Die Bibelfälscher und die historische Wahrheit - Gerhard Schirra - ebook

Die Bibelfälscher und die historische Wahrheit ebook

Gerhard Schirra

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Opis

Die Kirchen predigen ihre Dogmen. Dogmen, die die Seele krank machen und den ersten Christengemeinden unbekannt waren. Ewige Verdammnis, Fegefeuer, und Heiligsprechungen begründen sich aus eigener kirchlicher Vollmacht. Wer hat wen bevollmächtigt, fremde Schuld nachzulassen? Warum hat die Institution den Apostel Paulus, andere Apostelbriefe und auch die Evangelien verfälscht? Der »Heilige« Hieronymus (383 n. Chr.) schrieb an seinen päpstlichen Auftraggeber den »heiligen« Damasus I.: »... ich die Kühnheit besaß, einiges in den alten Büchern zuzufügen, abzuändern oder zu verbessern.« Wie viel heidnischer Kult wurde in die Kirche einverleibt? War Petrus der erste Bischof in Rom? Warum wurde die Lehre der Wiedereinkörperung (Reinkarnation), Bestandteil des frühchristlichen Glaubens, verboten? Diesen und anderen Fragen ist der Autor nachgegangen und deckt widersprüchlich plumpe neutestamentarische Fälschungen auf. Wann öffnet die Kirche ihre geheimen Archive für die historische Wahrheit? Ist der Autor anmaßend oder folgt er der Inspiration? - Zweite überarbeitete und erweiterte Auflage.

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Gerhard Schirra

DIE BIBELFÄLSCHER UND DIE HISTORISCHE WAHRHEIT

Zweite überarbeitete und erweiterte Auflage

Engelsdorfer Verlag Leipzig 2015

Bibliografische Information durch die Deutsche Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Zweite überarbeitete Auflage

Copyright (2015) Engelsdorfer Verlag Leipzig

Alle Rechte beim Autor

Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)

www.engelsdorfer-verlag.de

1. digitale Auflage: Zeilenwert GmbH 2015

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titel

Impressum

Vorwort

1 Die Bibelfälscher

1.1 Die Trinität

1.2 Den Fälschungen auf der Spur

1.2.1 Die immaterielle Seele

1.2.2 Die guten Werke und der Glaube

1.2.3 Der Kirchenfluch

1.2.4 Paulus der Kirchenstifter und der Bischofsbegriff

1.2.5 Der Stuhl Petri in Rom

1.2.6 Weitere Stimmen zum Stuhl Petri in Rom

1.2.7 Der Sohn Gottes, Wahrheit oder Fälschung?

1.2.8 Der verlorene Sohn

1.2.9 Frauen in der christlichen Ordnung

1.2.10 Der Mann, das Haupt der Frau

1.2.11 Der Scheidebrief und die Witwen

1.2.12 Die Auferstehung des Fleisches

1.2.13 Der Obrigkeit untertan

1.2.14 Sündenvergebung

1.2.15 Beten

1.2.16 Fasten

1.2.17 Die Reinkarnation

1.2.18 Das Gebet einer Gnade suchenden Seele

1.2.19 Die Autoren der Evangelien

1.2.20 Der Todesfall

1.2.21 Die Kreuzigung und alttestamentarische Weissagung

1.2.22 Jesus, der islamische Messias-Prophet in den Suren

1.2.23 Die Himmelfahrt Christi

1.2.24 Die Wiederkunft Christi im Allgemeinen

1.2.25 Die Wiedergeburt in Herrlichkeit

1.2.26 Widersprüchliche Aussagen zur Wiederkunft Christi

2 Der alte und der neue Geist Gottes

2.1 Die ersten Christen im Erwachen des Heiligen Geistes

2.2 Auf Tuchfühlung mit dem Geist Gottes

2.3 Die Zeichen und die Wirkungen durch Händeauflegen

2.4 Was gepredigt und geglaubt wird

2.5 Der Geistes Gottes außerhalb von Kirchenmauern

2.6 Hoffnung und Erfüllung für unsere Zeit im 21. Jahrhundert

3 Die Erprobung der Gerechten in schwierigen Zeiten

3.1 Die Weissagungen

3.2 Der Antichrist und seine Zeichen

3.3 Das Tier in der Bildersprache

3.4 Das Weib in der Wüste

4 Was uns bewegt

4.1 Unsere Kinder

4.2 Der Big Bang, der Beginn und die Entstehung

4.3 Warum wird die Existenz Gottes geleugnet?

5 Gefangen im Schraubstock

5.1 Die Kindheit im engen Rahmen der Sekte

5.2 Der Auftakt, die Jugendzeit

5.3 Der lange Weg und die späte Freiheit

5.4 Die einzig selig machende Kirche

5.5 Der neuapostolische Totenkult

5.6 Der breite und der schmale Weg

5.7 Abschied und Neuorientierung

Fußnoten

Vorwort

Mit diesem Buch verfolge ich nicht die Intention eines Autors, der einen Bestseller-Roman auf den Buchmarkt bringt, sondern es ist ein Antreiben aus der Macht der Liebe, ein Zwang mit den Hilfen in Träumen, einer Vision, den Wirkungen des Geistes Gottes und den direkten Fragen an die Göttlichkeit im „Automatischen Schreiben“, im Suchen nach der Wahrheit.

Auf wunderbare Art und Weise habe ich ein Ehepaar kennengelernt, die mir ein Buch in die Hand drückten, in dem Anstöße zu biblischen Fälschungen beschrieben sind, aber auf eine Art, die nicht göttlichen Ursprungs ist. Erst beim Lesen wurde mir klar, hier verwirklicht sich eine Sekte, denn der Vegetarismus ist ihre Antriebsfeder.

Dieses Buch brachte aber wieder Bewegung in mein Tun, denn in den Jahren davor hatte ich meine Schreibtätigkeit nicht fortgesetzt. Ja, es ist sehr bedauerlich, dass so viele negative theologische Werke von den Lesern verschlungen werden, Schriften mit dem scheinbaren Wollen, die Menschen noch mehr von der Göttlichkeit zu entfernen.

Schade, dass bis jetzt aus den Wirkungen des Geistes Gottes und mit viel Mühe niemand versucht hat, Fälschungen und Einschübe in den Texten der biblischen Schriften herauszuarbeiten. Das war wieder mein Antrieb zur „Schreibfeder“ zu greifen.

Wir leben in einem neuen Zeitalter, der alte Äon ist vergangen und die Liebe lässt seinen Heiligen Geist auf die guten Menschen regnen. Wir sehnen uns nach göttlichem Wissen und nach einem guten und friedevollen Leben.

Ich meine, dass wir lernen sollen, zu verstehen und zu begreifen, dass ein jeder von uns, und dass nur wir, die einzige wahre Kirche Christi sind. Wir, und nicht eine Institution, die ihre Dogmen selbst predigt und uns Lasten auflegt, die alles andere bewirken als Freude zu empfinden, Freude, dass wir einen Freund gefunden haben, der einzig wahre Freund und Helfer Jesus Christus. Dieser Freund droht nicht mit dem ewigen Feuer, wenn wir uns für die Kirchengesetze nicht begeistern können, uns gegen die Dogmen wehren, sie ablehnen und erschauern.

Zu den Sekten gibt es mittlerweile genügend Lektüren, die aufklären, und trotzdem habe auch ich meine persönlichen Erfahrungen eingebracht. Eine Einengung, wie ein Bremsklotz für die eigene Entwicklung, die Tyrannisierung der Familie, der Frau und der Kinder durch borniertes Denken und Handeln. Man meint es ja nur gut, was sonst?

Ich kann nicht anraten mit Hilfe des Mediums „Automatisches Schreiben“ mit Verstorbenen zu kommunizieren, das tue ich auch nicht, und solches Tun widerspricht auch dem göttlichen Willen.

Die Einen helfen im Auflegen von Händen, ausgehend von nicht wirklich christlichen Praktiken, und erhalten die Bestätigung im Wunder für die Gesundheit. Christlich ausgerichtete Gemeinden legen im Namen Jesu auch die Hände zur Gesundung auf.

Zählen nur Ergebnisse oder zählen die Wunder im Namen Jesu?

