Die Eifel ist der Liebe Tod - Petra Gabriel - ebook

Die Eifel ist der Liebe Tod ebook

Petra Gabriel

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Opis

Der Sohn ein toter Luxemburger Investmentbanker, die Schwiegertochter eine Erpresserin in Lebensgefahr: Hinnerk, der pensionierte Frachtschiffkapitän mit schwäbischen Wurzeln, hat alle Hände voll zu tun, um die Idylle in der Eifel wiederherzustellen. Doch er kann nicht verhindern, dass seine Enkelin entführt wird - und ihn seine längst vergessen geglaubte Geheimdienstvergangenheit einholt . . . Eifeler Krimispaß mit aphrodisierenden Rezepten und dickschädeligem Ziegenbock.

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Petra Gabriel wuchs in Stuttgart und am Bodensee auf. Über fünfzehn Jahre lang war sie Redakteurin in der Lokalredaktion des Südkuriers in Bad Säckingen, die meiste Zeit als stellvertretende Leiterin. Seit 1982 lebt sie als Journalistin und Schriftstellerin mit ihrer Familie in Laufenburg, seit 2006 einen Teil des Jahres in Berlin.www.petra-gabriel.de

Dieses Buch ist ein Roman. Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind nicht gewollt und rein zufällig. Am Ende jedes Kapitels befinden sich (Liebes-)Rezepte. Das für Vickis Glückskekse beinhaltet unter anderem Cannabis. Für den Fall, dass es jemand nicht weiß: Der Konsum kann gesundheitliche Schäden verursachen. Verlag und Autorin übernehmen keine Haftung für etwaigen Missbrauch.

© 2015 Emons Verlag GmbH Alle Rechte vorbehalten Umschlagmotiv: photocase.com/Francesca Schellhaas Umschlaggestaltung: Tobias Doetsch Lektorat: Marit Obsen eBook-Erstellung: CPI books GmbH, LeckISBN 978-3-86358-802-1 Eifel Krimi Originalausgabe

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Für Oli und Andrea

Danke für eure Freundschaft und dafür, dass ihr da wart

Voraussetzung

Ich kann nicht wortlos sein:

nicht unter Freunden,

nicht, wenn ich allein mit mir bin,

denn meine Worte

sind Brücken, geschlagen ins Ferne.

Doch wärest du bei mir

und wolltest mich halten

und wolltest mich küssen,

ich lernte endlich, zu schweigen.

©tinius 2013/Jost Renner mit freundlicher Erlaubnis

KAPITEL EINS,

in dem eine junge Frau Mordgelüste bekommt, ein Ziegenbock Amok läuft, ein abgemusterter Kapitän sich Sorgen macht und eine Liebesrolle im Dreck landet.

»Du bist schuld«, sagte Vicki Peters zu ihrem Schwiegervater, ehe sie mit einer ihrer verführerisch duftenden Backkreationen in Richtung der Kuchengasse von Schankweiler enteilte. Hinnerk Peters sah ihr hinterher und nickte automatisch. Solche Äußerungen kannte er schon, nahm sie gelassen– und dachte wieder einmal, welches Glück sein Sohn gehabt hatte, eine Frau wie Victorine zu finden. Victorine, die so unbeschwert lachen konnte. Victorine, die Frau aus »gemischten Verhältnissen«, nicht nur was ihren luxemburgisch-marokkanischen Migrationshintergrund betraf. Sie hatte auch sonst allerlei Mischungen anzubieten– insbesondere Liebesrezepte für frustrierte Mitmenschen. Von denen es nicht wenige gab. Sie hatte Kunden bis in höchste gesellschaftliche Kreise, ob in Luxemburg, Trier oder der näheren und der weiteren Umgebung der Eifel.

Offiziell firmierte ihr kleines, aber florierendes Unternehmen unter »Lebensberatung Peters, Schankweiler«. Das klang trocken, war es aber keineswegs. Vicki verfügte über viel Phantasie, wenn es darum ging, Liebende zusammenzubringen. Doch das beste Liebesrezept war diese Frau selbst. Vermutlich kamen deshalb neben den Frauen so viele Männer zu ihr und suchten Rat in Liebesdingen.

»Wenn du so schaust, Opa, dann hat Mama dir mal wieder die Leviten gelesen«, sagte seine Enkelin Elena neben ihm in lupenreinem Deutsch, aber unterlegt von diesem wunderbaren sanften Singsang, den das Letzebuergesch in jeder Sprache hinterlässt. »Lass dich nit ärgern«, fügte sie an und schmiegte sich an seine Seite.

