Maria Stuart. - Friedrich Schiller - ebook

Maria Stuart. ebook

Friedrich Schiller

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Opis

Königs Erläuterungen zu Maria Stuart.von Friedrich Schiller– Textanalyse und Interpretation mit ausführlicher Inhaltsangabe und Abituraufgaben. In einem Band bieten dir die neuen Königs Erläuterungen alles, was du zur Vorbereitung auf Referat, Klausur, Abitur oder Matura benötigst. Das spart dir lästiges Recherchieren und kostet weniger Zeit zur Vorbereitung. Alle wichtigen Infos zur Interpretation. - von der ausführlichen Inhaltsangabe über Aufbau, Personenkonstellation, Stil und Sprache bis zu Interpretationsansätzen - plus 4 Abituraufgaben mit Musterlösungen und 2 weitere zum kostenlosen Download . sowohl kurz als auch ausführlich. - Die Schnellübersicht fasst alle wesentlichen Infos zu Werk und Autor und Analyse zusammen. - Die Kapitelzusammenfassungen zeigen dir das Wichtigste eines Kapitels im Überblick – ideal auch zum Wiederholen. - Das Stichwortregister ermöglicht dir schnelles Finden wichtiger Textstellen. . und klar strukturiert. - Ein zweifarbiges Layout hilft dir Wesentliches einfacher und schneller zu erfassen. - Die Randspalte mit Schlüsselbegriffen ermöglichen dir eine bessere Orientierung. - Klar strukturierte Schaubilder verdeutlichen dir wichtige Sachverhalte auf einen Blick. . mit vielen zusätzlichen Infos zum kostenlosen Download.

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KÖNIGS ERLÄUTERUNGEN

Band 5

Textanalyse und Interpretation zu

Friedrich Schiller

MARIA STUART

Von Volker Krischel

Alle erforderlichen Infos für Abitur, Matura, Klausur und Referat plus Musteraufgaben mit Lösungsansätzen

Zitierte Ausgaben:

Schiller, Friedrich von: Maria Stuart. Ein Trauerspiel. Husum/Nordsee: Hamburger Lesehefte Verlag 2011 (Hamburger Leseheft Nr. 12, Heftbearbeitung F. Bruckner und K. Sternelle) Schiller, Friedrich: Maria Stuart. Ein Trauerspiel. Mit Anmerkungen von Christian Grawe. Stuttgart: Philipp Reclam jun., durchgesehene Ausgabe 2001 (Reclams Universal-Bibliothek Nr. 64)

Über den Autor dieser Erläuterung:

Volker Krischel, geboren 1954, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Geschichte, katholischen Theologie, Erziehungswissenschaften, klassischen Archäologie, Kunstgeschichte und Geografie mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter – besonders im Bereich der Museumspädagogik – am Württembergischen Landesmuseum Stuttgart. Heute ist er als Oberstudienrat in Gerolstein (Eifel) tätig.

Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages. Hinweis zu § 52 a UrhG: Die öffentliche Zugänglichmachung eines für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmten Werkes ist stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig.

4. Auflage 2017

ISBN: 978-3-8044-6972-3

© 2012 by Bange Verlag GmbH, 96142 Hollfeld Alle Rechte vorbehalten! Titelbild: Inszenierung Maria Stuart am Staatstheater Stuttgart © Cinetext/Pisarek

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INHALT

1. DAS WICHTIGSTE AUF EINEN BLICK – SCHNELLÜBERSICHT

2. FRIEDRICH SCHILLER: LEBEN UND WERK

2.1 Biografie

2.2 Zeitgeschichtlicher Hintergrund

Schottland als Spielball der Mächtigen

Elisabeth I. von England und Maria Stuart

2.3 Angaben und Erläuterungen zu wesentlichen Werken

3. TEXTANALYSE UND -INTERPRETATION

3.1 Entstehung und Quellen

3.2 Inhaltsangabe

Akt I

Akt II

Akt III

Akt IV

Akt V

3.3 Aufbau

Klassischer Aufbau

Symmetrische Struktur

3.4 Personenkonstellation und Charakteristiken

Maria Stuart

Elisabeth I.

