Fendt hört mit - Horst Bosetzky - ebook

Fendt hört mit ebook

Horst Bosetzky

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KRIMINALROMAN AUS BERLIN von Horst Bosetzky Der Umfang dieses Buchs entspricht 191 Taschenbuchseiten. Senatsbaurat Lübz wurde von einer S-Bahn überrollt – die Polizei geht von Mord aus. Kriminalhauptkommissar Mannhardt und seine Kollegen ermitteln. Auch die Abteilung Organisierte Kriminalität mischt in dem Fall mit, allerdings hinter den Kulissen. Sie hat schon seit Langem Ron Peccioli auf dem Kieker, einen erfolgreichen Fuhrunternehmer und Sponsor der Footballmannschaft "Berlin Bulls", in der fast ausschließlich Polizisten spielen. Peccioli gilt als Mafia-Boss und steht im Verdacht, Polizeibeamte für die Claninteressen einzuspannen. Möglicherweise hat er auch mit der Ermordung des Senatsbaurats zu tun? Das ist den Ermittlern ein willkommener Anlass, gegen Peccioli einen Großen Lauschangriff zu starten. Der Polizeibeamte Dieter Fendt hat den Auftrag, Peccioli mit einem Richtmikrofon abzuhören - dabei widmet er sich auch der Familie Vogelsang, Pecciolis Vermieter, die ihn eigentlich nichts angeht ... Alle Ereignisse und Figuren in diesem Roman sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen, existierenden Firmen oder realen Begebenheiten wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.

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Horst Bosetzky

Fendt hört mit

Cassiopeiapress Berlin Krimi

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Fendt hört mit

KRIMINALROMAN AUS BERLIN

von Horst Bosetzky

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 191 Taschenbuchseiten.

 

Senatsbaurat Lübz wurde von einer S-Bahn überrollt – die Polizei geht von Mord aus. Kriminalhauptkommissar Mannhardt und seine Kollegen ermitteln. Auch die Abteilung Organisierte Kriminalität mischt in dem Fall mit, allerdings hinter den Kulissen. Sie hat schon seit Langem Ron Peccioli auf dem Kieker, einen erfolgreichen Fuhrunternehmer und Sponsor der Footballmannschaft "Berlin Bulls", in der fast ausschließlich Polizisten spielen. Peccioli gilt als Mafia-Boss und steht im Verdacht, Polizeibeamte für die Claninteressen einzuspannen. Möglicherweise hat er auch mit der Ermordung des Senatsbaurats zu tun? Das ist den Ermittlern ein willkommener Anlass, gegen Peccioli einen Großen Lauschangriff zu starten. Der Polizeibeamte Dieter Fendt hat den Auftrag, Peccioli mit einem Richtmikrofon abzuhören - dabei widmet er sich auch der Familie Vogelsang, Pecciolis Vermieter, die ihn eigentlich nichts angeht ...

 

 

Alle Ereignisse und Figuren in diesem Roman sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen, existierenden Firmen oder realen Begebenheiten wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover: Nach Motiven von Pixabay mit Steve Mayer, 2017

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

[email protected]

ALLES HÄNGT MIT ALLEM ZUSAMMEN.

1. Szene: S-Bahnhof Savignyplatz

Barnabas Lübz stand an der Bahnsteigkante und schnupperte süchtig das S-Bahn-Parfüm. Von den Schwellen und vom Schotter stieg es hoch. Bremsstaub mischte sich mit heißem Öl zu einer schwarzen Schmiere. Feiner Rost lag über allem, und wenn die Stromabnehmer der ein und ausfahrenden Züge am Beginn und Ende des Bahnsteigs mit grellen Blitzen die Seiten wechselten, roch man die vielen hundert Volt.

Seit sie ihn zum Senatsbaurat gemacht hatten, war viel zu selten Gelegenheit, dem Dienstwagen zu entgehen. Heute Abend war es ihm gelungen. Und er war allein. Er genoss es. Den ganzen Tag über dienstlicher Tiefsinn und intellektuelles Graugansgeschnatter, da war es eine Wohltat, dass er endlich einmal nicht reden und nicht zuhören musste.

Wie ein Canyon zogen sich Gleise und Bahnhof durch die Steinwüste zwischen Kantstraße und Kurfürstendamm. In Richtung Süden hatten sie ein wenig Raum zu den Häusern hin gelassen. Den Putz der Wände zierte Reklame der dreißiger Jahre. Blass und ausgewaschen zwar, aber noch ohne Mühe zu deuten. Deutsche Beamten Versicherung. Die bewährte Versorgung aller Schaffenden. Putzig, wie er fand.

