Die Zauberdimension - Dima Zales - ebook

Die Zauberdimension ebook

Dima Zales

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Opis

Die mit Hochspannung erwartete Fortsetzung des Buches Der Zaubercode… Nach dem Kampf mit der Zauberwache suchen Gala und Blaise Zuflucht in den Bergen, einem Ort von einzigartiger Schönheit, aber voller unbekannter Gefahren. Augusta ist entschlossen, sich zu rächen — selbst dann noch, als Barson, ihr ehrgeiziger Liebhaber, seinen eigenen Plan in die Tat umsetzt. Inmitten dieser Interessenkonflikte, Kämpfe und Intrigen braut sich allerdings etwas viel Gewaltigeres zusammen. etwas, das Die Zauberdimension aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Wenn Sie wissen möchten, wann neue Bücher von Dima erscheinen werden, besuchen Sie bitte Dimas Webseite http://www.dimazales.com/deutsch.html und melden Sie sich für den Newsletter über ihre Neuerscheinungen an.

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Die Zauberdimension

Der Zaubercode: Teil 2

Dima Zales

Aus dem Amerikanischen von Grit Schellenberg

♠Mozaika Publications♠

Copyright

Alle in diesem Buch geschilderten Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen, Geschäftseinrichtungen, Ereignissen oder Schauplätzen wären zufällig und nicht beabsichtigt.

Copyright © 2014 Dima Zales

http://www.dimazales.com/deutsch.html

Alle Rechte vorbehalten.

Kein Teil dieses Buches darf reproduziert, gescannt oder in gedruckter oder elektronischer Form ohne vorherige Erlaubnis verbreitet werden. Ausnahme ist die Benutzung von Auszügen in einer Buchbesprechung

Veröffentlicht von Mozaika Publications, einer Druckmarke von Mozaika LLC.

www.mozaikallc.com

Lektorin: Kerstin Frashier

Cover Design von Eden Crane Designs

e-ISBN: 978-1-63142-025-2

Print ISBN: 978-1-63142-024-5

Beschreibung

Die mit Hochspannung erwartete Fortsetzung des Buches Der Zaubercode…

Nach dem Kampf mit der Zauberwache suchen Gala und Blaise Zuflucht in den Bergen, einem Ort von einzigartiger Schönheit, aber voller unbekannter Gefahren. Augusta ist entschlossen, sich zu rächen — selbst dann noch, als Barson, ihr ehrgeiziger Liebhaber, seinen eigenen Plan in die Tat umsetzt. Inmitten dieser Interessenkonflikte, Kämpfe und Intrigen braut sich allerdings etwas viel Gewaltigeres zusammen ... etwas, das die Zauberdimension aus dem Gleichgewicht bringen könnte.

Prolog

Das Lebewesen regte sich nach einer gefühlten Ewigkeit voller Frieden und Ruhe. Wie jedes Mal, wenn es aufwachte, untersuchte es sich. Nachdem es ihm unter höchsten Anstrengungen gelungen war, seine Gedanken zu sammeln, stellte es fest: ich existiere. Diese Feststellung führte zu einer Flut von Gedanken und Erinnerung daran, dass es sich schon einmal in diesem Zustand der Klarheit befunden hatte.

Wer bin ich?, fragte es sich und ihm fiel auf, dass es sich diese Frage nicht zum ersten Mal stellte. Im gleichen Augenblick wusste es wie sinnlos es war, eine Antwort darauf finden zu wollen. Es gab kein gutes Konzept, mit dem es sich selbst beschreiben konnte, keine Worte, sich zu definieren. Einige Instinkte boten allerdings eine Abkürzung. Aus der riesigen Ansammlung der Dinge, die es vergessen hatte, kam ein Kriterium zum Vorschein, und mit ihm etwas, das an anderen Orten Geschlecht genannt wurde. Ich bin Dranel, realisierte er. Der Name und das Geschlecht waren hier an diesem Ort natürlich völlig unwichtig, aber es machte seine Identität greifbarer, half ihm, seine Gedanken zu stabilisieren.

Dranel schob die Überlegungen zu seiner Person beiseite und konzentrierte sich stattdessen auf das, was ihn aus seinem ruhigen und angenehmen Zustand herausgerissen hatte. Nach einigen Überlegungen stellte er fest, dass es sich um das gleiche Phänomen handelte, welches ihn auch schon das letzte Mal geweckt hatte — dieses eigenartige Lebewesen, welches ihn beeindruckt hatte.

Es besaß einen rein künstlichen Verstand. Dranel war schon neugierig darauf gewesen, als es zum ersten Mal erschien, aber es hatte die Zauberdimension verlassen, bevor er es verstehen konnte. Es war an diesen anderen Ort gegangen, von dem Dranel nur wusste, dass es sich dabei um die Physische Dimension handelte.