Wahre christliche Gemeinden lassen sich ihre Hilfe nicht mit dem Mammon aufwerten, wobei die anderen den Obolus fordern. 2. Korinther 11:13–14: „Denn solche falschen Apostel und trügerische Arbeiter verstellen sich zu Christi Aposteln. Und das ist auch kein Wunder, denn er selbst, der Satan, verstellt sich zum Engel des Lichts.“

Jesus Christus, der weder Geld im Beutel mitführte, noch Geld für die Wunder forderte, kann nicht der Wirkende sein, wenn Organisationen, Einzelne oder auch eine Institution für ihre Dienste eine Bezahlung einfordert.

Meinen Kanal forderte ich aus der Christusenergie an und er war für mich eine große geistige Hilfe. Persönliche Wunder haben mich oft in die Sprachlosigkeit geführt, und auch den Zwang bewirkt, mich manchmal zu korrigieren.

Man muss unterscheiden lernen, ob es eine Hilfe oder eine Zerstörung ist, die aus der anderen Dimension wirkt.

Wer bist du, frage ich mich? Ein Prophet, ein Medium, ein Channel, Apostel oder Evangelist? Nein, Mund nennen sie mich, einfach und schlicht nur Mund, sagt meine Wesenheit.

Vieles ist nicht erklärbar und auch nicht beweisbar, aber es gibt Menschen die über verschiedene Kanäle Informationen erhalten, mit denen sie zu Wissenden werden.

Mit dem Manuskript fortzufahren wurde ich auch von Mitmenschen aufgefordert, Menschen mit mentalen, aber nicht belegbaren Kräften. Hierzu zähle ich ein Medium in einer Familienaufstellung, das von gebundenen Händen sprach, die aber schnell frei werden, um helfen zu dürfen.

Eine Frau rief einmal eine Schamanin an, die behauptete, ihr Mann wäre von Engelwesen besetzt, parteiliche Engelwesen, sie die Hellseherin und Schamanin bezöge aber ihr Wissen von einem neutralen Geist. Solche Geister darf man nicht annehmen und ihnen vertrauen, Geister, die nicht helfen, sondern zerstören wollen.

Für mich nehme ich persönlich in Kauf, angegriffen, verspottet und mitleidig belächelt zu werden, auch von der allmächtigen, besser wissenden Theologie.

Im Daniel 10 kann man nachlesen: „Hab keine Angst, du hast dich vor deinem Gott gebeugt, um Einsicht in seinen verborgenen Plan zu erlangen; und schon am ersten Tag, als du damit begannst, hat er dein Gebet erhört.“

Nach meinem Wissen haben viele Menschen im deutschsprachigen Raum eine Bibel, die noch der historischen Fassung von 1912 folgt, so auch eine meiner Bibeln.1 Die von mir zitierten Texte des Neuen Testamentes schließen sich diesen Übersetzungen an. Selbst dann, wenn man eine ältere Heilige Schrift nach der deutschen Übersetzung D. Martin Luthers in Gebrauch hat, wird man im Textvergleich grundsätzlich inhaltlich keine aber kleine Änderungen in den Regeln der deutschen Sprache finden. Inhaltlich anders verhält es sich leider bei weiter revidierten Übersetzungen. Es wird dann behauptet, dass die Kirche sich bemüht, brauchbare und genaue Übersetzungen mit Vorrang aus dem Urtext der heiligen Bücher zu erarbeiten. Dies mag wohl für die Menge der Übersetzungen zutreffen, dann aber werden auch Textstellen, wie man sie verstehen will übersetzt. In meinem Buch habe ich auch dieses Problem thematisiert. Wobei Die Bibel, Einheitsübersetzung Altes und Neues Testament, und auch die Gute Nachricht, Die Bibel in heutigem Deutsch, den Text nach dem Hebräerbrief 9:27 wie folgt übersetzen: „Und wie es dem Menschen bestimmt ist, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt …“, heißt es noch in den Übersetzungen, die der historischen Fassung von 1912 folgen: „Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben …“ Mit der neuen Übersetzung meint man dann einen Beweis zu finden, der eine Wiedereinkörperung verneint. Weitere Fälschungen sind in den Zehn Geboten, danach man nicht morden darf, wobei vordem immer übersetzt worden ist: „Du sollst nicht töten.“ So kann man jetzt auch das Töten in kriegerischen Handlungen christlich legitimieren. Im Gebet „Das Vaterunser“ heißt es jetzt in den genannten neuen Bibeln: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen.“ (Matthäus 6:13) In den Übersetzungen, die der historischen Fassung von 1912 folgen, heißt es: „… sondern erlöse uns von dem Übel:“ Ein Übel kann sogar einen krankmachende längere Trauer sein, das aber keinesfalls ein böses Verhalten ist. Wie kann man so übersetzen, wenn sinngemäß eine der aramäischen Übersetzungen lautet: „Befreie und heile uns ganz.“2

Das sind beispielhaft einige Gründe, warum ich alle Zitate des Neuen Testaments aus der genannten einer älteren Bibelübersetzung verwandt habe. Zitierte Textstellen des Alten Testament habe ich auch aus der Bibel: Die gute Nachricht, Die Bibel in heutigem Deutsch, International Book Sales Establishment Balzers, Liechtenstein 1994 verwandt, aber nur dann, wenn die Texte verständlicher und nicht sinnverfälscht sind.

1 Die Bibelfälscher

Im 4. Jahrhundert (383 n. Chr.) erhielt der Theologe Hieronymus vom Papst Damasus I. den Auftrag, die vielen vorhandenen Texte des Neuen Testamentes im Sinne der Kirche zu überprüfen und als Folge Texte zu unterschlagen, einzufügen und zu verändern. Hieronymus erkannte, wie schwierig die Aufgabe war, denn er schrieb an den „Papst: „… Du zwingst mich, ein neues Werk aus einem alten zu schaffen, gleichsam als Schiedsrichter zu fungieren über Bibelexemplare, nachdem diese in aller Welt verbreitet sind, und, wo sie voneinander abweichen, zu entscheiden, welche mit dem authentischen griechischen Text übereinstimmen … Wird sich auch nur einer finden, sei er gelehrt oder ungelehrt, der mich nicht, sobald er diesen Band in die Hand nimmt und feststellt, dass das, was er hier liest, nicht in allem den Geschmack dessen trifft, was er einmal in sich aufgenommen hat, lauthals einen Fälscher und Religionsfrevler schilt, weil ich die Kühnheit besaß, einiges in den alten Büchern zuzufügen, abzuändern oder zu verbessern?“3

Weiter schreibt er von bereits in der Vergangenheit begangenen Fehlern in den Übersetzungen der Evangelien aus dem Griechischen ins Lateinische:

„Um jedoch allzu große Abweichungen von dem lateinischen Wortlaut, wie man ihn aus den Lesungen gewohnt ist, zu vermeiden, haben wir unsere Feder im Zaum gehalten und nur dort verbessert, wo sich Änderungen des Sinns zu ergeben schienen, während wir alles übrige so durchgehen ließen, wie es war.“Siehe Fußnote 3

Somit hatte er auch bewusst aus Angst vor massivem Protest anderer bereits fehlerhafte Übersetzungen in den Schriften belassen und aber auch Korrekturen nach eigenem Belieben durchgeführt. Er hat leider um vielen gerecht zu werden, einen Mittelweg gesucht und willkürlich entschieden, welche Texte so verbleiben, welche zu ändern und auch welche anzupassen sind, und das nach eigenem Gutdünken. Man darf hierbei nicht vergessen, dass ihm auch nicht lateinische Texte vorlagen.

„Hieronymus wollte in der Kirche noch Karriere machen; er wollte „Papst“ werden. Deshalb hat er diesen Auftrag übernommen. Er war in seiner frühen Zeit ein Anhänger des Origenes gewesen, der das ursprüngliche Christentum wieder zum Leben erwecken wollte. Origenes hat im 3. Jahrhundert gelebt, also vor Hieronymus, der im 4. Jahrhundert lebte. Hieronymus war sich also bewusst, dass er als Anhänger des Origenes Gefahr lief, als Ketzer bezeichnet und ausgegrenzt zu werden.“4

„Und obwohl Hieronymus seine schier unlösbaren Probleme bei der Erstellung der Vulgata darlegte und es sich dabei nicht um eine Schrift in der Ursprungssprache, sondern um eine Übersetzung handelt, erklärte die römisch-katholische Kirche seinen Text später als „fehlerlos“.

