Dreißig Jahre und drei Tage - Sabine M. Gruber - ebook

Dreißig Jahre und drei Tage ebook

Sabine M Gruber

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Opis

Kurzgeschichte von Sabine M. Gruber aus dem Band 'Mordserfolg'Zum Verlagsjubiläum versammeln sich Autorinnen und Autoren aus der Geschichte des Picus Verlags und tun das, was sie am besten können: erzählen. Was sie erzählen könnte unterschiedlicher nicht sein. Lassen Sie sich entführen in sechzehn Universen, in sechzehn spannende Geschichten, in sechzehn absonderliche Verbrechen!Krimis von Theodora Bauer, Harald Darer, René Freund, Egyd Gstättner, Sabine M. Gruber, Rudolf Habringer, Ivan Ivanji, Germán Kratochwil, Daniela Meisel, Michael Saur, Thomas Sautner, Sylvie Schenk, Cordula Simon, Stefan Slupetzky, Judith W. Taschler und Andreas Weber.

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Liczba stron: 16

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Copyright © 2014 Picus Verlag Ges.m.b.H., WienAlle Rechte vorbehaltenGrafische Gestaltung: Dorothea Löcker, WienUmschlagabbildung: Michael Sowa

Die Kurzgeschichte stammt aus:»Mordserfolg. Sechzehn Kurzkrimis«Eine Anthologie aus Anlass des dreißigjährigen Bestehensdes Picus Verlags 2014ISBN 978-3-7117-2014-6eISBN 978-3-7117-5229-1

Informationen über das aktuelle Programmdes Picus Verlags und Veranstaltungen unterwww.picus.at

Sabine M. Gruber, 1960 in Linz geboren, studierte literarisches Übersetzen (Französisch, Russisch) und Cembalo in Wien; sie schreibt Romane, Erzählungen und Musikessays und lebt als freie Schriftstellerin und Musikpublizistin in Klosterneuburg bei Wien. Im Picus Verlag erschien 2010 ihr Erzählband »Kurzparkzone«, 2012 der Roman »Beziehungsreise« sowie 2014 »Chorprobe«.http://www.sabine-m-gruber.at

Inhalt

Autorenporträt

DREIßIG JAHRE UND DREI TAGE

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Sabine M. Gruber

DREIßIG JAHRE UND DREI TAGE

Chefinspektor Fahmler sitzt in dem ihm vollkommen fremden Wohnzimmer von Hermann Reichel, vor einer Tasse Kaffee, und zwar: in Ruhe. Ja, Fahmler hat vor einigen Monaten frühzeitig seinen Ruhestand angetreten. Sehr frühzeitig und nicht sehr freiwillig. Unfreiwillig in Ruhe also sitzt Fahmler vor seinem Kaffee und noch dazu ohne Milch, denn es war keine Milch im Kühlschrank, und die schöne junge Frau hat es ganz offensichtlich nicht gewusst, bevor der Kühlschrank dann offen stand, gähnend leer. Vielmehr hat sie gewirkt, als wäre sie überrascht und wollte sich ihr Überraschtsein um keinen Preis anmerken lassen. Überhaupt scheint sie sich in der Küche, die angeblich ihre Küche ist, nicht gerade gut auszukennen. Erst hinter der dritten Schranktür hat sich die gesuchte Tasse verborgen und die Zuckerdose und in der zweiten Schublade der Teelöffel.

Oh! Mein Parkschein! Sie müssen mich entschuldigen, ich laufe kurz runter zu meinem Auto.

Mit ihrem Ausruf hat die junge Frau sich in Fahmlers Augen endgültig verraten. Schlagartig hat sich sein Verdacht erhärtet. Bedauerlicherweise hat sich bestätigt, wovor sein Instinkt ihn in der allerersten Sekunde gewarnt hat:

Sie kann nicht die sein, als die sie sich ausgibt.