Hinnerk, der Zweimetermann, blickte von seiner hohen Warte hinunter auf die zierliche Elfjährige. Ihr Teint war nicht ganz so schokoladenbraun wie der ihrer Mutter, ihre Augen aber mindestens so dunkel und riesengroß. Und in ihnen funkelte derselbe Schalk, dieselbe Lebensfreude, die ihre Mutter Vicki für gewöhnlich ausstrahlte. Nur dieser Tage nicht.

Seine Schwiegertochter neigte momentan dazu, mit Blicken zu töten. Vielleicht sann sie aber auch über Methoden nach, mit denen sie den Gerichtsvollzieher zu vertreiben gedachte, der sich samt Polizeischutz und Schlüsseldienst für übermorgen angekündigt hatte. Vicki hatte Schulden. Hohe Schulden. Die Bank würde ihr Pfandrecht geltend machen und hatte eine sogenannte Berliner Räumung in die Wege geleitet. Bei dieser Art der Pfändung ging man davon aus, dass alles, was sich im Haus befand, Vicki gehörte, weshalb der Gerichtsvollzieher das gesamte Inventar pfänden konnte. In der Praxis hieß das, er ließ einfach die Schlösser austauschen. Die neuen Schlüssel gingen dann an die Bank. Und die Familie stand im Wortsinn im Regen. Eine ziemlich praktische Methode, Schulden einzutreiben. Zumindest für den Gläubiger.

Hinnerk bedauerte es inzwischen zutiefst, dass er unter Vickis Adresse keinen Wohnsitz angemeldet hatte. Dann wäre das mit der Berliner Räumung wohl nicht so problemlos durchgegangen, dann hätte er einfach behaupten können, die meisten Sachen im Haus gehörten ihm. Aber sich in dieser Form festzulegen, hatte ihm nach seinem unsteten Leben auf Schiffen und an wechselnden Orten nun mal widerstrebt. Außerdem legte er keinen Wert darauf, dass sich irgendein neugieriger Behördenmitarbeiter mit seinem Leben beschäftigte. Für die segelte er unter der Legende des abgemusterten Seemanns, der sein Schiff in ruhigeres Fahrwasser bringen wollte. Das war es auch, was er Vicki über sich erzählt hatte. Von seinen anderen Aktivitäten für den deutschen Bundesnachrichtendienst wusste sie nichts.

Wozu auch? Für sie war er eben der Schwiegervater, der als Frachtschiffkapitän die sieben Weltmeere erkundet hatte und der sich deshalb, wie es sich für einen richtigen Seemann gehörte, mehr oder weniger geschmeidig in Friesisch-Platt artikulierte. Obwohl Hinnerk, der Seebär, eigentlich Heinrich hieß. Und aus dem Schwäbischen stammte. Als er von der bevorstehenden Aktion der Bank erfahren hatte, war es jedenfalls zu spät gewesen, um die Pfändung mittels seiner ordentlichen Anmeldung noch zu stoppen.

Ach, Vicki. Sie wussten noch so vieles nicht voneinander. Die Geheimniskrämerei war ihm mit den Jahren in Fleisch und Blut übergegangen. Jetzt bedauerte er das. Vicki musste gespürt haben, dass er einiges zurückhielt. Sie gehörte zu jener Spezies Mensch, die Vertrauen nur gegen Vertrauen schenkte. Auch das hatte er zu spät begriffen. So war er erst kürzlich dahintergekommen, dass Vicki finanzielle Probleme hatte. Als die Situation schon zu verfahren gewesen war, um noch etwas daran zu ändern.

Hinnerk hatte so seine Probleme, aus seiner Schwiegertochter schlau zu werden. Er hielt sie für lebensklug, manchmal agierte sie jedoch ausgesprochen unlogisch. Sie hatte in vielen Dingen ihre eigene Denkweise, eine, die nicht immer mit der ihrer Mitmenschen übereinstimmte. Bezüglich ihrer Schulden war er sich nicht sicher, ob sie einfach den Kopf in den Sand steckte oder tatsächlich über eine grenzenlose Zuversicht verfügte. Sie schien zu glauben, dass ein Wunder geschehen würde. Vicki hatte nämlich keineswegs Sachen aus dem Haus geschafft, um sie der Pfändung zu entziehen, oder Koffer für sich und Elena gepackt. Erst recht hatte sie nichts über die bevorstehende Räumung verlauten lassen. Sie tat ihm gegenüber einfach so, als sei alles wie immer.

Doch es war nun mal nicht wie immer.

Seine Schwiegertochter ahnte nicht, dass er es wusste. Aber er hatte so seine Methoden, um sich auf dem Laufenden zu halten. Zum Beispiel lauschen. Er hatte hinter der Küchentüre gestanden, als Vicki mit ihrer Freundin Leah von jenseits der Kuchengasse über Gegenmaßnahmen diskutiert hatte. Er hatte die Verzweiflung in ihrer Stimme hören können. Aber warum bat sie ihn nicht um Hilfe? Nicht dass er das benötigte Geld gehabt hätte. Aber er hatte Verbindungen. Zu Seeleuten mit kräftigen Muskeln und anderen dunklen Elementen, denen es ein Vergnügen gewesen wäre, einen Gerichtsvollzieher in die Flucht zu schlagen.

