Die Legende von Sleepy Hollow - Washington Irving - ebook

Die Legende von Sleepy Hollow ebook

Washington Irving

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Opis

"Die Legende von Sleepy Hollow" ist eine Erzählung des amerikanischen Schriftstellers Washington Irving (1783-1859), die 1820 als Teil seines "Skizzenbuchs" erschien. Die Geschichte von der nächtlichen Begegnung des Landschulmeisters Ichabod Crane mit einem geisterhaften "Reiter ohne Kopf" ist bis heute eines der bekanntesten Werke der amerikanischen Literatur und ist in die amerikanische Folklore und Populärkultur eingegangen. (aus wikipedia.de)

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Die Legende vonSleepy Hollow

Washington Irving

Inhalt:

Washington Irving – Biografie und Bibliografie

Die Legende von der Sleepy Hollow

Die Legende von Sleepy Hollow, Washington Irving

Jazzybee Verlag Jürgen Beck

Loschberg 9

86450 Altenmünster

ISBN: 9783849611460

www.jazzybee-verlag.de

[email protected]

Washington Irving – Biografie und Bibliografie

Amerikan. Schriftsteller, geb. 3. April 1783 in New York, gest. 28. Nov. 1859 bei New York, begann im Columbia College daselbst das Rechtsstudium, mußte aber seiner Gesundheit wegen Luftveränderung suchen und ging auf zwei Jahre nach Europa. Bei seiner Rückkehr im J. 1806 gab er mit seinem Bruder William und seinem Freunde I. K. Paulding (s. d.) eine dem »Spectator« Addisons nachgebildete Halbmonatsschrift heraus, »Salmagundi«, für die er unter dem Pseudonym Launcelot Langstaff kleine Skizzen mild-satirischen Charakters schrieb. Als er sich kaum von dem Schlag erholt, den der Tod seiner Braut Mathilde Hofmann ihm versetzt, begann er das Werk zu schreiben, das seinen Weltruhm begründen sollte, die köstliche Parodie auf das Heldenepos und die pedantische Weitschweifigkeit gewisser Lokalhistoriker: »A history of New York by Diedrich Knickerbocker« (1809), in der er ein von unwiderstehlich liebenswürdigem Humor erhelltes, meisterhaftes Bild der holländischen Periode New Yorks entwarf. An dem Handelsunternehmen eines seiner Brüder beteiligt, ging er 1815 in dessen Interesse nach England, und als es im folgenden Jahre fallierte, beschloß er, sich ausschließlich literarisch zu beschäftigen. Die in England entstandene Sammlung von Skizzen und Erzählungen: »The Sketchbook of Geoffrey Crayon, Gent.« (1819 bis 1820), erhöhte seinen Ruf, und nachdem er in Paris »Bracebridge Hall, or the humourists« (1822, 2 Bde.) und »Tales of a traveller« (1824, 2 Bde.) geschrieben, folgte er einer Einladung des amerikanischen Gesandten in Madrid, Everett, wo er im Eskorial die auf die Entdeckung Amerikas bezüglichen Handschriften und Dokumente durchforschte. Das also gesammelte Material legte er nieder in den Werken: »The life and voyages of Christopher Columbus« (1828, 4 Bde.), »Chronicle of the conquest of Granada« (1829, 2 Bde.), »Voyages of the companions of Columbus« (1831), »The Alhambra« (1832. 2 Bde.), »Legends of the conquest of Spain« (1835) und »Mahomet and his successors« (1849, 2 Bde.). Nach seiner Rückkehr bereiste er den Süden und Westen seiner Heimat, schrieb »A tour of the prairies« (1835), »The adventures of captain Bonneville« (1837, 2 Bde.) und nach den Papieren John Jacob Astors »Astoria« (1837) und ließ sich in dem bescheidenen Heim bei Tarrytown am Hudson nieder. 1842 ging er als Gesandter nach Madrid, kehrte aber nach Ablauf seines Amtstermins nach Sunnyside zurück, um es nicht wieder zu verlassen. Er schrieb noch die Biographie »Oliver Goldsmith« (1849; deutsch, Berl. 1858) und dann sein populäres »Life of George Washington« (1855–59, 5 Bde.; deutsch, Leipz. 1855–59, 5 Bde.). Außerdem erschienen von ihm einige Bände Essays und Erzählungen u. d. T.: »Wolfert's Roost, and other papers« (1855; vgl. Fliegender Holländer) und »Crayon miscellanies«. Seine gesammelten Schriften erschienen in zahlreichen Ausgaben, darunter die Jubiläumsausgabe (New York 1882 in 27 Bdn.), zuletzt 1895, 10 Bände, und 1897, 40 Bände. Deutsch erschienen »Gesammelte Werke«, übersetzt von Mehreren (Frankf. 1826–37, 74 Bde.), »Ausgewählte Werke« von Adrian (2. Aufl., das. 1847, 4 Tle.; in 1 Bd. Leipz. 1856, illustriert von Ritter u. Camphausen). Vgl. Pierre Irving, Life and letters of Washington I. (Lond. 1862–64, 4 Bde.; neue Ausg. 1883, 3 Bde.); Warner, Life of Washington I. (Boston 1881); Warner, Bryant und Putnam, Studies of I. (das. 1880); Dall, Washington I. (New York 1879); Laun, Washington I., ein Lebens- und Charakterbild (Berl. 1870, 2 Bde.).

