Mami 1974 – Familienroman - Kathrin Singer - ebook

Mami 1974 – Familienroman ebook

Kathrin Singer

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Opis

Seit über 40 Jahren ist Mami die erfolgreichste Mutter-Kind-Reihe auf dem deutschen Markt! Buchstäblich ein Qualitätssiegel der besonderen Art, denn diese wirklich einzigartige Romanreihe ist generell der Maßstab und einer der wichtigsten Wegbereiter für den modernen Familienroman geworden. Weit über 2.600 erschienene Mami-Romane zeugen von der Popularität dieser Reihe. Der bläuliche Schimmer der versteckt angebrachten Strahlerlampen ließ die Gesichtshaut der am Tresen sitzenden Gäste fahl erscheinen. Toni, der seit mehr als drei Jahren im ›Irish Pub‹ die Gäste bediente, hatte seinen Chef schon etliche Male darauf hingewiesen, daß die Beleuchtung von den weiblichen Gästen nicht sehr geschätzt wurde. Doch der Besitzer der kleinen Kneipe war stolz auf seine typisch irische Einrichtung. "Alle Pubs in Irland haben solches Licht", behauptete er stur, obwohl er Irland überhaupt nicht kannte. Seit zwanzig Jahren verbrachte er seinen Urlaub regelmäßig auf Mallorca. Wenn er zurückkam, lief er einige Wochen lang mit mißmutiger Miene herum. "Die schreiben Umsatzzahlen bei den ›Ballermännern‹", erzählte Toni voller Neid. "Am liebsten möchte ich den Laden hier schließen und dort eine Kneipe eröffnen." Sein Barkeeper machte sich weiter keine Gedanken darüber. Er wußte, daß sein Job sicher war, auch wenn der Chef ständig über zuwenig Umsatz maulte. Heute abend war Toni allerdings heilfroh, daß der Besitzer sich nicht blicken ließ. Nur drei Männer saßen am Tresen und starrten gelangweilt in ihr Bier. Mit gewandten Bewegungen polierte Toni die Gläser und warf einen verstohlenen Blick auf die Uhr an der rechten Wandseite. Vor Mitternacht wurde ein Boxkampf im Fernsehen übertragen. Er seufzte unterdrückt. Trotz der wenigen Gäste konnte er nicht hoffen, den Pub schon so früh schließen zu können. Die nur schleppende Unterhaltung erstarb ganz, als die Tür geöffnet wurde. Ein kalter Luftschwall kam herein, und die Rauchschwaden zerstoben im milchigen Licht der von außen leuchtenden Straßenlaterne.

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Mami – 1974 –

Wenn Kinder wieder glücklich sind

Die turbulenten Zeiten sind vorbei

Kathrin Singer

Der bläuliche Schimmer der versteckt angebrachten Strahlerlampen ließ die Gesichtshaut der am Tresen sitzenden Gäste fahl erscheinen.

Toni, der seit mehr als drei Jahren im ›Irish Pub‹ die Gäste bediente, hatte seinen Chef schon etliche Male darauf hingewiesen, daß die Beleuchtung von den weiblichen Gästen nicht sehr geschätzt wurde. Doch der Besitzer der kleinen Kneipe war stolz auf seine typisch irische Einrichtung.

»Alle Pubs in Irland haben solches Licht«, behauptete er stur, obwohl er Irland überhaupt nicht kannte. Seit zwanzig Jahren verbrachte er seinen Urlaub regelmäßig auf Mallorca. Wenn er zurückkam, lief er einige Wochen lang mit mißmutiger Miene herum.

»Die schreiben Umsatzzahlen bei den ›Ballermännern‹«, erzählte Toni voller Neid.

»Am liebsten möchte ich den Laden hier schließen und dort eine Kneipe eröffnen.«

Sein Barkeeper machte sich weiter keine Gedanken darüber. Er wußte, daß sein Job sicher war, auch wenn der Chef ständig über zuwenig Umsatz maulte.