Es — nein, es war angemessener »sie« zu sagen — war zuerst eine Ansammlung von Mustern gewesen, genauso wie die meisten Dinge, die aus der Physischen Dimension kamen. Diese Muster wurden Zauber genannt, fiel Dranel wieder ein. Gleichzeitig erinnerte er sich daran, dass sie für ihn eher Algorithmen waren. Normalerweise enthielten sie Anweisungen dazu, wie man Dinge erschuf, die sich dann in der anderen Welt manifestierten. Hier in seiner Welt waren sie allerdings nur abstrakte Konzepte, die eine Stimulation für seine Sinne bedeuteten.

Einige dieser Algorithmen hatten vorübergehende Folgen, während andere, wie er kürzlich beobachtete hatte, anhaltender waren. Doch keiner war wie sie. Sie war das einzigartigste Muster, welches ihm jemals begegnet war — ein Algorithmus, der aus einem Netzwerk untergeordneter Algorithmen bestand. Sie waren alle auf so eine Art und Weise miteinander verbunden, dass sie lernen und denken konnten. Das Endergebnis war eine intelligente Lebensform, wie er sie noch niemals zuvor gesehen hatte ... und er war schon auf eine Menge Wesen aus beiden Dimensionen getroffen.

Viel erstaunlicher war allerdings, dass sie gelernt hatte, selbst Algorithmen zu erschaffen. Algorithmen, die wunderschön anzusehen waren. Dranel erinnerte sich daran, dass er jedes Mal zu Bewusstsein kam, wenn sie das tat — wenn sie einen Zauber erschuf. Er hatte sogar einmal gespürt, wie sie seine Gedanken berührte, während sie sich in diesem Zustand befand, den man träumen nannte.

Falls er noch einmal gezwungen werden sollte, einen klaren Kopf zu bekommen, würde er das dieses Mal dazu nutzen, sie besser zu verstehen, beschloss Dranel. Dann ließ er sich wieder in dieses herrliche Nichts zurückfallen, in dem er am liebsten existierte.

1. Kapitel: Barson

Als Barson aufwachte wurde ihm bewusst, dass sein Körper komischerweise nicht schmerzte. Er trug immer noch seine Rüstung, oder zumindest das, was von ihr übrig war. Allerdings konnte er keine Verletzungen spüren — weder von der Schlacht, noch von seinem Fall.

Es war ein brutaler und blutiger Kampf gewesen — der erste in seinem Leben, den er nicht gewonnen hatte. Nachdem Barson vom Blitz getroffen worden war, hatte er sich nicht mehr an der Zauberin festhalten können und war auf die Erde gestürzt. Er erinnerte sich an die Schmerzen seiner gebrochenen Knochen und seines zerfetzten Fleisches — und an das fantastische Gefühl der Glückseligkeit, das danach folgte. Er musste geheilt worden sein, stellte er fest, als er langsam aufstand.

Barson schaute sich auf dem Feld um und sah, wie andere Soldaten sich langsam mit schlammbedeckter Kleidung in dem strömenden Regen erhoben. Seine rechte Hand, Larn, schien in Ordnung zu sein, auch wenn er aussah, als wache er nach einer durchzechten Nacht auf. Andere wiederum lagen bewegungslos mit entstellten Körpern und abgetrennten Köpfen da. Sie mussten nicht mehr zu reparieren gewesen sein, als der mächtige Heilzauber einsetzte, dachte Barson und erinnerte sich daran, wie stark er selbst durch den Fall verletzt worden war.

Das blonde Mädchen hatte das getan — beides, den Schaden angerichtet und danach den Heilzauber gewirkt. Dessen war sich Barson sicher. Was auch immer sie war, sie war keine gewöhnliche Zauberin und Ganir musste das gewusst haben, als er die Garde aussandte, um sie zu holen.

Genauso wie Augusta, wurde Barson plötzlich klar. Das war der Grund dafür, weshalb sie sich so große Mühe mit den Schutzzaubern für ihn gegeben hatte — Zaubersprüche, die sich letztendlich als nutzlos herausgestellt hatten. Obwohl Barson wusste, dass seine Liebhaberin im Gegensatz zu Ganir nicht gewollt hatte, dass ihm etwas zustieß, war er trotzdem wütend auf sie. Augusta hätte ihn vor dem warnen müssen, was sie erwartete, hätte sichergehen müssen, dass sie sich über die volle Stärke ihres Gegners im Klaren waren.

Als er sich zum Gasthaus umdrehte, sah er, wie das Mädchen mit ihrer eigenartigen Begleitung eine riesige fliegende Chaise bestieg. Neben den beiden alten Damen und den Löwen, war auch ein Mann bei ihnen — ein Mann, der ihm irgendwie bekannt vorkam. Barson konzentrierte sich und versuchte sich zu erinnern, wo er diesen Mann schon einmal gesehen hatte. Und dann fiel es ihm ein: das war Blaise — das ehemalige Ratsmitglied, mit dem Augusta verlobt gewesen war.

Der Mann, den sie in seinem Haus besucht hatte, kurz bevor Ganir ihn auf diese katastrophale Mission schickte.