Die Fernbahngleise waren neu verlegt, und an den für seinen Geschmack viel zu wuchtigen Masten hingen Drähte von einer solchen Stärke, dass er unwillkürlich an eine Bergbahn denken musste, deren Kabinen Berlin-Touristen zum Europa-Center trugen, zum Mercedes-Stern hinauf. Doch vom Zoo her nahte lediglich ein Intercity, von einer dröhnenden Taiga-Trommel gezogen. Ziemlich leer. Die Potemkin’sche Hauptstadt lockte keinen mehr an. Berlin ohne Mauer war wie Winsen mit Luhe. Nur viel dreckiger.

Lübz zuckte zusammen, denn über ihm ratterte der sogenannte Fallblattzugzielanzeiger. Blumenstraußbunt zogen die Liniennummern vorbei. Blau die S 3 nach Erkner. Orange die S 5 nach Straußberg. Braun die S 6 nach Königs Wusterhausen. Lila die S 7 nach Ahrensfelde. Terrakotta, jedenfalls irgendwie rötlich, die S 9 nach Schönefeld zum Flughafen. Es versetzte ihn noch immer in gelindes Erstaunen, dass die Züge allesamt durchfuhren nach Ostberlin und sogar in die DDR hinein. Irgendetwas stimmte da nicht.

Der Stationsvorsteher hatte eine Reihe von Schildern aus der alten Reichsbahnzeit gesammelt. Alle schön in schlagfestem Emaille und Nazi-Fraktur. Sei nüchtern im Dienst! Das >nüchtern< rot hervorgehoben und zudem noch unterstrichen. Daneben in grellem Rot und stark umrandet: Vorsicht bei Gesprächen! Feind hört mit! Lübz erinnerte sich an die grauschwarzen Plakate mit der gelben Schrift, wie sie sein Großvater als Luftschutzwart gesammelt hatte. Da hatten sie noch überdick das Pst! hinzugefügt. Er bot dem Stationsvorsteher hundert Mark für das eine der Schilder, doch der lehnte lachend ab.

Lübz ging nun vollends auf die andere Seite des Bahnsteigs hinüber, um auf einen Zug in Richtung Wannsee und Erkner zu warten. Er wollte schnellstmöglich nach Hause. Viola wartete schon. Vom Savignyplatz bis Bahnhof Grunewald waren es zehn Minuten. Savignyplatz, Charlottenburg, Westkreuz, Grunewald. Zwischen Westkreuz und Grunewald war er mitunter alleine im Wagen. Der Staatsschutz hatte ihn gewarnt. Unter den Autonomen gab es welche, die nicht gerne sahen, wie Mercedes und Sony den Potsdamer Platz eroberten und ihm die Schuld an allem gaben.

Ach, Quatsch! Dennoch ging er vorsichtshalber nach vorne, um in den ersten Wagen zu steigen.

Nach Norden zu, zwischen Schlüter- und Bleibtreustraße, reichten die unverputzten Mietshausgiebel bis nahe an die Schienen heran. Braunschwarzer Ruß überzog die ungleich gemauerten Ziegel. In Augenhöhe zog sich hier die Galerie des Baumpaten Ben Wagin entlang. Halbreliefs, grauschwarz und morbide mit eingeritzten Dichterworten, sollten zeigen, dass der Tod des Baumes auch der Tod des Menschen war. DENKMALBAUM GINKGO BAUMPATE WERDEN.

Lübz betrachtete das alles mit ziemlicher Freude. In regelmäßigen Abständen waren ausgehängte S-Bahntüren, gelb und ochsenblut, zwischen den Sentenzen platziert. Am meisten fielen jene auf, die sich wie auf Stationsschildern zeigten.

WIR sind die Hautkrankheit der Erde

WIR rollen sitzend in den Tod

WIR trinken was WIR pinkeln werden

WIR gedacht gemacht WIR

Lübz las die letzten Worte immer wieder, ohne zu begreifen, was man damit meinte. Dass ein Mensch real gar nicht existierte, sondern nur der Homunkulus der Macher war, von denen gedacht ...

Der Zug nach Charlottenburg schlängelte sich in die Schneise zwischen Bahnsteigkante und Kunst. Die alte Baureihe 277 mit neuer Stirnfront, wie Lübz noch registrierte, Ostberliner Farbgebung, oben wie dreckiges Mehl, unten wie geronnenes Blut.

Da traf ihn ein heftiger Stoß, und er flog wie beim Bungeespringen in die Tiefe.

Der Zug war heran. Ein böses Haifischgesicht. Die Scheinwerfer, zwei gierige Augen. Der Kupplungsschacht, ein aufgerissenes Maul.

Das ist der Tod.

Gott.

Die Bahn.