Heute abend war Toni allerdings heilfroh, daß der Besitzer sich nicht blicken ließ. Nur drei Männer saßen am Tresen und starrten gelangweilt in ihr Bier.

Mit gewandten Bewegungen polierte Toni die Gläser und warf einen verstohlenen Blick auf die Uhr an der rechten Wandseite. Vor Mitternacht wurde ein Boxkampf im Fernsehen übertragen. Er seufzte unterdrückt.

Trotz der wenigen Gäste konnte er nicht hoffen, den Pub schon so früh schließen zu können.

Die nur schleppende Unterhaltung erstarb ganz, als die Tür geöffnet wurde.

Ein kalter Luftschwall kam herein, und die Rauchschwaden zerstoben im milchigen Licht der von außen leuchtenden Straßenlaterne.

»Guten Abend«, der neue Gast grüßte mit nachlässig gehobener Hand. Er ließ sich am Tresen nieder, und augenblicklich erlosch das Interesse der wenigen anderen Männer an ihm. Zögernd wurde die Unterhaltung wieder aufgenommen.

»Was darf’s denn sein?« Dienstbeflissen beugte Toni sich vor und schaute den Neuan­kömmling an.

»Ein großes Glas Guinness«, bestellte der und fuhr sich mit der Zungenspitze über die Lippen.

Toni zapfte das dunkle Gebräu in ein Original aus Irland importiertes Glas. Der Gast bedankte sich mit einem Lächeln, als er es vor ihm hinstellte.

»Zum Wohl«, durstig nahm er einen großen Schluck und wischte sich genießerisch den Schaum von der Oberlippe.

»Das Bier ist wirklich vorzüglich«, meinte er anerkennend.

Der neben ihm sitzende Mann nickte zustimmend.

»Ja, Toni ist ein Meister in seinem Fach. Das Bier ist genau richtig gezapft. Außerdem schüttet er jeden Abend die ersten Gläser aus dem Hahn weg, wie es sich ge­hört.«

Toni lächelte geschmeichelt.

»Danke, Martin.« Mit einem bedauernden Lächeln setzte er hinzu: »Leider kommst du so selten zu uns.«

Martin Scholz zuckte mit den Schultern. »Du weißt, daß ich es mir zeitlich kaum leisten kann.«

Das Gesicht des Barkeepers nahm einen mitfühlenden Ausdruck an.

»Klar, Martin, das kann ich verstehen.« Er griff nach dem leeren Glas des Gastes. »Willst du noch eins?« Der nickte nach kurzem Zögern.

Auch der neben ihm Sitzende schob sein Glas auf dem Tresen ein Stück vor. »Für mich auch noch eins, bitte.«

Die beiden anderen Männer saßen zwei Barhocker entfernt und unterhielten sich halblaut miteinander. Martin schaute seinen Nebenmann an. »Das Wetter ist scheußlich, nicht wahr?«

»Das kann man wohl sagen«, der andere seufzte.

»Eigentlich müßte es schon viel wärmer sein«, fuhr Martin fort. »Wir haben eine Menge Schwierigkeiten. Wegen des gelegentlichen Nachtfrostes können wir einige Aufträge nicht termingerecht ausführen. Und Sie können sich ja vorstellen, wie die Kunden toben, wenn es nicht nach ihrem Wunsch geht.«

Sein Nebenmann lachte verhalten. »Ja, das ist wohl in jeder Branche so.« Er trank einen Schluck Bier. »Übrigens, ich heiße Dietmar Renka, und ich bin in der Computerbranche tätig.«

Martin erwiderte sein freundliches Lächeln.

»Ich bin Martin Scholz und arbeite, wie Sie, ach was«, unterbrach er sich, »wie du schon ahnst, im Baugeschäft. Prost!« Er hob sein Glas.

»Zapf uns bitte noch zwei«, wandte er sich an Toni.