Dies geschah auf dem Konzil von Trient im Jahre 1546 durch das Dekret „De usu et editione sacrorum librorum“, in dem der Kanon der lateinischen Vulgata als kirchlich verbindlich erklärt wurde.“5

„Der Auftraggeber für die Fälschungen, Damasus († 384), war schwer zu durchschauen, skrupellos und hart. Durch Terror und Bestechung ist er Papst geworden und erkannte früh die Möglichkeit seines Amtes. Er schaffte es, Kaiser Gratien den Titel „Pontifex maximus“ auszureden und die bis heute gebräuchliche heidnische Bezeichnung auf den Bischof von Rom zu übertragen. Damasus hatte sich nur mit Hilfe einer eigens angeheuerten Söldnertruppe, der auch Gladiatoren angehört haben sollen, durchsetzen können. Über 150 Tote lagen in Rom, als der „heilige“ Mann endlich seinen Thron besteigen und seinen Kontrahenten Ursinus ausschalten konnte. Die Bevölkerung lastete Damasus die Toten dieser Auseinandersetzung an. Auch die anderen Bischöfe in Italien waren entsetzt über das brutale Vorgehen von Damasus. Auch eine römische Bischofssynode hat ihn von dieser Schuld nicht freigesprochen. Das Fest zu Ehren des seinerzeit wegen Ehebruch und Mordes angeklagten Kirchenfürsten ist auf den 11. Dezember datiert.“6

In der Schrift der Institution heißt es: „Freilich wurde Damasus in dieser Tätigkeit durch römische und italienische Wirren oft gehindert. Schon die Wahl warzwiespältig: ein ehrgeiziger Diakon, Ursinus, hatte sich gegen ihn zum Bischof erheben und weihen lassen und ruhte während des ganzen Pontifikates nicht. Das niedere Volk, besonders die Katakombenarbeiter und die Fuhrleute standen so treu zu Damasus, dass sie sich in ihrem Eifer zu schweren Bluttaten an den Ursinianern fortreißen ließen. Auch die Polizeigewalt stand auf Seiten des Damasus und erwirkte den Verbannungsbefehl gegen die Ursinianer … Mehrere italienische Bischöfe hatten die Feindseligkeit geschürt; sie wurden von ihren Stühlen vertrieben.“7

„Bischof Damasus, den eine Welle von Morden an die Macht geschwemmt hatte, nannte Rom den ersten Bischofssitz des Apostels Petrus. Er, Damasus war der erste, der das Wort „apostolisch“ für Rom in Anspruch nahm. Er war der erste, der das kaiserliche „Wir“ verwendete und andere Bischöfe nicht als Brüder ansah, sondern als „Söhne“. Er behauptete, ausschließlich Erbe der Privilegien Petri zu sein.“ „Siricius (384 bis 399 n. Chr.) nannte sich als erster „Papst“. Innozenz I. (401 bis 417 n. Chr.) sprach von seiner weltwerten Jurisdiktion und versuchte alle wichtigen Entscheidungen dem Apostolischen Stuhl vorzubehalten. Leo I. (440 bis 461 n. Chr.) formte eine päpstliche Monarchie mit Generalvollmacht und riss sich den Titel Pontifex Maximus unter den Nagel, den der Kaiser zwei Jahrzehnte zuvor aufgegeben hatte.“8

Nicht Petrus, sondern der Bischof Damasus legte den Geburtsstein für die „Vollkommene Institution“. Der Geist Gottes wurde feierlich zu Grabe getragen und in menschlicher Selbstsucht zugeschüttet. Wenn „Blumen“ das Grab hervorbrachten, riss man sie heraus und sie wurden als Ketzer ermordet.

Das Wort „Papa“ leitet sich auch ab von „papa patrum“, der „Vater der Väter“, das war auch der oberste Papst des Mithras-Kultes. Matthäus 23:9: „Und sollt niemand Vater heißen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.“ Weiter redet Jesus im 11 Vers davon, dass der Größte unter uns soll unser Diener sein.

„Wir wissen aus Hieronymus, dass die Mithrasgeweihten durch sieben Weihegrade gingen und auf diese Weise der Gottheit immer näher kamen … Der pater patrumstand am höchsten. Man durfte vermuten, dass den Namen auch eine entsprechende Tracht – auch Masken – zugehörte. – auf der Seite 32 im Buch von Leipoldt wird ein Wandbild in Capua beschrieben – : Dieses Fresko zeigt den Stier leuchtend weiß; Mithras Mütze und Mantel sind rot, der Mantel trägt Stickereien in Dunkelgrün und Gelb, besonders der Saum; die Innenseite des wehenden Mantels ist in Blau gehalten und mit sieben gelben Sternen (den Planeten) geschmückt.“9

Wie erklärt die Kirche Korrekturen, Ergänzungen und Anpassungen verschiedener Texte in den Büchern des Neuen Testaments? „Das alte lateinische Gewand der Bibel war nicht mehr zeitgemäß für das Quellenbuch christlicher Kultur. Er (Damasus) ließ von seinem Freunde Hieronymus erneuern, dessen Gelehrsamkeit er hoch achtete. Er regte kurz gefasste Erklärungen schwieriger Stellen an, und unter ihm entstand ein Kommentar zu den Paulus-Briefen, der in den nächsten 1000 Jahren nicht übertroffen wurde.“10

Gerade die Paulus-Briefe sind für manche Kirchen Legitimation für ihre Machtfülle, Drohgebärden und Dogmen; sie schmücken sich in Ausübung seelischer Gewalt.

Weiter erklärt die Kirche: „Nachdem die Prophetenstimmen aufhörten zu weissagen, wurden Ämter wie Priester und Bischöfe, welche ihr Amt durch eine Weihe erhielten, ersetzt … Die Wende des ersten christlichen Jahrhunderts bedeutet auch eine Wende in der Entwicklung der Kirche. Vorüber war die apostolische Zeit; die Offenbarung war abgeschlossen.“

Siehe Fußnote 10

Der ehemalige gute Einfluss der Apostel schwand, denn sie wurden ermordet und der Letzte war nicht greifbar, denn Johannes wurde verbannt.

Die Profilsucht und die Machtneurose fand immer mehr Anhänger, Prophetenworte wurden ignoriert und die Weissagungen verlacht. Dann wurden die Prophetenstimmen immer leiser bis sie verstummten, so wie es die Kirche verharmlost zu erklären versuchte.

Aus den ehemaligen Alten, die als Ratgeber und Zeugen der Jesuslehre hoch geschätzt waren, bildete sich ein Ältestenrat und deren Vorsitzender wurde nicht im Beten und Fasten, Hinweisen durch Weissagungen und Prophetenworte nach Handauflegung zur Segnung berufen, sondern durchs Los bestimmt. Der Priester und Vorsteher der Gemeinde war dann auch Vorsitzender des Rates und ihm wurde der Titel eines Bischofs (Aufseher) verliehen.

Auch hier trifft zu, dass man das alte Gewand einfach abstreifte. Der Heilige Geist wurde aus den Versammlungen vertrieben, wie die Kirche selbst bezeugt, indem sie sagt, dass die Prophetenstimmen aufhörten zu weissagen. Warum? Sie wurden unbequem und nicht mehr gewollt.

Zum Loswerfen, dem Zufallsprinzip, werden die „Roten“ energisch widersprechen und auf Apostelgeschichte 1:23 – 26 verweisen: „Und sie stellten zwei, Joseph, genannt Barsabas, mit dem Zunamen Just, und Matthias, beteten und sprachen: Herr, aller Herzen Kündiger, zeige an, welchen du erwählt hast unter diesen zweien, dass einer empfange diesen Dienst und Apostelamt, davon Judas abgewichen ist, dass er hinginge an seinen Ort. Und sie warfen das Los über sie, und das Los fiel auf Matthias; und er ward zugeordnet zu den elf Aposteln.“ Dann wird im Buch der Bücher auf die Sprüche Salomons 16:33 verwiesen: „Menschen werfen das Los, aber die Entscheidung kommt von Gott.“

Die Sprichwörter sind oft Weisheiten zu Gegensätzlichkeiten. So auch der vorherige Spruch Salomons: „Geduld bringt weiter als Heldentum; sie beherrschen ist besser als Städte zu erobern.“

Auch der nachfolgende Spruch: „Ein Stück trockenes Brot in Ruhe und Eintracht ist besser als ein großes Festmahl mit Zank und Streit“, zeigt die zwei Möglichkeiten auf.

