Maddrax 522 - Science-Fiction-Serie - Lucy Guth - ebook

Maddrax 522 - Science-Fiction-Serie ebook

Lucy Guth

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Opis

Ydiel, der auf Insektengröße verkleinerte Sauroide, findet sich nach seiner Flucht in der Kanalisation Nürnbergs wieder; lebendig, aber ohne Chance zu entkommen. Doch dann beginnt er zu wachsen - die Wirkung des Artefakts ist also temporär! Er trifft auf ein anderes intelligentes Echsenwesen: eine Drakullin, die hier unten als Eremitin lebt. Sie erzählt ihm ihre Geschichte und vom Kratersee, an dessen Ufer ihre Leute leben. Und in Ydiel festigt sich ein neues Ziel: der Wunsch, dieses Volk, das dem seinen so ähnlich ist, kennenzulernen.

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Inhalt

Cover

Impressum

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige eBook-Ausgabe der beim Bastei Verlag erschienenen Romanheftausgabe

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

© 2020 by Bastei Lübbe AG, Köln

Programmleiterin Romanhefte: Ute Müller

Verantwortlich für den Inhalt

Lektorat: Michael Schönenbröcher

Titelbild: Patrik Ruzic; Mike Mareen/shutterstock

Autor: Lucy Guth

Datenkonvertierung eBook: César Satz & Grafik GmbH, Köln

ISBN 978-3-7325-9313-2

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

www.bastei.de

Am 8. Februar 2012 trifft der Komet „Christopher-Floyd“ – in Wahrheit eine Arche Außerirdischer – die Erde. Ein Leichentuch aus Staub legt sich für Jahrhunderte um den Planeten. Nach der Eiszeit bevölkern Mutationen die Länder und die Menschheit ist degeneriert. In dieses Szenario verschlägt es den Piloten Matthew Drax, „Maddrax“ genannt, dessen Staffel durch einen Zeitstrahl vom Mars ins Jahr 2516 versetzt wird. Zusammen mit der telepathisch begabten Kriegerin Aruula erkundet er diese ihm fremde Erde. Bis sie durch ein Wurmloch in ein Ringplanetensystem versetzt werden, während der Mond auf die Erde zu stürzen droht. Matt findet Hilfe und Verbündete und die Rettung gelingt in letzter Sekunde – aber etwas geht schief: Areale aus verschiedenen Parallelwelten manifestieren sich plötzlich auf der Erde …

Matt und Aruula wissen nicht, was bei dem Unfall geschah. Vom Untergang der Kasynari im Ringplaneten-System und dass Colonel Aran Kormak mit seiner Flucht durch das Wurmloch zur Erde die Katastrophe ausgelöst hat, ahnen sie nichts. Sie entdecken aber fünfzig Kilometer durchmessende Parallelwelt-Areale, die von hohen Dornenhecken umgeben sind und in deren Zentrum es eine Verbindung beider Universen zu geben scheint.

Um sie aufzuspüren, nutzen sie ein im Erdorbit installiertes Satelliten-Netzwerk. Mit einem Gleiter des Androiden Miki Takeo überwinden sie den Pflanzenwall, begleitet vom Sauroiden Ydiel, der mit einer Stadt intelligenter Saurier-Nachfahren in Yucatán, Mexiko auftauchte.

Eine ihrer Reisen führt sie in ein paralleles Rom, das von einem zeitreisenden Archivar namens Patrem regiert wird, der nun in Agartha ein neues Machtzentrum errichten will. Doch auch das Königreich im Himalaja wurde in eine Parallelwelt versetzt. Patrem kommt ums Leben; zurück bleibt seine BagBox; ein Behälter mit gefährlichen Artefakten, an die man aber nur mit Patrems Handabdruck herankommt. Matt will die Box im Hort des Wissens in Sicherheit bringen.