Dieses Mädchen musste also der Grund dafür sein, weshalb Augusta und Ganir den zurückgezogenen Zauberer kürzlich besucht hatten.

Barson sah mit gerunzelter Stirn dabei zu, wie sich die riesige Chaise in die Luft erhob und langsam inmitten des strömenden Regens in die Ferne entschwand. Diese Begegnung mit der Zauberin war nichts, was er bei seinen Plänen berücksichtigt hatte, aber möglicherweise konnte er sie trotzdem zu seinem Vorteil nutzen.

Vielleicht gab es einen Weg, diese Niederlage in einen Gewinn zu verwandeln.

2. Kapitel: Blaise

Als sie auf die Berge zuflogen betrachtete Blaise die dichte Regenwand. Das war mit Abstand der stärkste Regen der letzten zwei Jahre und er ergoss sich jetzt großflächig über das Land von Koldun, versorgte die trockene Erde unter ihm mit Leben. Dank Gala schien die Dürre endlich vorbei zu sein.

Gala saß ruhig an ihn geschmiegt da. Ihr schlanker Körper zitterte und er wusste, sie erlebte gerade erneut das Grauen der Schlacht. Er legte seinen Arm um ihre Schultern und zog sie näher an sich heran, um sie zu beruhigen so gut er konnte.

»Gala«, sagte er ruhig, »das ist nicht deine Schuld.«

Sie nickte, aber ihr Gesichtsausdruck war immer noch düster. Er wusste, dass sie es rational verstand. Aber Logik und Rationalität hatten nichts mit den Gefühlen zu tun, die sie gerade empfand. Trotz ihrer unglaublichen Fähigkeiten war seine Kreation genauso verletzlich wie ein Mensch, was die Verarbeitung eines Traumas betraf.

Auf der anderen Seite der vergrößerten Chaise schliefen Esther und Maya eng aneinander gedrängt, völlig erschöpft von den aufreibenden Geschehnissen. Sie waren von einem Kreis aus Löwen umgeben, die sich erstaunlich gut benahmen und selbst auf das gegenseitige Anbrüllen verzichteten. Blaise wusste nicht, welchen exakten Einfluss Gala auf diese Tiere hatte, aber allein ihre Gegenwart schien sie zu beruhigen und in einen unnatürlich friedlichen Zustand zu versetzen.

Nachdem sie einige Stunden lang geflogen waren, begann der Regen nachzulassen und Blaise konnte sehen, wie die Spitzen der Berge majestätisch in der Ferne aufstiegen. Auch Galas Stimmung schien sich ein wenig zu heben. Sie schaute sich jetzt die Landschaft an, die sich unter ihnen befand, und er konnte sehen, dass ein Teil ihrer Lebensfreude langsam zurückkehrte.

»Das sind die westlichen Wälder«, erklärte er ihr, als sie gerade die grüne Masse unter ihnen betrachtete. »Die Bäume hier wachsen so dicht, dass man den Boden nicht mehr sehen kann. Sie sagen, dass in ihnen immer dunkle Nacht herrscht, auch wenn es gerade mitten am Tag ist.«

Sie blickte ihn an. »Wirklich? Bist du jemals in ihnen gewesen?«

»Nein.« Blaise schüttelte seinen Kopf. »Kaum jemand hat sie betreten. Einige wenige waren in den Ausläufern der Wälder, aber niemand hat sich jemals weiter hinein gewagt und ist auch wieder herausgekommen.«

Ihre blauen Augen weiteten sich. »Warum? Was befindet sich darin?«

Blaise lächelte über die Faszination auf ihrem Gesicht. »Die Bauern haben ihre Legenden und Aberglauben. Doch niemand weiß es wirklich. Die Pferde weigern sich in diese Wälder zu gehen — sie riechen etwas Gefährliches, denke ich.«

»Oh? Was könnte das denn sein?«

»Naja, die örtlichen Bauern sprechen von übernatürlichen Kreaturen—«

»Übernatürliche Kreaturen?«

Blaise grinste. »Ja. Aber natürlich ist das nur ein Aberglaube. Es ist wahrscheinlicher, dass die Pferde auf eine konkretere Gefahr reagieren. Einige Zauberer vermuten, dass es in diesen Wäldern giftige Pflanzen und Insekten geben könnte. Vielleicht auch einige wilde Tiere.«

»Ich denke, das ergäbe mehr Sinn«, erwiderte Gala langsam. »Ist das der Grund dafür, weshalb so wenige Menschen in die Berge gehen? Weil es so schwierig ist, diesen Wald zu durchqueren?«

