Im Schatten des Doms zu Regensburg - Rolf Peter Sloet - ebook

Im Schatten des Doms zu Regensburg ebook

Rolf Peter Sloet

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Opis

Eine ratlose Tante bittet einen Detektiv, ihren Neffen zu suchen, der in Neapel verschwunden ist. Ein Opfer trifft nach vielen Jahren seinen Peiniger wieder, eine Familie verschwindet, Gangster planen einen großen Coup und ein Dieb muss feststellen, dass er den Falschen bestohlen hat. Während Besucher mit staunenden Augen durch das mittelalterliche Regensburg streifen und den Dom besichtigen, ahnen sie nicht, dass gleichzeitig das Böse im Schatten der Mauern lauert. Eine Frau verschwindet, Polizisten wechseln die Seiten, ein Angler macht einen unverhofften Fang und ein harmloser Wäschefetischist wird brutal ermordet. Lernen Sie Regensburg aus einer anderen Perspektive kennen. Und wenn Sie die Geschichten vor dem Einschlafen lesen, vergewissern Sie sich vorher, ob auch alle Türen und Fenster gut verschlossen sind!

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Rolf Peter Sloet

Im Schattendes Doms

zu Regensburg

Morde und andere Verbrechen

Kriminalgeschichten aus Regensburg

Ich danke unseren Freunden Anita, Christine, Otto, Petra und Roswitha, die ihre Namen für Kriminalgeschichten zur Verfügung stellten.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

ISBN 978-3-86646-327-1

© MZ-Buchverlag in der H. Gietl Verlag & Publikationsservice GmbH, Regenstauf

www.gietl-verlag.de

Alle Rechte vorbehalten.

Titelbild: Regensburger Dom, savusavu – pixelio.de

Datenkonvertierung: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

Inhaltsangabe

Zietta (Tantchen)

Hooknose (Hakennase)

Eynatten

Der Primar (Bürgermeister)

Der Penner

Mensch ärgere Dich nicht

Das Handy

Der Golem

Anita

Roswitha

Otto.

Petra

Christine

Nie wieder!

Knapp mangelhaft

Stinkefinger

Die Holzkästchen

Burgmann

Anglerglück

Jenny

Als Zugabe: Der Turboschranzen-Drehmomentknarzer

Die meisten Geschichten, ihre Personen und Orte der Handlungen sind frei erfunden. Einige Geschichten beinhalten einen wahren Kern; auch eigene Erlebnisse habe ich verarbeitet. In ihnen habe ich die Personen und Orte der Handlung so verändert, dass keine Rückschlüsse auf lebende oder verstorbene Personen gezogen werden können.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und unbeabsichtigt.

Zietta

Als ich aus dem Hausflur ins Vorzimmer trat, war Gundi schon da. Sie blickte von der Zeitung auf und wies mit dem Kopf auf mein Büro. „Da sitzt eine Dame, Bert. Sie will dich sprechen.“ Und dann fügte sie hinzu: „Viel Spaß!“

Gundi erledigt die Büroarbeit. Sie arbeitet halbtags, denn eine Ganztagskraft kann ich mir gar nicht leisten. Aber sie ist unverzichtbar für meine Arbeit. Sie bringt morgens die Zeitung mit, kocht Kaffee und besorgt Kleinigkeiten zum Frühstück. Natürlich geht sie auch ans Telefon, wenn jemand anruft und sie stellt die Rechnungen aus, sofern es welche auszustellen gibt.

„Wieso dieses viel Spaß, Gundi?“, wollte ich wissen.

„Das finde selbst heraus, Bert.“

Sie drehte sich um und warf die Kaffeemaschine an.

Ich ging in mein Büro. Vor meinem Schreibtisch, mit dem Rücken zu mir, saß eine junge Dame. Ich registrierte lange, schwarze, leicht gewellte Haare, ein dunkelrotes, erstklassig sitzendes Kostüm und hochhackige Pumps in passender Farbe, soweit ich es aus dieser Perspektive erkennen konnte. Auf der rechten Seite meines Schreibtisches stand, natürlich ebenfalls in passender Farbe, eine Handtasche, die sehr teuer ausschaute.

