Kinder im Tyrannenmodus - Gerhard Spitzer - ebook

Kinder im Tyrannenmodus ebook

Gerhard Spitzer

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Opis

Welche Grenzen brauchen Kinder? Befinden sich immer mehr Kinder in einer Art "Tyrannen-Modus"? Müssen deswegen immer mehr Eltern ihre täglichen "Einsätze am Limit" fahren? Muss das so sein, oder kann man vieles ganz anders sehen? Etwa mit den Augen eines Kindes? Das geht, meint der bekannte und beliebte Familiencoach und Erfolgsautor Gerhard Spitzer: Gerade sich darauf von Herzen einzulassen, wenn unsere Kinder und Jugendlichen zuweilen unerträglich, stressig, widerspenstig, aufsässig oder schlicht und einfach "schlimm" sind, kann erstaunlich viel Spaß machen. Genau dazu soll "Kinder im Tyrannen-Modus" behutsam und augenzwinkernd, aber trotzdem fachlich fundiert motivieren.

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Über dieses Buch

Welche Grenzen brauchen Kinder?

Befinden sich immer mehr Kinder in einer Art »Tyrannen-Modus«?

Müssen deswegen immer mehr Eltern ihre täglichen »Einsätze am Limit« fahren?

Muss das so sein, oder kann man vieles ganz anders sehen?

Etwa mit den Augen eines Kindes?

Das geht, meint der bekannte und beliebte Familiencoach und Erfolgsautor Gerhard Spitzer: Gerade sich darauf von Herzen einzulassen, wenn unsere Kinder und Jugendlichen zuweilen unerträglich, stressig, widerspenstig, aufsässig oder schlicht und einfach »schlimm« sind, kann erstaunlich viel Spaß machen.

Genau dazu soll »Kinder im Tyrannen-Modus« behutsam und augenzwinkernd, aber trotzdem fachlich fundiert motivieren.

Gewidmet unseren drei großartigen Kindern, die – mag es nun Zufall sein oder daran liegen, dass meine Frau und ich aufmerksam meine Bücher lesen – kaum jemals auf die Idee gekommen sind, in einen Tyrannenmodus zu schalten.

Vielleicht sollten Sie aber dazu noch etwas wissen: In all den Jahren hat bei uns fast täglich der Spaß eine erhebliche Rolle gespielt.

Inhalt

Prolog

Zeremonieller Einlauf

Aufwärmtraining

TEIL 1: GESICHTER DER TYRANNEI

… eine spannende Reise zu den »beliebtesten« tyrannischen Verhaltensmustern und ihren Auswirkungen bei Kind und Kegel

Achtung: Perspektivenwechsel sehr wahrscheinlich!

Tyrannenmuster: Wenn sie verweigern …

»Nein, ich mag nicht!« – Tyrannenmodus: Trotzkopf
»Erzieh mich doch, wenn du kannst!« – Tyrannenmodus: Provokateur
»Jetzt erst recht nicht!« – Tyrannenmodus: Verweigerer
»Wäh, das schmeckt mir nicht« – Tyrannenmodus: Nörgler

Tyrannenmuster: Wenn sie sich auflehnen …

»Wieso immer ich?« – Tyrannenmodus: Verhandler
»Bitte, bitte, Mami!« – Tyrannenmodus: Bettler
»Ich raste jetzt aus!« – Tyrannenmodus: Rumpelstilzchen
»Jetzt verhau’ ich dich!« – Tyrannenmodus: Streithansl
»Kein Anschluss unter dieser Nummer!« – Tyrannenmodus: Blockierer

Tyrannenmuster: Wenn sie nicht lernen wollen …

»Lernen ist für Schwächlinge!« – Tyrannenmodus: Faulsack
»Lernen ist nicht lustig!« – Tyrannenmodus: Lernverweigerer

Teil 2: Kann Erziehung noch Spaß machen?

… ein entspannender Aufstieg vom augenzwinkernden Basislager bis hinauf zum höchsten Spaß-Level für Kind und Kegel.

Achtung: Lustige Aussichten sehr wahrscheinlich!

Spaß-Level null

Vom Zulassen und Einlassen – Spaß am Umdenken?

Spaß-Level eins

Von Gelassenheit und Zuversicht – Spaß durch Unbekümmertheit?

Spaß-Level zwei

Vom Anzünden und Einklinken – Spaß mit Eigenleben?

Spaß-Level drei

Vom Mitmachen und Entspannen – Spaß im Doppelpack?

Spaß-Level vier

Von Vor- und Nachteilen – Spaß am Positiven?