Zurück zu dem lügnerischen Verweis: Dort ist nicht das „und“, sondern das „aber“ genannt: … „aber“ die Entscheidung kommt von Gott und nicht „und“ die Entscheidung kommt von Gott.

Alternative Wörter zu aber sind: Allein, dem ungeachtet, dagegen, jedoch, dennoch, trotzdem etc. Somit kann man auch übersetzen: „Dem ungeachtet wird Gott seine Entscheidung treffen.“

Wenn Menschen das Los suchen, um eine göttliche Erwählung zu erfahren, dann wird Gott seine eigene Entscheidung treffen! Auch damals waren Propheten erweckt und von der Göttlichkeit berufen. Wie kann es sein, dass niemand die Berufenen herbeigerufen hat als das Los auf Matthias fiel? Wenn die Geschehnisse um Matthias keine Lügen wären, dann müsste man alle anderen damaligen Hinweise zur Berufung eines Knechtes Gottes als absurdum erklären.

Sucht man die Wahrheit, dann kann es sich hierbei doch nur um einen Einschub handeln, den man viel später benötigte, um die nicht mehr geistig lebendige Christengemeinschaft zu beruhigen, und um das weltliche Vorgehen zu legitimieren, das Losverfahren. Warum? Der Geist Gottes wurde durch die kirchliche Monarchie vertrieben!

Wie schon gesagt: Gott trifft dann seine eigenen Entscheidungen und dies trifft hier in aller „Härte“ zu, denn man wird nicht mehr im Neuen Testament und in allen weiteren Schriften den Namen eines Apostels Matthias finden können. Warum? Das „Los-Wunder“ muss logischerweise von dem Fälscher erfunden worden sein.

Ich möchte gerade wegen der Loswahl auf Matthias und damit die Zwölfzahl der Apostel voll wird, auf die Fälschung zurückkommen und nur deshalb führe ich dies auch hier an: Als Jesus der Auferstandene sich den Aposteln in der Kammer zeigte, heißt es, dass die elf Apostel zusammen saßen. Thomas war damals nicht zugegen, also wäre die Zehnzahl zutreffend gewesen, wenn man nicht Maria Magdalena hinzugezählt hätte. Der so genannte Matthias war zu der Zeit noch nicht „ausgelost“. Also war doch dann schon zu diesem Zeitpunkt die Zwölfer-Zahl voll, die elf in der Kammer und der abwesende Thomas, oder?

Zu der „Ordination“ von Matthias sagt das Bibellexikon: „Matthias, einer der Jünger Jesu, der durch das Los bestimmt wurde, das Apostelamt, das nach dem

Tod des Judas frei geworden war, zu übernehmen. Sonst ist nichts über ihn bekannt.“11

Nachdem der Geist Gottes vertrieben war, zog die monarchistische Macht ein. Nach weiteren Jahrzehnten nannte man dann den Vorsteher Bischof, der sich dann zu einem Regenten emporhob. Man hatte einen neuen Christus, einen Christus aus Drohgebärden. Vorbei war die Zeit, in der Christen in losen Versammlungen in den Häusern gebetet, gefastet, geweissagt und gelehrt haben.

Der Kirchenbegriff wurde aus der Taufe gezogen und offenbarte sich in einer straffen kirchlichen Organisation von Regenten, Bischöfen und dann Päpsten, die Gläubigen mit Einschüchterungen und massiver Gewalt den „richtigen“ Weg aufzeigten.

Bereits im 2. Jahrhundert nach Christus fing man schon an, Sakramente einzuführen. Man hatte einen Altar; nach einiger Zeit saß der Bischof auf einem Extrastuhl und schließlich wurde daraus ein Thron.

Im 3. Jahrhundert führte man dann ein, dass die Priester eigene Gewänder trugen; man hatte Wallfahrten und Prozessionen, wie in den heidnischen Kulten. Man begann Heilige zu verehren, wie auch später den Bibelfälscher Hieronymus. Von Menschen erwählte Heilige hatten aber in der Lehre Jesu keinen Platz, denn jeder Mensch hat die Möglichkeit, selbst in sich Gott zu finden und in dessen Liebe zu leben und zu wirken.

Weiter führte man Festtage ein, die mit den Festtagen des Heidentums übereinstimmten.

„Im Mithras-Kult wurde ein Abendmahl gefeiert, aber eben nicht ein Abendmahl wie es die Urchristen hielten, sondern ein rituelles Abendmahl. In diesen abendmahlähnlichen Handlungen wirkten auch Priester mit. Der Priester sprach dazu folgende Segensworte: „Die Männer hast du gerettet durch das Vergießen des ewigen Blutes (Kultmahl, Blut des Stieres).“12

„Mithras ist ein altiranischer Himmels- und Lichtgott. Seit etwa 400 v. Chr. erscheint er auf Inschriften des achämenidischen Königshauses. In Babylon nahm der Mithrasglaube allerlei astrologische und eschatologische Ideen auf, mit denen zusammen er schließlich nach Kleinasien gelangte. In Griechenland vermochte Mithras freilich nirgends festen Fuß zu fassen; die alte Abneigung gegen den persischen Einfluss setzte sich durch. Dafür war der Erfolg des persischen Gottes in Italien und den lateinischen Provinzen umso größer … Vollends gesellschaftsfähig wurde der fremde Kult, als sich Commodus gegen Ende des zweiten Jahrhunderts n. Chr. einweihen ließ. Unter Diokletian rückte Mithras zum Staatsgott auf und galt jetzt als Schützer des Reiches. Am 25. Dezember feierte man den Geburtstag des Sol invictus, mit dem Mithras längst identifiziert worden war.“13

„Die Aufnahme in der Gemeinde erfolgte durch eine Taufe des Neulings in der in jedem Mithräum vorhandenen Taufgrube. Sie sollte von sittlichen Vergehen reinigen und in ein neues Dasein führen. Ferner kannte man ein heiliges Mahl, bei dem die Mysten Brot und Wasser zu sich nahmen, die mit Honig und Wein gemischt wurden. Ihre Ähnlichkeit mit den christlichen Sakramenten empfanden die Kirchenväter so deutlich, dass sie sie für Nachäffungen des Teufels erklärten.“ Siehe Fußnote 13

Was die Taufe anbelangt, so kannte man das Eintauchen ins Wasser schon im Alten Testament zur Reinigung von unheilbaren Krankheiten. Johannes der Täufer taufte zur Buße und zur Wesens-Umkehr als äußerliches Zeichen und nicht wie bei Mithras als Zeichen für die Aufnahme in die Gemeinschaft. Taufen wir heute zur Aufnahme in die Gemeinschaft oder zur Reinigung und Umkehr?

Wer weiß schon in der heutigen Zeit, wie die Urchristen das Mahl zum Gedächtnis an Jesus Christus feierten?

Nach 1. Korinther 11:20ff. kamen die Christen zusammen, beteten, weissagten, redeten in Zungen und achteten auf die Offenbarungen der Propheten. Sie waren erfüllt von den Worten und der Wunder, die Jesus wirkte und waren erfüllt von Wundern der Begegnungen mit ihm nach seiner Auferstehung. In diesen Zusammenkünften wurde auch ein Mahl bestehend aus Brot und Wein verzehrt. Dieses Mahl wurde zu seinem Gedächtnis gereicht; also man redete von ihm, erzählte von seinen Wundern und seiner Botschaft von der Hoffnung. Niemand sollte dem Leibe nach hungrig sein, wenn man an seine Liebe und Warmherzigkeit erinnert wird, und das galt besonders für die Bedürftigen. Der Schreiber im Korintherbrief hat lediglich angeprangert, dass einige der Versammelten sich mit Wein betranken, andere lehnten das Mahl ab, da sie schon vorher ein üppigeres Mahl zu sich nahmen, wie sollte ihnen dann das dargereichte trockene Brot schmecken?