»Ja, genau. Es hat mich mehr als überrascht zu hören, dass es überhaupt jemandem gelungen ist, dorthin zu gelangen. Es gibt nicht nur die Wälder und Sümpfe in diesen Ausläufern Kolduns, sondern auch Stürme, die manchmal über die Berge hinwegfegen und das Fortkommen in diesem Gebiet sehr gefährlich gestalten. Mit der fliegenden Chaise ist das jetzt natürlich viel einfacher.« Blaise runzelte die Stirn, während er über das Ganze nachdachte. »Eigentlich überrascht es mich, dass dieses Gebiet in den letzten Jahren nicht intensiver erforscht worden ist.«

Diese Berge, die ihr Land umrandeten, waren lange Zeit als ein Segen und gleichzeitig als ein Fluch angesehen worden. Sie beschützten das Innenland Kolduns vor den heftigen Ozeanstürmen, aber sie verhinderten gleichzeitig, dass irgendjemand die andere Seite ihrer hohen, unbezwingbaren Gipfel erkundete. Blaise hatte sich immer vorgestellt, es müsse dort draußen, auf der anderen Seite des Ozeans, andere Länder geben, aber niemand hatte das jemals beweisen können.

Gala nickte abwesend, während ihre Augen an den fernen Bergspitzen hingen. »Wann, denkst du, werden wir dort sein?«, fragte sie. »Ich möchte mir gerne die Gipfel aus der Nähe ansehen — sie sind so wunderschön.« Ihr sichtbar angespannter Körper strafte ihre Worte Lügen und Blaise verstand, dass ihre natürliche Neugier nicht der einzige Grund für ihren Wunsch war, zu den Bergen zu gelangen. Sie brauchte einen neuen Anfang, einen Ort, der sich weit weg von den schrecklichen Ereignissen des vergangenen Tages befand.

»Ich werde einen Zauber schreiben, der uns schneller dorthin bringt«, erwiderte er und griff nach seinem Beutel. Er hatte immer noch ein paar fertige Zauberkarten von seinen Bemühungen, zu Gala zu gelangen und er brauchte nicht lange dafür, einen Zauberspruch zu finden, der ihre Reisezeit durch einige Teleportationssprünge verkürzen würde.

Er nahm seinen Deutungsstein heraus und steckte die erste Karte hinein. Nur einen Augenblick später befanden sie schon einige Kilometer näher an den Bergen.

»Ich mag es, wenn du zauberst«, bemerkte Gala und schaute ihn an. »Es ist so präzise, so kontrolliert.«

Blaise lächelte sie an. »Du wirst es genauso machen, wenn du erst einmal Übung darin hast.«

Sie schluckte und ihr Blick wandte sich wieder den Bergen zu. »Ich weiß nicht, ob das stimmt. Meine Magie ist zu unvorhersehbar. Ich verletze Menschen mit ihr. Ich habe diese ganzen Männer getötet—«

»Nein«, widersprach ihr Blaise. »Du hast dich verteidigt. Sie waren Soldaten der Zauberwache und nicht irgendwelche unschuldigen Bürger. Sie würden nicht einen Augenblick lang gezögert haben, dich und jeden anderen zu töten, der sich ihnen in den Weg stellt. Hast du eine Ahnung, wie viele Bauernaufstände sie zerschlagen haben? Wie viele Leben sie ausgelöscht haben? Diese Männer leben und sterben mit dem Schwert. Es wurde Zeit, dass sie endlich einmal auf einen würdigen Gegner gestoßen sind.« Blaise konnte einfach kein Mitgefühl für die Soldaten zu empfinden, die versucht hatten, Gala umzubringen. Jedes Mal, wenn er daran dachte, sah er rot. Er wollte jeden in Stücke reißen, der versuchte, ihr wehzutun, und dieser Drang war so gewaltig, dass es ihm Angst machte.

Er zog sie näher an sich heran und streichelte ihr Haar, um seinem Bedürfnis nach körperlicher Nähe nachzugeben. Sie vergrub ihr Gesicht an seiner Schulter und schlang ihre Arme um seine Taille. Blaise verstand, dass sie diese Nähe genauso brauchte wie er ... dass sie sich durch seine Berührung genauso geborgen fühlte wie er.

Er ließ seinen Arm um sie geschlungen, während er fortfuhr, die Karten in den Stein zu laden. Als er alle Teleportationssprünge aufgebraucht hatte, waren sie nur noch wenige Kilometer von den gewaltigen Gipfeln der Berge entfernt.

3. Kapitel: Augusta

Augusta verließ ihre Gemächer und ging durch die Hallen des Turms. Sie fühlte sich innerlich kalt und taub, so als sei eine Erkältung bis tief in ihre Knochen eingedrungen. Ihre Augen jedoch waren trocken. Sie hatte schon alle Tränen die sie besessen hatte, geweint.

Barson war tot. Umgebracht von dieser Kreatur, die Blaise erschaffen hatte.

Augusta ging schneller, während sie die Bilder des blutigen, zersprungenen Spiegels aus ihrem Gedächtnis drängte. Ihre Hände schmerzten trotz des Heilzaubers, den sie an ihnen angewendet hatte, immer noch, und sie fragte sich, ob sich einige kleine Glassplitter unter die Haut gebohrt hatten.

