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Die Expansion Englands über den Atlantik beruhte nicht allein auf Handel, sondern auf juristischen Experimenten und kontrollierter Gewalt. Zwischen königlichen Privilegien, bewaffneten Schiffen und neuen Handelsrouten entstand eine maritime Ordnung, die spätere Imperien vorbereitete. Dieses Buch analysiert die Entwicklung des englischen Seerechts während der Tudorzeit im Zusammenhang mit Atlantikhandel und imperialer Konkurrenz. Royal Charters regelten Monopole und Handelsrechte, während privateering den Angriff auf gegnerische Schiffe unter staatlicher Genehmigung legalisierte. Dadurch verschwammen die Grenzen zwischen Piraterie, Wirtschaftspolitik und militärischer Strategie. Besonderes Augenmerk gilt den politischen Folgen dieser Entwicklung. Der Zustrom amerikanischen Silbers sowie der Handel mit Zucker und Tabak stärkten neue wirtschaftliche Akteure, deren Interessen eng mit maritimer Expansion verbunden waren. Hafenstädte gewannen an Einfluss, und die Krone begann, ihre Macht zunehmend über Seewege und Handelskontrolle zu definieren. Die atlantische Welt entstand damit nicht nur durch Entdeckungsfahrten, sondern durch eine neue Verbindung aus Recht, Kapital und organisierter Gewalt auf dem Meer.
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Liczba stron: 186
Rok wydania: 2026
