Lagerwache ab Mitternacht - Max Hamsch - ebook

Lagerwache ab Mitternacht ebook

Max Hamsch

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Opis

Lars ist Torwart der Unterstufenmannschaft und nimmt am Zeltlager der Jungschar teil. Während der erlebnisreichen Wochen stellt er zu seinem Erstaunen fest, dass für das Zusammenleben hier andere Regeln als in der Mannschaft gelten. Allmählich findet er den Grund dazu … Sachteil: Anleitung zum Zeltbau

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Lagerwache ab Mitternacht

Max Hamsch

Impressum

© 2014 Folgen Verlag, Wensin

Autor: Max Hamsch

Cover: Eduard Rempel, Düren

Bildquelle: aditzugh, freeimages.com

Lektorat: Folgen Verlag, Wensin

ISBN: 978-3-944187-50-1

Verlags-Seite: www.folgenverlag.de

Kontakt: [email protected]

Shop: www.ceBooks.de

Lagerwache ab Mitternacht ist früher als Buch im Aussaat-Verlag, Wuppertal, erschienen.

Inhalt

Ein Unglück kommt selten allein

Nur für Schlafmützen?

Letzter Schultag

17.30 Uhr Jungschar

Erreicht den Bus mit Müh und Not!

Endlich auf Fahrt

Der erste Abend

So fliege, du Fahne, am schwankenden Mast

Erste Eroberung

Freunde in der Not

Die zweite Nacht

Nachtblind

Im Bundeszeltlager

Einzug der Gladiatoren

Lagerwache ab Mitternacht

Gefährlicher Übermut

Entführt nach Oerlinghausen

Der letzte Abend

Sachteil: Anleitung zum Zeltbau

Ein Unglück kommt selten allein

»Tooor … Tooor … Tooor …!«

So schreien sechsunddreißig Jungen. Da wird kein Verstärker mehr benötigt und auch kein Lautsprecher. Finn, dem Torschützen, schlagen seine Mannschaftskameraden fast die Schulter entzwei. Noch wenige Minuten, und das Spiel gegen die Unterstufenmannschaft des Helmholtz-Gymnasiums ist für die Max-Planck-Schule gewonnen. Viel zu langsam vergeht die Zeit. Da! Endlich! Zwei Pfiffe des Schiedsrichters beenden das Spiel. Ein trommelfellschädigendes Siegergeschrei der Max-Planck-Schüler ertönt.

Die Spielführer reichen sich die Hände. Die Übergabe des Pokals an den Sieger folgt. Dann ziehen sich beide Mannschaften in ihre Umkleideräume zurück; die einen, mit Finn an der Spitze, mit stolzgeschwellter Brust, die anderen kleinlaut und bestürzt. Man sucht den Schuldigen für diese blamable Niederlage.

»Und ich sage euch, wette um zehn Karnickel, wäre der Lars die beiden letzten Male zum Training gekommen am Sonntag und am Freitag, dann hätte er den Ball gehalten! Aber Lars, der musste ja in die Kirche und zu seiner komischen Jungschar. Da passt er auch hin! Beten und Kullerbälle durchlassen, das gehört zusammen!«

»Wo ist denn eigentlich unser Musterknabe?« Die Jungen fragen und suchen nach ihm. Doch Lars hat schon längst den Umkleideraum verlassen.

Hinter dem Platz hat er sich auf dem Abhang in das Gras geworfen. Dort liegt er und sieht, wie seine Klassenkameraden den Platz verlassen. Ob sie wohl noch den Schuldigen für die Niederlage suchen?

»Wenn es wenigstens ein Unentschieden gewesen wäre«, geht es ihm durch den Kopf. »Natürlich werde ich als Torwart die Schuld für die Niederlage bekommen! Um so mehr, weil ich bei den beiden Trainingsspielen nicht dabei war. Ob nicht doch so ein Endspiel wichtiger als die Jungschar ist? Und dabei habe ich gestern abend noch gebetet, dass wir heute gewinnen sollen!

