Ein Moment reicht - Martin Boroson - ebook

Ein Moment reicht ebook

Martin Boroson

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Opis

Ruheim Alltag finden Innerer Frieden ist kein weit entferntes Ziel für Heilige und Weise. Du brauchst dafür nicht viel Zeit …nur diesen einen Moment. Dass Meditation effektiv ist, weiß mittlerweile jeder. Selbst die Wissenschaft erkennt die Wirkung der Meditation an. Und doch fällt vielen Menschen der Einstieg schwer. Vor allem der mit Terminen und To-Dos vollgepackte Alltag erschwert es, sich die Zeit zu nehmen, um sich mit dem Thema Meditation näher zu beschäftigen. Genau hier setzt das neue Geschenkbuch "Ein Moment reicht" an: das Lesen des Buches erfordert nicht viel Zeit und die Methode noch weniger. Sie lässt sich perfekt in den Alltag integrieren, denn es braucht tatsächlich nur einen Moment. Fundiert, spielerisch und vor allem praktisch zeigt Boroson, dass innerer Frieden kein unerreichbares Ziel ist oder viel Zeit erfordert. Ein Moment reicht, um zu entspannen, Stress abzubauen, den Geist zu erfrischen und kreative Kräfte zu wecken.

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Liczba stron: 60

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Aus: one moment meditation

Originalausgabe: One Moment Meditation

© 2007, 2009 Martin Boroson

Herausgegeben von Winter Road Publishing NY, USA

Das Umschlagfoto wie auch der Begriff „One Moment Meditation“

sind eingetragene Marken von OMM Training, LLC.

Martin Boroson:

Übersetzung: Frances Hoffmann

Ein Moment reicht

Coverimage+Illustration: OMM

Projektmanagement: Marianne Nentwig

Training, LLC (Martin Boroson)

© J. Kamphausen Mediengruppe GmbH,

Gestaltung und Satz: Wilfried Klei

Bielefeld 2015

Druck & Verarbeitung:

[email protected]

fgb • freiburger graphische betriebe

www.weltinnenraum.de

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diesePublikation in der Deutschen Nationalbibliografie;detaillierte bibliografische Daten sind im Internet

über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

1. Auflage 2015

ISBN Printausgabe: 978-3-89901-960-5

ISBN E-Book: 978-3-89901-974-2

Dieses Buch wurde auf 100% Altpapier gedruckt und ist alterungsbeständig. Weitere Informationen hierzu finden Sie unterwww.weltinnenraum.de

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen und sonstige Kommunikationsmittel, fotomechanische oder vertonte Wiedergabe sowie des auszugsweisen Nachdrucks vorbehalten.

Martin Boroson

Ein

Moment

reicht

Ruhe finden in der Hektik des Alltags

Für meine Eltern,

Florence und Louis Boroson,

in Liebe

 

Einleitung

Die Basisminute

Zum Verständnis der Basisminute

Wo und wann

Der Nutzen (für dich)

Der Nutzen (für alle anderen)

Hindernisse auf dem Weg

Aufwärmen

Cool-Down

Die Basisminute und das Gebet

Potenzielle Nebenwirkungen

Übung und Perfektion

Nachwort

Über den Autor

 

Einleitung

Denken wir einmal an all die Momente, die uns „verloren gehen“ – wenn wir im Stau stehen oder an der Kasse oder wenn wir in einem langweiligen Meeting sitzen. Denken wir an all die Momente, die wir „verschwenden“ – auf Partys, die uns gar keinen Spaß machen, bei der Arbeit, wenn wir unkonzentriert sind, oder wenn wir vor dem Zubettgehen noch eine der zahllosen TV-Serien anschauen. Und dann sind da noch diese „gestohlenen Momente“ – die Momente, die wir uns nehmen, wenn gerade niemand zuschaut – bummeln gehen, im Internet surfen oder am Handy herumfummeln. Und schließlich gibt es noch die Momente, die völlig unbemerkt vorüberziehen – die Momente zwischen anderen Momenten. Was ist, wenn jeder dieser Momente eine einmalige Chance darstellt? Was, wenn jeder einzelne Moment uns die Gelegenheit bietet, ruhiger, wachsamer, ausgeglichener und zufriedener zu werden? Was, wenn wir in einem dieser kleinen Momente etwas tun können, das unser Leben grundlegend ändert?

Ich werde jetzt zunächst kurz erzählen, wie ich auf diese besondere Idee kam, man könne in einem einzigen Moment meditieren. Wie so viele große Ideen, wurde auch diese in nur einem Moment geboren.

Es war eines Morgens, bei meiner üblichen dreißigminütigen Meditation: Ich war fest entschlossen, ganz still zu sitzen, den Blick nach unten gerichtet, und zwar die ganzen dreißig Minuten lang. Doch an diesem speziellen Morgen fand ich einfach keine Ruhe, meine Gedanken rasten nur so dahin, während die Zeit im Schneckentempo zu vergehen schien. Ich glaubte schon, ich hätte vergessen, die Stoppuhr zu stellen, und würde nun stundenlang so dasitzen müssen. Jedenfalls fühlte es sich so an. Zu gern hätte ich auf die Uhr geschaut. Viele Male. Doch ich war fest entschlossen, still zu sitzen, und wollte dem Drang einfach nicht nachgeben. Und dann gab ich doch auf.

