Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt - Nicholas Gannon - ebook

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt ebook

Nicholas Gannon

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Opis

"Wir alle kennen absolut perfekte Jungen und Mädchen. Sie wohnen in absolut perfekten Häusern, die ihren absolut perfekten Eltern gehören. Sie ziehen sich absolut perfekt an, benehmen sich absolut perfekt und führen ein absolut perfektes Leben. Das ist absolut schrecklich. Sie sind nämlich absolut langweilig. Und deshalb ist es ein Glück, dass diese Geschichte nicht von so einem Kind handelt." Der 11-jährige Archer will die Welt erforschen, vom Dschungel bis zur Wüste – genau wie seine Großeltern! Doch die verschwanden vor zwei Jahren spurlos bei einer Expedition am Südpol. Seitdem lassen Archers Eltern ihn kaum noch vor die Tür. Schluss mit der Entdecker-Tradition! Aber Archer wäre nicht Archer, wenn er nicht trotzdem überall Abenteuer finden würde – mit wilden sprechenden (ausgestopften) Tieren und gefährlichen Nachbarschafts-Monstern (wie der fiesen Mrs. Feasley). Und als eines Tages ein einäugiger Kapitän vor Archers Tür auftaucht und ihm einen Haufen Koffer mit Reiseaufzeichnungen übergibt, steht für Archer fest: Er muss zum Südpol reisen und seine Großeltern finden!

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Liczba stron: 312

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ISBN eBook: 978-3-649-62327-4

© 2016 für die deutschsprachige Ausgabe

Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG, Hafenweg 30, 48155 Münster

Alle Rechte vorbehalten, auch auszugsweise

Text and illustrations copyright © 2015 by Nicholas Gannon

All rights reserved. No part of this book may be used or reproduced in any manner

whatsoever without written permission except in the case of brief quotations embodied in critical articles and reviews. Printed in the United States of America.

For information address HarperCollins Children’s Books, a division of HarperCollins Publishers, 195 Broadway, New York, NY 10007.

www.harperchildrens.com

Originalcopyright © 2015 by Nicholas Gannon

Originalverlag: Greenwillow Books, an Imprint of HarperCollins Publishers

Originaltitel: The Doldrums

Text: Nicholas Gannon

Illustration: Nicholas Gannon

Diese Werk wurde vermittelt durch die Literarische Agentur Thomas Schlück GmbH, 30827 Garbsen.

Aus dem amerikanischen Englisch von Harriet Fricke

Umschlaggestaltung: Ortrud Müller – Die Buchmacher, Köln

www.coppenrath.de

ISBN Buchausgabe (Hardcover): 978-3-649-61942-0

Nicholas Gannon

Die höchst

wundersame Reise

zum Ende der Welt

Für meine Mutter

Das grosse weisse Nichts

Unter den Tausenden von Kindern, die jeden Tag geboren werden, ist mindestens eins, das sich als Träumer entpuppt. Am 5. Mai lag ein solches Kind in Zimmer 37E im Krankenhaus von Rosewood und sein Name lautete Archer Benjamin Helmsley.

Nein, es bestand kein Zweifel. Der Arzt sah es, die Krankenschwester sah es und die Mutter sah es zu ihrem großen Kummer auch.

Sogar eine Taube, die in das Kinderzimmer auf der Babystation stakste, sah es.

Der kleine Archer B. Helmsley lag ganz still in seinem Bettchen und starrte an die Decke.

Er wusste nicht, dass es eine Decke war.

Er wusste nämlich noch gar nichts.

Trotzdem lag Archer da und starrte in das große weiße Nichts, als plötzlich zwei Köpfe darin auftauchten.

»Na, wen haben wir denn da?«, sagte einer der Köpfe. »Du bist bestimmt Archer.«

»Ja«, sagte der zweite Kopf. »Das ist ganz bestimmt Archer.«

Bestimmt oder ganz bestimmt, Archer war Archer, auch wenn er es selbst noch gar nicht wusste.

»Weißt du, wer wir sind?«, fragte der erste Kopf.

»Woher soll er das wissen?«, sagte der zweite. »Er ist erst achtundvierzig Stunden alt.«

Der erste Kopf nickte. »In diesem Fall sollten wir uns erst einmal vorstellen. Ich bin dein Opa Helmsley und das – das ist deine Oma Helmsley.«

Archer gab keine Antwort, weil er noch keine Antwort geben konnte. Wenn man erst achtundvierzig Stunden alt ist, kann man nämlich nicht viel tun.