Da taucht Kormak auf! Er hat einen Gleiter von Takeo gestohlen und stellt die Gefährten bei Nürnberg zum Kampf. Dabei wird Ydiel von einer Artefaktwaffe auf Insektengröße verkleinert. Matt kann Kormaks Gleiter lahmlegen, doch die Suche nach ihm bleibt ergebnislos und wird abgebrochen, als ein weiteres Areal erscheint: die Stadt Coellen – und darin ein lebender Rulfan und ein inhaftierter Professor Dr. Smythe! Die Freude über das Wiedersehen mit dem in ihrer Welt verstorbenen Freund währt nur kurz, denn Smythe kommt frei, kann aber gestoppt werden. Rulfan schließt sich den Freunden an. Kormak nimmt derweil Kontakt zu den Reenschas auf, wird deren Chefexekutor und greift den Hort des Wissens an, scheitert aber und wird von seinen neuen Verbündeten inhaftiert.

In Paris, wo ein weiteres Areal auftaucht, erleben die Freunde eine Invasion von Taratzen – und einen Dornenwall, der das gesamte Areal vernichtet, als beide Welten sich vermischen. Da taucht in Yucatán in der Saurierstadt ein Archivar auf! Die Zukunftsmenschen sind auf die Anomalien aufmerksam geworden und sammeln Informationen. Der Archivar betäubt Matt und Aruula und liest ihre Erinnerungen aus. Doch werden die helfen, um das Rätsel zu lösen?

Zurück am Kratersee

von Lucy Guth

Um Atem ringend klammerte sich Ydiel an einem Stück Holz fest. Er hustete und würgte dreckiges Brackwasser aus. Das Holz war ein abgebranntes Streichholz, aber für Ydiel war es so groß wie er selbst. Ein Zischen und Klackern ertönte, als dicht neben Ydiel eine ertrinkende Kakerlake vorbeigetrieben wurde. Er würde das gleiche Schicksal erleiden, wenn er nicht bald aus der Kanalisation entkam.

Er wartete, bis die reißende Strömung ihn nahe genug am Ufer vorbeispülte. Dann stieß er sich ab – und erreichte mit letzter Kraft die Abwasserrinne. Für einige Sekunden blieb der Sauroide keuchend im Halbdunkel liegen. Keine Chance, seine Freunde Maddrax und Aruula wiederzufinden – er war viel zu weit abgetrieben worden. Jetzt galt es, zu überleben. Er glaubte die ersten Ratzen bereits hungrig schmatzen zu hören …

Vor fast dreißig Jahren am Kratersee

„Ist es nicht schön? Ich glaube, es ist das schönste Ei des ganzen Dorfes!“

Gel’eta musste über die Begeisterung ihrer Tochter lachen und rieb liebevoll ihren Kopf an den Rückenschuppen der Dreijährigen. „Du warst auch einmal in einem solchen Ei, Gel’mara – das ist noch gar nicht so lange her. Und dein Ei war mindestens genauso schön.“

Gel’mara stieß ein ungläubiges Klacken aus. Sie betrachtete das hellblaue Ei, das in dem liebevoll ausstaffierten Nest lag. Dahinter lag der Lebensspender: ein grüner Kristall, mit dessen Hilfe die Drakullen ihre Eier ausbrüteten. Gel’etas Dorf verfügte über drei dieser Lebensspender; bis zu vier Eier fanden darunter Platz. Hier lag derzeit allerdings nur Gel’etas Ei.

„Wann wird mein Brüderchen schlüpfen, Mama?“ Gel’mara hüpfte aufgeregt um das Nest herum.

