Liebe mich ! - Wilhelm G. Schüler - ebook

Liebe mich ! ebook

Wilhelm G. Schüler

0,0

Opis

In diesen wunderbar erzählten Geschichten spielen, wie könnte es anders sein, die Frauen die tragenden Rollen. Der Zeitgeist bestimmt die einzelnen Szenen, die köstlicher und anregender nicht sein könnten. Mutig und humorvoll zeigt der Autor, was an erotischer Fantasie in ihm steckt. Alleine die Namen der Protagonisten sind kleine Geschichten, die für sich selbst und die außerordentliche Fantasie des Autors sprechen. Die einzelnen Erzählungen sind von nahezu grenzenlosem Optimismus geprägt, stimmen nachdenklich, sind erotisch prickelnd und machen manchmal auch glücklich. Ein Buch, das man ganz gewiss nicht weglegt, ehe es zu Ende gelesen ist.

Ebooka przeczytasz w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS
czytnikach certyfikowanych
przez Legimi
czytnikach Kindle™
(dla wybranych pakietów)
Windows
10
Windows
Phone

Liczba stron: 379

Odsłuch ebooka (TTS) dostepny w abonamencie „ebooki+audiobooki bez limitu” w aplikacjach Legimi na:

Androidzie
iOS



Wilhelm G. Schüler

Liebe mich!

Erotische Geschichten von Liebenden und Geliebten

Bibliografische Informationen der Deutschen Bibliothek: Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte Dateien sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

Impressum:

© by Verlag Kern, Bayreuth

© Inhaltliche Rechte beim Autor

1. Auflage, September 2014

Autor: Wilhelm G. Schüler

Coverfoto: Fotolia.de 57630772 - © putilov_denis

Layout/​Satz: Brigitte Winkler, www.winkler-layout.de

Lektorat: Manfred Enderle

Broschiert, 311 Seiten

ISBN: 9783957160928

ISBN E-Book: 9783957160805

www.verlag-kern.de

Inhalt

Cover

Titel

Impressum

Geschichte Nr. 1

Memo

Geschichte Nr. 2

Quo vadis, Solveigh? (Teil 1)

Geschichte Nr. 3

Quo vadis, Solveigh? (Teil 2)

Geschichte Nr. 4

Jeder werde selig– nach seiner Facon

Geschichte Nr. 5

„Noblesse oblige“ (Teil 1)

Geschichte Nr. 6

„Noblesse oblige“ (Teil 2)

Geschichte Nr. 7

„Das älteste Gewerbe der Welt…“ (Teil 1)

Geschichte Nr. 8

„Das älteste Gewerbe der Welt…“ (Teil 2)

Geschichte Nr. 9

„Das älteste Gewerbe der Welt…“ (Teil III)

Geschichte Nr. 10

Only Thekla

Geschichte Nr. 11

„Alles jetzt– und alles andere später!“

Geschichte Nr. 12

Das doppelte Lottchen

Geschichte Nr. 13

Fit for Fun

Geschichte Nr. 14

Mega Deal

Geschichte Nr. 15

Nomen est omen

Geschichte Nr. 16

Bento 7

Fußnoten

Geschichte Nr. 1

Memo

Memo Hielsch, welch ein Name. Immer wenn er nachdachte oder sich erinnerte, machte er seinem Namen alle Ehre, wenigstens dann. Ihm gelangen öfters detailverliebte Rückblicke auf Situationen, die eigentlich nur ihm möglich waren, denn schon sehr früh lag er ab und zu heftig daneben, so wie sein Name.

Mit 15 etwa, als er begann, die eine oder andere aufwendigere Publikation zu lesen, überlegte er sich, ob es sich nicht lohne, die Standesbeamtin (oder war es vielleicht ein Beamter?) ausfindig zu machen, die das mit seinem Vornamen „verbockt“ hatte.

Was bot sich an? Beschweren, verklagen, gar verprügeln. Gab es a) eine Möglichkeit und b) eine Aktion, die ihm Genugtuung verschaffen würde?

Fred Fehrbach, sein Freund, selbst schon fast 18, kannte sich aus.

„Mensch, Memo, bei so einem Namen musste dein Vater damals nachweisen, dass es den schon irgendwo gibt!“

Spontane Recherchen, die noch niemals Memos Stärke gewesen waren, erbrachten kein Ergebnis. Er fand nur Nemo, na ja, recht abenteuerlich. Aber Memo?

Offensichtlich hatte Memos Vater, Friedbert Hielsch, den Memo leider nicht mehr fragen konnte, eine Gesamtausgabe des schweizerischen Schriftstellers Claude Anet dabei (das ist der aus den Kreuzworträtseln!), da kommt der Name Memo mehrfach vor.

Gerade Anet, der sich selbst diesen Künstlernamen gab und eigentlich Schopfer hieß, war der eigentliche „Täter“.

Sieglinde Hielsch, Memos Mutter, hielt sich bei allem im Hintergrund: Namen sind Schall und Rauch!

Nun aber zu einer der anfangs erwähnten Gedächtnisleistungen Memos, kurz nachdem er ein wenig sicherer zu lesen begonnen hatte. Da war er schon 9 und stürzte sich mit voller Lesebegeisterung auf den kastilischen Ritter El Cid, der ihn, typisch Memo, besonders interessierte, weil sein Sterbejahr mit dem Ende des 1. Kreuzzuges zusammenfiel, seinem zweiten literarischen Lieblingsthema.