Hinnerk legte den Arm um die Schulter seiner Enkeltochter, grinste schief, sodass sich der Kranz von Fältchen um seine blauen Augen vertiefte. Augen, so blau wie das Meer bei Sonnenschein, über das er lange Jahre geschippert war, während er undercover Informationen für den BND sammelte. Bis zum plötzlichen Tod seines Sohnes vor fast einem Jahr. Da hatte er den Weltmeeren Adieu gesagt und war hierher in das Eifeldorf Schankweiler gezogen, um Victorine zu helfen, den Bauernhof zu bewirtschaften, den sie noch zusammen mit ihrem Mann gekauft hatte. Für die alten Tage, wenn Bro, der Investmentbanker gewesen war, mal nicht mehr täglich zur Arbeit nach Luxemburg musste. Oder für die romantischen Wochenenden auf dem Land. Doch sein Sohn war jetzt tot. Und inzwischen war klar, dass Victorine ihm wahrscheinlich mehr half als er ihr. Aber nun würde er sich erkenntlich zeigen und ihr in Sachen Pfändung wenigstens einen kurzen Aufschub verschaffen. Er hatte eine Idee, wie er das vielleicht bewerkstelligen konnte.

»Max, Max, lass das! Maaaaaax, neeeein!«

Der Ruf seiner Enkelin holte Hinnerk Peters von seinem Gedankenausflug in die Gegenwart zurück. Im Augenwinkel sah er etwas Weißes an sich vorbeirasen. Max, der Ziegenbock! Er bekam auf dem Hof sein Gnadenbrot. Seine besten Mannesjahre waren vorbei. Nichts mehr mit jungen Ziegen. Doch er nahm es nicht krumm. Denn seine ganze Liebe galt jetzt Victorine. Er hasste es, sie aus den Augen zu verlieren, hasste es überhaupt, wenn sie irgendwohin ging, ohne ihn mitzunehmen. Wie ein Blitz war er auch jetzt wieder hinter ihr her und stupste sie von hinten an.

Die Schokoladenrolle wankte, weil Victorine wankte. Sie versuchte verzweifelt, das Gleichgewicht zu halten. Die Rolle fiel als Erstes. Weißer Sahneüberzug über fluffigem dunkelzartem Biskuit, die helle Umhüllung eines zartbitteren, chili-zärtlichen Schwarz, unterbrochen durch cremige, helle Sanftheit und rote Kirschen, knallte auf den Boden, spritzte auseinander und öffnete sich dem Betrachter fast wie eine liebende Frau, die die Schenkel spreizt.

Max trat schnaufend mitten hinein. Der Ziegenbock wirkte sehr zufrieden, er senkte sein mächtiges Haupt und prustete seiner Angebeteten voller Zuneigung ins Gesicht.

»Nondikass, verdammt! Wer hat wieder vergessen, dieses Vieh anzubinden? Kräizdonnerwieder, du Zinsel.«

Hinnerk schaute seitlich an sich herunter. Der Platz, an dem eben noch Elena gestanden hatte, war leer. Die Schuldige versuchte, sich möglichst unauffällig vom Acker zu machen.

»Det wor ick«, beeilte er sich zu sagen, in trotz jahrelanger Übung nicht ganz astreinem Platt. Er bekam einfach die richtige Sprachmelodie nicht hin. Aber das fiel hier in der Eifel niemandem auf.

Ja, bei den Bewohnern dieses Bauernhofes in Schankweiler war vieles nicht so, wie es auf den ersten Blick erschien.

Vickis Blick sagte mehr als tausend Worte, nämlich dass sie ihm nicht glaubte. »Ech mache Gehacktes aus där«, erklärte sie und ließ offen, ob sie den Ziegenbock Max oder ihren Schwiegervater meinte. Wenn sie wütend war, sprach sie immer Luxemburgerisch. Er würde nie vergessen, was einer der ersten Sätze von Victorine gewesen war, als er ihr erklärt hatte, dass er zu bleiben gedachte: »Wenn ihr nit wärt«, und damit meinte sie die Norddeutschen, »hätten wir das Meer.« Eigentlich war dieser Spruch auf die Belgier gemünzt, mit denen die Luxemburger eine liebevoll gepflegte Feindschaft verband, doch Vicki nahm eben auch aus der Eifel Bezug darauf. Sie mochte es, schräge Vergleiche anzustellen.