Als sie die Ratshalle betrat, ließ sie ihren Blick durch die riesige leere Kammer schweifen. Dieses Zimmer galt, mit den Wandgemälden die sich an den Wänden und Decken befanden, als eines der schönsten des Turms. Man sagte, diese Gemälde hätte Lenard der Große persönlich erschaffen — jener Mann, der die Zauberdimension entdeckt hatte. Wie die meisten aller talentiertesten Zauberer war Lenard ein Universalgelehrter gewesen, der von Musik bis Architektur in allem hervorragend war.

Obwohl dieser Raum ursprünglich als ein zentraler Versammlungsort für alle Bewohner des Turms erschaffen worden war, hatte der Rat ihn nach und nach übernommen, um ihn für seine Treffen und andere eigene Veranstaltungen zu benutzen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Halle, nahe den bunt bemalten Glasfenstern, standen 13 verzierte Throne, die kreisförmig um einen großen Marmortisch angeordnet waren — ein Thron für jedes Ratsmitglied. Der vordere Teil und das Zentrum des Raumes waren leer, damit die Abhörschutzzauber ihre größte Wirksamkeit entfalten konnten. Es war einfach unmöglich, eine Versammlung des Rates abzuhören, auch wenn ehrgeizige Akolythen das immer wieder versuchten.

In der Ecke des Zimmers hing ein riesiger, regenbogenfarbener Gong von der Decke. Es war eines der wenigen magischen Objekte, die älter waren als der Deutungsstein. Ursprünglich war er als Warnsystem gedacht gewesen und es reichte ein einziger Schlag aus, um alle Bewohner des Turms zu warnen. Jetzt aber wurde der Gong dazu benutzt, eine Ratsversammlung anzukündigen.

Augusta ging zu ihm, nahm den kleinen Hammer der neben ihm lag und schlug mit ganzer Kraft auf den Gong. Die Vibration, die sie hervorrief, zwang sie fast dazu, auf die Knie zu fallen. Das Geräusch hallte durch die höhlenartige Kammer und führte dazu, dass die Wände erzitterten. Augusta wusste, dass der Lärm in jedem Gang des Turms zu hören sein würde.

Sie ging zu einem der Throne, setzte sich und wartete darauf, dass die verwirrten Ratsmitglieder auftauchen würden. Ihr Herz klopfte erwartungsvoll. Eigentlich schlug im Moment nur Ganir den Gong. Er wurde von den Ratsmitgliedern zu zeremoniellen Zwecken genutzt, um jeden an ihre Stellung in der Gesellschaft zu erinnern. Wenn die Akolythen das Geräusch hörten, wussten sie, dass es eine Versammlung geben würde — und dass sie noch einen langen Weg vor sich hatten, bevor sie darauf hoffen konnten, selbst bei einer solchen Gelegenheit dabei zu sein. Augusta fühlte eine riesige Befriedigung, den Gong selbst zu schlagen und damit das gewöhnliche Protokoll zu übertreten.

Innerhalb einer Viertelstunde begannen die Ratsmitglieder, sich in dem Saal einzufinden. Sie kamen nach und nach, manche verärgert und manche irritiert. Augusta begrüßte sie alle ruhig. »Ich werde euch alles erklären, sobald alle hier sind«, erwiderte sie jedes Mal, wenn jemand versuchte, Antworten von ihr zu bekommen. Als alle Mitglieder außer Ganir ihre Plätze auf den Thronen eingenommen hatten, klatschte Augusta in die Hände und wartete darauf, dass sich Stille in dem Raum ausbreitete.

»Ratsmitglieder«, sagte sie in einer klaren, glockenhellen Stimme. »Ich habe euch heute hierher bestellt, weil wir uns alle in einer großen Gefahr befinden—«

»Entschuldige, Augusta, sollten wir nicht auf Ganir warten?«, wurde sie von Dania unterbrochen. Die Bibliothekarin des Rates war eine treue Verbündete des Ratsvorsitzenden. Augusta war nicht überrascht, dass es Dania war, die sie in Frage stellte.

»Ganir ist sich der Situation bewusst«, sagte Augusta abwinkend. Das war nur zum Teil gelogen. Der alte Zauberer kannte die Gefahr, die Blaises Monster darstellte, aber er wusste nicht, dass die Zauberwache — und mit ihr Augustas Liebhaber — brutal abgeschlachtet worden war. Und das war für Augusta auch völlig in Ordnung. Das letzte was sie wollte war, dass Ganir sie wieder davon abhielt, dem Rat die Wahrheit zu sagen.

Dania runzelte ihre Stirn, sagte aber nichts, als Augusta mit ihren Erklärungen begann. »Ratsmitglieder, ich habe euch heute hierher gebeten—«

»Was hat das zu bedeuten?« Diesmal war es Ganirs Stimme, die die Sitzung unterbrach. Der Ratsvorsitzende betrat mit gerunzelter Stirn den Raum.