Die Legende von Sleepy Hollow

I.

Mitten in einer der geräumigen Buchten, welche das östliche Ufer des Hudson auszacken, an der breiten Ausdehnung des Flusses, welche die alten holländischen Schiffer Tappan Zee nannten, und wo sie immer vorsichtig ihre Segel einzogen und den Schutz des heiligen Nikolas anriefen, wenn sie darüber fuhren, liegt ein kleiner Flecken oder Dorfhafen, der von Einigen Greensburg genannt wird, eigentlich aber mehr unter dem Namen Tarry Town bekannt ist. Er erhielt, wie man sagt, diesen Namen ehedem von den guten Hausfrauen der Umgegend wegen der bösen Gewohnheit ihrer Ehemänner, an Markttagen in den Dorfwirthshäusern herumzulungern. Nicht weit von diesem Dorfe, ohngefähr zwei Meilen entfernt, befindet sich ein kleines Thal oder besser gesagt ein Stückchen Land, inmitten hoher Hügel, vielleicht eines der ruhigsten Plätzchen der ganzen Welt. Durch dasselbe gleitet ein schmaler Bach, dessen murmelndes Geräusch zum Schlaf einladet. Außerdem sind der Wachtelschlag oder das Klopfen eines Spechtes fast die einzigen Töne, welche die gleichförmige Ruhe unterbrechen.

Ich erinnere mich, daß, als ich noch ein junges Bürschchen war, ich meinen ersten Versuch im Eichhorn-Schießen in einem Hain von starken Wallnußbäumen machte, welche die eine Seite des Thales beschatteten. Ich war in der Mittagszeit dahin gekommen, wo die ganze Natur sich der tiefsten Ruhe überläßt, und erschrak über meinen Flintenschuß, der die Sabbatsstille um mich her unterbrach und durch das Echo noch verstärkt wurde. Wenn ich mir je einen einsamen Ort wünschen sollte, um in der Entfernung von der Welt und ihren Zerstreuungen zu leben und die Erinnerungen an schlimme Tage hinwegzuträumen, so wüßte ich keinen besseren als dieses kleine Thal.

Von der einsamen Stille des Ortes und dem eigenthümlichen Charakter seiner Bewohner, welche noch Abkömmlinge von den ursprünglichen holländischen Ansiedlern sind, ist dieses entlegene Thal lange unter dem Namen der Sleepy Hollow bekannt, und die Bauernjungen heißen in der ganzen Gegend die Sleepy Hollow-Buben. Eine träge, schläfrige Macht scheint über dem Land zu ruhen und die ganze Atmosphäre zu durchdringen. Einige halten dafür, daß die Gegend in der ersten Zeit der Ansiedlung durch einen mächtigen deutschen Doktor behext worden sei; Andere, daß ein alter indischer Häuptling, ein Prophet oder Zauberer seines Stammes, hier seine Zauberkünste trieb, bevor noch das Land von Hendrick Hudson entdeckt worden war. Sicher ist es, daß der Ort noch immer unter einer Art von Zaubermacht steht, welche die Gemüther des guten Volkes gefangen hält und die Ursache ist, weßhalb sie in einem steten Traumzustand herumwandeln. Sie überlassen sich allen Arten von Wunderglauben, sind Verzückungen und Visionen unterworfen, haben häufig seltsame Erscheinungen und hören Musik und Stimmen in der Lust. Die ganze benachbarte Gegend ist voll von Lokalereignissen, von Orten, die nicht geheuer sind, und anderen abergläubischen Geschichten. Sternschnuppen und Meteore schießen öfter über das Thal als über einen anderen Theil des Landes, und der Alp scheint sich dasselbe zu seinem Lieblingsplatze auserwählt zu haben.