Robert Dudley, Graf von Leicester

Mortimer

Georg Talbot, Graf von Shrewsbury

Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh

Hanna Kennedy

Melvil

3.5 Sachliche und sprachliche Erläuterungen

3.6 Stil und Sprache

3.7 Interpretationsansätze

Maria Stuart als Märtyrerdrama

Maria Stuart als patriarchalisches Stück

Maria Stuart als politisches Drama

Maria Stuart als psychologische Studie

Maria Stuart als klassisches Ideendrama

4. REZEPTIONSGESCHICHTE

5. MATERIALIEN

6. PRÜFUNGSAUFGABEN MIT MUSTERLÖSUNGEN

Aufgabe 1 *

Aufgabe 2 *

Aufgabe 3 **

Aufgabe 4 **

Literatur

Zitierte Ausgaben

Arbeitsmaterial für Schüler

Sekundärliteratur

Materialien im Internet

Verfilmungen

Musikalische Bearbeitungen

1.DAS WICHTIGSTE AUF EINEN BLICK – SCHNELLÜBERSICHT

Damit sich der Leser in diesem Band schnell zurechtfindet und das für ihn Interessante gleich entdeckt, hier eine kurze Übersicht.

Das 2. Kapitel beschreibt Schillers Leben und stellt den zeitgeschichtlichen Hintergrund des Stücks vor:

Friedrich Schiller lebte von 1759 bis 1805. In seinen frühen Werken war er ein impulsiver Vertreter des literarischen Sturm und Drang. 1799 zog er nach Weimar, der damaligen „Kulturhauptstadt“ Deutschlands, und wurde dort mit Goethe zum wichtigsten Vertreter der Weimarer Klassik.

In Maria Stuart stellt Schiller u. a. die Frage nach persönlicher Verantwortung und Schuld sowie der Entwicklung und Bewahrung geistiger Freiheit.

Maria Stuart wurde 1800 uraufgeführt und gehört zu Schillers klassischen Historiendramen.

Im 3. Kapitel geht es um eine Textanalyse und -interpretation.

Maria Stuart – Entstehung und Quellen:

Schiller greift bei seinem Stück auf den historischen Konflikt zwischen der schottischen Königin Maria Stuart und der englischen Königin Elisabeth I. zurück. Maria Stuart entstand 1799/1800. Erste Pläne gab es bereits 1783.

Inhalt:

In Maria Stuart schildert Schiller den Zwist zwischen der englischen Königin Elisabeth I. und der von ihr inhaftierten schottischen Königin Maria Stuart. Elisabeth bleibt zwar politische Siegerin, aber Maria kann den moralischen Sieg erringen.

Chronologie und Schauplätze:

Das Stück schildert die letzten drei Tage vor der Hinrichtung Maria Stuarts. Es spielt abwechselnd in Schloss Fotheringhay, dem Gefängnis Maria Stuarts, und dem Palast zu Westminster, der Residenz Elisabeths I.

Personen:

Die Hauptpersonen sind

Maria Stuart:

impulsiv

verführerisch

geläutert

Elisabeth I.:

eifersüchtig

unsicher

skrupellos

Graf von Leicester:

berechnend

feige

egoistisch

Mortimer:

fanatisch

schwärmerisch

unbeherrscht

Graf von Shrewsbury:

rechtschaffen

gerecht

konsequent

Baron von Burleigh:

gefühlskalt

Vertreter der Staatsräson

skrupellos

Hanna Kennedy:

treu

verlässlich

wohlwollend

Melvil:

treu

zuverlässig

mutig

Stil und Sprache in Maria Stuart:

Schiller beabsichtigt durch seine nicht individualisierende, gebundene Sprache und durch die Verwendung rhetorischer Figuren eine Re-Intellektualisierung der Zuschauer.

Interpretationsansätze:

Maria Stuart als

Märtyrerdrama;

patriarchalisches Stück;

politisches Drama;

psychologische Studie;

klassisches Ideendrama.

2.FRIEDRICH SCHILLER: LEBEN UND WERK

Friedrich Schiller (1759–1805)

2.1Biografie

JAHR

ORT

EREIGNIS

ALTER

1759

Marbach am Neckar

Am 10. November wird Johann Christoph Friedrich Schiller geboren. Eltern sind der Leutnant Caspar Schiller (1723–1796) und seine Frau Elisabeth Dorothea, geborene Kodweiß (1732–1802).

1764

Lorch

Übersiedlung der Familie nach Lorch; Besuch der Lorcher Dorfschule; Lateinunterricht bei Pfarrer Moser.

