Kontexte von Achtsamkeit in der Psychotherapie -  - ebook

Kontexte von Achtsamkeit in der Psychotherapie ebook

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Opis

Achtsamkeit wurde in den letzten Jahren auch in der Psychotherapie zu einem wichtigen Thema. In diesem Band werden verschiedene Kontexte von Achtsamkeit vorgestellt und auf ihre Bedeutung bei deren Anwendung in der Psychotherapie untersucht. Die Autorinnen und Autoren heben die Notwendigkeit eines differenzierten Umgangs mit Achtsamkeit im Rahmen von Behandlungen hervor und betonen die Vorteile einer Achtsamkeitspraxis für Therapeutinnen und Therapeuten.

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Achtsamkeit wurde in den letzten Jahren auch in der Psychotherapie zu einem wichtigen Thema. In diesem Band werden verschiedene Kontexte von Achtsamkeit vorgestellt und auf ihre Bedeutung bei deren Anwendung in der Psychotherapie untersucht. Die Autorinnen und Autoren heben die Notwendigkeit eines differenzierten Umgangs mit Achtsamkeit im Rahmen von Behandlungen hervor und betonen die Vorteile einer Achtsamkeitspraxis für Therapeutinnen und Therapeuten.

Prof. Dr. Luise Reddemann ist Honorarprofessorin für Psychotraumatologie und Medizinische Psychologie an der Universität Klagenfurt, Fachärztin für psychotherapeutische Medizin und Psychoanalytikerin. Sylvia Wetzel ist buddhistische Lehrerin, Prof. Dr. Clarissa Schwarz lehrt an der Universität Bochum Hebammenwissenschaft, Dr. Eckhard Roediger ist Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Klaus Renn ist Psychotherapeut und lehrt Focusing. Sie alle praktizieren Achtsamkeitsmeditation.

Lindauer Beiträge zur Psychotherapie und Psychosomatik

Herausgegeben von Michael Ermann

M. Ermann: Herz und Seele (2005)

M. Ermann: Träume und Träumen (2005)

M. Ermann: Freud und die Psychoanalyse (2005)

M. Ermann: Psychoanalyse in den Jahren nach Freud (2009)

M. Ermann: Psychoanalyse heute (2010)

L. Reddemann: Kontexte von Achtsamkeit in der Psychotherapie (2011)

U. Streeck: Gestik und die therapeutische Beziehung (2009)

Luise Reddemann (Hrsg.)

Kontexte von Achtsamkeit in der Psychotherapie

Mit Beiträgen von Sylvia Wetzel, Clarissa Schwarz, Eckhard Roediger, Klaus Renn

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Dieses Buch stellt eine grundlegend überarbeitete und erweiterte Fassung der Vorlesungen dar, die die Autoren zum gleichen Thema im Rahmen der Lindauer Psychotherapiewochen 2010 gehalten haben. Unter www.auditorium- netzwerk.de ist eine Übersicht aller Aufnahmen der Lindauer Psychotherapiewochen einzusehen, die unter [email protected] angefordert werden kann.

1. Auflage 2011 Alle Rechte vorbehalten © 2011 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Umschlag: Gestaltungskonzept Peter Horlacher Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart Printed in Germany

ISBN 978-3-17-021760-7

E-Book-Formate

pdf:

978-3-17-022799-6

epub:

978-3-17-028210-0

mobi:

Inhaltsverzeichnis

Luise Reddemann Vorwort

Luise Reddemann 1 Annäherung an einige psychoanalytische und buddhistische Perspektiven

Luise Reddemann 2 Kontexte von Achtsamkeit in der Psychotherapie

Sylvia Wetzel 3 Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Erwachen – buddhistische Perspektiven

Clarissa Schwarz 4 Achtsamkeit während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

Eckhard Roediger 5 Achtsamkeit und Schematherapie

Klaus Renn 6 Focusing: Psychotherapie in innerer Achtsamkeit

Luise Reddemann 7 Achtsamkeit in der Behandlung von persönlichkeitsgestörten und traumatisierten Patienten

Literatur

Autorinnen und Autoren

Stichwortverzeichnis

Personenverzeichnis

Vorwort

Luise Reddemann

Jede Wirklichkeit ist konstruiert, geschaffen von jedem Einzelnen in einem bestimmten Kontext. Es gibt keine absolute Wirklichkeit, die wir erkennen können.(Christopher Germer)

Die in diesem Buch versammelten Aufsätze gehen auf Vorlesungen zurück, die während der Lindauer Psychotherapiewochen 2010 im Rahmen einer Vorlesungsreihe zur Achtsamkeit gehalten wurden. Das Konzept zu dieser Reihe wurde gemeinsam mit der wissenschaftlichen Leitung, Prof. Verena Kast und Prof. Manfred Cierpka entworfen. Es sollte darum gehen, Achtsamkeit in einen breiten Kontext zu stellen und verschiedene Facetten von Achtsamkeit deutlich werden zu lassen. Das Anliegen war, sich der Achtsamkeitspraxis mit einem psychodynamischen Blick und innerhalb eines psychodynamischen Kontextes anzunähern. Einige Gedanken dazu sollen im Kapitel „Kontexte von Achtsamkeit“ aufgegriffen werden.