Hinnerk ging zu ihr und streckte ihr die Hand entgegen. Sie nahm sie, rappelte sich hoch und fuhr sich mit der Hand über den Hintern. »Das gibt jede Menge blaue Flecken.«

Max schnaubte erneut liebevoll, dieses Mal in Richtung ihres Hinterteils, gefolgt von einem triumphierenden Meckern. Zumindest dachte Hinnerk anfangs, es sei triumphierend.

Vicki war schlauer. Auf die Hofeinfahrt schauen und Max an seinem Halsband packen, war eins. Der Bock schnaubte erneut, dieses Mal überhaupt nicht liebevoll, sondern ungehalten. Er mochte keine Fremden. Schon gar keine Männer und erst recht nicht solche, die teuren Autos wie einem Porsche Cayenne entstiegen– und zwar auf eine Weise, als gehörte ihnen die Welt.

»Halten Sie bloß das Vieh fest, sonst mache ich Hackfleisch aus ihm«, tönte es ihnen entgegen, als der Fremde auf sie zukam. Seine Augen waren zusammengekniffen, deren Farbe nicht zu erkennen. Die von Vicki sprühten Funken.

»Aus meinem Ziegenbock macht nur eine Hackfleisch, und das bin ich. Scheren Sie sich von meinem Hof.«

Der Fremde schien sich an Vickis Schroffheit nicht zu stören. »Sind Sie Victorine Peters?«

»Wer will das wissen?«

»Nicht gehört, was mein’ Schwiegerdochter secht hat?«, meldete sich Hinnerk in dröhnendem Bariton zu Wort.

Der Fremde lächelte leicht, keineswegs eingeschüchtert. »Ich komme in besonderem Auftrag«, erklärte er, ohne Hinnerk eines Blickes zu würdigen.

Vicki schaute einen Moment skeptisch, blies sich eine schwarz gelockte Haarsträhne aus dem Gesicht und klopfte mit der linken Hand ihre Jeans ab. Mit der rechten hielt sie noch immer Max fest. »Ist schon gut, Hinnerk. Bring dieses Untier hier weg. Und bind ihn an.« Das Wort Untier sagte sie zwar mit einem leichten Lächeln, doch sie wirkte angespannt.

Bei Hinnerk bildete sich ein Klumpen im Magen. »Besonderer Auftrag«, diese Formulierung kannte er. Viel zu gut. Aber was hatte Vicki mit so jemandem zu tun? Bisher war sie mit dieser Grauzone nicht in Berührung gekommen. Soweit er wusste, jedenfalls. Außer natürlich durch Bro, den Dunkelmann in ihrem Leben. Und ja, auch irgendwie durch ihn, dessen wirkliche Identität im Dunkeln bleiben musste. Manchmal, wenn er Elena Geschichten vom Meer erzählte, verbunden mit einer gehörigen Portion Seemannsgarn, schaute sie ihn nachdenklich an. Ob sie doch etwas von seiner Vergangenheit ahnte? Sie hatte nie eine Bemerkung dazu gemacht. Auch nicht über das Verhalten von Bro, der sich um nichts geschert hatte, weder um die Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens noch um die Grenzen der Legalität.

Hinnerk schnappte sich den Bock am Halsband und führte ihn in den Stall. Als er sich einmal kurz umdrehte, sah er, wie Vicki und der Mann zum Beratungshäuschen gingen. Dorthin führte sie alle, die bei ihr Hilfe suchten. Er hatte allerdings nicht den Eindruck, dass das bei dem überraschenden Besucher der Fall war.

»Solltest dich zurückhalten«, erklärte er Max. Der schaute ihn an und meckerte leise. Hinnerk zögerte. Dann entschied er, Max nicht anzubinden und die Stalltüre ein kleines Stückchen offen stehen zu lassen. Gerade so viel, dass der Bock rauskonnte. Wenn er wollte. Denn irgendwann musste dieser komische Typ ja mal wieder weg. Ein ausgesprochener Unsympath, da waren er und der Bock sich einig. Max mochte derart großspurige Leute ebenso wenig wie er selbst. Er kraulte Max zwischen den Hörnern. Der schaute zu ihm hoch. Und Hinnerk hatte nicht zum ersten Mal das Gefühl, dass er sich mit dem Tier wortlos verstand. Na ja, es gab Ähnlichkeiten. Zwei alte Böcke, denen Vicki auf ihrem Hof das Gnadenbrot gewährte.

Hinnerk ging ins Haus und postierte sich hinter der Gardine am Küchenfenster. So konnte er den Besucher beobachten, wenn er wieder aus dem Beratungshäuschen kam.

