im Tal oder Daller am Stiglmaierplatz und natürlich in vielen Bekleidungsgeschäften. Qualität und Exklusivität haben ihren Preis, und die Accessoires von Socken bis Gamsbart sind aufeinander abgestimmt und natürlich ein Muss.

Geschichte im Zeitraffer

1158 Stadtgründung durch Heinrich den Löwen

1175 Errichtung der 1. Stadtmauer

1285 Baubeginn der 2. Stadtmauer

1340 Stadtrechte

1328 Krönung Herzog Ludwigs zum römischen Kaiser

1481 der Marienplatz (Getreidemarkt) entsteht

1505 Ernennung zur Hauptstadt von Bayern durch Albrecht IV.

1632 Besetzung durch die Schweden

1634 ein Drittel der Einwohner stirbt durch die Pest

1704 Besetzung durch die Habsburger im Spanischen Erbfolgekrieg

1791 Beginn des Rückbaus der Stadtmauer

1806 Ernennung zur Hauptstadt des napoleonischen Königreiches Bayern

1818 Einführung der bayerischen Verfassung

1918 Sturz der Monarchie

1914 – 1918 der erste Weltkrieg ohne große Schäden, aber mit schwieriger Versorgungslage.

1933 – 1945 Naziregime

1945 Kriegsende, ca.6.000 Todesopfer. Die Altstadt ist zu 90 % zerstört

1957 Münchens Einwohnerzahl erreicht die Millionengrenze

1972 Olympische Spiele, Einweihung der U- und S-Bahn sowie der Fußgängerzone

2008 850 Jahrfeier der Stadt

Stadtspaziergang vom Stachus zum Maximilianeum

eine Exkursion zu Fuß (ca. 1,3 Kilometer) und

mit der Tram (ca. 1,6 Kilometer)

Hinweis: sämtliche Anfahrten verstehen sich ab Hauptbahnhof

Startpunkt: an der dem Karlstors gegenüberliegenden Straßenecke, der Prielmeyerstraße.

Wie komme ich hin? S-Bahn: alle Linien zum Ostbahnhof bis Stachus/ Karlsplatz

Das Karlstor mit dem davor befindlichen Karlsplatz, wurde umgangssprachlich Stachus genannt. Im Mittelalter zog sich hier die mächtige Stadtmauer mit einem tiefen und breiten Graben entlang. Die Bewohner und Besucher fanden Einlass durch fünf Tore, eines davon war das Karlstor, das damals Neuhauser Tor hieß. Diesem Tor vorgelagert, befand sich ein Rondell, das später aus Sicherheitsgründen durch eine Bastion ersetzt wurde.

Ein interessantes Relikt aus Zeiten der Stadtmauer ist im 1. Untergeschoss der Stachus-Einkaufspassage ausgestellt. Es sind die Überreste eines Fluchttunnels, der unter der Mauer verlief und dazu diente, unbemerkt in die Stadt hinein oder hinaus zu gelangen. Sicherheit war ein wichtiges Thema jener Zeit für das wohlhabende München.

Die Stadt lag an der Salzstraße, einem wichtigen Handelsweg im Mittelalter. Da Salz nicht überall verfügbar war, wurde es über weite Strecken von den Salinen und Salzbergwerken durch das Land zu den Abnehmern transportiert. Der Handel war streng reglementiert, die Wegestrecken festgelegt, und der Verkauf an bestimmte Handelsplätze gebunden, was den Städten an den Salzstraßen sichere, regelmäßige Einkünfte durch Zolleinnahmen bescherte.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts, der Salzhandel war längst versiegt, verlor die Stadtbefestigung ihre Bedeutung, so dass der Karlsplatz umgestaltet wurde, und die Bebauung außerhalb der ursprünglichen Stadtgrenzen an Bedeutung gewann.

Teil dieser neuen Bebauung ist der an unserem Standort, an der Prielmeyerstraße gelegene Alte Justizpalast, der zwischen 1890 und 1897 nach Plänen des Münchner Architekten Friedrich von Thiersch erbaut wurde. Das Gebäude vereint Elemente der Renaissance und des Barock.

Mit der riesigen 67 Meter hohen Kuppel aus Eisen und Stahl verfügt es über eine für damalige Verhältnisse innovative und spektakuläre Konstruktion. Der Justizpalast ist heute Sitz des Bayerischen Justizministeriums.

Die Erkundung führt am Justizpalast vorbei, ein Stück die Sonnenstraße entlang bis zur Elisenstraße, an der sich der Alte Botanische Garten, der 1804 bis 1814 nach Plänen des Landschaftsarchitekten Friedrich Ludwig von Sckell angelegt wurde, erstreckt. Leider fiel der Glaspalast, der 1854 anlässlich der Internationalen Industrieausstellung in München errichtet wurde, 1931 einem Großbrand zum Opfer.

Seit Einweihung des Botanischen Gartens 1914 in Nymphenburg führte der Park ein Schattendasein, so dass der Wiederaufbau des Palasts nicht in Frage kam.1937 wurde die Anlage zur öffentlichen Nutzung freigegeben und durch den Neptunbrunnen sowie einem Kaffeehaus, dem heutigen Park Café mit Biergarten ergänzt. Etwas später erbaute man den Kunstpavillon, der zu wechselnden Ausstellungen genutzt wird.

www.parkcafe089.de

Nach Durchquerung des Parks, um über die gegenüber--liegende Sophienstraße zurück zur Sonnenstraße zu gelangen, liegt linker Hand der Lenbachplatz mit der Alten Börse.