Seine Mutter neben ihm.

Morgens auf dem Weg zur Schule.

Viola.

Die hölzernen Bänke.

Fänti.

Er schlug auf die Schienen.

Die Erlösung ...

2. Szene: Nicoles Zimmer

Dietmar Fendt hatte das Gefühl, zur Vorsorgeuntersuchung bei der Hautärztin zu sein, als Nicole ziemlich grob die Vorhaut von der Eichel zog und seinen Schwanz zu kneten begann.

»Wa’ wieda ne Nutte da, die euch bestochen hat?«, fragte sie, als sich auch jetzt nichts tun wollte.

»Quatsch, das is die viele Torte, die du mitgebracht hast.«

»Lüg doch nicht.«

Natürlich war das gelogen. Sollte er ihr die Wahrheit sagen. Dass er sie satt hatte. Schon wenn er sie keifen hörte, war ihm jede Lust vergangen, und wenn er sie dann mit ihrem mager gehungerten Körper neckisch ausgestreckt auf dem Bettlaken sah, fühlte er wenig mehr als ein altgedienter Harems-Eunuch. Aber Nicole war seine Verlobte, und er hatte ihr die Ehe versprochen. Ein Mann, ein Wort. Also. Was sein muss, muss sein. Er schloss die Augen und versuchte, an all die Frauen zu denken, auf die er in den letzten Tagen scharf gewesen war. Bloß da war keine.

Er stellte sich vor, dass Nicole eine Nutte von der Oranienburger Straße war. Fünfzig mit der Hand, siebzig mit dem Mund, hundert für richtigen Verkehr. Halterlose Strümpfe trug sie ja, einen durchbrochenen Slip und einen wirklich geilen Gürtel, alles in schwarz und nicht einmal von C&A. Und der Typ dazu war sie immerhin.

Doch auch dies misslang. Ihr Bett war kein Rücksitz und sie roch nicht nach Sünde, Latex und dem Samen anderer Männer, sondern nach Backpulver und Sechskornbrot.

Nicole gab sich wirklich alle Mühe. Obwohl er es ihr immer wieder gesagt hatte, dass er es eigentlich pervers fände, hatte sie seinen Schwanz schon in den Mund genommen, begann zu saugen und ließ die Zunge spielen.

Obwohl Fendt dagegen ankämpfte, kam die Erektion. Schon hatte sie ihn auf den Rücken gelegt und ihm einen Gummi übergestreift.

»Mann, dein Körpa«, sagte sie, küsste seine Brustwarzen und strich mit den Händen die Hüften hinunter.

»Deiner auch«, murmelte er und fühlte sich verpflichtet, mit der rechten Hand nach ihrer Möse zu greifen und nach dem Kitzler zu suchen. Sie war so feucht, dass es ihn ekelte.

Nicole spreizte die Schenkel, setzte sich auf seine Oberschenkel, griff sich seinen Schwanz wie einen Staffelstab, steckte ihn rein und begann ihren Ritt.

Fendt sah sie als Leiche in ihrer Backstube liegen.

Es gab keinen anderen Weg, jemals wieder loszukommen von ihr.

3. Szene: Großer Hörsaal der FHVR

Hans-Jürgen Mannhardt wusste, dass er sich mit dieser Aktion wieder einmal viel zu weit aus dem Fenster hinauslehnen würde. Solange sich die Progressiven Polizisten still verhalten hatten, war die Polizeiführung nicht groß eingeschritten. Dieser kleine Haufen von Spinnern wurde doch nur aufgewertet, wenn man ihn zur Kenntnis nahm und zu unterdrücken suchte.

Nun aber gab es die erste Abendveranstaltung der ProPos. Mannhardt selber hatte die Sache eingefädelt und den befreundeten Dekan des Fachbereichs 1 der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege, kurz FHVR, gebeten, die Sache in die Hand zu nehmen.

Der Große Lauschangriff PRO und CONTRA.

Auf der Pro-Seite war das Podium mit einem FHVR-Professor und Mannhardts Chefin besetzt, der Kriminaloberrätin Karin Aurak, und die Contra-Position vertraten ein bekannter Abgeordneter der AL und er selber.

Der Hörsaal war knapp zu einem Viertel gefüllt. Die Beamten-Studenten hatten pünktlich Feierabend gemacht. Gekommen waren vor allem die angehenden Kommissare des Fachbereichs 3. Dies nicht nur, weil einer ihrer Professoren an der Diskussion teilnahm, sondern vor allem auch, um die Gelegenheit zu nutzen, öffentlich für den Großen Lauschangriff zu sein, war doch genügend Presse anwesend. Der Rest der jüngeren Zuhörer und Zuhörerinnen kam aus dem Fachbereich 1, wo die »normalen« Verwaltungsbeamten studierten und wo ein vergleichsweise offener und kritischer Geist alle gestandenen Bürokraten schon seit Langem ebenso verunsicherte wie verärgerte.