Es dauerte eine halbe Stunde, bis es so weit war. Der Kerl hielt sich dicht hinter Vicki, die noch finsterer schaute als ohnehin schon in den letzten Tagen. Also hatte er doch den richtigen Riecher gehabt. Hier stimmte was nicht. Hinnerks zufriedenes Schnaufen über seine Intuition ging unter in dem fast donnergleichen Geräusch, das Max’ Hufe erzeugten, als er wie von der Tarantel gestochen auf den Fremden zugaloppierte, den Kopf gesenkt, die Hörner in Stoßrichtung.

»Maaax, neeein!«, schrie dieses Mal Vicki. Doch der Bock war derart in Rage, dass er nichts mehr wahrnahm außer dem Feind.

Bei Vickis Schrei wandte sich der Besucher um, taxierte die Lage und begriff, dass er keine andere Chance hatte, als die Beine in die Hand zu nehmen und zu seinem Auto zu spurten. Er erreichte es gerade rechtzeitig und schaffte es sogar noch, die Türe zuzuknallen, ehe Max seine Pläne verwirklichen konnte. Wild schnaubend und außer Atem stand der Ziegenbock vor der Fahrertüre, der er mittels seiner Hörner sicherheitshalber noch einige Dellen verpasste, ehe der Motor aufheulte.

Hinnerk war derweil aus dem Haus gekommen und hatte sich zu Vicki gesellt. »Dei Buck hat Brass.«

»Welchen Bock meinst du? Erzähl mir nit, dass Max sich losgerissen hat. Du hast ihn nicht angebunden.«

Hinnerk wunderte sich etwas über ihre relativ gelassene Reaktion. Kein Fluch. Sie wirkte eher verhalten. Nein, noch bedrückter als bisher, wenn er es recht bedachte. Bevor er fragen konnte, musste er jedoch zunächst für bessere Laune sorgen. »Doch, der muss sich losgerissen ham«, erklärte er treuherzig.

»Sabbel kein Schäissdreck.«

»Vicki, was is los? Du taperst durch die Gegend, als wärst du Zeus, der gleich ausholt und seinen Donnerkeil schwingt. Min Gefühl secht mir, da stimmt was nicht. Nu schnack doch mit mir!«

Die Falten in ihrer Stirn wurden tiefer, während sie dem davonbrausenden Wagen nachsah.

»Bro«, antwortete sie nach einem kurzen Moment.

Bro? Der Besuch hatte mit seinem Sohn Bodo zu tun, der sich aber lieber Bro nennen ließ, weil er Bodo zu bieder fand? Mit Bro, der Elenas Vater und Vickis unter äußerst merkwürdigen und bis heute ungeklärten Umständen dahingeschiedener Ehemann war?

Das riecht nach Ärger, dachte Hinnerk. Wenn er es recht bedachte, könnte der Besucher seinem Benehmen und Aussehen nach einer von Bros früheren Kollegen gewesen sein. Es ging also um Geld.

Die finanziellen Probleme hatte Vicki durch Bro. Sie waren das Einzige, was er ihr hinterlassen hatte. Große finanzielle Probleme. Wenn sie doch nur das Erbe ausgeschlagen hätte, aber nein. Sie hatte etwas von Liebe geredet und dass man so etwas nicht tat. Nun war der Hof wahrscheinlich bald weg. Ihrer aller Heimat. Wegen Bro. Der hatte sich vor seinem Tod übel verspekuliert, und nun musste seine Witwe alles ausbaden.

Hinnerk seufzte vor sich hin. Vicki konnte ebenso stur sein wie ihr Ziegenbock. Sie war eine, die einfach alles allein machen wollte, die selbst nie Hilfe annahm, obwohl sie immer bereit war, anderen zu helfen.

Hinnerk schämte sich nicht zum ersten Mal für seinen Sohn. Für Bro war sein Arbeitsplatz im Luxemburger Bankenviertel am Boulevard Royal hoch oben auf dem Berg über der Stadt so etwas wie die Lizenz zum Zocken gewesen. Auf dem Kirchberg-Plateau waren neben Banken auch Hotels, das Messegelände, ein Konferenzzentrum und mehrere EU-Gebäude gebaut worden.

Bro hatte prima verdient, das Geld war ihm nur so in die Taschen geflossen. Er schien die Investitionsfreudigen anzuziehen wie das Licht die Motten. Immer schon hatte er so etwas Zuversichtliches, Zuverlässiges ausgestrahlt. Und Geld, das Beschäftigung suchte, gab es in Luxemburg genug. Mit neunundfünfzigtausendfünfhundert Euro war das Bruttoeinkommen je Einwohner in dem kleinen Großherzogtum Spitze in Europa und rund achtzehnmal so hoch wie beim EU-Schlusslicht Bulgarien.