Bald schon waren die beiden Männer in eine lebhafte Unterhaltung vertieft. Martin Scholz war selbständiger Architekt, und es stellte sich heraus, daß er genau mit dem Computersystem arbeitete, das von Dietmars Firma vertreten wurde.

Toni wunderte sich, Martin war ein seltener Gast und wenn er schon einmal kam, dann blieb er niemals lange.

Heute war die Unterhaltung mit dem neuen Gast offensichtlich so interessant, daß er nicht mehr an die Zeit dachte.

Während einer Gesprächspause bestellte Dietmar eine neue Runde.

»Sind Sie neu hier in der Gegend?«, erkundigte sich der Barkeeper.

Dietmar nickte. »Ja, wir sind vor vier Wochen in die Gärtnerstraße gezogen.«

Martin beugte sich interessiert vor. »In das Eckhaus mit dem großen Grundstück?«

»Ja«, Dietmar seufzte. »Meine Frau hat schon immer von einem parkähnlichen Garten geträumt. Aber jetzt fragt es sich, wer die ganze Arbeit machen soll.«

»Setz eine Kleinanzeige in die Zeitung!«, riet Martin ihm. »Dann melden sich bestimmt irgendwelche jungen Leute. Studenten...«, er brach ab und hieb leicht mit der Außenkante seiner Hand auf den Tresen. »Stefan könnte euch eigentlich helfen. Er verdient sich immer gern ein paar Mark nebenbei.«

Dietmar schaute ihn interessiert an. »Ich vermute, Stefan ist dein Sohn.«

Martin nickte. »Ja, Stefan ist jetzt dreiundzwanzig. Er studiert Betriebswirtschaftslehre.« Ein versonnener Ausdruck erschien auf Martins Gesicht. »Er ist sehr vernünftig, eigentlich viel zu vernünftig für sein Alter«, setzte er seufzend hinzu.

Dietmar lachte kurz und trocken auf. »Meine Älteste ist zwanzig.« Er trank einen Schluck Bier. »Und oftmals wünschte ich mir, sie wäre ein bißchen realistischer.«

»Na, in dem Alter haben sie doch noch ein Recht auf Träume.«

»Sicher«, stimmte Dietmar zu. »Aber manchmal habe ich Angst um Sonja. Und gerade jetzt...«, er brach ab. Ein verzweifelter Ausdruck lag auf seinem männlich markanten Gesicht. Unvermittelt ballte er beide Hände zu Fäusten. Es sah aus, als wolle er auf den Tresen einschlagen. Doch im letzten Augenblick stoppte er seinen Temperamentsausbruch.

Mit einem leisen, reuigen Lächeln schaute er Martin an. »Entschuldige bitte meine Unbeherrschtheit. Aber ich kann es einfach noch nicht fassen.«

Beide Männer waren sich sehr sympathisch. Martin hatte gewöhnlich keinen besonderen Bezug zu Kneipenbekanntschaften. Er fühlte, daß Dietmar ein Problem hatte. Aber er war zu taktvoll, um ihn daraufhin anzusprechen.

Nach einigen Minuten beklemmenden Schweigens trank Dietmar sein Glas aus. Er winkte den Barkeeper. »Ich möchte gern zahlen.«

Während Toni die Rechnung zusammenstellte, wandte Dietmar sich wieder an Martin. »Ich würde mich freuen, wenn wir uns wieder einmal treffen.«

»Das ist eine prima Idee.« Martin überlegte einen Augenblick lang. »Wie wär’s, wenn du mit deiner Frau morgen oder übermorgen zu uns kommen könntest.« In einer bedauernden Geste hob er leicht die Arme. »Zum Essen kann ich euch leider nichts Besonderes anbieten. Die Haushälterin kocht mittags für die Kinder. Am Abend versorgen wir uns dann allein.«

Er bemerkte Dietmars fragenden Blick und lächelte spröde. »Ich bin seit drei Jahren Witwer.«

Dietmar war zu gut erzogen, um irgendwelche Banalitäten zu äußern. Er legte nur ganz leicht die Hand auf die Schulter seines neuen Freundes. »Seit heute bin ich auch mit den Kindern allein.« Er schluckte heftig, griff nach seinem Glas und stellte es mit einem Seufzer wieder ab, als er merkte, daß es leer war. Der aufmerksame Barkeeper fragte, ob er noch etwas trinken wollte, doch Dietmar schüttelte den Kopf.