Doch wer hat gewonnen? Die anderen! Was habe ich eigentlich davon, wenn ich zur Jungschar gehe? Wie konnte ich auch so dumm sein und dem Schiedsrichter zugeben, dass ich den Ball erst hinter der Torlinie erwischt habe? Ich pfeife auf alle Ehrlichkeit und auf das, was im Jungscharausweis steht. Verloren haben wir! Nur gut, dass in drei Tagen die großen Ferien anfangen!« Lars steht auf, nimmt seine Büchertasche unter den Arm und zockelt los. Innerlich und äußerlich ziemlich angeschlagen. Als er gerade um die letzte Straßenecke biegt, rennt er mit jemandem zusammen. »Aufpassen!«, sagt er ärgerlich, sieht hoch und erkennt seinen Jungscharleiter. Das fehlt gerade noch. Heute geht auch alles schief! »Mann, Lars!«, sagt Herr Meyer, von seinen Jungscharlern auch »Häuptling Lange Tanne« oder »Archibald der Schreckliche« genannt, »was ist los mit dir? Es hat doch noch keine Zeugnisse gegeben? Oder? Dieses Wetter, und das drei Tage vor unserem Zeltlager, da müsste eigentlich jeder Junge vor Freude erstrahlen.«

Da muss Lars sich endlich Luft machen. Es sprudelt nur so aus ihm heraus: »Ich will gar nicht mehr mit in das Lager! Nur meine Mutter will es! In unserer Klasse sagen alle, dass in der Jungschar doch nur Schlafmützen sind. Unser Lager soll eine Kleinkinderbewahranstalt sein. Ja, das sagt unsere ganze Klasse!«

Lars steht vor Herrn Meyer und sieht ihn an. Er staunt über seinen eigenen Mut. Was hat er doch schon bei Mutter und Schwester von seinem Jungschar-Boss erzählt. Durch dick und dünn wäre er für ihn gegangen. Vielleicht hätte er sich für ihn sogar von seinem kostbaren Schatz, seiner Briefmarkensammlung getrennt. Was wird Herr Meyer jetzt sagen? Wird er ihn aus der Jungschar werfen? »Lars, überschlafe erst einmal alles. Wenn du morgen zur letzten Jungscharstunde vor den Ferien kommst, dann will ich versuchen, dir zu antworten. Jetzt habe ich aber noch eine Bitte an dich: Bringe doch bitte diesen Brief für mich weg. Und den Finn, den bringe morgen doch auch gleich zur Jungschar mit. Alles klar? Lars, morgen reden wir also über deine ›Schlafmützen‹.«

Nur für Schlafmützen?

Nummer 96, 90, 84, so liest Lars an den Hauseingängen. Wo steckt denn nur diese Nummer 80? Ist doch ärgerlich, dass er gerade dem Jungscharleiter in die Hände laufen musste. Na endlich, das war Zeit! Hier ist die gesuchte Hausnummer. Und dort steht ja auch schon der Name:

Dieter Anders, Oberregierungsrat.

Mit einem entschlossenen Ruck drückt Lars auf die Klingel. Es klingelt laut durch das Haus. Da werden seine Gedanken durch das Summen des elektrischen Türöffners unterbrochen. Lars tritt in den Flur und sieht sich interessiert um. Sieht ja mächtig vornehm aus, stellt er fest. Da hört er eine helle Jungenstimme. »Nanu! Wer ist das denn? Der Keeper von der Helmholtz-Schule! Der so schön gehalten hat! Was willst du denn hier?«

Lars wird rot. Dass ihn auch gerade Herr Meyer zu diesem Angeber von Mannschaftsführer des Max-Planck-Gymnasiums schicken musste, ist einfach gemein. Sind sie denn heute alle gegen ihn?

So stößt Lars schnell hervor: »Soll dir diesen Brief abgeben. ›Lange Tanne‹ schickt mich und …« »Gib schon her, Mann, wenn du etwas für uns abzugeben hast, und halte dich nicht mit langen Vorreden auf!« Oh, wie ihn dieser hochmütige Heini reizt. So schreit Lars fast herausfordernd Finn Anders an: »Am Mittwoch ist um 17.30 Jungschar im Vereinshaus, da sollst du auch hinkommen, hat Herr Meyer gesagt!«

