Geschichte Südasiens - Michael Mann - ebook

Geschichte Südasiens ebook

Michael Mann

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Opis

Das Potential und die Wirtschaftskraft Südasiens und Indiens rücken immer deutlicher in das europäische Bewusstsein. Welche vielgestaltige Geschichte dieser Großraum hat und wie es zu den heutigen Staaten gekommen ist, führt der Band von Michael Mann eindrücklich vor. Geographisch geht es nicht um eine Geschichte Indiens in seinen heutigen Grenzen, sondern um eine des gesamten Subkontinents, von Pakistan und Nepal über Indien bis Sri Lanka und den Malediven. Inhaltlich behandelt der Band die Geschichte der Region nicht nur punktuell dort, wo Europäer mit ihr in Berührung kommen (Kaufleute, Ostindienkompanien, Kolonisatoren), sondern begreift sie als eigenständige, hoch spannende Geschichte einer Großregion. Die Darstellung beginnt mit dem Entstehen des islamischen Großreiches der Moguln und endet in der Gegenwart. Die religiösen wie politischen Spannungen der Region bis heute werden ebenso behandelt wie der jüngere rasante Aufstieg Indiens als Wirtschaftsmacht.

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Michael Mann

Geschichte Südasiens

1500 bis heute

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Impressum

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung in und Verarbeitung durch elektronische Systeme.

ISBN der gedruckten Ausgabe: 978-3-534-22864-5

© 2010 by WBG (Wissenschaftliche Buchgesellschaft), Darmstadt

Die Herausgabe dieses Werkes wurde durch die Vereinsmitglieder der WBG ermöglicht.

Einbandgestaltung: schreiberVIS, Seeheim

eBook ISBN 978-3-534-70436-1 (epub)

Als epub veröffentlicht 2011.

www.wbg-wissenverbindet.de

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Innentitel

Inhaltsverzeichnis

Informationen zum Buch

Informationen zum Autor

Impressum

Inhaltsverzeichnis

Geschichte kompakt

Einführung: Geschichte, Gesellschaft und Kultur

I. Vijayanagara-Reich und Mogul-Reich im 16. Jahrhundert

1. Vijayanagara-Reich zwischen Nayaka-Rajatümern und Shahi-Sultanaten

2. Anfänge und Aufbau des Mogul-Reiches

3. Padshah Akbars imperialer Staat

4. Mamluken, Osmanen und Portugiesen im Indischen Ozean

II. Das Imperium der Moguln im 17. Jahrhundert

1. Das Imperium der Timuriden zwischen Safawiden und Osmanen

2. Territoriale Expansion und innere Konsolidierung

3. Rebellionen und lokaler Widerstand

4. Stadtentwicklung in Südasien

5. Wirtschaft, Handel und Verkehr in Südasien und dem Indischen Ozean

III. Umstrukturierung und Reorganisation Südasiens im 18. Jahrhundert

1. Das Imperium der Moguln als Variante des segmentären Staates

2. Vom zentralen Reichsverband zum dezentralen Staatenbund

3. Wirtschaftlicher Wandel: Reorganisation von Routen und Ressourcen

4. Gesellschaftlicher Umbruch und kultureller Wandel

IV. British-Paramountcy und British Raj im 19. Jahrhundert

1. Britische Expansion und südasiatischer Widerstand

2. Südasiatische Waren und Arbeitskräfte auf dem Weltmarkt

3. Koloniale Urbanisierung und die Vernachlässigung der südasiatischen Stadt

4. Die Vernetzung des südasiatischen Subkontinents

V. Nationalisierung, Unabhängigkeitskampf und post-koloniale Staaten in Südasien

1. Die gescheiterte indische Nation

2. Der Kampf um Selbstbestimmung und Unabhängigkeit

3. Unabhängigkeit und post-koloniale Staaten: Die Republiken Pakistan und Indien

4. Nepal: Vom Königreich zur Republik

5. Sri Lanka: Bürgerkrieg als koloniales Erbe

Auswahlbibliografie

Ortsregister

Personenregister

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Geschichte kompakt

In der Geschichte, wie auch sonst, dürfen Ursachen nicht postuliert werden, man muss sie suchen. (Marc Bloch)

Das Interesse an Geschichte wächst in der Gesellschaft unserer Zeit. Historische Themen in Literatur, Ausstellungen und Filmen finden breiten Zuspruch. Immer mehr junge Menschen entschließen sich zu einem Studium der Geschichte, und auch für Erfahrene bietet die Begegnung mit der Geschichte stets vielfältige, neue Anreize. Die Fülle dessen, was wir über die Vergangenheit wissen, wächst allerdings ebenfalls: Neue Entdeckungen kommen hinzu, veränderte Fragestellungen führen zu neuen Interpretationen bereits bekannter Sachverhalte. Geschichte wird heute nicht mehr nur als Ereignisfolge verstanden, Herrschaft und Politik stehen nicht mehr allein im Mittelpunkt, und die Konzentration auf eine Nationalgeschichte ist zugunsten offenerer, vergleichender Perspektiven überwunden.