Das Gebäude im Neurenaissance- Stil wurde für die Deutsche Bank entworfen und 1896 bis 1898 errichtet.

Einen Blickfang bildet der Wittelsbacher Brunnen, am Ende des gleichfalls im 19. Jahrhundert angelegten Lenbachplatzes.

Anlass zur Errichtung des Brunnens 1895 war die Fertigstellung der Hochdruckwasserleitung, die die Bevölkerung mit Trinkwasser aus dem Mangfalltal versorgte.

Seine Gestaltung, für die der Bildhauer Adolf von Hildebrand verantwortlich ist, symbolisiert die positiven Kräfte des Wassers.

Nach einem Wechsel der Straßenseite geht es am Künstlerhaus vorbei, Richtung Stachus.

Das Künstlerhaus nach Plänen von Gabriel von Seidl erbaut, wurde 1900 als Begegnungsstätte von Kunst und Gesellschaft von Prinzregent Luitpold von Bayern eingeweiht.

Das Künstlerhaus ist heute Restaurant, Eventlocation und Anbieter kultureller Veranstaltungen.

Der stark befahrene Altstadtring, an dem wir zurück zum Karlsplatz gelangen, folgt dem Verlauf der ehemaligen (zweiten) Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert.

Das erstmals 1302 als Neuhauser Tor erwähnte Karlstor, ist neben Isartor und Sendlinger Tor eines der drei existierenden Stadttore. Nicht mehr erhalten sind das Angertor und das Schwabinger Tor. 1791 veranlasste Kurfürst Karl Theodor die Umgestaltung des Platzes und den Rückbau der Bastion und taufte ihn auf den Namen Karlsplatz. Damit hatte er jedoch bei der Münchner Bevölkerung wenig Erfolg.

Am Platz war zu jener Zeit schon viele Jahre, genauer gesagt seit 1728, eine beliebte Gastwirtschaft ansässig. Weil ihr Besitzer Eustachius hieß, hatte es sich eingebürgert den Gasthof Stachius, kurz Stachus zu nennen. Es war also keinesfalls einzusehen, weshalb man die Bezeichnung dieses beliebten Ortes nun durch den Name des weitaus weniger beliebten Landesfürsten ersetzen sollte. Obwohl das Lokal längst verschwunden ist, lebt der Name weiter und wird noch immer häufiger benutzt als die Bezeichnung Karlsplatz.

Die Antipathie der Münchner für Karl Theodor erklärt sich durch folgende Rückschau: Der kunstinteressierte Pfälzer Kurfürst (1724 - 1799) hatte Bayern geerbt und musste deshalb mit Anfang 50, wenig begeistert, seinen Regierungssitz von Mannheim nach München verlegen. Er kam mit samt seinen pfälzischen Räten, was auf Befremden stieß, und als er 1779 versuchte Bayern gegen die Österreichischen Niederlande zu tauschen, war auch der letzte Bayer verstimmt. Da nützte es wenig, dass seine Pläne am Widerstand Friedrichs II. scheiterten, und er sich danach in sein Schicksal fügte und fortan Kunst, Wissenschaft und Wohlfahrt förderte. Auf seine Initiative hin entstand in München unter anderem der Englische Garten.

Die letzten Jahre seiner Regierung bis zu seinem Tod 1799 wurden von Unnachgiebigkeit und Überwachungspolitik geprägt. Spekulieren kann man, dass die Ursache der schlechten Laune teilweise in der unglücklichen Ehe mit der 19jährigen Erzherzogin Maria Leopoldine lag. Er hatte sie mit 71 Jahren nach dem Tode seiner ersten Gemahlin in der Hoffnung auf den ersehnten „Thronfolger“ geheiratet. Ein begründeter Traum, da aus seinen unehelichen Beziehungen sechs Sprösslinge abstammten. Doch auch diese zweite Ehe blieb kinderlos.

Das Karlstor besaß ursprünglich drei Türme. Der Hauptturm, der als Lager für Schießpulver genutzt wurde, explodierte 1857, was den Umbau des Tores auslöste. In den Ecken des Haupttorbogens sind vier Münchner Originale verewigt, die sogenannten Kragenköpfe.

Es handelt sich um den Kutscher Krenkl, Baron Sulzbeck, Finessen-Sepperl und den Hofnarren Prangel. Was sie von der übrigen Bevölkerung unterschied, erzählen folgende Überlieferungen:

Kutscher Krenkl (1780 – 1860) war Pferdehändler und mehrfacher Meister der Oktoberfestpferderennen. Unvergessen ist die Anekdote, als er im Englischen Garten den späteren König Ludwig I. flott mit seiner Kutsche überholte, was ungeheuerlich war, denn niemand durfte schneller als die Obrigkeit unterwegs sein.

Der strenge Tadel des Prinzen ließ deshalb nicht lange auf sich warten, und Krenkl entfuhr ein freches: „Wer ko der ko.“, was seither beliebte Redewendung ist, und so viel heißt wie „wohl dem, der kann!“

Beim Hofnarr Prangel (1745 – 1820) handelte es sich um einen talentierten Musiker mit ausgeprägter Neigung zu Späßen.

Sein Husarenstück soll die Verkleidung und der Auftritt als französischer Geigenvirtuose, während eines Konzertes bei Hofe gewesen sein.

Der Finessen-Sepperl