Er stand auf. Auch Martin glitt von seinem Barhocker. Die beiden Männer schauten sich lange an.

»Meine Frau hat uns heute verlassen.«

Dietmars Ton war so unbeteiligt, daß Martin den Inhalt seiner Aussage erst gar nicht begriff.

Als ihm bewußt wurde, was Dietmar geäußert hatte, räusperte er sich. »Komm doch morgen abend zu uns, Dietmar. Deine Kinder kannst du gern mitbringen.«

»Danke für die Einladung, Martin«, die Stimme des anderen schwankte leicht. Er drehte den Kopf etwas zur Seite. »Ich habe seit meiner Schulzeit keinen Freund mehr gehabt.«

»Ich auch nicht«, erwiderte Martin rauh. Beide Männer waren innerlich gerührt, doch sie zwangen sich zu einem leichten Lächeln, um die wahren Gefühle zu verbergen.

Sie verließen das Lokal und reichten sich zum Abschied die Hand. Martin nannte seinem neuen Freund die Adresse.

»Wir sehen uns«, Dietmar hob den Arm. »Tschau, Martin.«

Beide gingen in eine andere Richtung. Und jeder von ihnen glaubte, seit Jahren endlich wieder einmal einen Menschen getroffen zu haben, mit dem ihn mehr als eine flüchtige Bekanntschaft verbinden würde.

*

»Vati, das darf doch nicht wahr sein!« Sonjas blaue Augen blitzten vor Empörung. »Du willst, daß wir einen Mann besuchen, den du gestern abend in einer Kneipe kennengelernt hast!«

»Ich hätte ihn gestern abend ja wohl schwer auf dem Spielplatz kennenlernen können«, sagte Dietmar Renka.

Die dreizehnjährige Kirsten sah ihre ältere Schwester kopfschüttelnd an. »Mann, Sonja, bist du blöd. Warum sollen wir Vatis neuen Freund nicht kennenlernen?« Sie fuhr sich mit der Zungenspitze über die Lippen. »Vielleicht gibt es ja etwas Gutes zum Essen. Du kannst ja doch nur Spiegeleier machen«, klagte sie die Schwester an. »Und die sind dann fast immer noch angebrannt.«

Der Vater trommelte leicht mit den Fingerspitzen auf den Tisch. »Da wirst du wohl eine Enttäuschung erleben, Kirsten«, meinte er und zwinkerte ihr kameradschaftlich zu. »Bei Herrn Scholz wird es auch nichts Besonderes zum Essen geben. Er ist nämlich Witwer.«

»Oje, der Arme«, Sonjas Ablehnung hatte sich schlagartig in heftiges Mitgefühl verwandelt. »Vielleicht sollten wir ihm helfen«, überlegte sie laut.

»Mann, hör endlich auf damit, allen Menschen helfen zu wollen«, respektlos tippte Kirsten sich mit der Spitze des Zeigefingers an die Stirn. »Du machst nur alle Leute verrückt. Stell dir vor, Vati«, fuhr sie kichernd fort, »heute hat Sonja einem blinden Mann über die Straße helfen wollen. Der war vielleicht sauer, sag ich dir.« Sie lachte laut auf. »Es gibt keinen Grund für Sie, mich zu tragen, hat er Sonja angefahren. Obwohl ich nicht so gut sehen kann wie Sie, bin ich doch in der Lage, allein zu laufen.«

Das Gesicht der Zwanzigjährigen überzog sich mit einer verlegenen Röte.