Spaß-Level fünf

Vom Augenzwinkern und Schweigen – Spaß an Sprachlosigkeit?

Spaß-Level sechs

Vom Geben und Nehmen – Spaß als Stilmittel?

Bonus-Spaß-Level

Von Lernen und Begeistern – Spaß durch Vorbildwirkung?

Eltern im Spaßmodus – Haustyrannen im Ruhestand?

Dank

Liebe Eltern und Großeltern!

Liebe Pädagogen inner- und außerhalb der Schulen!

Prolog

Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer.

Sokrates (um 470–399 v. Chr.)

Können Sie sich das vorstellen? Das obige Zitat habe ich keineswegs exklusiv für dieses Buch erfunden, sondern es stammt offenbar wirklich aus dem antiken Griechenland, wo Erwachsene wie Kids noch in weiße Bettlaken gehüllt herumgelaufen sind, so unbegreiflich lange ist das schon her.

Die alten Griechen scheinen, zumindest in pädagogischer Hinsicht, damals doch tatsächlich in den gleichen Schwierigkeiten gesteckt zu haben wie wir heute. Zumindest sieht es so aus, als hätte sich an der fiesen Grundorientierung der Kids seit zweieinhalbtausend Jahren im Wesentlichen nicht viel geändert. Kann man das glauben? Wir müssen es wohl, weil ich Leuten wie dem altehrwürdigen Philosophen und Lehrer Sokrates natürlich herzlich gern Glauben schenke. Sie auch? Na also! Dann sind wir uns bis hierhin mal einig: Das Zitat ist authentisch, daran gibt’s wohl nichts zu rütteln!

Aber Hand aufs Herz: Noch kurz zuvor hätten Sie wohl auch nicht gedacht, dass es tyrannische Kinder schon so lange gibt, oder? Ich selber habe zwar nun schon mehr als drei Jahrzehnte mit tyrannischen Kindern zu tun, bin aber persönlich trotzdem mehr als erstaunt über diesen Weckruf aus dem Altertum gewesen. Umso mehr, als das Ganze mir als Autor eine ganz neue Dimension eröffnet hat. Ich bin offensichtlich gerade im Begriff, ein schon seit fast zweieinhalb Jahrtausenden dringend fälliges Buch nachzuholen. Wann bekommt man als Pädagoge schon mal so eine griffige Chance?

Jedenfalls bin ich jetzt gleich doppelt motiviert und freue mich darauf, meine eigenen Hauptakteure aufmarschieren zu lassen, nämlich permanent ihren Eltern widersprechende, beim Essen kleckernde, ihre Lehrer ärgernde Kinder und Jugendliche. Erstaunlich diese Parallelen, nicht wahr? Allerdings können wir moderne Eltern noch einiges drauflegen, was der gute, alte Sokrates vielleicht noch gar nicht zur Hand gehabt hat. Wir haben außerdem noch aufsässige, unfolgsame, unangepasste, nörgelnde, rotzfreche, kurzum schlichtweg »tyrannische« Kinder zu bieten.

Wer bietet mehr? Niemand? Dann geht der Zuschlag wohl an das vorliegende »pädagogische Jahrtausendwerk«! Eine geradezu epochale Vorstellung … und eine witzige obendrein.

Bemerkenswert ist jedenfalls, dass in all den Jahrhunderten noch kaum ein schreibender Pädagoge in irgendeinem Elternratgeber mutig genug gewesen zu sein scheint, das »Kind beim Namen« zu nennen. Deshalb mache ich das jetzt mit »Kinder im Tyrannenmodus« und habe mir vorgenommen, mir beim Schreiben kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Eine ganz schöne Verantwortung, die ich mir da aufgebürdet habe. Nun, dann hoffe ich mal, dass nicht nur der altwehrwürdige Lehrer Sokrates, sondern auch Sie, liebe zeitgenössische Leserinnen und Leser, mit mir und meiner schon seit 25 Jahrhunderten ungeschriebenen Tyrannenanalyse zufrieden sein werden …

Ein schönes Buch hilft den Gedanken des Autors beim Flug in den Kopf des Lesers.

Rainer Groothuis

Schlichte Einleitung?

Da sitze ich nun vor mindestens 200 leeren Seiten und spüre, dass eine schlichte »Einleitung« einem dermaßen fundamentalen Buch nicht einmal annähernd gerecht werden kann, wenn es dazu taugen soll, den aufgestauten Frust Hunderter Generationen erziehender und hilflos der Tyrannei der Jugend unterlegener Erwachsener endlich aufzulösen.