In der ersten Zeit als Investmentbanker war Bro bezüglich der Geldanlagen noch vorsichtig gewesen. Doch dann hatten die Gier und seine Veranlagung zum Zocken die Überhand gewonnen. Bro, der charmante Bro, der so strahlend lächeln konnte, hatte es zudem fertiggebracht, jeder Frau das Gefühl zu geben, er würde ihr die Sterne vom Himmel holen und zu Füßen legen. Im Grunde scherte er sich aber den Teufel um andere. Er liebte nur einen Menschen, und das war er selbst. Wem es gelang, hinter die Fassade aus Glanz und Glamour zu blicken, der wurde für ihn sofort uninteressant.

Bis auf Vicki, die schöne Vicki, die alle Männer unwiderstehlich anzog. Für eine solche Frau war Bro sogar bereit gewesen, sich ein wenig zu öffnen. Und überraschenderweise hatte er an seiner Tochter Elena vom ersten Moment ihres Lebens an einen Narren gefressen. Die Kleine hatte ihn angebetet, war ihrem Vater auf ihren strammen Beinchen hinterhergewackelt, wo immer er auch hinging, sobald sie laufen konnte. Zumindest hatte Vicki ihm das so erzählt.

Nein, er war nicht stolz auf seinen Sohn. Versuchte gutzumachen, was der in den Herzen dieser beiden Menschen, die ihm am nächsten standen, angerichtet hatte. Die wunderschöne, widerspenstige und in ihren Gefühlen tief verletzte Schwiegertochter, die sich noch immer nach dem Mann sehnte, der Bro nie gewesen war. Doch Vicki kannte kein Arg, wenn sie liebte, es war nicht ihre Art, nachtragend zu sein. Sie liebte ganz und gar, mit Haut und Haaren. Dabei war sie intelligent, natürlich musste sie erkannt haben, was für ein Mann sein Sohn gewesen war. Rücksichtslos, wenn es um die eigenen Wünsche ging, verletzend, wenn er seinen Willen nicht bekam, unfähig, tiefere Empfindungen zu haben. Doch sie hatte es nicht wahrhaben wollen, es verdrängt, was auch immer.

Ich werde die Frauen nie verstehen, dachte Hinnerk. Ob er sie noch einmal – zum tausendsten Mal– fragen sollte, wie schlimm es stand? Hatte der Besuch damit zu tun? Nutzte Vicki vielleicht Bros Kontakte zur Bankenwelt, um sich in letzter Sekunde Geld zu beschaffen? Oder hatte der Besuch am Ende…

Hinnerk stockte der Atem. Wie oft hatte er seinen Sohn gewarnt, sich da rauszuhalten. Er erinnerte sich noch gut an dessen Reaktion, Bro hatte nur gelacht und mit einer beliebten Luxemburger Redewendung geantwortet: »Un déi Déck jo souwisou näischt kënnt!«

Wahrscheinlich hatte Bro sogar recht gehabt. Der Dreck würde unter der Decke bleiben. Aber der Staub, den die Sache aufwirbelte, könnte seinen Sohn das Leben gekostet haben. Auch wenn Hinnerk es nicht beweisen konnte.

»Der Bommeleeër-Prozess?«, erkundigte er sich.

Vicki nickte langsam.

»Und?«

Vicki schüttelte den Kopf. »Un déi Déck jo souwisou näischt kënnt!«, wiederholte sie warnend Bros Worte. »Lass es zugedeckt.«

Hinnerk begriff, dass sie entschieden hatte, ihn nicht mit einzubeziehen. Er fluchte leise.

»Halt dich da raus, Hinnerk. Bitte. Ich weiß schon, was ich tue«, ergänzte sie.

Er hatte seine Zweifel, dass in dieser Angelegenheit überhaupt irgendjemand irgendetwas genau wusste. Die Serie von Bombenanschlägen auf Infrastruktureinrichtungen und öffentliche Gebäude im Großherzogtum Luxemburg zwischen Mai 1984 und April 1986 hatte damals nicht nur die Luxemburger Welt erschüttert. Und auch dreißig Jahre später war sie noch nicht aufgeklärt, die Verschwörungstheorien blühten. Inzwischen glaubte allerdings kaum noch jemand daran, dass es noch eine Aufklärung geben würde. Der Prozess war seit dem Sommer unterbrochen. Der Deckel war trotz hundertsechsundsiebzig Prozesstagen auf dem Topf geblieben, die beiden Angeklagten hatten nicht ausgepackt. Und das würden sie auch nicht. Die Verantwortlichen saßen in höchsten Sicherheitskreisen. Die würden sich zu schützen wissen.