5

1766

Ludwigsburg

Rückversetzung des Vaters in die Garnison nach Ludwigsburg.

7

1767

Ludwigsburg

Schiller besucht die dortige Lateinschule mit dem Ziel, Geistlicher zu werden.

8

1773

Solitude bei Stuttgart

Auf dreifache Aufforderung des Herzogs Karl Eugen von Württemberg tritt Schiller in die „Militärpflanzschule“ auf der Solitude ein. Die Schule wird im gleichen Jahr zur Herzoglichen Militärakademie erhoben.

14

1774

Beginn des Jurastudiums

15

1775

Stuttgart

Verlegung der Militärakademie als „Hohe Karlsschule“ nach Stuttgart; Wechsel vom ungeliebten Jurastudium zum Medizinstudium; Lektüre von Schubarts Erzählung ZurGeschichte des menschlichen Herzens, hierdurch möglicherweise erste Anregung zu den Räubern.

16

1776

Beginn des Philosophiestudiums bei Professor Abel; durch ihn erste Berührung mit dem Werk Shakespeares. Veröffentlichung des Gedichts Der Abend im „Schwäbischen Magazin“. Schiller vernichtet sein Drama Cosmusvon Medicis nach dem Abschluss.

17

1779

Ablehnung seiner medizinischen Dissertation Philosophie derPhysiologie. Schiller muss noch ein weiteres Jahr auf der Militärakademie bleiben. Herzog Karl August von Sachsen-Weimar besucht in Begleitung Goethes die Militärakademie; Teilnahme an der Preisverleihung.

20

1780

Schiller hält die Festrede anlässlich des Geburtstags der Mätresse des Herzogs Karl Eugen, Reichsgräfin Franziska von Hohenheim, mit dem Titel Die Tugend in ihren Folgenbetrachtet. Franziska dient Schiller als Vorbild für die Figur der Lady Milford in Kabale und Liebe. Vorlegung seiner neuen Dissertation Über denZusammenhang der tierischenNaturdes Menschen mit seiner geistigen. Entlassung aus der Militärakademie als Militärarzt. Anstellung als Regimentsmedikus des Grenadierregiments Augé in Stuttgart.

21

1781

Das Stück Die Räuber erscheint anonym mit fingiertem Druckort.

22

1782

Erfolgreiche Uraufführung der Räuber am Nationaltheater in Mannheim. Schiller besucht die Aufführung ohne Urlaubsbewilligung. Als der Herzog davon erfährt, erhält Schiller 14 Tage Arrest und das Verbot der schriftstellerischen Tätigkeit. Beschäftigung mit dem Stoff zu Luise Millerin.

23

Flucht aus Württemberg

Schiller nutzt das Fest, das für den russischen Zaren, Großfürst Paul von Russland, anlässlich von dessen Teilnahme an einer Jagd gegeben wird, um mithilfe seines Freundes, des Musikers Andreas Streicher, nach Mannheim zu fliehen. Fortsetzung der Flucht über Darmstadt, Frankfurt nach Oggersheim und schließlich nach Bauerbach in Thüringen. Schillers Stück Die Verschwörung desFiescozu Genua wird vom Mannheimer Nationaltheater abgelehnt. In Bauerbach lebt Schiller ein Jahr lang als Dr. Ritter auf dem Gut der Frau von Wolzogen.

1783

Bonn

Uraufführung des Fiesco in Bonn;

24

Mannheim

Anstellung als Theaterdichter beim Mannheimer Theater.

1784

Frankfurt a.M.

Uraufführung von Luise Millerin unter dem von Iffland vorgeschlagenen Titel Kabale undLiebe;

25

Mannheim

Beginn von Schillers gesundheitlichen Problemen. Er erkrankt schwer an Malaria. Antrittsrede in der „Deutschen Gesellschaft“ unter dem Titel Vom Wirken der Schaubühne aufdasVolk, später Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet.

1785

Gohlis, Loschwitz, Dresden

Übersiedlung nach Gohlis, zusammen mit dem neuen Leipziger Freundeskreis; erste Begegnung mit Körner. Arbeit an Don Karlos; gemeinsame Wohnung mit Körner in Loschwitz; Übersiedlung nach Dresden; Entstehung von An dieFreude und der Erzählung DerVerbrecher aus verlorener Ehre.