So kam es, dass der Moderator, ein Psychologe aus eben diesem Fachbereich, auch bemüht war, Mannhardt und den ALer gebührend zur Geltung zu bringen.

»Ich habe«, rief Mannhardt, »den Eid abgelegt auf unsere Verfassung und geschworen, die freiheitlich-demokratische Grundordnung aktiv zu verteidigen. Aktiv! Auch die Wahrung des Artikels 13 unseres Grundgesetzes: »Die Wohnung ist unverletzlich.« Und dies hat für mich ohne Wenn und Aber zu gelten.«

»Auch wenn die Mafia deine eigene Ermordung beschließt?«, schrie einer von unten.

»Das können wir auch mit anderen Mitteln verhindern.«

»Nicht doch!«

»Bitte!«, mahnte der Moderator. »Könnten wir uns vielleicht darauf verständigen, ein gewisses Niveau zu halten.«

Mannhardt nahm einen neuen Anlauf. »My home is my castle ...«

»Sprich deutsch!«

»>Die Würde des Menschen ist unantastbar< Artikel 1 des Grundgesetzes. Aber sie wird angetastet, wenn man ihm keinen intimen Raum mehr lässt, in den er sich unbelauscht zurückziehen kann.«

»Intime Räume für die Mafia-Killer. Bravo!«

Der AL-Anwalt sprang Mannhardt zur Seite. »Der Große Lauschangriff ist doch dazu das gänzlich ungeeignete Mittel, meine Damen und Herren. Die OK, das sind doch hochintelligente Profis, die sofort zur akustischen Abschirmung greifen werden. Darum können unsere Mittel im Kampf gegen sie nur sein: Die Einschränkung des Bankgeheimnisses, um die Geldwäsche krimineller Profite aufzuspüren und zu verhindern, und die Entkriminalisierung des Drogenkonsums.«

»Noch mehr Drogentote, klasse!«

Der Moderator sah den Rechtsprofessor an und erteilte ihm das Wort.

»Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich kann Ihre Aufregung nicht so recht verstehen ...« Gelangweilt sah er aus dem Fenster und wunderte sich, dass in der Nähe des S-Bahnhofs Savignyplatz so viele Blaulichtblitze zuckten. »Warum sollte unserer Staatsanwaltschaft und unserer Polizei eine Befugnis vorenthalten werden, die Verfassungsschutz, MAD und BND bei der Gefahrenabwehr schon längst für sich in Anspruch nehmen können.«

»Richtig!«, kam es von unten. »Und dass der kleine Mann auf der Straße Angst haben muss, ist doch schlichtweg falsch. Demagogie.«

Der Rechtsprofessor dozierte abgehoben und gelassen.

»Wir haben doch den neuen Paragraphen 100c Absatz 1 Nummer 2 StPO - und der ermächtigt doch ganz allgemein zum Abhören und Aufzeichnen des >nicht öffentlich gesprochenen Worts mit technischen Mitteln>, wenn bestimmte Tatsachen den Verdacht auf eine Katalogstraftat nach Paragraph 100a begründen. Und dieser Katalog umfasst immerhin rund achtzig Tatbestände. Die Befugnisse zum Großen Lauschangriff sind doch also schon lange da.«

»Das ist ja eben diese gesetzgeberische Chuzpe!«, hielt ihm ein Fachkollege des Fb 1 lautstark vor. »Die Kontrollierbarkeit staatlicher Ingerenz muss doch gewahrt werden!«

Pfiffe und höhnisches Gelächter waren die Folge. Der Moderator schaffte es nicht, die Begriffe erläutern zu lassen.

»Nur nicht über den eigenen Tellerrand gucken!«, rief Mannhardt in sein Mikrofon.

»Wir haben ja schon genug zu tun, die Suppe auszulöffeln, die Sie und Ihresgleichen uns hier einbrocken!«, giftete seine Vorgesetzte. Die Aurak hatte ihm schon vor Beginn der Veranstaltung ein paar Sätze des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. zur Kenntnis gebracht: Jeder lerne nur gründlich und ganz, was er für seinen Beruf wissen muss. Das Mehr ist für seinen Lebenszweck nicht förderlich, sondern störend und hinderlich. Das Wissen über die Grenzen des Standes und des Berufes hinaus macht vorlaut, anmaßend, raisonniersüchtig.

Jetzt machte sie sich mit Eifer daran, ihr Plädoyer für den Großen Lauschangriff zu halten.

