Die Frau des schönen Mannes - Mario Schneider - ebook

Die Frau des schönen Mannes ebook

Mario Schneider

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Opis

Der tot geglaubte Vater zweier Geschwister taucht an einem Strand auf und lenkt deren Leben auf eine neue Bahn. Ein Krokodil in einer Kiste öffnet die Erinnerung an die verflossene Geliebte. Das Geburtstagsgeschenk der Tochter könnte das Leben ihres Vaters verändern … In Mario Schneiders Debüt begegnen wir in siebzehn Geschichten den Menschen des 21. Jahrhunderts auf drei Kontinenten. Ein Buch voller Figuren, an denen man verzweifeln könnte, wenn man sie nicht schon längst ins Herz geschlossen hätte.

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MOBI

Liczba stron: 181




MARIO SCHNEIDER

Die Frau des schönen Mannes

ERZÄHLUNGEN

mitteldeutscher verlag

INHALT

Cover

Titel

Sebastian

Ich mag dich sogar sehr!

Gespräche mit oben – Olga

Gespräche mit oben – Winnie

Gespräche mit oben – Katharina

Das Krokodil in der Kammer

Buenos dias, Vater!

Die Amsel

Kleine Stadt – alte Menschen

Darf ich jetzt aufstehen?

Tiefsee

Das Grübchen meiner Geliebten

Gegen drei Uhr nachts

Begegnung

Der Geburtstag

White Spot

Die Frau des schönen Mannes

Dank

Weitere Informationen

Impressum

SEBASTIAN

Sie mussten mich damals, ich war zehn Jahre alt, mit einem Seil aus der roten Felswand bergen. Hinaufgekommen in unsere Bärenhöhle war ich wie so oft, doch dieses eine und letzte Mal hatte mich eine Furcht ergriffen, die ich nicht kannte.

Mein Bruder und ich hatten dort oben in unserer Höhle, die nur etwas mehr war als ein Felsvorsprung im Sandstein, viele Stunden und ganze Ferien auf der Lauer liegend verbracht. Wir hatten Wildschweine und Wölfe mit Holzkohle an die Wände gemalt und uns selbst mit Pfeil und Bogen dazu. Dann aßen wir unseren Proviant, tranken das Quellwasser vom Fuße des Felsens und erzählten uns Geschichten vom Wald und den Monstern, die darin hausten. Wie wohl war uns bei dem Gedanken, dort oben sicher zu sein, denn hinauf zu uns würde niemand gelangen.

Doch an diesem Tag kletterte ich allein und ohne meinen Bruder, denn der war gestorben, zwei Tage oder eine Woche zuvor. Und mühelos gelangte ich in unser Versteck, saß dort ohne Proviant und ohne Geschichten, und ich weinte und hörte mein Weinen im Echo des Waldes. Und es war mir, als weinten die Bären und Wölfe und selbst die Monster mit mir. Es wurde Nacht, und ich schlief dort ein und wurde geweckt von Stimmen, die näher kamen im Wald. Ich hörte sie rufen nach mir. Ich sah die zitternden Lichter zwischen den Bäumen, und ich konnte nicht antworten, das weiß ich noch.

Es war damals ungewöhnlich, einen Toten offen aufzubahren, doch meine Eltern und Großeltern wollten es so, denn ihr Junge hatte so schön ausgesehen auf dem weißen Laken. Von da an ging ich jeden ersten Sonntag eines Monats in die Kirche und zündete eine Kerze an. Ich habe nie an Gott geglaubt, nicht mal, als ich zehn war und mein Bruder starb, aber ich dachte trotzdem, er würde uns sehen, die Kerze und mich. Das habe ich drei Jahre getan und dann nie wieder. Eine Kirche sollte ich erst viele Jahre später wieder betreten.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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