Luise Reddemann stellt hier verschiedene Perspektiven der Achtsamkeitspraxis sowohl aus westlich-philosophischer Sicht wie aus einigen buddhistischen Perspektiven dar und hinterfragt die überwiegend am Prinzip Wahrnehmen orientierte gängige Achtsamkeitspraxis in der Psychotherapie. Zuvor nähert sich die Autorin einigen Gemeinsamkeiten und Unterschieden psychoanalytischer und buddhistischer Praxis an.

Sylvia Wetzel zeichnet in ihrem Artikel Grundlagen des buddhistischen Achtsamkeitsbegriffs nach. Sie verdeutlicht verschiedene Begrifflichkeiten und macht buddhistische Tradition verständlicher und nachvollziehbar. Insbesondere zeigt sie den Unterschied zwischen neutraler oder bloßer Aufmerksamkeit und ehtisch relevanter und wirksamer Aufmerksamkeit auf.

Clarissa Schwarz schildert ihre Erfahrungen in der Anwendung von Achtsamkeit in der Begleitung von Schwangeren und Gebärenden. In ihren Betrachtungen wird beeindruckend deutlich, was mit Präsenz gemeint sein kann. Gebärende haben ein inneres Wissen, was für sie indivuell der richtige Weg ist. Dessen werden sie durch Achtsamkeit gewahr und dafür benötigen sie eine achtsame, wertschätzende und mitfühlende Begleitung. Psychotherapeutinnen können von Hebammen lernen und eine Haltung entwickeln, die der Ihren gleicht.

Eckhard Roediger betrachtet vor allem aus einer neurobiologischen und kognitiv verhaltenstherapeutischen Perspektive die Möglichkeiten, die Desidentifikationen bieten, die aus Achtsamkeit resultieren. Er arbeitet die Gemeinsamkeiten von Gelassenheit und Akzeptanz mit Achtsamkeit heraus.

Klaus Renn beschreibt Focusing und das Freiraumprinzip, in dem es ebenfalls um Desidentifikation geht. Entscheidend beim Focusing sind vor allem die starke Einbeziehung des Körpers und seiner Weisheit und die empathische Beziehung zu sich selbst.

Luise Reddemann berichtet davon, welche Schwierigkeiten in der Behandlung von traumatisierten und persönlichkeitsgestörten Patientinnen und Patienten zu beachten sind und wie man Prinzipien aus der Achtsamkeitspraxis in kleinen Schritten in diesen Behandlungen anwenden kann.

Die folgenden Aufsätze sollen Anregungen zu einer Praxis in Achtsamkeit geben und zu einem vertieften Verständnis anregen. Eines aber sollte beherzigt werden: Achtsamkeit kann man nicht vermitteln, wenn man sie nicht selbst praktiziert. Man muss sie erfahren, reine Reflexion genügt nicht. Achtsamkeit zu praktizieren bringt Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten Gewinn:

„... der meditierende Therapeut als quasi verborgenes Element kann sehr richtungsweisend sein, um Achtsamkeit in die Therapie zu integrieren ... denn sie bietet ... ein Mittel, solche Faktoren zu beeinflussen, die den Behandlungserfolg am deutlichsten ausmachen.“1

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1 Annäherung an einige psychoanalytische und buddhistische Perspektiven

Luise Reddemann

Wie die Vögel, die sich versammeln In den Kronen der Bäume zur Nacht Und die sich im Morgengrauen wieder In alle Winde zerstreuen, So sind die Erscheinungen vergänglich. (Shabkar)

Psychoanalytische Konzepte sind die Grundlage psychodynamischer Therapien, während Achtsamkeit, wie sie jetzt in der Psychotherapie angewendet wird, sich explizit oder implizit auf buddhistische Grundlagen beruft.

Für mich haben beide Lehren sowohl in meinem professionellen wie in meinem persönlichen Leben eine hohe Bedeutung. Ich kann mir ein Leben ohne das eine oder das andere nicht mehr vorstellen. Als ich meine psychoanalytische Weiterbildung absolvierte, galt jedwede spirituelle Orientierung als suspekt. Das habe ich damals allerdings zunächst nicht als Mangel empfunden. Meine psychoanalytische Ausbildung an einem „freien Institut“ war getragen von Offenheit für unterschiedliche psychoanalytische Richtungen, die mir immer noch viel bedeutet und bedeuten. Die Suche nach spiritueller Orientierung „ohne Gott“ könnte eine Folge meiner psychoanalytischen Selbsterfahrung sein. Meditation hatte ich allerdings schon zuvor kennengelernt. Ich war immer überzeugt, dass Ethik ein unverzichtbarer Teil des Lebens ist. Die buddhistische Ethik, die Verantwortung fördert und doch ohne Schuldzuweisungen und ohne Erlösungsnotwendigkeit auskommt, war für mich eine wichtige Entdeckung.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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