„Es dauert noch eine ganze Weile – das Ei liegt ja erst seit sechs Sonnenumläufen am Lebensspender. Und wir wissen nicht, ob ein Junge oder ein Mädchen herausschlüpfen wird. Das erfahren wir frühestens in vier Mondwechseln.“

Gel’mara hörte auf zu hüpfen und zischte enttäuscht. „Laaaaangweilig. Dann gehe ich jetzt mit Pil’hata und Fes’hi am See spielen.“

Gel’eta klackte zustimmend. „Mach das, mein Schüppchen. Aber geht nicht zu weit hinein.“ Sie wandte sich wieder dem Ei zu. Es war nicht nötig, während der gesamten Brutzeit das Ei zu bewachen, aber auch bei Gel’maras Ei hatte sich Gel’eta zunächst nicht vom Nest trennen können. Insgeheim dachte sie das Gleiche wie ihre Tochter: dass ihr Ei besonders schön war. Seine hellblaue Farbe schien strahlender als die anderer Eier, und seitdem es unter dem Lebensspender lag, schien es regelrecht zu pulsieren. Gel’eta freute sich auf ihr zweites Kind und sehnte den Moment herbei, in dem sie es in die Arme schließen konnte.

„Bewunderst du unseren Nachwuchs?“ Ihr Partner Kol’uss trat hinter Gel’eta und stieß sie neckend in die Seite. Sie neigte den Kopf und rieb ihre Stirn an der seinen. Sie überragte Kol’uss um Haupteslänge, was nicht ungewöhnlich war. Fast alle Drakullinnen im Dorf waren größer als die Männchen. Sie war glücklich, dass sie sich vor Jahren für Kol’uss als Partner entschieden hatte. Er war ein guter Mann und kümmerte sich liebevoll um Gel’mara, wenn die Frauen auf der Jagd waren.

„Ich bin froh, dass du einverstanden warst, das neue Ei sofort unter den Lebensspender zu legen“, sagte Gel’eta. Viele Männer warteten lieber noch eine Weile, bis sie sich an den Gedanken gewöhnt hatten, Vater zu werden. Das war kein Problem: Solange ein Ei das Licht des Lebensspenders noch nicht gekostet hatte, konnte es Jahre überdauern.

„War das nicht sogar meine Idee?“ Kol’uss fletschte grinsend die Zähne. „Ich konnte Gel’maras Quengeleien wegen einem Geschwisterchen nicht mehr ertragen.“

„Lügner – du kannst es doch selbst kaum erwarten.“

„Ich gebe es zu, dass ich mich auf einen Sohn freue.“

Gel’eta klackte unwirsch. „Jetzt fängst du auch noch damit an. Und wenn es kein Junge wird?“

Kol’uss ergriff ihren Kopf und zog ihn zu sich herunter, rieb erneut seine Stirn an Gel’etas Stirn. „Dann musst du eben noch ein Ei legen. Und noch eins, und noch eins …“

Jetzt musste Gel’eta doch lachen – laut und klackend. „Du verrückter Drakulle.“

Ja, Gel’eta war zufrieden mit ihrem Leben. Sie war eine der besten Jägerinnen des Dorfes, hatte eine wundervolle Familie. Vielleicht würde sie sogar bald zum Dorfrat gehören. Alles lief bestens.

Schreie vom Ufer alarmierten Gel’eta und Kol’uss. „Gel’mara!“ Sie rannten los und verließen das Dorf durch den westlichen Ausgang, der dem See am nächsten lag. Am Ufer des Kratersees hatte sich eine kleine Gruppe Drakullen versammelt, die meisten Kinder und Halbwüchsige. Aber auch die Dorfälteste Gia’lynn und ihr Sohn Je’lynn standen dabei. Je’lynn war in Gel’etas Alter und wäre gerne ihr Gefährte geworden. Er trug es ihr aber nicht nach, dass sie sich für Kol’uss entschieden hatte. Als sie Gel’eta und Kol’uss kommen hörten, wandten sich alle um. Gel’mara hockte klatschnass am Ufer und atmete hektisch.