Also hatte er richtig vermutet. Was, um Himmels willen, hatte Vicki vor? Sie schaute ihn so ausdruckslos an, als wäre sie die berühmte Sphinx. Hinnerk entschied, er musste etwas unternehmen. Er würde etwas unternehmen. Schon seiner Enkelin Elena wegen. Wenn Vicki in dieser Suppe herumrührte, dann konnte es schnell zu heiß für sie werden. Er musste sie beschützen. Ob sie es wollte oder nicht. Wenn sie ihn nicht einbezog, dann würde er sich eben anderweitig Klarheit verschaffen. »So ’nSchiet aber auch.«

»Sag ich doch«, antwortete Vicki.

»Hm«, machte Hinnerk.

»Hm«, machte auch Vicki. Sie wollte noch etwas sagen, kam aber nicht dazu, denn sie wurde abgelenkt. Max rieb seinen Schädel mit schwärmerischem Blick an ihren Beinen, allerdings achtete er sorgsam darauf, dass er sie mit seinen Hörnern nicht verletzte. »Kannst du deine Hörner nicht mal anders einsetzen?«, fragte Vicki, nahm den Bock am Halsband und zog ihn in den Stall zurück.

Hinnerk schaute ihr nach. Dann ging er ins Haus und zückte sein Handy. Wozu hatte er die alten Kontakte zum BND? Das Kennzeichen der Limousine hatte er sich jedenfalls gut gemerkt.

Bald darauf wusste er, wer der Porschemann gewesen war. Kein Banker. Einer aus Gammas Truppe, in der niemand etwas ohne dessen Befehl unternahm. Also musste Gamma ihn geschickt haben. Hinnerk musste sich setzen. Wenn Gamma in der Sache Maßnahmen ergriff, wurde es wirklich gefährlich. Und die Angelegenheit hatte tatsächlich was mit Bro zu tun. Und mit der Bombenleger-Affäre.

Bro, der als Banker Zugang zu Informationen über wichtige Leute gehabt hatte und zudem über hervorragende Kontakte ins Büro des Luxemburger Premiers verfügte, hatte zu Lebzeiten öfter mit dem Italiener Kontakt gehabt. Hinnerk vermutete, dass er von diesem für Insider-Informationen bezahlt worden war. Wie der Vater, so der Sohn. Nur hatte der Vater das Geschäft mit den Nachrichten gelernt, Bro dagegen war Spion im Nebenberuf gewesen. Ein Dilettant.

Und Gamma? Der war in die Bombenleger-Affäre verstrickt. Da war Hinnerk sich ziemlich sicher.

Nahm man alles zusammen – Bros Wissen, das er gegen Bezahlung weitergegeben hatte, Gamma, der die Regeln vorgab, Vicki und ihr Berg an Schulden–, entstand eine sehr ungute Gemengelage, fand Hinnerk.

Er musste unbedingt mit Schmalen darüber reden, ihn um Hilfe bitten. Vielleicht konnte der ehemalige Elitepolizist, Mitglied der Mobilen Brigade, einer Art GSG9 der Luxemburger Polizei, herausfinden, was da lief.

Hinnerk schielte aus dem Küchenfenster. Vicki war noch nicht wieder aus dem Stall gekommen. Trotzdem ging er für diesen Anruf lieber in sein Zimmer im ersten Stock.

Leon Schmalen meldete sich sofort, nachdem Hinnerk seine Geheimnummer gewählt hatte. »Was ist los?«, fragte er ohne Umschweife.

»Ich brauche deine Hilfe.«

»Warum?«

»Gamma«, antwortete Hinnerk. »Er ist vermutlich an Vicki dran, an meiner Schwiegertochter. Einer seiner Leute war vorhin auf dem Hof.«

»Das klingt gar nicht gut. Was wollte er?«

Hinnerk zögerte. »Ich weiß nur, dass Vicki ziemlich im Schlamassel steckt. Sie hat Schulden, muss aus dem Haus raus, wird den Hof verlieren. Der Gerichtsvollzieher ist schon angekündigt. Aber sie sagt keinen Pieps darüber. Gamma hingegen schickt seine Leute nicht ohne Grund. Ich fürchte, Vicki hat etwas Unbedachtes getan, um an Geld zu kommen. Etwas, das sehr gefährlich für sie werden könnte. Es hängt irgendwie mit Bro und der Bombenleger-Affäre zusammen. Du kennst Gamma. Kannst du mal mit ihm reden, ihn irgendwie aushorchen? Ich muss wissen, was da los ist, was Vicki getan haben könnte. Womöglich erpresst sie Gamma. Mit mir redet sie nicht darüber.«

Am anderen Ende der Leitung herrschte Schweigen. Hinnerk räusperte sich irritiert. Warum sagte Leon nichts?

Dessen Antwort kam erst nach einer gefühlten Ewigkeit.