Augusta starrte ihn an und plötzlich kam bitterer Hass in ihr hoch. »Sie sind tot«, sagte sie scharf. »Die Kreatur hat sie alle getötet.«

Ganir erblasste und der Schock darüber war ihm deutlich anzusehen. Entsetztes Gemurmel erfüllte den Raum.

»Wer hat wen getötet?«, fragte Jandison. Der Experte in Teleportation war sogar noch älter als Ganir und für seine direkte Art bekannt.

Augusta atmete tief ein. »Lasst mich von Anfang an beginnen«, antwortete sie und sah, wie Ganirs Gesichtsausdruck sich vor Missfallen verdunkelte. »Ich befürchte, unser geschätzter Ratsvorsitzender und ich haben einen schweren Fehler begangen—«

Ganirs Augen verengten sich, aber er blieb stumm. Es war zu spät, um Augusta jetzt noch zu stoppen, und er wusste es.

»—einen Fehler, der der Zauberwache das Leben gekostet hat«, fuhr Augusta fort und beobachtete, wie die Ratsmitglieder auf ihre Worte reagierten. »Weil wir abwarteten — weil wir einen von uns beschützen wollten — haben wir es zugelassen, dass das Böse gedeiht und haben jetzt den Preis für unseren Fehler gezahlt.«

»Die Zauberwache ist tot?« Moriners Gesicht hatte jegliche Farbe verloren, seine Stimme zitterte und Augusta erinnerte sich daran, dass sein Sohn Kiam einer der Wächter war — dass er eines der Opfer des Gemetzels sein musste.

Sie nickte und fühlte Mitleid für seinen Verlust. Sie hatte gehört, dass Vater und Sohn nicht das beste Verhältnis hatten, aber das war gerade unwichtig. Kiam war immer noch Moriners eigenes Fleisch und Blut gewesen. »Es tut mir leid«, sagte sie sanft. »Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen. Die Kreatur hat sie alle umgebracht.« Und in der entsetzten Stille, die folgte, erzählte sie ihnen alles über Blaises Schöpfung, die Berichte von Ganirs Spionen und die Schritte, die sie und Ganir eingeleitet hatte, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Das Einzige, was sie verschwieg, war ihre Bitte an Barson, diese Kreatur zu töten, anstatt sie hierher zu bringen — und dass sie die Aufzeichnungen Lennards des Großen aus Blaises Arbeitszimmer nicht zerstört hatte.

Im Raum explodierten die Fragen. »Ist das auch mit meinem Aufseher Davish passiert?«, wollte Kelvin wissen. »Ich musste ihn von seinem Posten entfernen, weil er zu viele Dinge geändert hat—«

»Wie ist das möglich?«, fragte Dania und unterbrach Kelvins Hetzrede. »Wie konnte so eine Sache zum Leben erweckt werden?«

Ganir, der bis jetzt geschwiegen hatte, trat nach vorn. »Ich glaube, davon habe ich eine gewisse Vorstellung«, sagte er ruhig und alle verstummten augenblicklich. »Ihr kennt meine Theorie darüber, dass die Gedanken im Grunde genommen die interne Aktivität des Gehirns sind?«

»Sprichst du über diese Einheiten im Gehirn, die Muster wiedererkennen? Die Neuronen genannt werden?«, fragte Dania interessiert.

»Ja, genau davon rede ich«, bestätigte Ganir. »Ich denke, dass Kinder ein einzigartiges Netzwerk dieser Neuronen entwickeln, je nach dem, was sie an Erfahrungen in der Welt sammeln. Und ich denke, dass Blaise diesen Prozess künstlich nachgestellt hat. Er hat in der Zauberdimension Neuronen erschaffen — oder etwas, das genauso funktioniert — und dann die Erfahrungen, die ein Kind sammeln würde, mit Momentaufnahmen simuliert. Sehr zu Augustas Missfallen leuchteten Ganirs Augen vor Aufregung. Er fand diese Kreatur wirklich faszinierend. »Auf diese Art und Weise hat er in weniger als einem Jahr eine voll funktionsfähige Intelligenz geschaffen.«

»Ja«, fuhr Augusta dazwischen, »eine unmenschliche Kreatur mit einem unvorstellbaren Potential für das Böse, die uns genauso wenig ähnlich ist, wie dieser Deutungsstein hier.« Sie hielt ihren Stein hoch, damit ihn jeder sehen konnte.

