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Der 29. Mai 1453 markiert nicht nur das Ende einer Stadt, sondern den Beginn einer kulturellen Transformation, deren Folgen bis in die Gegenwart reichen. Dieses Buch fragt nicht nach den militärischen Details der Belagerung, sondern nach dem, was nach der Eroberung geschah: Wie die Hagia Sophia zur Moschee wurde, wie byzantinische Gelehrte mit ihren Handschriften nach Italien flohen und dort die Renaissance befeuerten, wie die orthodoxe Kirche unter osmanischer Herrschaft eine neue Identität fand. Im Zentrum steht die Erfahrung der griechischen Bevölkerung Konstantinopels, die vom Zentrum eines Imperiums zur Minderheit im eigenen Viertel wurde. Die osmanische Neuordnung der Stadt – die Umsiedlung von Muslimen, Juden und Armeniern, die Neugründung des Patriarchats, die Umwandlung des Stadtraums – zeigt, wie Eroberung nicht nur zerstört, sondern auch erschafft. Das Buch zeichnet die allmähliche Verschiebung des kulturellen Gedächtnisses nach: Aus der byzantinischen Hauptstadt wurde Istanbul, aus dem römischen Erbe ein osmanisches, aus einer christlichen Metropole eine islamische. Es ist eine Geschichte über das Überleben von Wissen, über den Wandel von Symbolen und über die Frage, was von einer Zivilisation bleibt, wenn ihre politische Form zerbrochen ist.
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Liczba stron: 223
Rok wydania: 2026
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