»In Ordnung«, sagte er langsam. »Ich werde sehen, was ich rauskriegen kann. Und dann sollten wir uns treffen. Morgen? Nein, besser übermorgen. Ich weiß nicht, wie schnell ich Gamma erwische. So gegen vierzehn Uhr?«

»Lieber erst um vier, ich hab vorher noch was zu erledigen. Im üblichen Café in Trier oder bei unserer gemeinsamen Freundin?«

»Im Café.« Ohne ein weiteres Wort legte Schmalen auf.

Hinnerks mulmiges Gefühl war durch dieses Gespräch keineswegs gewichen, eher im Gegenteil. Er stapfte die Treppe hinunter. Seine Stirn war gerunzelt. Er brauchte eine gute Ausrede für seine Abwesenheit übermorgen Nachmittag. Eine Idee hatte er schon.

Vicki saß wie versteinert auf der Eckbank und starrte auf den Tisch, als er in die Küche kam. Vor ihr lag ihr Handy. Sie sah nicht hoch, als er eintrat. In Hinnerk zog sich etwas zusammen. Er erkannte Angst, wenn er ihr begegnete. Der Porschemann musste seiner Schwiegertochter gehörige Furcht eingejagt haben. Er räusperte sich. Sie schaute auf. In ihrem Blick lag aber noch etwas anderes als Furcht. Starrsinn. Den Ausdruck kannte er. Vicki hatte einen Entschluss gefasst. Mit wem hatte sie da gerade telefoniert? Was immer sie auch vorhatte, sie würde es durchziehen.

»Ah, da bist du ja«, sagte sie.

Hinnerk nickte. »Ähäm, also, ich wollte was mit dir beschnacken. Die Deern, Elena, brucht neue Turnschlappen. Ick hev mi överleggt, dat ick mal mit ihr nach Trier fahren un ihr die spendieren könnt. Weil– ich brauch nämlich dringend ’ne neue Pip, also eine neue Pfeife.«

Vickis Gesichtsausdruck wurde womöglich noch angespannter. Hinnerk hätte sich am liebsten auf die Zunge gebissen. Das Wort spendieren war ihm herausgerutscht, das hätte er nicht in den Mund nehmen dürfen. Sie legte nun mal Wert darauf, alles allein zu schaffen, war zu stolz, um Unterstützung anzunehmen. Doch zu seiner großen Verwunderung kam bezüglich der Schuhe kein Protest der Schwiegertochter.

»Du hast doch in Trier nichts anderes vor, nur einkaufen, oder? Und bestimmt nicht mehr? Bitte, Hinnerk, kann ich mich darauf verlassen?«

Hinnerk nickte, versteckte die linke Hand mit gekreuzten Fingern hinter seinem Rücken und hob die rechte. »Klar doch, ich schwör’s. Bei meiner Seemannsehre.«

Liebesrolle

5Eier trennen, das Eigelb mit 150g Zucker, dem Inhalt 1Vanilleschote, ½TLRosenwasser und etwa 1½ELheißem Wasser ca. 15Minuten sehr cremig schlagen. 100g Mehl, 1TLBackpulver, jeweils 1 gute Prise Zimt und Chili samt 20g (echtem) Kakaopulver und etwas Ingwerpulver (Sie können auch frischen Ingwer nehmen, ganz nach Geschmack) in einer separaten Schüssel mischen und esslöffelweise in die Eigelbcreme sieben, locker unterheben.

Das Eiweiß steif schlagen und unterheben, die Masse schnell auf ein flaches, großzügig mit Backpapier ausgelegtes Blech gießen, glatt streichen und bei 190°C ca. 10Minuten backen. Achtung: Das Backpapier muss größer sein als das Blech, sodass ein Rand bleibt. Nach dem Backen den Teig sofort auf ein mit Zucker bestreutes Tuch stürzen, locker aufrollen und abkühlen lassen. Vor dem Belegen wieder auseinanderrollen.

Sauerkirschen (2Gläser) abtropfen lassen (ein paar schöne beiseitelegen) und auf dem Teig verteilen. 400ml Sahne mit 50g Puderzucker und 1Packung Sahnesteif steifschlagen und etwa die Hälfte davon gleichmäßig über die Kirschen streichen. Alles aufrollen, die Rolle ebenfalls mit Sahne bestreichen und den letzten Rest der Sahne in einen Spritzbeutel füllen. Mit Sahne und Kirschen verzieren, nach Wunsch mit Schokostreuseln bestreuen.

Ebenfalls lecker und anregend für die Phantasie ist eine Füllung aus Schokolade und Banane: 1Packung Schokopuddingpulver nach Packungsangabe mit etwas kalter Milch und Zucker glatt rühren. Restliche Milch aufkochen, das angerührte Pulver einrühren und unter Rühren noch mal kurz aufkochen lassen.

1

KAPITEL ZWEI,

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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