„Ich habe sie gerade noch herausziehen können, sonst hätte ein Rochen sie erwischt“, sagte Je’lynn. Auch er war nass, und er sah wütend und erschöpft aus. „Warum lasst ihr die Kleine alleine am Seeufer herumspringen?“

„Sie wollte mit ihren Freunden herkommen“, verteidigte sich Gel’eta. Sie hockte sich neben ihre Tochter und nahm sie hoch. „Was ist passiert, Schüppchen?“

„Pil’hata und Fes’hi waren nicht da“, sagte Gel’mara störrisch. „Ich hab sie gesucht.“

Ehe Gel’eta darauf eingehen konnte, erklang erneut Geschrei – doch dieses Mal kam es aus dem Dorf. Und es waren Dutzende Stimmen, voller Panik.

„Was …?“ Gel’eta drückte Kol’uss ihre Tochter in die Arme und rannte los. Kaum hatte sie die einfachen Palisaden erreicht, stand sie mitten im Chaos. Um sie herum schreiende Drakullen, rennende Schuppenleiber – und Blut. Dazwischen seltsame Echsenwesen, wie sie noch nie welche gesehen hatte. Zwar waren sie den Drakullen sehr ähnlich, doch sie waren größer, kräftiger, und ihre Schuppen waren auf seltsame Art … unheimlich. Sind das … ist das die Neue Schöpfung?

Und die Fremden stahlen die Lebensspender!

Wer sich ihnen in den Weg stellte, dem begegneten sie ohne Gnade: Mehrere Drakullen lagen schon reglos am Boden. Jeder, der es wagte, die Echsen anzugreifen, wurde beiseite geschleudert wie ein lästiges Insekt.

„Nein!“ Gel’eta drängte sich zwischen denen hindurch, die aus dem Tor in Richtung See flüchteten. Sie musste zu ihrem Ei, musste verhindern, dass die Fremden auch dessen Lebensspender mitnahmen.

Doch bereits während sie rannte, ahnte sie, dass es zu spät war: Die Echsenwesen befanden sich schon auf dem Rückzug. Ihre Befürchtung bewahrheitete sich, als sie das Nest erreichte: Das Ei lag noch immer dort, aber der Lebensspender war verschwunden.

Ein unartikulierter Schrei entrang sich Gel’etas Kehle, gespeist von Zorn, Angst und Entsetzen: Das hellblaue Ei zeigte bereits nach der kurzen Zeit ohne das grüne Licht dunkle Verfärbungen an der Spitze! Das innere Glühen war erloschen.

Gel’eta rannte zu dem Nest, fiel davor auf die Knie und umfasste das Ei mit beiden Händen. Das Schluchzen schmerzte in ihrer Kehle. „Geh nicht. Bleib bei mir!“

Aber natürlich waren ihre Worte so nutzlos wie ein Stein, den man ins Wasser des Kratersees warf.

Am nächsten Tag hockte Gel’eta noch immer vor dem Nest, hielt das Ei umklammert. Kol’uss hatte sie zu überreden versucht, es abzugeben. Gel’eta hatte gar nicht darauf reagiert. Sie hatte stumm zugesehen, wie sich schwarze Adern, von der dunklen Stelle des Eis beginnend, über der wunderschönen hellblauen Schale ausbreiteten, wie es sich zusehend dunkel verfärbte. Jetzt war es weich und stank. Gel’eta hielt es noch immer so fest wie einen Schlüpfling.

„Es ist tot, Gel’eta“, sagte Kol’uss hinter ihr. Sie verkrampfte sich. Ihr Gefährte kam näher. „Ohne den Lebensspender konnte es nicht überleben.“

Gel’etas Antwort war leise wie ein Windhauch. „Wenn wir noch ein paar Tage gewartet hätten … Wenn wir es nicht gleich zum Brüten gelegt hätten, dann würde es noch leben.“

„Das ist Unsinn – denn alle Eier, die jetzt noch nicht bebrütet sind, sind ebenso zum Sterben verdammt“, sagte Kol’uss fest. „Die Fremden haben alle Lebensspender mitgenommen.“ Er hockte sich neben sie. „Aber du musst unser Ei loslassen. Es ist schon in der kritischen Phase. Bald wird es das Totengift absondern.“