»Über einhunderttausend Kraftfahrzeuge werden jährlich in der Bundesrepublik entwendet. Viele Morde beweisen es: Die Mafia ist da. Nicht nur die klassische aus Italien; Russen, Jugoslawen, Südamerikaner, Polen und Deutsche dominieren die Szene bei uns. Berlin ist die größte Geldwaschanlage Europas. Der Autodiebstahl, der Rauschgifthandel, das Verschleppen von Frauen, um sie hier bei uns zur Prostitution zu zwingen, die Schutzgelderpressung, der Diebstahl und Missbrauch von Kreditkarten - all das ist keine Horrorvision von mir, das ist Realität in Deutschland. Und das alles können wir nur wirksam bekämpfen mit der elektronischen Kommunikationsüberwachung.«

Der große Hörsaal, zu zwei Dritteln mit angehenden Polizeibeamten besetzt, dankte ihr mit sitzend dargebrachten Standing Ovations. Der Moderator hatte Mühe, Mannhardt die Möglichkeit zu einem Einwand zu geben.

»Darf ich Sie bitten ... Herr Mannhardt als ja selber Bekämpfer dieser Kriminalität.«

Mannhardt räusperte sich. »Alles schön und gut, Frau Aurak, aber ... Aber, was heißt das denn: elektronische Kommunikationsüberwachung?«

»Das heißt, dass ausnahmslos Staatsanwälte und Richter beschließen, Abhörcomputer, Richtmikrofone, Laserstrahlen und so weiter einzusetzen.«

»Schön, aber alle diese Geräte werden doch letztendlich von Menschen bedient. Und Menschen bleiben Menschen. Sie lassen sich missbrauchen, und sie haben ihre eigenen Ziele und Gefühle.«

»Für alle meine Beamten und Beamtinnen lege ich meine Hand ins Feuer!«

Der Beifall war nicht enden wollend.

4. Szene: Hermsdorf, Modellbahnschmiede Baabe

Fendt trat ans Fenster und hielt das sauber gefeilte Messingstück, das kaum größer war als ein Dominostein, prüfend gegen das Licht. Er musste es nicht extra messen, er wusste, dass bei ihm auf einen Hundertstelmillimeter alles stimmte. Beim Passviertel der Bauart Stadtbahn gab es an der Stirnseite im Bereich der roten Lackierung acht Reihen von jeweils elf Nieten. Und die hatte er alle fein säuberlich ins Blech getrieben. Die Berliner S-Bahn war seine große Leidenschaft, und am liebsten baute er die Wagen der alten Baureihe 165 detailgetreu nach. Bis hin zu den beiden roten Oberwagenlaternen, die sie wie Käfer wirken ließen.

Der alte Baabe kam nach oben geschlurft. Die Modellbahnschmiede war sein Lebenswerk. Betuchte Kunden blätterten für seine kleinen Meisterwerke stets einige Tausender hin, und er hätte sich längst zur Ruhe setzen können, doch er kam ohne seine U, S und Straßenbahnmodelle keine Woche aus. Seine Frau sprach von einer Macke, sein Arzt von einer Obsession.

»Gut geschlafen?«, fragte Baabe.

Fendt schüttelte den Kopf. »Nein, nicht so richtig.«

»Aber hier draußen ist es doch so herrlich still.« Baabe verstand seinen Unmut nicht.

»Das ist es ja eben. Bei mir in Neukölln kommt die ganze Nacht der Lärm von der Hermannstraße rüber. Die Reifen quietschen, und irgendein Idiot fahrt bei Grün an’er Ampel immer wie ’n Formel-Eins-Fahrer los. Ohne diese Geräusche kann ich schon gar nicht mehr schlafen.«

»Sie werden sich schon eingewöhnen hier.« Baabe besah sich das Nietengesicht, an dem Fendt gearbeitet hatte. »Ausgezeichnet.«

»Ich hab schließlich ’ne Feinmechanikerlehre bei Siemens gemacht«, sagte Fendt mit ziemlichem Stolz.

»Angefangen jedenfalls.« Der alte Baabe grinste und machte sich wieder auf den Weg nach unten, wo pünktlich neun Uhr der Laden aufzuschließen war. Während im Ober- und im Dachgeschoss Bausätze und Fertigmodelle entstanden, alles vom Feinsten, verkaufte er in Erdgeschoss und Keller das, was die Firmen in den Katalogen hatten.

Fendt sah auf die Uhr. Es war Zeit, Nicole zu sagen, dass er schon wieder Sehnsucht nach ihr hatte. Er ging zum Telefon und wählte ihre Nummer: die Neuköllner Bäckerei. Sie war selber am Apparat.