Doch Finn setzt ein hochmütiges Lächeln auf und sagt von oben herab: »Jungschar …! Lass dich nicht auslachen! Da soll ich hin? Dort ist ja nur Platz für Schlafmützen, wie du eine b …« Das war zuviel für Lars. Ehe Finn seinen Satz beendet, landet Lars’ Faust blitzschnell an Finns Kinnspitze und dieser auf dem Läufer, der im Flur liegt. Sofort ist Finn wieder hoch. Der Schlag, den nun Lars empfängt, zeigt, dass auch Finn nicht von Pappe ist. Lars guckt etwas benommen, dann will er all seinen Zorn des heutigen Tages in diese willkommene Schlägerei legen. Da ruft die Stimme von Herrn Anders: »Finn! Was ist denn hier los? Kann man euch denn keinen Augenblick allein lassen?« Da spürt Lars, dass er wieder rot wird; es ist einfach zum Weglaufen und Heulen. »Ich soll diesen Brief abgeben, den der da hat.« Und er zeigt mit dem Kopf auf Finn. Doch wie sieht der Brief jetzt aus! Zerknittert und zerrissen. Da hält es Lars nicht mehr. Ohne auf ein Wort von Herrn Anders zu warten, rennt er aus dem Hausflur.

Letzter Schultag

In der Quarta herrscht ein Höllenlärm. Eine Stimmung, wie sie nur am letzten Schultag vor den Ferien sein kann. Alles schreit durcheinander. Der eine zeigt noch schnell sein neues Taschenmesser, der andere auf einer Autokarte den Weg seiner Radtour. Aber da kommt Herr Rauterbach. Langsam wird es ruhig in der Klasse. Natürlich ist es Ehrensache, dass am letzten Schultag der Geist nicht mehr überanstrengt wird. Gern geht Lehrer Rauterbach auf die Wünsche seiner Jungen ein. Und so erzählt er, unter dem Thema »Erlebtes und Erlagertes«, spannende Geschichten aus seinen eigenen Ferien. Wenn auch manchmal ganz kritische Geister leichte Bedenken haben, ob das alles von ihrem Lehrer selbst erlebt wurde, so sind sie alle auch diesmal wieder richtig froh, dass ihr verehrter Herr Lehrer gut aus dem unheimlichen Heidehaus herauskommt.

Nach diesem langen Erlebnisbericht soll noch jeder Schüler erzählen, wo er in den Ferien bleiben wird. Viele der Jungen fahren mit ihren Eltern weg, einer nach Spanien, einige nach Schweden und in die Schweiz. Dann kommen die »Mannen« der Klassenmannschaft: »In das Zeltlager der Sportjugend auf die Insel Sylt.« Nun steht Lars auf. Er sagt, wieder mit hochrotem Kopf: »In das Zeltlager unserer Jungschar nach Stapelage im Teutoburger Wald!«

Da hagelt es förmlich Zwischenrufe von allen Seiten: »Seit wann denn das? Du kommst doch mit uns! Zeltlager im Teutoburger Wald? Da kannst du ja auch gleich hier bleiben! Bubi muss unter Aufsicht! Mit dem Kindergarten!? Züchtet ihr da auch Kullerbälle?« Gelächter!

»Ruhe! Zum Kuckuck! Sofort Ruhe, Herrschaften! Was ist denn nur in euch gefahren!«, so donnert Herr Rauterbach in das Klassenzimmer. »Lars! In was für einer Jungschar bist du überhaupt? Davon hast du mir ja noch nichts gesagt! Ich habe bis jetzt noch wenig gemerkt, dass du in einem Verein bist. Habt ihr kein Erkennungs- oder Abzeichen? Na, soll mir ja gleich sein. Aber ich sehe nicht ein, warum ein Junge aus einer christlichen Jungschar nicht auch Torwart in unserer Klassenmannschaft sein kann!«

Nach wenigen Minuten klingelt es; alles stürzt nach draußen.

Endlich große Ferien! Für sechs lange Wochen keine Bücher und Lehrer mehr sehen!

17.30 Uhr Jungschar

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Erreicht den Bus mit Müh und Not!

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Endlich auf Fahrt

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Der erste Abend

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So fliege, du Fahne, am schwankenden Mast

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Erste Eroberung

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Freunde in der Not

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Die zweite Nacht

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Nachtblind

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Im Bundeszeltlager

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Einzug der Gladiatoren

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Lagerwache ab Mitternacht

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Gefährlicher Übermut

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Entführt nach Oerlinghausen

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Der letzte Abend

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