Außergewöhnlich, dass ein Junge von 9 Jahren, der gerade gelernt hatte, einigermaßen sicher zu lesen, Themen aufgriff, über die andere Menschen Dissertationen schrieben.

El Cid stets im Kopf, entwickelte sich bei Memo eine ausgeprägte Vorliebe für alles Spanische.

Selbst beim Lieblingsitaliener seiner Eltern, Luigi, der die übertriebene Herzlichkeit gepachtet zu haben schien, auf die Stammgäste und Kinder so gern hereinfielen, versuchte Memo es mit el cola und el tonno grosso, womit allerdings, Schreibweise hin, Schreibweise her, keine übergroße Thunfischpizza gemeint war, sondern eine veritable Portion dampfender Spaghetti, angerichtet in einer– einer kleinen Tonne nicht unähnlichen– Schüssel aus Metall, die schon Luigis Oma im seligen Umbrien benutzt hatte.

Da halfen keine Hinweise, dass spanische Vokabeln, vor allem, wenn sie von Memo selbst ausgedacht waren, in einer italienischen Pizzeria eher unangebracht erschienen. El tonno hieß sein Gericht, fertig! Und Luigi reservierte diese „Tonne“ ausschließlich für Memo. Und seine Oma, die trotz ihrer 96 Jahre oft noch in der Küche half, freute sich, wenn el tonno zum Einsatz kam.

Genau das alles fiel Memo wieder ein, als er beim gemütlichen Blättern in alten Fotoalben auf ein Bild stieß, das ihn– selbst dampfend wie die Metallschüssel vor ihm– zeigte.

Darunter mit geschwungenen Buchstaben, wie sie nur Sieglinde beherrschte: el tonno!

Geschichte Nr. 2

Quo vadis, Solveigh? (Teil 1)

Ave Maria

Sören kam es sehr wohl darauf an, wie man diesen Namen aussprach. Alles an ihr verbot es von selbst, dass man einfach Maria sagte, vielleicht noch so, wie im Bundesland (ich korrigiere mich: Freistaat) mit den meisten Marias. Für seine Ohren klang das dann viel zu hart, o-belastet, fast finster: Morrija! Wenn er nur an sie dachte, klang dieser Name wie Musik, mittelhoch, a-lastig und gedehnt auf eine wunderbare Weise, die sich steigerte im langgezogenen Ahhhhhhh, das ja schon allein verzückt aufhorchen ließ… so wie im Musical West-Side-Story der Song Maria: „I`ve just met a girl named Maria, Maria, Mariaaaaah… ”

Stephen Sondheim1 hatte sich schon etwas dabei gedacht, dem Tony eine Maria an die Seite zu stellen, zusammen mit Bernsteins wunderbarer Melodie… ein Ohrenschmaus!

Nun hieß Sören nicht Tony, doch die Maria, um die es hier und heute geht, stammt auch aus Puerto Rico, aber das war halt Zufall. Von Puerto Rico nach Kreuzberg– sicher ein Kulturschock, aber dieses überirdische Wesen hatte Sören etwas gezeigt, was er in 23 goldenen Lenzen noch nicht erlebt hatte.

Sören Breiling auf Freiersfüßen, beseelt von dem Gedanken, diesem Wesen zu gefallen, seine Bekanntschaft zu machen, sich ihm unterzuordnen, Liebessklave zu werden… alles war denkbar; würde sie ihn am Ende seiner Bemühungen gar lieben?

Sein normaler Lebensrhythmus war gestört. Mädchen waren bis dato eher eine angenehme Nebensache. Nicht einmal die angenehmste Nebensache der Welt, denn ausgedehnte Touren mit seinen vielen Freunden standen eigentlich immer an der ersten Stelle seines persönlichen Rankings..

Irgendwie kamen die Mädels immer von allein. „Anbaggern“ war ihm wesensfremd. Er zeigte sich nicht als Macho, nicht als Schönling, einfach normal. Vielleicht war es das, was den Mädchen gefiel. Eine Aura: Der, oder keiner! ging von ihm jedenfalls nie aus. So ergab sich auch kein Trennungsschmerz und auch nur selten Eifersucht.

Nun, bedingt durch dieses Mädchen (oder doch eher diese Frau?) musste Sören sich einer gänzlich neuen Herausforderung stellen.

Ganz anders als in seinem Verfahrenstechnik-Studium an der Technischen Hochschule, das er sich ausgewählt hatte, weil die theoretischen Grundlagen technischer Prozesse knapper behandelt werden sollten, zugunsten einer anwendungsbezogenen (durch zahlreiche Praktika unterstützten) Learning by Doing Methode.

Hier war kein Praktiker gefragt. Er musste sich etwas einfallen lassen. Er war sich ganz sicher, dass ein klitzekleiner Fehler seinen Lebensabschnittstraum zerplatzen lassen würde– aber nicht wie eine Seifenblase, sondern wie einen Heliumballon, mit allen Konsequenzen…

Immer seltener fand er zu sich und seiner Bodenständigkeit, die er sich schon in jungen Jahren bei aller Unbekümmertheit erworben hatte. Es fiel ihm schwer, sich einzureden: „Bleib ruhig, das schaffst du schon!“

Seine „Ungeduld des Herzens“ hatte nur wenig mit der seines Lieblingsautors Stefan Zweig zu tun– und doch so viel gemeinsam. Zweig, gerade Zweig. Niemand, der Sören je erlebt hatte, wäre auf die Idee gekommen, dass ihn mit Zweig weit mehr als eine erzwungene Bekanntschaft aus dem Literaturunterricht der Oberstufe verbände.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!