»Ich habe es doch nur gut gemeint«, murmelte sie mit gesenktem Kopf vor sich hin. »Er war so klein, deshalb hatte er wohl das Gefühl, ich hebe ihn hoch.«

Der Vater unterdrückte einen Seufzer. »Ich wünschte, du würdest nur den Menschen helfen, die deine Hilfe wirklich benötigen.« Er betonte die letzten Worte. »Du könntest es doch auch nicht vertragen, wenn dir ein anderer gegen deinen Willen seinen Beistand aufzwingen wollte.«

»Nein, natürlich nicht«, murmelte die Zwanzigjährige zerknirscht.

»Na also«, Dietmar Renka lehnte sich vor und zog die Papiere, die weiter hinten auf seinem Schreibtisch lagen, näher zu sich heran. »Ich werde jetzt noch etwas arbeiten und in zwei Stunden gehen wir.« Mit gerunzelter Stirn und gewollt strengem Gesichtsausdruck schaute er seine Kinder der Reihe nach an. »Ich hoffe, ihr benehmt euch ordentlich.«

»Aber Vati, wir sind doch keine Banausen«, empörte sich Sonja.

»Was ist das: Banausen?« Zum erstenmal meldete sich der fünf­jährige Daniel. Gewöhnlich hielt er sich nicht so lange zurück, und unvermittelt durchzuckte den Vater ein Gedanke.

»Fühlst du dich wohl, Spatz?« fragte er und legte fürsorglich die Handaußenfläche auf die Stirn seines Sohnes.

Daniel schob die Hand zur Seite. »Was ist das: Banausen?« wiederholte er. Wie stets bestand er auf eine Antwort. Er ließ sich nicht ablenken. Zäh und unnachgiebig verfolgte er sein Ziel und brachte seinen Vater manchmal zur Weißglut.

»Banausen sind Leute, die sich nicht benehmen können«, belehrte ihn Sonja.

»Meinst du, die spucken bei den anderen auf die Teller?« Daniel schien äußerst interessiert zu sein.

Dietmar Renka verkniff sich ein Lachen. »Vielleicht tun sie nicht gerade das«, erwiderte er ausweichend.

»Aber was tun sie dann?« Benjamin ließ sich nicht von seiner Frage abbringen.

»Ich lese im Lexikon nach«, der Vater wußte, daß er nur so seine Ruhe bekam.

Er suchte den entsprechenden Band der Lexikonreihe heraus. »Banausen«, las er laut vor und räusperte sich. »Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich Handwerker. Heute benutzt man den Begriff wohl in der Hauptsache für engstirnige Menschen ohne viel Kunstverstand.« Er klappte das Buch zu.

»Ach so, das ist alles«, sein Sohn war enttäuscht.

»Glaubst du, es stimmt, was im Lexikon steht?« fragte Sonja skeptisch. Warum hast du nicht mit dem Computer gearbeitet? Der ist doch viel ausführlicher und genauer.«

Dietmar runzelte die Stirn. »Ich verdiene zwar mein Geld durch Computer«, meinte er ein wenig gereizt. »Doch ich möchte, daß ihr auch noch Bücher in die Hand nehmt. Aber das weißt du doch, Sonja, wir haben oft genug dar­über gesprochen.«

»So«, er griff nach seinem Stift und begann, die vor ihm liegenden Papiere zu lesen und zu korrigieren.

Sonja machte ihren Geschwistern ein Zeichen. Die drei verließen das Arbeitszimmer ihres Vaters.

»Hast du deine Aufgaben schon gemacht?« fragte die Zwanzig­jährige ihre Schwester.

Kirsten verzog das Gesicht. »Alles erledigt!« rief sie leichthin und lief zur Treppe. »Ich gehe jetzt in mein Zimmer. Laßt mich ja in Ruhe!« Drohend hob sie den Zeigefinger gegen ihren Bruder. »Wenn du mich nervst, dann knall ich dir ein paar.«