Marisa Meermädchen - Das große Ponyglück - Anja Wagner - ebook

Marisa Meermädchen - Das große Ponyglück ebook

Anja Wagner

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Opis

Ein kleines Meermädchen mit einem großen Traum! Marisa Meermädchen hat es geschafft: Mit ihrer magischen Perlenkette verwandelt sie sich in ein Mädchen auf zwei Beinen. Endlich kann sie ihre Freundin Ella auf den Ponyhof begleiten. Dort scheint ihr Traum vom Reiten zum Greifen nahe, denn das Pony Azora erobert ihr Meermädchenherz im Sturm. Doch Marisa ahnt nicht, dass Azora äußerst ungestüm ist. Ob sie das Vertrauen des Ponys gewinnen kann, bevor sie in den Ozean zurückkehren muss?   Die liebevolle Kinderbuch-Reihe mit den beliebten Themen Meermädchen und Ponys. Ein Wohlfühlbuch für alle Mädchen ab 8 Jahren, rund um ein kleines Meermädchen mit dem großen Traum vom Reiten. Diese Reihe entführt die Leserinnen in die schillernde Unterwasserwelt sowie auf den Ponyhof. Mit vielen farbigen Illustrationen. Für Fans von Liliane Susewind, Meja Meergrün, Alea Aquarius und Ponyherz.   Der Titel ist auf Antolin.de gelistet.

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EPUB
MOBI

Liczba stron: 53




Inhalt

Eine besondere Schulaufgabe

Das Geheimversteck

Heimlichkeiten

Ponyglück

Ponyhof Rosenbucht

Azora

Ein Traum wird wahr

Ponyfreundin

Wo ist Ella?

Beste Freundinnen

Das Versprechen

Glitzer-Seepferdchen

Eine besondere Schulaufgabe

„Es ist kaum zu glauben, aber Seepferdchen gehören zu den Fischen. Und das, obwohl sie ganz anders aussehen. Sie haben eine kleine Rückenflosse und schwimmen aufrecht durch die Meere. Dabei müssen diese Tiere sich kaum bewegen und es sieht aus, als würden sie durch das Wasser schweben. Doch Seepferdchen sind sehr scheu. Nur wenn wir sie achten und freundlich zu ihnen sind, können sie mit viel Glück unsere Freunde sein.“ Frau Meersand ließ eine große Karte herabrollen, auf der verschiedene Seepferdchen abgebildet waren. Marisa Meermädchen saß an ihrem Muscheltisch, wickelte eine Locke um den Stift und blickte auf die Karte.

„Ich hätte so gern ein Seepferdchen zum Freund“, flüsterte Coralie, die neben Marisa saß und verträumt vor sich hin lächelte.

„Wer von euch weiß denn, woher die Seepferdchen ihren Namen haben?“, fragte Frau Meersand und Marisas Finger schnellte in die Höhe. „Ja, Marisa?“

„Vielleicht weil ihr Kopf dem eines echten Pferdes ähnelt?“, überlegte Marisa laut. Jetzt war sie diejenige, die schwärmerisch lächelte.

„Ganz genau, Marisa. Jenseits des Meeres gibt es große Tiere, deren Köpfe ganz erstaunlich denen unserer Seepferdchen gleichen.“ Die Lehrerin fuhr mit ihrem Schilf-Zeigestock über die Karte.

Marisa seufzte und sah sehnsüchtig aus dem Fenster. Das Seegras auf der Unterwasserwiese schaukelte sanft hin und her. Fast als wollte es ihr zuwinken und sie hinausrufen. Wenn doch nur endlich Nachmittag wäre und sie Ella und Luna wiedertreffen könnte. Ella, ihre heimliche Menschenfreundin, und Luna, Ellas Pony. Seit sie Ella das erste Mal auf ihrem Pony durch die Brandung reiten sah, hatte Marisa nur einen einzigen Meermädchentraum: Sie wollte reiten. Und bald würde sich ihr Traum erfüllen, das konnte sie spüren. Marisa musste nur an ihre verzauberte Perlenkette denken und schon kribbelte es überall, als würde ein stacheliger Seestern über ihre Schwanzflosse kriechen.

Als alle Meermädchen um sie herum ihre Perlmutt-Tafeln hervorholten, fiel Marisa wieder ein, dass sie noch immer in der Schule saß. Coralie suchte gerade in ihrer Muscheldose nach einem Stift.

„Was sollen wir noch einmal machen?“, flüsterte Marisa.

„Hast du denn nicht zugehört? Eines der Seepferdchen abzeichnen“, antwortete Coralie und zeigte mit ihrem Lieblingsstift ungeduldig auf die Seekarte. „Woran du wohl wieder gedacht hast.“

Marisa beugte sich über ihre Perlmutt-Tafel und begann, gedankenversunken zu zeichnen.

