Die Gauklerin. Der Fall Timoschenko - Frank Schumann - ebook

Die Gauklerin. Der Fall Timoschenko ebook

Frank Schumann

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Opis

Im Sommer 2012 reist der Autor in die Ukraine, getrieben vom Zweifel an der von Politikern und Medien verbreiteten Darstellung Timoschenkos. Die ist glatt und kritiklos und frei von Widerspruch. Und: Zwar vergeht kaum eine Woche ohne Nachricht aus der PR-Abteilung der Ex-Ministerpräsidentin, aber es gibt keine objektive, komplexe Untersuchung der Vorgänge um diese Person und deren Vita. Gespräche und Beobachtungen vor Ort zeigen, dass es sich hier um eine Verknüpfung privater und internationaler Interessen handelt: Westeuropa, d. h. die EU, benutzt Timoschenko, um die Ukraine auf Distanz zu halten - und die Oligarchin instrumentalisiert den Westen, um freizukommen und weiterzumachen beim großen Geldverdienen

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Das Buch

Im Sommer 2012 reist der Autor in die Ukraine, getrieben vom Zweifel an der von Politikern und Medien verbreiteten Darstellung Timoschenkos. Die ist glatt und kritiklos und frei von Widerspruch. Und: Zwar vergeht kaum eine Woche ohne Nachricht aus der PR-Abteilung der Ex-Ministerpräsidentin, aber es gibt keine objektive, komplexe Untersuchung der Vorgänge um diese Person und deren Vita.

Gespräche und Beobachtungen vor Ort zeigen, dass es sich hier um eine Verknüpfung privater und internationaler Interessen handelt: Westeuropa, d. h. die EU, benutzt Timoschenko, um die Ukraine auf Distanz zu halten – und die Oligarchin instrumentalisiert den Westen, um freizukommen und weiterzumachen beim großen Geldverdienen.

Der Autor

Frank Schumann, Jahrgang 1951, Pastorensohn, nach dem Abitur in Torgau/Sa. Arbeit in einer Glasfabrik und drei Jahre Seefahrt, anschließend Journalistikstudium an der Leipziger Universität. Von 1978 bis 1991 in einer Tageszeitung. Gründete 1991 den Verlag edition ost, seither publizistisch, verlegerisch und als Ghostwriter tätig. Margot Honecker gewährte ihm als erstem und einzigem deutschen Journalisten in Chile ein 40-stündiges Interview. Mit den »Letzten Aufzeichnungen. Für Margot« und »Honecker privat« hatte er 2012 zwei Top-Ten-Titel in den Bestsellerlisten, erfolgreich in diesem Jahr war auch sein Buch über Schalck-Golodkowski »Der Mann, der die DDR retten wollte«.

Impressum

ISBN eBook 978-3-360-51010-5

ISBN Print 978-3-360-01842-7

© 2012 edition ost im Verlag Das Neue Berlin, Berlin

Umschlaggestaltung: edition ost unter Verwendung eines Fotos von Frank Schumann

Das Neue Berlin Verlagsgesellschaft mbH

Neue Grünstr. 18, 10179 Berlin

Die Bücher der edition ost und des Verlags Das Neue Berlin erscheinen in der Eulenspiegel Verlagsgruppe

www.edition-ost.de

 

Frank Schumann

Die Gauklerin

Der Fall Timoschenko

 

Lukjanowo

»Hier wird nicht fotografiert. Ich sage Ihnen, wo Sie Bilder machen dürfen und wo nicht!«

Die Ansage ist nicht unfreundlich oder gar drohend, aber unmissverständlich. Er ist der Chef hier. Wir stehen im Eingangsbereich des Untersuchungsgefängnisses Lukjanowo. Es ist die einzige Anstalt ihrer Art in der Fünf-Millionen-Metropole Kiew, rund dreihundert Personen warten dort auf ihren Prozess, heißt es. Der kräftige Mann um die Vierzig hat sein Gesicht zur Verschlusssache erklärt. Ich kann darin nicht lesen. Es wäre ein herrliches Motiv gewesen: der Offizier vor dem Eisentor und rechts hinter ihm das Fenster, durch das der Blick auf den Gefängnisvorhof fällt.

Ein Angestellter in Uniform sitzt hinter einem vergitterten Fenster mit einem Schlitz im unteren Teil.

»Ausweis«, sagt er knapp, und das klingt, als hätte ein deutscher Feldwebel auf dem Kasernenhof gebellt. Ich knalle die Hacken zusammen und sage »Zu Befehl«, worüber sich beide sichtlich amüsieren. Das Eis ist gebrochen.

Ich beobachte, wie der Mann mit Kuli meinen Namen und die Passnummer in ein Buch notiert, dann schiebt er das bordeauxfarbene Dokument mit dem Bundesadler durch den Schlitz zurück. Der Offizier nickt, öffnet das Gittertor, ich folge ihm. Nach wenigen Metern betreten wir einen Raum, dort wartet eine Schleuse, die man von Flughäfen kennt. Dahinter steht eine füllige Frau, sie winkt, ich solle hindurchtreten. Ich muss meine Taschen leeren, vor allem das Telefon hätte ich dazulassen. Ich habe keines dabei, sage ich. Sie schaut mich fast mitleidig an, als sei ich bein- oder armamputiert. Ihr Mitgefühl ist hier verständlich, aber bei mir unnötig. In Kiew gehören Handys zur unverzichtbaren Grundausstattung. Kaum jemand, der nicht mindestens ein Gerät ständig in der Hand trägt, viele halten gar zwei. Bei manchen scheinen die Dinger am Ohr festzukleben. Was nur, zum Himmel, haben sie wem unentwegt mitzuteilen?

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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