Der Apostel Paulus wollte hier nur ermahnen, denn er sagte unter anderem auch im 1. Korinther 11:22: „… oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämet die, so da nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierin lobe ich euch nicht.“

Im 13. Kapitel des Briefes sagt Paulus dann weiter: „Die Liebe hört nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden und die Sprachen aufhören werden und die Erkenntnis aufhören wird.“ War dies eine Vorhersage, eine Prophetie von Paulus? Hatte Paulus die Zukunft gesehen und wollte hier nur trösten, oder gab es schon damals welche, die sich eine monarchistische Machtstruktur wünschten?

Weiter im Text wurden Weissagungen als Stückwerk bezeichnet. Man wartete auf das „Vollkommene“. Nur, was hatte der Schreiber, der unglückliche Übersetzer des Briefes, oder sogar Fälscher der Schrift mit dem „Vollkommenen“ gemeint? Ist denn der Geist Gottes Stückwerk? Sind denn die Worte von Jesus heute nicht mehr gültig und müssen reformiert werden?

Der Geist Gottes ist nicht Stückwerk, sondern der menschliche Geist, in seinen Erfahrungen und den Wirkungen aus der Gnade. Der 12. Vers klärt auf: „… Jetzt erkenne ich’s stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“ Paulus sagt, dass man in der anderen Dimension so erkennen wird, wie die Göttlichkeit aus dem Erbarmen die Seele annimmt.

Ich glaube, dass bis zu Beginn des 2. Jahrhunderts man sich noch bemühte die Schriften nicht zu fälschen, Übersetzungsfehler sind sicher schon hier und da aufgetreten und wenn, dann bestimmt ungewollt und ohne ein bestimmtes Ziel zu verfolgen.

Der Geist Gottes wird die Fälschungen in den Schriften bloßstellen, die Zeit hierfür ist jetzt reif und der Anfang ist gemacht. Da hilft es manchen auch nicht, wenn sie ihre Archive verschlossen halten!

Wenn wir in den Schriften von der Liebe der Göttlichkeit lesen, dann kann man sicher sein, dass dies keine Fälschungen sind. Texte in denen versteckte Drohungen stecken, sollte man dann schon etwas genauer untersuchen und mit anderen Texten vergleichen und bewerten. Eines steht unumstößlich fest: Wie ein guter Vater seine Kinder liebt, so liebt auch der Vater im Himmel seine Kinder, seine Geschöpfe! Jesus erklärte dies unter anderem im Gleichnis von dem verlorenen Schaf. Die Herde ließ der Schäfer zurück, nur um das eine, das Verlorene zu suchen. Wenn man von dem strafenden und nicht von dem liebenden Gottvater predigt, dann predigt man die monarchistische Macht! Solche haben einen anderen Gott, den Gott der äußerlichen Gewaltherrschaft, der Gott der Angst einflößt, um die eigene Macht zu manifestieren.

Jesus spricht: „Also auch sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.“ (Lukas 15:10) Hier ist das Wollen die Lebensart zu ändern, die Reue, das Bedauern, das Wiedergutmachen, die Entscheidung zur Umkehr des Herzens, gemeint. Der Vater liebt uns und will, dass wir uns verändern, uns bewegen zum Guten hin. Dann nimmt er uns in seine Arme und will uns nimmer loslassen.

Warum hat Jesus denn gesagt, dass Gott unser Vater ist?

Den drohenden und Furcht einflößenden Gott hat er ins Archiv verbannt. Nur eins, verschmähen sollten wir seine Liebe nicht, sondern annehmen, indem wir auch diese Liebe weitergeben. Wer geliebt wird, muss auch lieben können. Jesus: „Ein neu Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe, auf dass auch ihr einander lieb habet. Dabei wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, so ihr untereinander Liebe habt!“(Johannes 13:34 – 35) Bei Petrus hatte die Prophetie und die Weissagung ein besonderes Gewicht, denn er sprach vom Wohltun im Achten des prophetischen Wortes, als ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in unseren Herzen. (2. Petrusbrief 1:19) Hier war keine Rede vom Aufhören der Weissagungen wie im Korintherbrief.

Der Heilige Geist wirkte bei den ersten Christen in den Aposteln (Gesandte Jesus und Hüter seiner Lehre), Propheten (Mahner mit der Sehergabe und der Weissagung), Lehrer (Erinnern und Verkünden der Lehre Jesu), die Ältesten, (die Alten, die Ratgeber, die Zeugen und Bewahrer der Jesuslehre), die Verwalter, wie auch der Jünger Stephanus (Speisung der Witwen) und viele andere, die in Zungen redeten und auch durch den Geist Gottes weissagten. Alle waren tätig für die Kirche in uns, denn sie hatten göttliche Kraft, Wunder zu tun, zu heilen, zu helfen, in Liebe an die Lehre Jesu zu erinnern und seine Frohbotschaft zu verkündigen. Das waren die wahren Helfer für die einzig wahre Kirche in uns. Jesus sagt, dass der Größte (Der Wissende) soll unser Diener sein.

In den folgenden Jahrhunderten setzte sich schleichend die sich bildende äußerliche Kirche im immer mächtiger werdenden monarchischen Gewand durch, verdrängte die Kirche in uns und redete uns ein: „Wir lenken euch und entscheiden, was für euch gut und was schlecht, Lüge und Wahrheit ist. Wir lesen und schließen die Schrift für euch auf und ihr müsset unseren Entscheidungen und Gesetzen Folge leisten. So und nicht anders ist es gottgewollt, und wer sich dem widersetzt der brennt von Ewigkeit zu Ewigkeit im Feuer der Hölle.“ Das war der schleichende Anfang, der unmündige Glieder schuf, wie ein Baumast der keine Kraft mehr aus dem toten Wurzelwerk ziehen kann, langsam austrocknet und dann abstirbt.

Wenn wir aufgefordert wurden in sinnlosen und grausamen Kriegen zu morden, dann segnete uns die äußerliche Kirche. Wenn wir der Institution opferten, dann brauchten wir uns selbst um die Geringsten nicht mehr zu kümmern.

Immer wieder interpretierte man Paulus falsch, sodass nicht die guten Werke, sondern nur der Glaube zählt und sie redeten uns ein: „Gute Werke außerhalb der Einflussnahme der Institution sind tote Werke. Mitleid außerhalb der Kirchenmauern führt nicht zu Gott, sondern nur allein der Gehorsam, der Glaube und die Liebe zu den Lehren und Dogmen der Institution. Wie die Kirche die Bibel lehrt, so muss der Glaube gelebt werden, denn die eigene kritische Prüfung einzelner gepredigten Bibelstellen führt in die Sünde, denn der Geist Gottes wirkt ausschließlich in der geistigen Führung durch den Klerus.“

„Schon als Diakon hatte man Damasus den Spitznamen „Ohrenbläser der Matronen“ gegeben, weil er es wie kein anderer verstand, die wohlhabenden Damen der Stadt in kleinen, aber feinen christlichen Zirkeln um sich zu scharen. Auch sein späterer Sekretär, Hieronymus, der zu einem bekannten Heiligen wurde, soll auf diesem Gebiet durchaus begabt gewesen sein. Der heidnische Schriftsteller Ammian hat die Verhältnisse unter Bischof Damasus heftig angeprangert, weil der Kleriker den alten Witwen immer dann besonders hilfreich zur Seite gestanden hätte, wenn es darum ging, ein Testament zu Gunsten der Kirche auszustellen. Dass es sich dabei nicht nur um Einzelfälle gehandelt haben kann, belegt auch ein Erlass von Kaiser Valentinian aus dem Jahre 370. Darin hat der Kaiser dem Klerus wegen Erbschleicherei sogar verboten, die Häuser von Witwen und Waisen aufzusuchen.“14

„Entscheidend für die Einheitsreligion im Sinne von Kaiser Konstantin war im Jahre 325 n. Chr. das Konzil von Nizäa. Damals gab es noch eine Strömung, die versuchte, an das ursprüngliche Christentum anzuknüpfen. Das waren die so genannten arianischen Christen, die sich auf Origenes bezogen. Origenes war ein großer Lehrer und Denker, der im 3. Jahrhundert gelebt hatte, und er hatte in seiner Zeit noch gegen die Verfälschungen des Urchristentums angekämpft, z. B. auch gegen die Verfälschungen in den neutestamentarischen Schriften. Er wurde im Jahre 250 n. Chr. bei der Christenverfolgung durch den Auftrag des Kaisers Decius schwer gefoltertund ist vier Jahre später an den Folgen gestorben. Wie schon angeführt, war Hieronymus am Anfang seiner Laufbahn noch ein Nachfolger in der Lehre des Origenes. Der Nachfolger Origenes, Arius aus Alexandria konnte sich nicht durchsetzen, denn der Kaiser Konstantin beschloss auf dem Konzil, dass nicht Arius und seine Lehre, sondern die römische Kirche richtig lehret.“15

Wenn man irgendwann anfing so zu lehren und auch zu handeln, dann hat der Teufel die äußerliche Kirche übernommen.

