Kokain - Giancarlo De Cataldo - ebook

Kokain ebook

Giancarlo De Cataldo

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Opis

Drei der besten italienischen Krimiautoren erzählen Geschichten vom Kokain, das nach den eleganten Penthousewohnungen der Neureichen längst schon die trostlosen italienischen Vorstädte der Arbeiter, kleinen Beamten und Hausfrauen erreicht hat. Massimo Carlottos unkonventioneller Inspektor Campagna, unterwegs in einem Padua der kleinen Dealer, Fabrikarbeiter und afrikanischen Immigranten, heftet sich im Alleingang an die Fersen eines kolossalen, von der bulgarischen Mafia kontrollierten Drogenrings. Gianrico Carofiglio gelingt eine intime Nahaufnahme vom Vernichtungspotenzial des weißen Gifts. Eine Polizistin der Antidrogeneinheit und ehemalige Spitzenathletin berichtet in einem Café am Meer von einer privaten Beziehung, die sie in einen Strudel aus Sex und Drogen und an den Rand der Legalität bringt und letztlich ihre brillante Karriere zerstört. Giancarlo De Cataldo spinnt in seiner Geschichte ein kühnes und komplexes Machtgefüge, das von der kolumbianischen Kokaplantage über mexikanische Drogenkartelle bis in die oberen Etagen der Mailänder Hochfinanz führt, wo unverdächtige Anwälte die Gelder der kalabresischen Mafia weißwaschen.

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Liczba stron: 211

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CARLOTTOCAROFIGLIODE CATALDO

KOKAIN

MASSIMO CARLOTTOGIANRICO CAROFIGLIOGIANCARLO DE CATALDO

KOKAIN

CRIME STORIES

Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl

Die Originalausgabe des Buches ist erstmals 2013 unter dem Titel Cocaina erschienen.

© der Originalausgabe bei Giulio Einaudi editore, Torino, 2013.

© für Campagnas Spur (Lapista di Campagna): Massimo Carlotto, 2012

© für Schneller als der Schutzengel (La velocità dell’angelo): Gianrico Carofiglio, 2012

© für Schneereigen (Ballo in polvere): Giancarlo De Cataldo, 2012

Lektorat: Christiane Keller

© der deutschsprachigen Ausgabe

Folio Verlag Wien • Bozen 2013

Alle Rechte Vorbehalten

Umschlagfoto: Milos Jokic / Gettyimages

Grafische Gestaltung: Dall’O & Freunde

Druckvorbereitung: Typoplus, Frangart

Printed in Austria

ISBN 978-3-85256-628-3eISBN 978-3-99037-034-6

www.folioverlag.com

MASSIMO CARLOTTO

CAMPAGNAS SPUR

Kommissar Campagna ging zu den Kollegen vom Einsatzkommando. Die beiden Männer des Teams hielten die Schaulustigen in Schach, die neugierig drängelten und unbedingt wissen wollten, warum die Bullen zur Zeit des Aperitifs in einer Wohnung im alten Ghetto von Padua eine Razzia durchführten. Zum Großteil waren es Studenten, junge Freiberufler und Verkäuferinnen. Sie tranken Aperol Spritz aus großen Plastikbechern. Vor Kurzem noch hatten sie in den nahen Lokalen herumgestanden, aber das Gerücht hatte sich rasch verbreitet. Auch Kommissar Giulio Campagna hatte gerade mit ein paar Freunden auf einer Piazza gestanden und an einem Glas genippt, als er den Anruf von Damiano Pinamonti erhalten hatte, dem Kollegen, der den Einsatz leitete.

– Giulio, wir haben nur 300 Gramm gefunden.

– Schaut noch mal nach. Mein Informant war ganz sicher.

– Hilf mir, flüsterte Pinamonti. Bitte.

Campagna seufzte und stieß einen Fluch zwischen den Zähnen hervor. Dann kippte er den restlichen Wein hinunter und ging, während sich seine Freunde über ihn lustig machten. Die Paduaner beherrschten nämlich die Kunst des Verarschens. Eigentlich hätte der Kommissar bei der Razzia nicht dabei sein sollen. Nun wussten alle, dass man ihm einen Tipp gegeben hatte. Und das war schlecht, denn so konnte sein Informant auffliegen. Campagna bahnte sich nur deshalb einen Weg zwischen den Schaulustigen, weil Pinamonti einen Misserfolg nach dem anderen einfuhr und wahrscheinlich bald im Büro versauern würde. Dabei war er ein guter Polizist – ein guter Polizist, der gerade eine schlechte Phase hatte. Alle hatten hin und wieder so eine Phase, der Unterschied bestand nur in der Dauer. Im Falle des Kollegen dauerte sie schon peinlich lange.

Einer der beiden Polizisten hob den Blick vom Dekolleté einer Frau.

– Noch immer im Dienst, Campagna?

– So mache ich schneller Karriere, erwiderte er und warf die Kippe auf den Boden.

Die beiden Polizisten grinsten süffisant. Campagna hatte seine Karrierechancen schon längst verspielt; er musste froh sein, dass man ihn nicht rausgeschmissen hatte. Mehr als einmal hatte sich der Chef des Einsatzkommandos für ihn einsetzen müssen, um das Schlimmste zu verhindern. Der Kommissar hatte ein besonderes Talent, sich in Schwierigkeiten zu stürzen, denn er scherte sich nicht um Regeln und Hierarchien. Aber er war geradlinig und ehrlich. Und er ließ nicht locker, bis er seine Fälle abgeschlossen hatte. Im Allgemeinen galt er als ein etwas durchgeknallter Exzentriker. Was im Grunde auch seiner Selbsteinschätzung entsprach.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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