»Na, wie viele Kunden hast du heute schon gehabt?«

»Sau du!«

»Danke. Was gibt’s Neues?«

»Ick hab ma vorhin mit Sandra verabredet, wir fahrn Sonnabend tanzen nach Mahlow raus.«

Wenn Fendt etwas hasste, dann diese Discos auf dem Lande.

Und überhaupt. »Schade, ich hab Dienst.« Vielleicht lernte sie einen anderen kennen, wenn sie alleine ging.

»Wo steckst’n jetzt?«

»Na, im Büro. Wo’n sonst.«

»Jut. Ick muss wieda.«

»Dann geh mal schnell, eh’s wieder ins Höschen ...«

»Wenn du et mir ausziehst.«

»Ja, komm her.«

»Tschüssi dann und Küsschen.«

»Ja, bis dann.«

Fendt legte wieder auf. Wenn die Statistiken stimmten und er achtzig wurde, dann hatte er noch vor sich ... über fünfzig Jahre mit dieser Nicole Kolbatzki. Resigniert sang er bruchstückhaft die Titelmelodie aus der Al-Bundy-Serie.

Love and marriage go together like a horse and carriage ... this I tell your brother you can't have one without the other ... love and marriage ... love and marriage ... it’s an institute you can disparage ... and they will say it's elementary ... try, try, try to separate them it's an illusion ...

Eine schrecklich nette Familie, das war es, was ihn erwartete. Unausweichlich. Keine Liebe ohne Ehe. So hatten sie’s ihm eingetrichtert.

Er wandte sich wieder seinem S-Bahnwagen zu. Auf Höhe des Führerstandfensters waren dreizehn Nieten zu imitieren. Er nahm Stichel und Hammer und wollte sich gerade ans Werk machen, als sich vor der Villa gegenüber einiges tat.

Dr. Lothar Vogelsang war gerade dabei, in seinen roten Audi 100 steigen. Seine Frau, noch im Morgenmantel, stand im Erkerfenster, um ihm zum Abschied zuzuwinken. Graziella, ihre Tochter, noch im Bademantel, kam auf die Straße gestürzt.

»Daddy, drei Minuten noch. Du musst mich unbedingt zur S-Bahn mitnehmen, ich komm sonst zu spät.«

»Ich auch.«

»Bei dir freuen sich doch alle. Bitte!«

»Na schön, aber nur weil du’s bist.«

Graziella eilte zurück ins Bad, und Dr. Vogelsang putzte ein wenig an seinem Wagen herum.

Im Souterrain flammten die Neonlampen auf. Ron Peccioli betrieb hier unten seit einigen Wochen ein Taxi-, Kurier- und Fuhrunternehmen. Stellte man sich die nicht eben riesige Villa als Sandwich vor, so beherbergte die untere Scheibe Pecciolis Büro, dann folgte das Hochparterre mit den Wohnräumen der Familie Vogelsang, während die erste Etage mitsamt dem Dachgeschoss wiederum an Peccioli vermietet worden war, größtenteils jedenfalls.

Von außen bot die Vogelsang’sche Villa ein schmuckes Bild. Mit ihrer Schinkelfassade und frisch getüncht im satten Gelb von Sanssouci und anderen Preußenschlössern wurde sie sogar in einigen Berlinführern als Hermsdorfer Kleinod erwähnt.

Fendt sah, wie Peccioli seine Sekretärin Jennifer mit einem Küsschen auf die Backe begrüßte und seine männlichen Hilfskräfte mit einer leichten Umarmung. Sehr stilvoll alles.

Leonardo Vogelsang kam mit dem Fahrrad aus der Garage.

»Na, wieder ’ne Klausur heute?«, fragte Dr. Vogelsang.

»Englisch Leistungskurs.«

»Dann mal viel Glück und eine Note zwischen Eins und Sechs.«

»Danke.«

Fendt öffnete sein Fenster.

Jeanette Vogelsang-Nisble winkte ihm zu.

5. Szene: S-Bahnhof Savignyplatz

Mannhardt war ein wenig außer Puste, als sie oben auf dem Bahnsteig standen.

Petra Zechow, als Handballspielerin des PSV, des Polizeisportvereins, bestens trainiert, begann sofort zu spotten. »Na, Opa, wird’s denn noch gehen?«

»Hab du mal ’n Kind, das die ganze Nacht über schreit.«

»Meins würde nicht mehr schreien ...« Sie zeigte auf ihre Brüste. »Marke Spreewaldamme.«

Mannhardt wurde ein wenig aggressiv. »Krieg erst mal eins.«

»Ick warte ja schon die ganze Zeit über auf ’ne Samenspende. Bulle für bullige Kollegin gesucht.«

»Ich hab mein Soll erfüllt.« Mannhardt winkte ab. Zwei eheliche Kinder waren erwachsen, nun das Baby. Nicht ehelich, wie das von Amts wegen hieß.