1.1 Die Trinität

„Nach dem katholischen Verständnis sind Gottvater, Gottsohn und der Heilige Geist drei Personen und aber auch eins. Ich nehme an, dass die Idee für diese Lehre ihren Anfang im Konzil von Nizäa nahm. Gott ist eine Trinität, sagt die Kirche, drei in einem, drei wesensgleiche Personen in einer göttlichen Substanz. Diese irreführende Lehraussage führt dazu, dass der Islam „spottet“: „Der Vater ist Gott, ebenso der Sohn, ebenso der Heilige Geist, und der Vater ist nicht der Sohn oder der Geist.“16

Wenn es im Konzilsbeschluss von Nizäa heißt, dass Christus wesenseins mit Gott sei, dann kann es doch nicht so schwer sein, dies zu verstehen – wie der Vater so der Sohn. Der Vater und der Sohn sind so eins, wie wir sollen eins werden mit der göttlichen Energie; Einssein im Fühlen, Denken, Reden und Handeln. Alle Engel waren wesenseins mit Gottvater, bis ein Teil, also Luzifer und seine Anhänger, das Einssein verlassen haben, um aus eigener Kraft und eigenem Wollen zu wirken. Sie haben das Einssein mit dem Vater verlassen und wollten Gott gleich sein.

Wer will nicht eins werden mit der göttlichen Energie, wer will schon eins werden mit der gottfremden Energie; der anderen Energie, der so genannte Gegenpool, die große Entfremdung von Gottvater, seiner Wesensart?

Die Gottes-Energie und die Energie Christus‘ sind im Wesen identisch und ihr Wollen, ihr Wissen und ihre Liebe ist die Energie, die von Ewigkeit von Gott ausgeht. Geist ausgehend von Gott selbst, also Wesen von seinem Wesen. Diese göttliche Energie will auch uns führen und leiten und diese Energie ist der Heilige Geist. Der Heilige Geist ist somit keine eigenständige göttliche Person in einer sogenannten Trinität, sondern die göttliche Energie, die uns in Liebe umfangen will und wenn das so ist, dann werden wir auch hiervon erfüllt. So zu verstehen ist der Vater und der Sohn eins und wir wollen auch in dieses Einssein hineinwachsen, um ewig in und mit dieser Energie zu wirken und zu sein. Dann dürfen wir uns in der höchsten Stufe des Himmels bewegen und mit den Engeln Gottes die Liebe aus der Urkraft Gottes auf die Erde tragen.

„Denn meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie; und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben; und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reißen. Der Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer denn alles; und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen. Ich und der Vater sind eins.“ (Johannes 10:27 – 30)

Der Geist Gottes erklärt zu diesen Versen das Einssein und die Wesensgleichheit des Vaters und des Sohnes. Christus sagt: „Niemand wird sie aus meiner Hand reißen und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen. Ich und der Vater sind eins.“

Johannes 17:7 u.10: „Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, sei von dir … und alles was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verklärt.“

Wenn man in jeder Hand ein Streichholz hält und diese anzündet, dann sieht man zwei Flammen. Wenn man dann die beiden Hölzer zwischen zwei Finger nimmt, dann vereinen sich die beiden Flammen zu einem Licht. Zwei Flammen, das war damals, als Christus Fleisch anzog und auf der Erde war. Ein Teil der Energie wurde Fleisch, also zwei Flammen und als er wieder zum Vater ging, verschmolzen die beiden Flammen wieder zu einer Energie.

Johannes 17:11: „Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, dass sie eins seien gleichwie wir.“

Wie schon angeführt, sollen auch wir in dieses Einssein hineinwachsen, sollen auch wir ewig in das Energiefeld der Liebe des Uralten eintauchen, sollen auch wir uns in der höchsten Stufe des Himmels bewegen dürfen, um mit den Engeln Gottes die Liebe aus der Urkraft Gottes in das Universum zu tragen.

Johannes 17:24: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, dass sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe denn die Welt gegründet ward.“

1.2 Den Fälschungen auf der Spur

1.2.1 Die immaterielle Seele

Es gibt im Wesentlichen folgende Ansichten darüber:

Der Mensch fällt nach dem Tod in einen unbewussten Seelenschlaf bis zur Auferstehung; der Ungläubige kommt zwar in die Hölle, büßt dort aber eine zeitlich begrenzte Strafe ab und wird dann a) vernichtet oder b) nach der Lehre des Fegefeuers in den Himmel überführt.

Alle Menschen werden am Ende errettet (Allversöhnung).

Alle Menschen können sich nach dem Tod, wann auch immer, bekehren.

Wir glauben: Nach dem Tod lebt der Mensch bewusst im Hades oder Paradies bis zur Auferstehung und wird dann für alle Zeit und ohne Ende entweder in Herrlichkeit oder Verdammnis leben.

1. Johannes 4:1: „Geliebte, glaubet nicht jedem Geist, sondern prüfet die Geister ob sie von Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten hinausgegangen in die Welt.“

Jesus sagt im Johannes 8:51: „Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich.“ Wen hat Jesus hier angesprochen? Diese Zusage hat er einem/​den Jemanden gegeben, denen versprochen, die sein Wort halten. Hier ist keine Ansehung einer Person, kein elitärer Kreis, sondern ein „Jemand“, der sich nicht im Mittelpunkt sonnt, der nicht besonders geachtet, ohne Preis und Auszeichnung, Renommee und Wertschätzung von den Anderen. Der Herr „Jemand“ kann nur eine Reputation vorweisen, er hält sich an das Wort und begehrt dem Christus nachzueifern. Das ist seine Reputation, seine Ehre und Ruhm. Die Ehre und den Ruhm zollt der Herr „Jemand“ seinem Christus, bezeugt und erweist und hält fest an der Zusage: „Du wirst den Tod nicht sehen, nicht sehen ewiglich.“ Wow, was für ein Versprechen. Jesus wird im Johannes 11:26 in seinen Formulierungen noch verständlicher: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“ In das ewige Leben wird der menschliche Tod mit einbezogen. Das Sterben wird als Übergang geschildert, ein Übergang in ein geistig ewiges Leben.

Jesus spricht von zwei Seins und dann auch wieder von einem Sein. Das Sein das man sieht, begreift und anfassen kann. Ein Sein das lacht, weint, redet und schreit. Ein schaffendes Sein das prägt, nachträgt, verzeiht, umarmt, hilft und verschmäht. Ein Leben aus dem Erdenklos geformt und endet, verdampft und verwest im Zurückkehren zu der Erde, zum Ausgangspunkt. Das andere Sein, eingeschlossen, versiegelt in der Materie, hilflos und verloren, so scheint es. Und doch macht sich dieses Sein bemerkbar, wenn man sensible Antennen hat. Ich rede von dem Unterbewusstsein, dem Verborgenen in uns, das mit dem Bewusstsein kommunizieren möchte. Ein gegenwärtiges und ständiges lernen, erfahren, annehmen im Tun. Diese beiden Seins sind miteinander verbunden, verschweißt und verantworten gesamt das irdische Dasein. Dieses andere WIR, ein Teil von uns wird nicht sterben, sondern ewig in der väterlichen Geborgenheit leben, dann wenn es will. Das geistig Ewige in uns, das WIR, nimmt in die Ewigkeit alle Erfahrungen mit, die Liebe wie auch den Hass, die Gleichgültigkeit, den Egoismus wie auch das Helfen, Vertrauen und die Sehnsucht nach der Göttlichkeit. Warum hat Jesus so gesprochen, gab es hierfür Gründe und warum falle ich in alte Denkmuster zurück, obwohl die Göttlichkeit mich zu einem Wissenden hat werden lassen? Somit bin ich mir bewusst, kein besonderer Mensch zu sein und hebe mich von meinen Lesern nicht ab.