26

1787

Dresden, Weimar, Rudolfstadt

Uraufführung von Don Karlos in Hamburg; Beginn des Romans DerGeisterseher; Reise nach Weimar, dort u. a. Begegnung mit Wieland und Herder; Fertigstellung des Abfalls der vereinigtenNiederlande. In Rudolfstadt lernt Schiller die Familie von Lengefeld kennen; besonders die Tochter Charlotte hat es ihm angetan.

28

1788

Beginn des Briefwechsels mit Charlotte von Lengefeld; Besuch Goethes in Rudolfstadt; distanzierte Haltung gegenüber Schiller: Er kann mit dem leidenschaftlichen und impulsiven Schiller wenig anfangen.

29

1789

Jena

Auf Vorschlag Goethes erhält Schiller eine Geschichtsprofessur in Jena; Übersiedlung nach Jena. Jetzt hat Schiller die finanziellen Möglichkeiten, eine Familie zu gründen. Er hält um die Hand Charlottes an. Beginn der Freundschaft mit Wilhelm von Humboldt.

30

1790

Herzog Karl August gewährt Schiller ein festes jährliches Gehalt. Der Meininger Hof verleiht Schiller den Titel eines Hofrats. Schiller heiratet Charlotte von Lengefeld. Die ersten beiden Bücher von Schillers Geschichte desDreißigjährigen Krieges erscheinen. Bekanntschaft mit dem in Jena studierenden Novalis; Besuch Goethes in Jena.

31

1791

Ausbruch einer schweren Lungen- und Bauchfellerkrankung, an deren Folgen Schiller für den Rest seines Lebens leidet. Kuraufenthalt in Karlsbad; intensive Beschäftigung mit der Philosophie Kants. Schiller erhält vom dänischen Hof ein jährliches Geschenk von tausend Talern für drei Jahre zugesprochen.

32

1792

Schiller wird durch die französische Nationalversammlung das französische Bürgerrecht verliehen; Bekanntschaft mit Friedrich Schlegel.

33

1793

Ludwigsburg, Stuttgart

Übersiedlung nach Ludwigsburg; Arbeit an theoretischen Schriften. Tod Herzog Karl Eugens von Württemberg; Besuch in Stuttgart und begeisterter Empfang in der Karlsschule; Bekanntschaft mit Hölderlin; Geburt von Schillers erstem Sohn Karl Friedrich Ludwig; Fortführung der philosophischen und ästhetischen Studien.

34

1794

Bekanntschaft mit Fichte; auf der Tagung der „Naturforschenden Gesellschaft“ in Jena Begegnung mit Goethe. Langes Gespräch mit Goethe über die Urpflanze, die Metamorphosenlehre und das Verhältnis von Idee und Erfahrung in den Naturwissenschaften. Beginn des persönlichen Briefwechsels zwischen Goethe und Schiller, aus dem sich eine enge Freundschaft entwickeln wird.

35

1795

Trotz seines schlechten Gesundheitszustandes entstehen zahlreiche Gedichte.

36

1796

In Zusammenarbeit mit Goethe entsteht der Xenienalmanach im „Musenalmanach für das Jahr 1797“ und erregt ungeheures Aufsehen. Besuch von Schelling und Jean Paul bei Schiller; Tod der Schwester Nanette und des Vaters; Schillers zweiter Sohn Ernst Friedrich Wilhelm wird geboren. Schiller wird zum ordentlichen Honorarprofessor in Jena ernannt; Entstehung mehrerer Balladen; Arbeit am Wallenstein; mehrere Treffen mit Goethe.

37

1799

Weimar

Die Trilogie Wallensteins Lager, Piccolomini, Wallensteins Tod wird in Weimar uraufgeführt; Besuch von Ludwig Tieck; Das Lied vonder Glocke erscheint im „Musenalmanach für das Jahr 1800“; Geburt von Schillers Tochter Karoline Henriette Luise; Umzug nach Weimar.

40

1800

Erkrankung Schillers an einem Nervenfieber; Uraufführung von Maria Stuart in Weimar; Ausgabe von Schillers Kleinen prosaischen Schriften.

41

1801

Uraufführung der Jungfrau vonOrleans in Leipzig

42

1802

Schiller erhält vom Wiener Hof den erblichen Adelstitel zugesprochen; Tod der Mutter.

43

1804

Weimar, Berlin

Uraufführung von Wilhelm Tell