»Wie kann man sein Kind Sylvester nennen?« Petra Zechow hatte sich noch immer nicht abgeregt.

»Weil’s nun mal Sylvester passiert ist.«

»Weihnachten und Ostern wär’ noch schlimmer gewesen.«

»Barnabas ist auch nicht besser.« Das war die Überleitung zum Baurat Lübz, dessen Mörder sie zu finden hatten.

»Wenn eina ’n halbet Jenie is, bringt det schon wat mit so ’nem Namen«, sagte Petra Zechow. »Wenna aba nur ’n kleena Beamta is, wird det jeden Tach ’n Spießrutenlaufen für den.«

»Bei meiner Erbmasse wird er schon groß rauskommen.«

Sie gingen zu der Stelle, wo der Senatsbaurat Barnabas Lübz gestern Abend um 20 Uhr 43 vor den Zug gestoßen worden war. Zwar war die 15. Mordkommission schon wenig später in Aktion getreten, und Mannhardt hatten sie vom Podium weggeholt, aber nun am Morgen war vielleicht doch noch etwas zu entdecken, was gestern in der allgemeinen Hektik und der hereinbrechenden Dunkelheit übersehen worden war.

WIR sind die Hautkrankheit der Erde

WIR trinken was WIR pinkeln

Idealisten sind immer in Gefahr ... Friedrich v. Schiller

Mannhardt suchte den Mörder von Barnabas Lübz mit derselben berufsmäßigen Lust, die wohl eine Prostituierte bei der dreitausendsten Nummer empfand. Was blieb ihm aber anderes übrig. Er brauchte das Geld, für das er es tat, ebenso wie sie.

Und siehe Paragraph 54 des Bundesbeamtengesetzes:

Der Beamte hat sich mit voller Hingabe seinem Beruf zu widmen.

»Geben wir uns also hin«, murmelte er.

»Wie?«, fragte Petra Zechow.

»Nicht in Wie’n, sondern in Berlin.«

Sie machte mit der Hand eine kreisende Bewegung vor der Stirn.

WIR rollen sitzend in den Tod

werden WIR gedacht gemacht WIR

Mannhardt stellte sich vor, wie Lübz gestern das alles auch gelesen hatte. Und jetzt? Sein von den S-Bahnrädern zerteilter, zerschnittener, portionierter und filettierter Körper lag in der Pathologie. Morgen war das Entsetzen vorüber, und seine Kolleginnen und Kollegen keilten sich um die frei gewordene Stelle. In einer Behörde war das Glück umso größer, je höher der Heimgerufene in der Hierarchie verortet war. Angenommen, es gab keinen Seiteneinsteiger, dann konnten gut und gerne sieben, acht Leute nach oben aufrücken.

Leute, die die Tat direkt gesehen hatten, gab es keine. Einige Augenzeugen wollten einen großen blonden Mann von knappen dreißig Jahren beobachtet haben, wie er die Treppe hinuntergelaufen war, zur Schlüterstraße hin. Das war aber auch alles. Wahrscheinlich waren unzählige Leute aus irgendwelchen Gründen zum Savignyplatz gerannt, als es Lübz erwischt hatte. Um den Bus zu kriegen, um eine Verabredung einzuhalten, um ein Mädchen einzuholen, um den ewigen Berlinfrust loszuwerden.

Mannhardt sah sich die Fahrpläne an.

Richtung Westen fuhren die S 9 um 20.37, die S 5 um 20.43 und die S 7 um 20.51. Wobei der Zug, der Lübz getötet hatte, schon in Charlottenburg endete, ihm also gar nichts genützt hätte, um nach Hause zu kommen, zum Bahnhof Grunewald. Da hätte er bis 20.51 warten müssen, auf den Zug von Ahrensfelde nach Potsdam Stadt.

»Muss er also fast zehn Minuten zu früh hier gewesen sein«, sagte Mannhardt. »Sieht fast so aus, als ob er auf jemanden gewartet hätte.«

Petra Zechow war da eher skeptisch. »Wo er sonst imma Auto jefahren is, wirta den Fahrplan nich so jenau im Kopf jehabt ham.«

»Klingt logisch. Gucken wir mal auf der anderen Seite.«

»Seine Frau hat doch aba jesagt, dass er nach Hause jewollt hat.«

»Trotzdem.«

Richtung Osten, also Innenstadt, gingen die Züge um 20.45 von Potsdam zum Hauptbahnhof, 20.49 nach Ahrensfelde und 20.35 sowie 20.55 zum Flughafen Schönefeld.