Alles, was sich da vor meinem Schreibtisch versammelt hatte, sah teuer aus.

Die junge Dame drehte sich um und sah mir forschend ins Gesicht. „Sie sind Bertholf Kleines?“

Ich blickte in ein schmales, perfekt geschminktes Gesicht, mit bemerkenswerten Augen. Ja, wie soll ich die Augen beschreiben? Schwarz? Pechschwarz? Unergründlich schwarz? Auf jeden Fall waren die Haarfarbe und die Farbe der Augen ebenfalls perfekt aufeinander abgestimmt.

„Ja, der bin ich persönlich. Bertholf Kleines. Bertholf. Mit f hinten und nicht mit d. Aber meine Freunde sagen Berti zu mir.“

Sie reichte mir die Hand, blieb dabei sitzen. Ihr Rock war weit über die Knie gerutscht, sie hatte die Beine elegant zusammengepresst und zur Seite gekippt. Sie saß so da, wie man es in der Schule für Vorstandssekretärinnen von den Lehrgangsteilnehmerinnen erwartet. Obwohl sie saß, erkannte ich, dass sie (darin bin ich Fachmann) ein sehenswertes Fahrgestell besaß. Ihre Strümpfe, ich hätte wetten können, dass sie Strümpfe mit Straps und keine Strumpfhose trug, schimmerten perlfarben im Licht der beiden Neonröhren, die Gundi eingeschaltet hatte. Es regnete draußen in Strömen und durch das Fenster, ein Nordfenster mit Bäumen davor, fiel praktisch kein Licht in mein kleines, karges Büro.

Ich ergriff ihre Rechte und schüttelte sie vorsichtig. Ihre Hand war schmal, auf jedem Finger steckte ein Ring und die Fingernägel waren mindestens fünf Zentimeter lang, leicht gekrümmt und sie besaß sicherlich einen Waffenschein dafür. Deren Farbe wollen Sie wissen? Die war selbstverständlich passend zum Kostüm, zu den Schuhen und der Handtasche. Ihr Händedruck war kühl und überraschend fest.

„Angenehm, Herr Kleines“, sagte sie. Ihre Stimme war tief und besaß einen Klang, bei dem sich meine Härchen auf den Unterarmen aufstellten. „Hätten Sie etwas Zeit für mich, Herr Kleines?“

Ich ging um den Schreibtisch herum und rutschte in meinen grauen Ledersessel. Beide Möbelstücke hatte ich aus dem Fundus der Bundeswehr ersteigert.

Dann setzte ich mein bestes Lächeln auf. „Selbstverständlich habe ich Zeit für Sie. Es ist meine Aufgabe, dass ich Zeit für meine Klienten habe. Damit verdiene ich mein Geld. Und mit wem habe ich die Ehre?“

„Oh, entschuldigen Sie bitte, Herr Kleines.“ Tatsächlich überzog eine leichte, flüchtige Röte ihr Gesicht.

„Ich heiße Lucretia Maria Trinci-Marenzi.“

Mir war sofort ein leichter Akzent aufgefallen. Jetzt war mir klar, die Dame war Italienerin. Ich sage bewusst nicht mehr „junge Dame“. Von hinten hatte ich sie auf Ende zwanzig geschätzt, aber jetzt stellte ich bei dem ungünstigen Licht der Neonröhren fest, dass sie älter war. Sie musste Ende dreißig sein. Doch was ich da vor mir sah, war das beste Exemplar einer Dame, das ich jemals in dieser Altersklasse vor mir sitzen gehabt hatte. Sie war eine Wucht! Ihre Kostümjacke war geöffnet und mein Blick fiel auf eine schwarze Seidenbluse, die, je nach Lichteinfall, regenbogenfarbig schimmerte. Die beiden obersten Knöpfe der Bluse waren geöffnete. Sie gaben den Blick frei auf ein tiefes Tal zwischen ihren beiden, in schwarze Spitze gezwängten Hausberge (ein besseres Wort fällt mir nicht ein), gegen die der Watzmann auf dem Kalender neben der Tür nur wie ein Hügelchen wirkte.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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