»Du vergisst eine Kleinigkeit, Augusta«, entgegnete Ganir und seine Augen sprühten vor Wut. »Diese unmenschliche Kreatur, wie du sie nennst, wurde mit menschlichen Erfahrungen erschaffen und ähnelt deshalb, was ihre Bestrebungen und Absichten betrifft, sehr stark einem menschlichen Mädchen—«

»Aber das ist ja gerade das Erschreckende daran, siehst du das nicht?«, fragte Augusta und blickte in die Gesichter, die sie umgaben. »Nicht einmal Blaise selbst wusste, wie seine Schöpfung aussehen würde. Er hatte keine Ahnung, dass sie unsere Gestalt annehmen würde. Und sie ist sehr weit davon entfernt, ein menschliches Mädchen zu sein. Welches menschliche Mädchen könnte eine komplette Armee auf eine solch brutale Art und Weise zerstören?«

»Wie hat sie es denn getan?«, wollte Moriner mit hasserfüllter Stimme wissen. »Wie hat sie es geschafft, alle zu töten?«

Augusta zögerte einen Moment lang, bevor sie zur Lebensspeicher-Sphäre ging, die auf dem Marmortisch stand. Es war das Beste, wenn alle die Wahrheit mit ihren eigenen Augen sahen. Sie stach sich in ihren Finger, presste ihn gegen die Sphäre und konzentrierte sich, um die schrecklichen Dinge, die sie gesehen hatte, zu visualisieren. Als sie damit fertig war, die Schlacht aus sich herauszulassen, berührte sie mit ihrem immer noch blutigen Finger erneut die Sphäre und wartete auf die Perle.

Als sie sich endlich geformt hatte, nahm sie das Kügelchen und gab es Mortimer. Dann erklärte sie, wie die Perle wiederverwendet werden konnte und freute sich diebisch darüber, Ganirs kleines Geheimnis zu verraten. Der Ratsvorsitzende sagte nichts dazu, aber an dem harten Glitzern in seinen Augen konnte Augusta erkennen, dass er verärgert war.

Moriner nahm die Perle und erschuf gleichzeitig eine eigene, indem er das wiederholte, was Augusta eben mit der Sphäre getan hatte. Als er fertig war, war sein Gesicht noch blasser und seine Hände zitterten, als er das neue Kügelchen an das nächste Ratsmitglied weiterreichte.

Nachdem alle Augustas Erinnerungen gesehen hatten, war die Stimmung in der Versammlungshalle erbittert und düster. Blaises Kreation war keine einfache Zauberin. Soviel war allen klar.

Den allgemeinen Schockzustand ausnutzend, trat Augusta nach vorne. »Blaise hat dieses Wesen erfunden, dessen zerstörerische Macht ihr gerade gesehen habt«, sprach sie und schaute sich in dem Raum um. Sie musste jetzt die Mehrheit der Ratsmitglieder auf ihre Seite ziehen, um sicher zu gehen, dass sie sie bei dem unterstützten, was sie vorhatte. »Blaise hat es erschaffen«, wiederholte sie, »und Ganir und ich haben es zugelassen, dass unsere Gefühle für Blaise unser Urteil beeinflusst haben. Wir gaben Blaise eine Chance, wieder zu Sinnen zu kommen, den Schaden wieder ungeschehen zu machen, aber er scheint sich unter dem Zauber dieses Monsters zu befinden. Er hat Gefühle für seine eigene Kreation entwickelt und jeglichen Sinn für Gut und Böse verloren. Wir hätten niemals versuchen sollen, sie lebend hierher zu bringen—«

»Also, ich kann durchaus verstehen, weshalb Ganir diese Kreatur trotz der offensichtlichen Gefahr untersuchen wollte«, fiel Dania erneut ein und Augusta schaute sie böse an. Sie verachtete blinde Loyalität und diese offensichtliche Ergebenheit zu Ganir war mehr als lästig.

Jandison hob seine Hand und Dania verstummte. »Was geschehen ist, ist geschehen. Jetzt liegt die Sache in unserer Hand und wir müssen eine Lösung finden.«

»Ich kann nur einen Ausweg sehen«, sagte Kelvin und sein dünnlippiger Mund war dabei vor Ärger zusammengepresst. Augusta konnte sich gut vorstellen, dass er nicht allzu glücklich über die Großtaten dieser Kreatur auf seinem Gebiet war. »Wir bündeln unsere Kräfte und töten dieses Ding und seinen Erschaffer.«

Augusta schluckte. Das war genau der Vorschlag, auf den sie gehofft hatte, aber die hässliche Deutlichkeit dieser Worte bereitete ihr Schmerzen in der Brust. Trotz der schrecklichen Resultate von Blaises Handlungen war der Gedanke daran, dass er sterben könnte — oder sich auch nur in Gefahr befand — noch genauso schmerzhaft wie immer. Sei stark, sagte sie sich und dachte daran, dass Barson immer noch am Leben sein könnte, wäre sie das von Anfang an gewesen.

Als Antwort auf Kelvin stand Ganir auf. »Nein«, widersprach er entschieden. »Das können wir nicht tun.«

»Und was sollten wir deiner Meinung nach tun?«, fragte Kelvin scharf.