Mannhardt dachte laut. »Vielleicht hat er zum Flughafen gewollt - und einer hat ihn partout daran hindern wollen.«

»Dann schon eher ’n Selbstmord«, sagte Petra Zechow.

Der Stationsvorsteher, den sie anschließend befragten, schloss das aber mit allem Nachdruck aus.

»Ich hab doch mit ihm gesprochen. Er war locker und hat mir unbedingt mein Schild abkaufen wollen.«

»Welches Schild?«, wollte Mannhardt wissen.

»Na, das hier.«

Vorsicht bei Gesprächen! Feind hört mit!

Mannhardt dachte an die Podiumsdiskussion gestern Abend und musste unwillkürlich schmunzeln.

»Ick hab schon ’ne Menge Selbstmords jesehn in meim Leben«, fügte der Stationsvorsteher hinzu. »Und det war keena: hundertprozentich! Aber det müsste der Kollege Triebwagenführer doch bessa wissen.«

»Der hat ’n Schock, den konnten wa noch nich ...«

Mannhardt ließ das Thema Selbstmord erst einmal beiseite. »Ist Ihnen denn von den Fahrgästen einer aufgefallen, der als Täter irgendwie infrage kommen könnte?«

Der Bahnbeamte überlegte einen Augenblick. »Höchstens eena von denen, die hier immer rumlungern. >Haste ma ’ne Mark?< Sie wissen schon.«

Petra Zechow nahm den Faden auf. »Vielleicht hat der Lübz nischt jejebn und der Typ is böse jewordn.« Je älter der Tag wurde, desto ungebremster berlinerte sie.

»Lübz als feiner Pinkel und dann nichts abgedrückt ...« Mannhardt hielt das für vergleichsweise plausibel und drückte dem Mann seine amtliche Visitenkarte in die Hand. »Sind Sie doch so nett und kommen Sie im Laufe des Tages mal wegen ’ner Phantomzeichnung bei uns vorbei.«

Der Stationsvorsteher schien wenig begeistert, versprach es aber.

Mannhardt sah auf die Schienen hinunter. Die weiße Chemikalie, obwohl in Unmengen ausgestreut, hatte nicht gereicht, alles Blut zu binden.

Der Zug der Linie 5 fuhr in den Bahnhof ein. Die Radkränze war scharf wie eine Guillotine.

Los, spring runter!

Die Angstlust hatte Mannhardt voll gepackt.

6. Szene: Hermsdorf, Villa Vogelsang

Graziella Vogelsang liebte es, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. So hörte sie an diesem Mittag um halb eins gleichzeitig Nachrichten, las etwas über den Maler Max Slevogt, dessen Gemälde >Die Aufbahrung Don Giovannis< sie in einem Referat behandeln musste, und rieb Kartoffeln, um ihre Familie mit selbst gemachten Puffern zu überraschen. Die Vorlesung über die Berliner Secession war heute ausgefallen.

Sie studierte Romanistik mit demselben Eifer und Erfolg wie Kunstgeschichte. Etwas anderes wäre ihr nie in den Sinn gekommen. Ihre Vorfahren mütterlicherseits waren Hugenotten, und ihr Vater fühlte sich eher als alter Römer denn als deutscher Bundesbürger. Ihr Vorname war wie ein Programm, obwohl sie mit ihren langen blonden Haaren und den hellblauen Augen eher wie eine Schwedin oder Finnin wirkte und gar nicht aussah nach La Rochelle oder Ravenna.

»Wer reibt, der bleibt.« Ihre Mutter war in die Küche gekommen, um sich Orangensaft aus dem Kühlschrank zu holen.

»Wenn wir nicht ab und an Kartoffelpuffer in der Pfanne haben, werden wir noch ausgewiesen wegen undeutschen Essens.«

Jeanette Vogelsang-Nisble beugte sich interessiert über das Slevogt-Buch. »Macht was her. Schade, dass wir das damals nicht selber herausgebracht haben, '82, zum fünfzigsten Todestag von Slevogt.«

Ihr Vater war der bekannte Berliner Verleger Berthold Nisble. Zwar hatte er den Verlag kurz vor seinem Tod an eine große Mediengruppe verkaufen müssen, doch nicht nur die Villa in der Hermsdorfer Schlossstraße war seiner Familie geblieben, er hatte auch durchsetzen können, dass seine Tochter als Lektorin übernommen wurde.

Jeanette Vogelsang-Nisble war von Hause aus Germanistin, verstand aber auch eine Menge von moderner Kunst, sodass sie sich durch Slevogts Bild länger als geplant von ihren Manuskripten abhielten ließ.