Im achten Johanneskapitel ist die Rede von dem Wort, die Sprache der Liebe ausgehend von Gott in der Umarmung der Göttlichkeit; ein Sein für und nicht gegen Gott. Einen Vater, den sie nicht kennen, die Werke der Liebe, die sie nicht begreifen, weil man meint Gott zu dienen, tatsächlich aber dem Teufel verfallen ist. Das Kapitel erzählt Jesu Begegnung mit einer Ehebrecherin: Eine Frau wurde ergriffen, eine Ehebrecherin, die man in den Tempel zerrte. Die Ankläger schleppten die Tatverdächtige zu Jesus. „Wollen wir mal sehen, wie der Prediger sich positioniert; das Gesetz ist auf unserer Seite, es gibt keine andere Möglichkeit, das mosaische Gesetz ist zu vollstrecken“, schrieen sie. Ertappt und erwischt, das Urteil kann vollstreckt werden. Ein Prozess, der die Umstände aufklärt, vielleicht hat ihr Mann sie geschlagen, gedemütigt und auch betrogen, ist nicht notwendig. Die Männerdomäne kennt kein Pardon, wenn es um die „zweite Garnitur Gottes“ geht. „Nun wollen wir mal sehen, ob der Wanderprediger sich zu dem Gesetz bekennt oder nicht“; wenn er sich drückt, dann schnappt die Falle zu und wir machen ihn als „Frauenversteher“ dingfest.“ So oder ähnlich haben sie wohl geredet, vor vorgehaltener Hand vor dem Mund. Jesus, der seinen göttlichen Vater kannte, schon ehe er geboren wurde, wie er gesagt hat, gibt ein Beispiel vom Wesen Gottes. Erbarmen, Mitleid und Gnade stehen über dem Gesetz, ein Gesetz von Männern geschaffen, das den Frauen gilt. „Wer ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein.“ Er hätte auch sagen können: „Die Liebe sei euer Zeichen, an dem man euch erkennt.“ Was sind das für Typen, die befleckt und selbstgerecht über dem Gesetz der Väter wachen? Das Gesetz Gottes urteilt anders. Das Wort Christi ist das Wort des Vaters im Himmel, Vergebung und Liebe. Wer sein Wort hält, stirbt nicht, auch wenn seine Augen für immer geschlossen bleiben.

Johannes 11 erzählt wie Jesus Lazarus von den Toten aufweckte. Die Schwester des Toten, die Martha, ist von den Pharisäern gelehrt, dass nach dem Tod die Seele schläft und erst an einem „Jüngsten Tag“ wieder aufgeweckt wird. Die Worte des Christus ist eine gänzlich andere Lehre: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubet, der wird leben, ob er auch gleich stürbe; und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“ (11:25 – 26).

Wenn ich den Menschen im Leib, Geist und Seele als ein Ganzes bezeichne, dann ist es nicht falsch, wenn man auch von einer sterbenden Seele spricht. Eine abgestorbene Seele hat das Dasein in und mit Gott verwirkt. Nun möchte ich zum Kern kommen. Bibelfälscher sind nicht nur solche die biblische Aussagen verstümmeln, weglassen, verändern und gewollt selbstgerecht einfügen, sondern auch bewusst und unbewusst nach eigenem Gutdünken umdeuten. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Nach Wikipedia zählen die Sieben-Tags-Adventisten per 31.Dezember 2013 18 Millionen Mitglieder. Sie lehnen die Lehre von einer unsterblichen Seele ab und betrachten den Tod als einen schlafenden Zustand, bis zu der Zeit der Auferstehung in der Wiederkunft Christi. Das „Jüngste Gericht“ endet für die Gottlosen mit einer endgültigen Vernichtung bzw. Auslöschung. Die Zeugen Jehovas gaben in 2013 an, dass 8 Millionen „Zeugen“ aktiv sind. Nach ihrer Auffassung besitzen Menschen keine unsterbliche Seele. Bei den „Zeugen“ erhalten Treue nach dem Tod unsterbliches Leben und die Anderen würden nach „Harmagedon“ (durch Christus geführter Endzeitkrieg) auf der Erde zu ewigem Leben wieder erweckt. Im Internet vertreten weitere kleine Freikirchen und auch einzelne „Blogger-Propheten“ eine sterbende Seele. Ein „Glaubenskrieger“ bezeichnet die Lehre an eine unsterbliche Seele als Teufelslehre. Als deren einheitliches Fazit lautet: Der Mensch besitzt keine unsterbliche Seele, sondern der Mensch ist eine sterbliche Seele. Im Tode schläft er bis zur Auferstehung. Ein Blogger geht noch weiter und schreibt: „Die Irrlehre von der Unsterblichkeit der „Seele“ des Menschen ist die Grundlage des Spiritismus, die ein Werk Satans ist.“ (bibelmail.de) Einfach ausgedrückt wird behauptet, dass die Seele ein Sinnbild für den Charakter und das Wesen eines Menschen ist. Also ein immaterielles Kraftzentrum für Gefühle, Empfindungen, Wünsche, Sympathie, Antipathie, Denken, Anschauung, Triebe usw. Wenn Gott will, dann wird unser Geist, nicht unsere Seele, am „Jüngsten Tag“ wieder auferweckt. Bis dahin schläft unser Geist oder er wird nie aufgeweckt. Dann aber wäre es so, als wenn wir nie existiert hätten. Wenn das stimmen würde, dann ist die Hölle leergefegt, Satan hat keine Mitbewohner und vereinsamt.

Der bedeutendste Verfechter einer sterbenden Seele soll Martin Luther gewesen sein, ich zitiere aus zwei Blogger-Beiträgen: „Dr. Martin Luther schlug seine Thesen am 31. Oktober 1517 in Wittenberg an. In einer 1520 veröffentlichen Verteidigung von 41 seiner Aussagen schrieb er, die päpstliche Erklärung der Unsterblichkeit sei eine der ungeheuerlichen Meinungen auf dem Misthaufen römischer Dekretalien.“

Martin Luther über die Unsterblichkeit der Seele nach Forschungen von Fritz Heidler zusammengestellt von Peter Godzikim Oktober 2011: „Wo also und mit wem Gott redet, sei es, da er in Zorn oder in Gnade redet, der ist gewiss unsterblich. Die Person des redenden Gottes und das Wort signalisieren, dass wir solche Kreaturen sind, mit denen Gott reden will in Ewigkeit und unsterblicher Weise.“ „Der Mensch ist seiner Seele nach unzerstörbar. Aber die Welt kann es nicht begreifen, noch glauben, da die Seele unsterblich ist.“ Nach Godzikim soll Luther auf dem Sterbebett gebetet haben: „Nimm mein Seel` zu Dir.“ (WA 39 II, 400, 34ff. 386,4 ff.)17

Was ist Fälschung und was ist Wahrheit?

Wegen der Streitfrage über die Seele möchte ich die Schöpfungsgeschichte des Menschen chronologisch im ersten Buch Mose vorstellen. 1. Mose 1:27 – 28: „Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als einen Mann und ein Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan …“ Weiter heißt es dann im 31 Vers: „Und Gott sah alles an, was er geschaffen hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.“ Wir lesen bereits im ersten Kapitel, dass Gott die Menschen erschuf, segnete und ihnen den Auftrag gab, sich zu vermehren. Nun lesen wir, wie es weiter ging, also im zweiten Kapitel. Nach dem zweiten Kapitel ruhte Gott dann am siebenten Tag. Nun steht aber auch in diesem Kapitel geschrieben, dass Bäume und das Kraut noch nicht gewachsen sind, da das Land noch nicht feucht war. Im ersten Buch Mose 2:7 lesen wir dann: „Und Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward´ der Mensch eine lebendige Seele.“ Nun darf man sich nach dem chronologischen Textablauf die Frage stellen: Lesen wir hier zwei Schöpfungsgeschichten des Menschen? Er schuf schon vorher den Menschen und segnete ihn und dann schuf er wieder den Menschen und der Mensch wurde dann eine lebendige Seele? Wegen dieser Frage streiten Theologen. Es ist nicht meine Aufgabe in diesem Kapitel diese Frage zu thematisieren. Nur, Glaube und Wissenschaft müssen sich nicht ausschließen. Wenn es die Fortsetzung, Ergänzung des ersten Schöpfungsberichtes ist, dann wird uns gesagt, dass Gott dem von ihm geschaffenen Adam seinen lebendigen Odem einblies und Adam wurde eine lebendige Seele. Der Odem des Lebens kann es nicht sein, denn den haben Pflanzen und Tiere auch, somit ist der dem Adam gegebene Odem als reiner Lebenshauch nicht existenziell. Der dem Adam gegebenen Odem Gottes kann auch nicht die Existenz der Gefühle, also Psyche sein, wie wir gleich sehen. Auch ist es eine falsche Lehre wenn gesagt wird: Seine Seele, sein Ich oder seine Persönlichkeit ist lediglich eine Funktion seines Gehirns. Wenn das Gehirn stirbt, stirbt der Mensch und es bleibt aus der Materie nichts übrig, was weiterleben könnte.