„Nein. Ich muss es nur lange genug halten. Ich kann ihm auch Leben geben …“

„Es ist tot!“ Kol’uss schrie jetzt vor Verzweiflung. „Gib es mir!“

„Nein!“ Gel’eta fauchte und krümmte ihren Körper um das Ei. „Ich muss es beschützen.“

„Sei vernünftig!“ Kol’uss griff nach dem Ei, wollte es Gel’eta entreißen. Sie sprang auf, brüllte – und schlug zu. Kol’uss flog durch die Luft, prallte auf den Boden. Ein unheilvolles Knacken ertönte.

Gel’eta kam zu sich. „Kol’uss?“ Erschrocken eilte sie auf ihren Gefährten zu. Jetzt erst sah sie den Stein, auf den sein Schädel aufgeschlagen war, das Blut, das aus seiner Kopfwunde strömte – und seinen gebrochenen Blick.

„Gel’eta – was hast du getan?“ Es war Je’lynn, der hinter ihr stand. Seine Augen waren vor Entsetzen weit aufgerissen. Das tote Ei entglitt Gel’etas Händen und klatschte neben Kol’uss zu Boden.

Das Tribunal brauchte nicht lange für die Entscheidung. Ein Drakulle, der einen anderen tötete – aus welchem Grund auch immer – wurde verbannt. Gel’eta musste das Dorf verlassen. Ab dem Urteilsspruch, den Gia’lynn mit Bedauern aussprach, galt sie den anderen als tot – niemand würde mehr mit ihr reden.

Gel’eta packte eine Tasche mit ein paar Habseligkeiten – einige Erinnerungsstücke, die sie in einer Myx-Kiste aufbewahrte, etwas zu essen, ein paar Kleidungsstücke. Dann ging sie noch einmal zu ihrer Tochter. Immerhin erlaubte ihr Gia’lynn, sich von Gel’eta zu verabschieden. Und die Dorfälteste würde sich auch um die Dreijährige kümmern, sie an Kindesstatt annehmen.

„Wo gehst du hin, Mutter?“, fragte die Kleine.

„Ich habe etwas Schlimmes getan, mein Schüppchen. Deswegen muss ich weggehen.“

„Ist Vater dort, wo du hingehst?“

Gel’eta unterdrückte ein Schluchzen. „Das weiß ich nicht. Vielleicht.“

„Und nimmst du das Ei mit meinem Brüderchen mit?“

„Ja, mein Schüppchen.“ Gel’mara musste nicht wissen, dass das Ei längst am Ufer des Kratersees begraben lag. „Hier im Dorf kann es nicht ausgebrütet werden.“ Hier wird nie wieder ein Ei ausgebrütet werden. Es sei denn, ich ändere etwas daran.

Gel’eta legte noch einmal ihre Stirn an die ihrer Tochter, dann wandte sie sich um und verließ das Dorf, ohne zurückzusehen. Vielleicht würde sie doch eines Tages zurückkehren – um dem Dorf einen Lebensspender zu bringen. Sie würde sich auf die Suche danach machen. Denn ohne die Lebensspender war das Dorf der Drakullen zum Sterben verdammt. Und das werde ich verhindern. Für Gel’mara.

Voller Ekel schob Ydiel ein Stück verschimmelte Kartoffelschale beiseite, um an den Apfelgrips zu kommen, der in der Abwasserrinne angespült worden war. Nach genauerer Betrachtung sah das Stück Obst noch einigermaßen verdaulich aus. Wenn ich die äußere Schicht abkratzte …

Seit sieben Tagen irrte Ydiel nun schon durch die Kanalisation. Seitdem hatte er sich dreiundfünfzig Mal vor Ratzen oder anderen Biestern versteckt, war siebenunddreißig Mal in stickende Pfützen gefallen – und fünfmal in weit unappetitlichere Dinge – und hatte neunundzwanzig Mal vor unüberwindlichen Hindernissen kapitulieren müssen.