Ich sah zur Uhr und stellte fest, dass ich keineswegs vergessen hatte, die Stoppuhr zu stellen. Eine Minute hätte ich noch ausharren müssen. Das hieß, ich hatte neunundzwanzig Minuten darauf verschwendet, zu überlegen, ob nicht schon dreißig Minuten vergangen waren! Enttäuscht dachte ich: „Jetzt, wo nur noch eine Minute übrig ist, kann ich eigentlich gleich aufhören für heute.“ Und dann traf es mich wie der Blitz: „Was ist verkehrt an einer einminütigen Meditation? Was habe ich in dreißig Minuten zu erleben gehofft, was ich nicht auch in einer Minute erleben könnte?“ Ich beschloss, noch einmal zu beginnen, von Anfang an. Ich würde nun einfach so lange meditieren, wie noch Zeit übrig war: eine Minute lang … dafür aber mit vollem Einsatz.

Von diesem Augenblick an veränderte sich mein Verhältnis zur Zeit. Ich begann, weniger über langfristige Ziele nachzudenken und mehr über gegenwärtige Möglichkeiten. Und dabei wurde mir klar, wie viel man in sehr kurzer Zeit erreichen kann. Ich fing an, auf eine ganz neue Weise zu meditieren: nicht einfach nur jeden Morgen dreißig Minuten auf meinem Meditationskissen sitzend, sondern für kurze Augenblicke über den ganzen Tag verteilt, ganz egal wo – in der Bahn, am Schreibtisch, im Fitnessstudio. Und langsam begriff ich: Je schneller ich in den Zustand der inneren Ruhe hinübergleiten konnte und je weniger Stützen ich dafür brauchte, desto besser. Kurz gesagt: Ich begann, immer dann zu meditieren, wenn ich einen Moment Zeit hatte.

Die meiste Zeit über sind wir uns des enormen Potenzials eines einzigen Moments überhaupt nicht bewusst. Dann stellen wir uns unter einem Moment lediglich einen sehr kurzen und völlig unerheblichen Zeitraum vor – ein paar Sekunden, die weiter keine Rolle spielen. Doch das Wort „Moment“ stammt aus dem Lateinischen, wo es beispielsweise so etwas bedeutet wie „ausschlaggebender Impuls“. Mit anderen Worten: Ein Moment kann etwas wirklich Umwälzendes sein. Er kann dein Leben völlig auf den Kopf stellen. Ein Moment kann wortwörtlich „den Ausschlag geben“.

Stellen wir uns nur einmal vor, was in einem Moment alles geschehen kann: ein Damm kann brechen, die Erde beben, ein trockenes Waldstück in Flammen aufgehen. In einem einzigen Moment überfährt ein betrunkener Autofahrer ein Stoppzeichen und kracht in deinen Wagen. In einem einzigen Moment stürzen die Börsenkurse ab. In einem einzigen Moment kann alles, was du für selbstverständlich hältst, unwiederbringlich verschwinden.

Doch ein einziger Moment kann auch Heilung bringen, Inspiration, Freude. In einem einzigen Moment blitzt eine fantastische neue Idee in deinen Gedanken auf. In einem einzigen Moment löst jemand für dich ein Problem oder du erhältst einen Anruf von einem lange verschollenen Freund. In einem einzigen Moment fällt nach Jahrzehnten der Teilung eine Mauer. In einem einzigen Moment setzt vielleicht die Genesung von einer langwierigen Krankheit ein, und niemand vermag zu erklären, wieso.

Doch ganz gleich, ob ein lebensverändernder Moment nun glücklich oder traurig ist, ob er globale oder persönliche Auswirkungen hat, er ruft uns in Erinnerung, dass in unserem ganz gewöhnlichen Leben immer auch etwas Außergewöhnliches geschehen kann. In einem einzigen Moment kann sich in unserem normalen Alltag jäh ein Riss auftun, der eine uns bis dahin völlig unbekannte, neue Realität preisgibt. Mit anderen Worten: Dramatische Veränderungen brauchen nicht viel Zeit – ein einziger Moment reicht völlig.

Ich habe schon viele Menschen und Unternehmen durch große Veränderungsprozesse begleitet. Und obwohl derartige Prozesse durchaus ihre Zeit brauchen, lässt sich doch eines ganz klar sagen: Wenn der Durchbruch kommt, dann ganz plötzlich, in einem einzigen Moment. Dabei kann niemand vorhersehen, wann das geschieht oder welche Formen es annimmt. Die beste Voraussetzung für einen Durchbruch ist allerdings, dass alle Beteiligten äußerst präsent im gegenwärtigen Augenblick und offen für alle Eventualitäten sind. Mit anderen Worten: Sie sind offen für die radikale Möglichkeit, dass, ganz gleich, wie ihre Pläne, Gewohnheiten oder Erwartungen auch aussehen mögen, dieser eine Moment das Potenzial für einen grundlegenden Wandel in sich birgt.

Dieses kleine Büchlein vermittelt dir ein Grundlagentraining der One Moment Meditation. Diese einfache Technik wird dir dabei helfen, den Moment wahrzunehmen, zu verstehen und wertzuschätzen, im Moment zu sein und das enorme Potenzial eines Momentes für dich zu nutzen.