Aber erneut hilft mir die Vorstellung vom antiken Griechenland, die ich immer noch vor Augen habe: Hochmodische Betttuchgewänder, ein annähernd entschleunigtes Leben ohne Smartphone-Hype, würdevoll einherschreitende und philosophierende Nachhilfelehrer und um sie herumwuselnde, ziemlich bösartige kleine Tyrannen. Unter all den Kids könnte damals ja sogar schon manch ein künftiger »Berufsdespot« gewesen sein. Wer weiß? Schließlich kann es ja nicht schaden, wenn man sich konsequenterweise für genau den Job entscheidet, den man schon als Kind perfekt beherrscht hat. Doch wir wollen nicht hoffen, dass just einer von Sokrates’ Schülern diesen Lebensweg je gewählt hat. Aber das ist sowieso längst Geschichte!

Ich möchte ohnehin ein ganz anderes Bild mit Ihnen teilen: eines von heldenhaften Fackelträgern, welche bei den wahrscheinlich ersten Olympischen Spielen irgendwo im antiken Griechenland mit stolzgeschwellter Brust und vollkommen außer Puste in ein Sportstadion einlaufen. Eine Zeremonie, die sie, weiß der Kuckuck warum, heute immer noch alle vier Jahre so durchziehen …

Dennoch ist es genau das, was mir vorschwebt – keine bloße Einleitung wie bei all den anderen »Nicht-Jahrtausend-Büchern«. Was ich mit Ihnen allen, liebe Eltern, Großeltern, Pädagogen und anderen Kinderdienst-Habenden, viel lieber teilen möchte, ist ein klassischer »Aktionismus«, der diesem bedeutungsvollen Werk hoffentlich angemessen ist, nämlich ein sportlich-lockerer …

Zeremonieller Einlauf

»Einlaufen« kann man auf vielerlei Art: erst mal, wie schon gesagt, als triumphierender Sportler in ein Stadion; oder als Wäsche in einer zu heiß eingestellten Waschmaschine; als Bluejeans in einem ähnlich überhitzten Umfeld; als Tinte in eine nagelneue Bluse; oder stellen Sie sich vor, Sie hätten das Pech, eine Portion warmes Badewasser zu sein. Dann müssten Sie vielleicht irgendwann in eine Badewanne einlaufen, in der dann ein völlig verdrecktes Kind in böser, tyrannischer Absicht und mit viel lautem Geplantsche den gesamten Raum samt Vorzimmer unter Wasser setzt.

Na super! Das fängt ja gut an – gleich bei der Einleitung ein Bild mit Horrorpotenzial. Dabei haben wir schon genug damit zu tun, hier in unser erdachtes Stadion einzulaufen, dessen Reihen und Zuschauertribünen jetzt vollgestopft sind mit lauter aufsässigen, widerspenstigen, unsereins nicht zuhörenden und obendrein noch wenig kooperativen Kindern und Jugendlichen.

Autsch! Das fühlt sich ja nun nicht mehr so sehr nach einem triumphalen Auftritt für uns Erwachsene an, zumal ich, wenn mich nicht alles täuscht, soeben von ganz oben ein paar »Buh-Rufe« vernommen habe.

Wenn das Projekt nach so einem heftigen Einlauf jetzt noch gut gehen soll, helfen sicherlich nur noch drei bewährte Rezepte: Humor, Geduld und Nachsicht!

Humor, meine Herren, ist nicht erlernbar! Neben Geist und Witz setzt er ein gerüttelt Maß an Herzensgüte voraus, an Geduld und Nachsicht! Deshalb ist er auch so selten.

Curt Goetz

Diese Werkzeuge werden wir sicherlich ganz dringend brauchen, weil es wahrlich kein leichtes Unterfangen ist, über berufsmäßige Mini-Tyrannen zu schreiben und dazu auch noch praxistaugliche Blickwinkel zu liefern. Noch schwieriger ist es, als Betroffener darüber zu lesen, darauf können Sie sich jetzt schon verlassen. Also, her mit einer tüchtigen Portion Humor, weg mit all der typisch erwachsenen Ernsthaftigkeit, sonst stehen wir das hier nicht unbeschadet durch.

Obendrein verhilft uns hoffentlich auch meine durchgängige Rahmengeschichte rund um das antike Stadion, die vielen heiklen und heißen Themen in diesem Buch leichter »verdaulich« zu machen. Deshalb hoffe ich, dass Sie nun gleichermaßen motiviert wie fit und zu jeder »Schandtat« bereit sind!