Doch die beiden Köpfe redeten weiter über dies und das und Archer schaute von einem zum anderen und verstand kein einziges Wort. Dann tauchte ein dritter Kopf aus dem Nichts auf, und alle drei verschwanden so schnell, wie sie gekommen waren. Archer blieb allein zurück und starrte an die Decke.

Die Helmsleys aus der Weidengasse Nummer 375

Drei Tage später wurde Archer aus dem Krankenhaus von Rosewood entlassen und zu einem hohen, schmalen Haus in einer engen, verwinkelten Straße in einem ruhigen Viertel in einer nicht ganz so ruhigen Stadt gebracht.

Archer war zu klein, um zu bemerken, dass alle Häuser in der Weidengasse hoch und schmal waren und wie eine Reihe Zinnsoldaten nebeneinanderstanden. Und Archer war auch zu klein, um zu wissen, dass das Haus mit der Nummer 375 häufig mit einem Museum verwechselt wurde. Das Haus von Archer gehörte nämlich seinen Großeltern, den berühmten Naturforschern Ralph und Rachel Helmsley.

Wandern & Wundern

Es gibt Eltern, die ihr Kind aus dem Krankenhaus nach Hause bringen und sich vielleicht wundern, ob es tatsächlich das richtige ist. Falls Mr und Mrs Helmsley sich jemals diese Frage gestellt hatten, wurden ihre Zweifel schnell ausgeräumt. Von Anfang an deutete nämlich alles darauf hin, dass Archer ein echter Helmsley war.

In den ersten Jahren führte Archer ein absolut perfektes Leben. Zum Glück blieb sein Leben nicht sehr lange absolut perfekt. Warum ist das ein Glück?

Wir alle kennen absolut perfekte Jungen und Mädchen. Sie wohnen in absolut perfekten Häusern, die ihren absolut perfekten Eltern gehören. Sie ziehen sich absolut perfekt an, benehmen sich absolut perfekt und führen ein absolut perfektes Leben. Das ist absolut schrecklich. Sie sind nämlich absolut langweilig. Und deshalb ist es ein Glück, dass diese Geschichte nicht von so einem Kind handelt.

Dies ist die Geschichte von Archer Benjamin Helmsley.

Das Haus Der Helmsleys

Archer hatte keinen Hund und keine Katze wie andere Kinder, dafür besaß er unter anderem einen Strauß, einen Dachs und eine Giraffe. Auf allen vier Etagen und in sämtlichen Zimmern im Haus der Helmsleys wimmelte es von Tieren. Sie säumten die engen Treppen und die noch engeren Flure. Alle waren mit Flocken ausgestopft und konnten rein gar nichts tun, aber das störte Archer nicht. Und weil er keine Geschwister hatte, sprach Archer eben mit den Tieren.

»Guten Morgen, Dachs«, sagte Archer auf dem Weg in die Küche. »Wie ist das Wetter?«

»Leider nehmen die Herbststürme kein Ende«, antwortete der Dachs. »Diese Feuchtigkeit setzt dem Fell schrecklich zu. Schau nur, es ist ganz verfilzt.«

Archer tätschelte dem Dachs den Kopf. »Das wäre mir gar nicht aufgefallen«, log er. (Bei hoher Luftfeuchtigkeit sah das Fell vom Dachs immer furchtbar zerrupft aus.)

Mrs Helmsley streckte den Kopf aus der Küchentür.

»Mit wem redest du da?«, fragte sie.

»Ach, mit niemandem«, antwortete er. »Nur mit mir selbst.«

Unter dem nachdenklichen Blick seiner Mutter trat Archer in die Küche.

Nachdem er sein Frühstück aus Tee mit Milch und zwei Scheiben Toast mit Marmelade beendet hatte, begann Archer seine Erkundungstour. Er wanderte durch den Flur im Erdgeschoss zum Wintergarten, einem Raum ganz aus Glas, der bis in den Garten hineinreichte und in dem etliche Schaukästen aufgestellt waren. Archer presste das Gesicht an einen Kasten, der mit seltsamen Dschungel-Insekten angefüllt war.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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