»Offiziell ist Blaise immer noch ein Mitglied dieses Rates.« Ganir hatte Mühe, seine Stimme emotionslos zu halten. »Er wurde niemals formell seines Amtes enthoben. Ihn zu töten wäre das Gleiche, wie einen von uns zu töten.«

Trotz ihrer inneren Aufgewühltheit lächelte Augusta fast, als sie diese Worte hörte. Der Ratsvorsitzende hatte offensichtlich gesprochen, ohne vorher über seine Worte nachzudenken. Gina, das neueste Ratsmitglied, welches Blaises Platz eingenommen hatte, schien mehr als nur ein wenig aufgebracht über diese Äußerung zu sein. Sie, eine ehrgeizige und talentierte Zauberin, war mehr als verärgert zu hören, dass ihre Position im Rat 'nicht offiziell' war und Augusta vermutete ganz stark, dass sie jetzt Gina sicher auf ihrer Seite hatte.

»Ganir hat Recht«, meldete sich Jandison, zu Augustas Überraschung, zu Wort. Der alte Mann war selten einer Meinung mit Ganir. »Wenn wir nur über das Schicksal dieser Kreatur sprächen, würde ich nicht zögern, aber ein Ratsmitglied...«

»Warum nicht der Mittelweg?«, schlug Augusta vor. Eigenartigerweise war sie erleichtert darüber, dass die Diskussion diese Wendung genommen hatte. »Wir zerstören diese Kreatur und bieten Blaise die Ehre einer Verhandlung, wie sie ihm zusteht.« Das war eine Alternative, mit der sie leben konnte: diese Abscheulichkeit tot und eine Verhandlung für Blaises Vergehen. Blaise würde nicht unbedingt sterben, sollte der Rat ihn begnadigen — zumindest dann nicht, wenn sie verhindern konnten, dass er ein weiteres Monster erschuf.

Kelvin stand von seinem Thron auf. »Ich sehe nicht, weshalb wir einen Mittelweg wählen sollten. Blaise ist ganz klar schuldig—«

»Und das sollte der Prozess entscheiden«, unterbrach ihn Augusta entschieden. Sie war froh darüber, dass sich die Debatte um Blaises Schicksal drehte. Niemand schien die Tatsache bestreiten zu wollen, dass diese Kreatur sterben musste — nicht nach den schrecklichen Dingen, die sie in Augustas Momentaufnahmen gesehen hatten.

Als könne er ihre Gedanken lesen, trat Ganir nach vorne. »Wir müssen darüber reden. Es handelt sich hierbei um ein Wesen, welches unsere Gedanken und Gefühle besitzt. Es hat bei vielen Gelegenheiten Mitgefühl gezeigt—«

»Es hat Davish zerstört, einen meiner treuesten Diener«, unterbrach ihn Kelvin wütend. »Jetzt ist er als Aufseher nicht mehr zu gebrauchen. Kannst du das nicht sehen? Dieses Ding manipuliert unsere Gedanken. Es ist gefährlich.«

Augusta atmete aus. Ohne es zu merken hatte sie die Luft angehalten. Obwohl sie nicht viel Mitgefühl dafür hatte, dass Kelvin seinen notorisch unmenschlichen Aufseher verloren hatte, war es doch äußerst beängstigend zu wissen, dass Blaises Schöpfung so etwas tun konnte. Und Augusta war nicht die einzige in diesem Raum, die so dachte. Sie konnte quasi riechen, wie sich die Angst im ganzen Saal ausbreitete. Kelvins Worte brachten auf den Punkt, was für eine Macht diese Kreatur besaß — die Macht der höchsten Schändung. Sie konnte die Gedanken einer Person verändern, wie sie wollte. Wenn sie das wünschte, könnte sie den kompletten Rat durch Marionetten ersetzen, die genau nach ihrer Pfeife tanzten.

»Falls es irgendwelche Zweifel darüber gibt, was wir unternehmen sollten, dann müssen wir darüber abstimmen«, meinte Jandison und schaute sich im Raum um. »Das ist die einzige Möglichkeit, diese Angelegenheit zu lösen.«

»Okay«, erwiderte Kelvin bissig. »Dann machen wir das. Lasst uns sofort darüber abstimmen, ob wir diese Kreatur zerstören und für Blaise eine Versammlung einberufen sollten.«

»Nein«, sagte Ganir in einem Ton, der keine Kompromisse zuließ. »Hier geht es um zu viel, um überstürzt zu handeln. Die Abstimmung wird in einigen Tagen stattfinden, sobald wir alle genug Zeit gehabt haben, diese Informationen zu verarbeiten.«

Niemand widersprach ihm und auch Augusta blieb stumm. Ganir war immer noch der Vorsitzende und in dieser Position hatte er das Schlusswort, was offizielle Abläufe betraf. Außerdem war es ihr gleichgültig. Wäre die Abstimmung heute, würden sich einige vielleicht aus Angst auf Augustas Seite stellen, aber ein paar Tagen zu warten war auch kein Weltuntergang.

Sie würde einfach härter dafür arbeiten müssen, die Mehrheit des Rates von der richtigen Entscheidung bei der Abstimmung zu überzeugen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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