Interessierte, Lehrende und Lernende fragen deshalb nach verlässlicher Information, die komplexe und komplizierte Inhalte konzentriert, übersichtlich konzipiert und gut lesbar darstellt. Die Bände der Reihe „Geschichte kompakt“ bieten solche Information. Sie stellen Ereignisse und Zusammenhänge der historischen Epochen der Antike, des Mittelalters, der Neuzeit und der Globalgeschichte verständlich und auf dem Kenntnisstand der heutigen Forschung vor. Hauptthemen des universitären Studiums wie der schulischen Oberstufen und zentrale Themenfelder der Wissenschaft zur deutschen und europäischen Geschichte werden in Einzelbänden erschlossen. Beigefügte Erläuterungen, Register sowie Literatur- und Quellenangaben zum Weiterlesen ergänzen den Text. Die Lektüre eines Bandes erlaubt, sich mit dem behandelten Gegenstand umfassend vertraut zu machen. „Geschichte kompakt“ ist daher ebenso für eine erste Begegnung mit dem Thema wie für eine Prüfungsvorbereitung geeignet, als Arbeitsgrundlage für Lehrende und Studierende ebenso wie als anregende Lektüre für historisch Interessierte.

Die Autorinnen und Autoren sind in Forschung und Lehre erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Jeder Band ist, trotz der allen gemeinsamen Absicht, ein abgeschlossenes, eigenständiges Werk. Die Reihe „Geschichte kompakt“ soll durch ihre Einzelbände insgesamt den heutigen Wissenstand zur deutschen und europäischen Geschichte repräsentieren. Sie ist in der thematischen Akzentuierung wie in der Anzahl der Bände nicht festgelegt und wird künftig um weitere Themen der aktuellen historischen Arbeit erweitert werden.

Kai Brodersen

Martin Kintzinger

Uwe Puschner

Volker Reinhardt

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Einführung: Geschichte, Gesellschaft und Kultur

Indien – Südasien

Die meisten Geschichten zu Südasien tragen im Titel oftmals den Begriff oder Namen „Indien“. Unter Indien wird nach allgemeinem Verständnis fast ausnahmslos die Republik Indien verstanden, was die anderen Staaten des südasiatischen Subkontinents ausschließt. Der Terminus Südasien hat aber in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend den eurozentrischen Begriff „Indien“ abgelöst und sich an die seit längerem etablierten geografischen Bezeichnungen Südost-Asien und Zentralasien sowie neuerdings auch Ostasien und Westasien angelehnt. Darüber hinaus bezeugt diese neue Begrifflichkeit ein gewandeltes Verständnis von geschichtlichen Zusammenhängen, die nun nicht mehr einseitig von Europa aus konzipiert und geschrieben werden. Die neueste Forschung konzentriert sich auf ein polyzentrisches Weltbild, das allen großen Weltregionen einen gleichwertigen historisch-kulturellen Stellenwert zuschreibt. Eine Geschichte Südasiens zu verfassen heißt folglich auch, sie aus der Perspektive des südasiatischen Subkontinents heraus zu entwerfen und nicht von vorgefertigten Meinungen auszugehen, wie sie in Europa über Jahrhunderte gepflegt wurden und sich in Form von Stereotypen und Vorurteilen manifestiert haben.

Geografisch gehören zu Südasien die gegenwärtigen Länder Afghanistan und Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Sikkim und Bangladesh, Sri Lanka und die Malediven. Südasien ist mit 4,2 Mio. km2 ein Subkontinent, dessen Ausmaße an die der momentanen Europäischen Union heran reichen. Ein Vergleich mit dieser ist nicht nur vor dem Hintergrund der räumlichen Dimension, sondern auch deshalb angebracht, weil die geografische Diversifiziertheit und die sprachliche, kulturelle und ethnisch-gesellschaftliche Vielfalt durchaus mit der Südasiens korrespondiert. Der Subkontinent wird in seiner südlichen Hälfte, der „Halbinsel“, vom Indischen Ozean umspült, deren Spitze Kanya Kumari die Insel Sri Lanka vorgelagert ist. Im Westen begrenzen das Sulaiman- und nördlich davon gelegen das Kirthan-Gebirge die Landmasse. Gen Norden scheint das gewaltige Bergmassiv des Himalaya („Stätte des Schnees“) mit Pamir, Hindukush und Karakorum den Subkontinent abzuschließen, im Osten der Brahmaputra und das Arakan-Gebirge.

Wie jedoch bei allen Gebirgsmassiven der Welt zu beobachten, stellen sie keine unüberwindlichen Hindernisse dar, ganz im Gegenteil, sie fordern geradezu die Erschließung von Passiermöglichkeiten heraus. Der Bolan-Pass und der Khaiber-Pass nach Afghanistan zeugen ebenso von der Suche nach solchen Durch- und Übergängen wie der Karakorum-Pass in das westliche Zentralasien. Auch Tibet war keinesfalls unerreichbar, wie die Jahrtausende alten wirtschaftlichen und kulturellen Austauschbeziehungen zwischen Zentralasien, Tibet und Nordindien belegen. Die transkontinentale Seidenstraße mit ihren von Händlern und Kaufleuten im Verlauf der Jahrhunderte erkundeten und erschlossenen nord-südlich verlaufenden Zubringern sorgte ebenso für die weite Verbreitung von Waren und Menschen wie von politischen und religiösen Ideen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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