Von Blickwinkeln und Gänsen

Mein Plan lautet nämlich, für Sie die allerbesten Voraussetzungen zum Einnehmen ganz neuer, auf jeden Fall aber zutiefst positiver Blickwinkel zu schaffen. Es ist sicher nicht die leichteste, dafür aber eine äußerst spannende Aufgabe, die vordergründig so tyrannischen Verhaltensmuster, die uns Eltern und Lehrer täglich mit ausreichend Ärger versorgen, auch mal in einem viel milderen Licht sehen zu können. Ihre persönliche Motivation plus eine Portion Zuversicht werden uns dabei jedenfalls überaus gute Dienste leisten. Trotz aller perfekten Vorraussetzungen sollten wir uns jedoch nicht bloß darauf verlassen, sondern uns einer weiteren kompetenten Unterstützung versichern. Schließlich wollen wir ja mit all den vielen neuen Perspektiven nicht ganz allein dastehen.

Ich habe deswegen keine Kosten und Mühen gescheut und für Sie eine wahrlich großartige Philosophin gleichsam als »persönliche Assistentin« aufgetrieben, die uns ebenso erstaunliche wie tief gehende Sichtweisen vermitteln wird, wie sie noch nie in einem Elternratgeber aufgetaucht sind. Jene bemerkenswerte Persönlichkeit ist … eine dumme Gans!

Wie bitte? Was soll das denn jetzt werden? Keine Sorge, bald sehen Sie klarer! Die offizielle Vorstellungsrunde erfolgt in Kürze im Rahmen eines vorbereitenden Trainingsprogramms …

Von Gelegenheiten und Nörgeleien

Zunächst möchte ich allen Erwachsenen, die aufgrund massiver Tyrannenangriffe bereits ein wenig neben ihrem eigenen Nervenkostüm stehen, auch mal so richtig Gelegenheit zum Nörgeln geben. Wir haben ja schließlich auch ständig raunzende Kids um uns – genau wie jetzt hier in unserem antiken Stadion. Manchmal sogar, wenn man an diverse Schulkassen oder Kindergartengruppen denkt, in so großer Anzahl, dass man das Wort »zu viel« zur Untertreibung des Jahrhunderts erklären könnte. Da fragt man sich: »Wann hört denn uns leidgeprüften Eltern, Großeltern, Lehrern und Co endlich mal jemand zu, wenn wir Beschwerden haben?«

Jetzt! – Allerdings nicht mehr allzu lange, so viel sollte klar sein. Betrachten wir es also vorläufig als letzten Aufruf für alle stresserprobten erwachsenen Bezugspersonen, noch einmal über ihre süßen Plagegeister, egal ob im trauten Heim, in der Schule, im Hort oder Kindergarten, nach Herzenslust zu nörgeln. Lassen Sie es ruhig raus: Schimpfen Sie für sich allein oder gemeinsam mit Ihrem Partner oder Kollegen noch einmal so richtig aus dem Bauch heraus über all die schlimmen Kids und über all den mit ihnen verknüpften Stress. Das darf sein! … Muss sogar mal sein, keine Frage.

Aber Vorsicht! Auch der allerschlimmste Haustyrann kommt einmal selber zu Wort. In diesem Buch jedenfalls wird das zuverlässig so sein, zumindest werden zahlreiche »betroffene« Kinder und Jugendliche klar und deutlich ihre geheimsten Gedanken ausdrücken dürfen. Mal sehen, ob die Kids bei diesen Gelegenheiten eventuell auch etwas zu nörgeln haben werden …

Vielleicht stehen wir dann mit unserem Gefühl, andauernd nur rücksichtslos tyrannisiert zu werden, gar nicht mehr völlig allein da, weil es plötzlich aus irgendeiner unaufgeräumten Kinderzimmerecke tönt: »Mami, du tyrannisierst mich andauernd!«

Na super! So weit käme es noch! Tut mir leid, aber so weit wird es kommen …

Lauschangriffe

In zahlreichen Passagen werden wir es uns nämlich zur Aufgabe machen, vorwitzig zu belauschen, was unsere kleinen Westentaschenterroristen wirklich so denken, wenn sie mitten in einem aktuellen Tyrannenmodus stecken. Klar ist das schon fast ein »Gedanken-Abhörskandal!«. Meine Gewissensbisse halten sich jedoch in Grenzen, weil Lauschangriffe, wie man so hört, in letzter Zeit sowieso auf der Tagesordnung stehen.

Einen überaus positiven Aspekt an der ganzen skandalösen Vorgehensweise möchte ich Ihnen aber gerne jetzt schon verraten. Es werden sich bei unseren tiefen Einblicken nicht nur zahlreiche »harte Fakten« auftun, sondern zuweilen überaus verblüffende Erkenntnisse auf Sie warten, die in dieser Form sicherlich noch nie geschildert worden sind.