Frau Meersand ging von einem Meermädchen zum anderen, und als sie wieder vorn ankam, klatschte sie fröhlich in die Hände: „Wie ihr heute erfahren habt, sind Seepferdchen nicht sehr zutraulich. Es ist ein großes Glück, wenn man eines zu sehen bekommt. Daher ist eure Aufgabe bis zur nächsten Stunde auch etwas ganz Besonderes.“

Die Meermädchen um Marisa herum fingen aufgeregt an zu tuscheln. Die Lehrerin wartete, bis sich alle Schülerinnen wieder beruhigt hatten. Dann öffnete sie eine kleine Schatzkiste auf ihrem Pult, lächelte geheimnisvoll und holte zwei Muschelhaarspangen heraus. „Hier in der Mondbucht soll es ganz seltene Seepferdchen geben, von denen ich selbst aber auch noch nie eines gesehen habe. Es wird eure Aufgabe sein, euch zu zweit auf die Suche nach einem außergewöhnlichen Seepferdchen zu machen. Wenn ihr einem begegnet, so zeichnet und beschreibt ihr es. Und die zwei, die in der nächsten Stunde das schönste Seepferdchen vorstellen, bekommen von mir diese Muschelhaarspangen geschenkt. Aber nicht nur das! Diese Aufgabe wird mir zeigen, welche Meermädchen unter euch bereit sind, in die Klasse der fortgeschrittenen Meermädchen zu wechseln.“

„Ist das nicht aufregend? Die Großen dürfen so spannende Sachen machen wie Perlentauchen im Korallengarten und Nachtschwimmen in der Seerosenschlucht. Ich kann es kaum erwarten anzufangen.“ Coralie sah Marisa mit leuchtenden Augen an. Doch dann fiel ihr Blick auf Marisas Perlmutt-Tafel und das Lächeln verschwand augenblicklich aus ihrem Gesicht. „Was soll das sein?“

Marisa betrachtete ihre Zeichnung und erschrak: Sie hatte gar kein Seepferdchen mit eingerolltem Schwanz gemalt, sondern ein Pony mit vier Beinen. Hastig deckte sie das Bild zu.

„Das ist es also, woran du denkst?“, zischte Coralie wütend. „Sind dir denn diese Menschen und ihre Ponys immer wichtiger? Sogar dann, wenn hier die bezauberndsten Dinge passieren?“

„Ich hab mich doch nur vertan“, wisperte Marisa und steckte die Perlmutt-Tafel meermädchenflink zurück in ihre Schultasche. „Gemeinsam werden wir die Muschelhaarspangen bestimmt gewinnen und schon bald zu den großen Meermädchen gehören, Coralie.“

„Wie kann man sich denn da vertun?“, rief Coralie aufgebracht.

„Gibt es ein Problem?“, fragte Frau Meersand und sah Coralie und Marisa fragend an.

Marisa wurde unruhig. Was wäre, wenn Coralie sie verraten und Frau Meersand das Bild von dem Pony auf ihrer Perlmutt-Tafel entdecken würde? Wie sollte sie das denn nur erklären? Ängstlich sah sie zu Coralie hinüber.

„Nein, alles in Ordnung“, murmelte Coralie leise. Marisa warf ihrer Freundin einen dankbaren Blick zu, doch dann erstarrte sie: In Coralies Augen schimmerten Tränen.

Als Frau Meersand in ihre Schneckenhausflöte blies und damit das Ende der Unterrichtsstunde verkündete, schnappte Coralie ihre Tasche und schwamm wortlos davon.

„Coralie“, rief Marisa und packte hastig ihre Sachen zusammen. Doch als sie aus dem Schultor schwamm, war ihre beste Freundin schon fort.

Heimlichkeiten

Plötzlich schwamm etwas durch das Bullauge herein. Marisa blickte erschrocken auf. Zum Glück war es nur ein Kugelfisch, der sich in der Kajüte umsah. Neugierig kam er zu Marisa herübergeschwommen.

„Oh“, blubberte der Kugelfisch und umkreiste die Perlenkette in Marisas Hand. „Die ist aber wunderschön!“

„Ja, nicht wahr?“, meinte Marisa und kicherte. Der Fisch ließ sich auf ihrer Schulter nieder.

„Die Kette ist verzaubert, stimmt’s?“, prustete der kleine Kugelfisch aufgeregt.

„Ja, sozusagen“, flüsterte Marisa. „Ich habe sie zusammen mit Nero, meinem Delfinfreund, aus einer Höhle tief im Algenwald geholt.“

„Da hast du dich hineingetraut?“ Der Fisch riss erstaunt seine Kulleraugen auf. „Aber was kann diese Kette denn nur?“

„Sie kann mich in einen Menschen verwandeln“, wisperte Marisa so leise sie konnte.

Der Kugelfisch lachte. „Du bist mir ein lustiges Meermädchen. So eine wie dich traf ich noch nie. Du kannst mit Tieren sprechen und dich sogar in einen Menschen verwandeln. Wenn ich das meinen Freunden erzähle …“

„Nur nicht“, entgegnete Marisa schnell. „Das darfst du niemandem verraten.“

„Keine Sorge. Es wird unser Geheimnis bleiben. Oder hast du jemals von einem Meermenschen gehört, der mit Fischen sprechen kann?“, blubberte der Kugelfisch fröhlich und schwamm amüsiert zum Bullauge hinaus.

Ponyglück

Azora

Marisa konnte sich nicht erinnern, jemals so viel Spaß gehabt zu haben. Ella zeigte ihr, wie man eine Schubkarre voll Mist balancierte und danach frisches Stroh für das Pony bereitete. Sogar der strenge Geruch des Misthaufens konnte Marisas gute Meermädchenlaune nicht trüben.

„Puh, fertig. Ich mache die lästigen Sachen immer zuerst“, sagte Ella erschöpft, nahm eine Bürste und ging hinaus in den Hof zu ihrem Pony. Marisa blieb neben Luna stehen und streichelte sie, während sie ihrer Freundin Ella bewundernd zusah.

„Ah ja. Das tut gut“, schnaubte Luna, als Ella begann, ihr Fell zu bürsten.