Was uns blüht

Zu guter Letzt dürfen Sie natürlich noch erfahren, wie unser gesamter »Spielplan«, gleich nach unserem aktuellen sportlichen Einlauf und den in Kürze startenden Trainingseinheiten, aussehen wird. Im ersten von zwei Teilen des spannenden Buches werden wir eine Anzahl typischer Tyrannenmodi durchlaufen – genau so, wie es im Titel steht – und sie bis ins Kleinste zerpflücken. Erst dann können wir herausfinden, was wirklich hinter all den »prickelnden« Verhaltensmustern steckt und wo all die Tyrannei schlussendlich überhaupt herkommt, um schließlich zu verstehen, wer denn nun tatsächlich mehr Grund zum Nörgeln hat: unser lieber Nachwuchs oder wir noch liebenswerteren Erwachsenen.

Man muss ja wissen, wo alles herkommt, sonst weiß man nie, wo es hingeht!

Lucius Annaeus Seneca

Mal sehen, was für uns alle am Ende des Tages, sprich: am Ende des ersten umfangreichen Buchteils übrig bleibt. Ganz sicher jedenfalls gibt es während dieses gesamten Abschnitts etwas für Sie zum Mitnehmen, nämlich ganze Sammlungen leicht nachvollziehbarer und sofort umsetzbarer Praxistipps, die Sie jeweils am Schluss jedes einzelnen Kapitels unter dem Titel »Anti-Tyrannen-Strategien« nachschlagen können.

Im zweiten Buchteil schließlich ist für uns alle schon gemütliches Zurücklehnen angesagt, weil ich dort, wie es sich für einen verantwortungsvollen Sachbuchautor gehört, Wort für Wort die Titelfrage auflösen werde, ob Erziehung nun eigentlich noch Spaß machen kann oder nicht. Sie erkennen sicher schon: Spannung und Entspannung werden im praktischen Kombipack in diesem Werk gleich gemeinsam geliefert. Spannend, nicht?

Natürlich würde es mich sehr freuen, könnten Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, mein Buch nicht nur spannend finden, sondern auch noch lieb gewinnen, so als wäre es wirklich ein »Jahrtausendwerk«.

Aber kann man ein Buch mögen, das nahezu überquillt von Tyrannei und häuslichem Terror, Nörgelei und Verweigerung, Ausrasten und Einschnappen, Bettelei und Diskussionen, Streit und Blockaden?

Man kann! Dazu brauchen Sie nur trotz all dieser »schlimmen Begriffe« vertrauensvoll Ihr Herz zu öffnen, denn ich habe all die »Schlechtigkeiten« für Sie in Texte voller Behutsamkeit und bisweilen schelmischem Augenzwinkern, aber auch voller Einsicht, Nachsicht, Geduld und vor allem Liebe verpackt.

Wer sagt, es gibt keine Wunder auf dieser Erde, hat noch nie die Geburt eines Kindes erlebt. Wer sagt, Reichtum ist alles, hat noch nie ein Kind lächeln gesehen. Wer sagt, diese Welt sei nicht mehr zu retten, hat vergessen, dass Kinder Hoffnung bedeuten.

Reinhard Becker

Ihr

Gerhard Spitzer

Aufwärmtraining

Nun sind wir zwar schon ein wenig eingestimmt, besser gesagt, wir sind gerade erst in unser fiktives antikes Stadion eingelaufen und werden dort von ebenso zahl- wie ratlosen Kindern aller Alters- und Schwierigkeitsklassen angestarrt. Aber so richtig restlos vorbereitet für den Teil eins, der vor schwer verdaulichem »Stoff« nur so strotzt, sind wir leider noch nicht. Das sollten und werden wir nach diesem Wie-bereite-ich-mich-auf-harte-Tatsachen-vor-Training allerdings sein. Schließlich ist es mir ein Anliegen, dass wir Erwachsene in diesem riesigen Gebäude voller Haustyrannen eine angemessen gute Figur machen, zumal wir unter dem Haufen renitenter Kids derzeit eindeutig in der Unterzahl sind. Wir brauchen also dringend Verstärkung, das steht außer Frage!

Deshalb werde ich Sie, praktischerweise gleich während unseres Aufwärmtrainings, mit unserem wichtigsten Gaststar, der Philosophin Gundula, bekannt machen. Sie ist nämlich unverzichtbarer Bestandteil unserer gewissenhaften Vorbereitung und überhaupt für den gesamten Spielplan …

Trainingseinheit, die erste: Verständnis

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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