„Einige Pflanzenforscher gehen bereits seit längerer Zeit davon aus, dass Pflanzen bestimmte Strukturen aufweisen, die ähnliche Funktionen erfüllen wie das menschliche Nervensystem. So senden zum Beispiel Maispflanzen spezifische Duftstoffe aus, um damit Schlupfwespen anzulocken, die schädliche Raupen eliminieren. Die Auffassung, dass Pflanzen über eine gewisse Form von Intelligenz verfügen, vertritt auch der Zellularbiologe Frantisek Baluska von der Universität Bonn: Pflanzen könnten riechen, schmecken, sehen, hören und sprechen. Vermutlich hätten sie sogar mehr Sinne als Menschen. So erspürten Pflanzen mindestens 20 verschiedene Umweltfaktoren, darunter Licht, Bodenstruktur und Schwerkraft. Außerdem orientierten sie sich – ähnlich wie Vögel – an elektrischen und magnetischen Feldern der Erde, so der Forscher. Über seine Erkenntnisse berichtet er in der aktuellen Oktober-Ausgabe 2007 des P.M. Magazins. Der Zellularbiologe glaubt zudem belegen zu können, dass die Wurzeln der Pflanzen, was die Kommunikation angeht, problemlos mit dem Internet mithalten würden. Das Infonetz der Pflanzen sei mindestens so groß wie das World Wide Web. Laut Baluska besitzt eine einzige Roggenpflanze 13 Millionen Wurzelfasern, deren Gesamtlänge von 600 Kilometern beträgt, wobei die Wurzelfasern ein riesiges dynamisches Kommunikationsnetz bilden. Der Forscher hat an der Spitze jeder Wurzelfaser spezialisierte Zellen entdeckt, die „gehirnähnliche Funktionen“ wahrnehmen. Im Verbund bildeten diese Zellen das „Gehirn der Pflanze“, man könnte auch von einem „Wood Wide Web“ sprechen, so seine Erklärung.“ Wir wissen jetzt, dass Pflanzen insbesondere unter der Erde intensiv miteinander kommunizieren“, erklärt Baluska im Interview mit dem Magazin. Zur Kommunikation verwendeten sie in Wasser gelöste Botenstoffe, die sie mit den Wurzeln „schmecken“ könnten. Zudem könnten Pflanzen auch zwischen ihrer eigenen Art und Fremden unterscheiden. Doch die zentrale Frage, ob eine Pflanze Schmerz empfinden kann, konnte der Zellularbiologe nicht beantworten: Darüber sei nichts bekannt, so der Forscher. Eines ist aber sicher: Der Pflanzenforschung steht eine aufregende Zeit bevor, vielleicht sogar ein Paradigmenwechsel in der Sicht auf die Natur.“18

„Zoologen bezweifeln schon lange nicht mehr, dass Tiere Gefühle empfinden. Primaten, aber auch Nager besitzen vermutlich sogar ein sehr feines Gespür für das Empfinden anderer – und liefern damit wertvollen Aufschluss über die Evolution des menschlichen Einfühlungsvermögens.(Frans B. M. de Waal) Jeder Hundefreund weiß: Je nach Stimmungslage wedelt Bello freudig mit dem Schwanz, knurrt böse oder himmelt sein Herrchen treuherzig an – sprich, der Vierbeiner zeigt Gefühle. Doch kann er sich auch in das Innenleben seines Herrchens hineinversetzen? Dem „besten Freund des Menschen“ sprechen wir oft großzügig derartige Fähigkeiten zu. Doch gegenüber den meisten Geschöpfen des Tierreichs zeigen wir uns ausgesprochen knauserig: Einfühlungsvermögen? Dazu sei wohl nur der Mensch als „Krone der Schöpfung“ fähig! Unter Verhaltensforschern fand hier in letzter Zeit ein Sinneswandel statt: Zahlreiche Studien konnten bei Tieren nicht nur differenzierte Emotionen und Empathievermögen nachweisen, sondern auch deren soziale und kommunikative Bedeutung aufdecken. Diese Forschungsergebnisse geben einen interessanten Einblick, wie Homo sapiens selbst zu dem mitfühlenden Wesen wurde, das es ist. Die jüngsten Studien zum Einfühlungsvermögen von Tieren haben einen Forschungszweig wiedererweckt, dessen Wurzeln ein halbes Jahrhundert zurückliegen …“19

Gott hat alle seine Geschöpfe mit den Sinnen ausgestattet, die ihre Existenz benötigt. Deshalb hat er nach der Erschaffung seine Schöpfungen gesegnet. Gottes Odem ist ein geistiger Hauch – ח ור (ruach) Wind oder Atem Gottes – und kein Hauch aus und für die Materie. Dass der Wind Gottes – hier nicht der Atem Gottes – ein geistiger Wind ist, sagt kein geringerer als Jesus: „Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist.“ (Johannes 3:8)

Wer Gott und seinen Odem in den Materialismus versetzt, wird im Ansatz nicht erahnen können, welche geistige Macht von ihm ausströmt und ihn auch umgibt. Der Mensch will nicht begreifen, dass Zeit, Raum, Wirkungen und Geist eine andere Dimension haben, wie er es im Fleisch denken kann. Dies gilt für den Odem Gottes wie auch für die Länge eines Tages bei Gott. Man kann auch nicht unterschlagen, dass auch der Gott JHWH eine nefesch – Lebensodem, Atem – hat, bei der er schwört; sie kommt im Tanach einundzwanzigmal vor.

Siehe: http://de.wikipedia.org/​wiki/​Seele#cite_note-154

Was hat der Odem Gottes, den er Adam gab, bewirkt? „Und Gott der Herr sprach: Siehe Adam ist geworden wie unsereiner.“ (1.Mose 3:22) Was bedeutet wie wir? Ein unsterblicher Geist, eine vollkommene Seele und auch eine Seele „… die weiß was gut und böse ist …“, heißt es weiter. Also eine Erkenntnis Gutes und Böses zu unterscheiden und das Richtige zu tun. Hiermit ist auch eine Verantwortung für unseren materialistischen Leib und ein verantwortlicher Umgang und Sorgfalt mit unserer Erde verbunden. Denn Gott spricht im 1. Mose 2:15, dass Adam den Garten Eden nicht nur bauen, sondern auch bewahren soll. Wenn es heißt, dass die Menschen nackt waren und sich nicht schämten, bedeutet dies, die Menschen nahmen die Natur an und in ihnen waren kein Falsch und keine Unreinheit. (1. Mose 2:25)

„Wir wissen, wie Gott denkt und handelt, wir wissen wie Gott den einzelnen Mensch bewertet. Wer nicht für uns ist der ist gegen uns, denn unsere Gedanken sind Gottes Gedanken und auch unser Sinn ist sein Sinn. Wir bewerten nach dem Willen Gottes, welche Menschen unsere Hilfe und Barmherzigkeit benötigen und wer von uns nichts erwarten kann.“ Wer so predigt und handelt der predigt den Luzifer. Diese Wesenart im Fundamentalismus und Fanatismus wirkt dann so wie die Schlange, mit der Eva gesprochen hat: „Sondern Gott weiß, dass welches Tags ihr davon esst, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.“ (1. Mose 3:5) Was gut und böse ist wussten Adam und Eva aber schon vorher, aber sein wie Gott ist besonders im Jetzt brutale Gewalt, Hass, Mord und Selbstbeweihräucherung. Die Seele ist bei denen eingemauert und stirbt, so wie die alten Propheten sagen. Die Seele stirbt an Gott, sie ist tot, obwohl hiermit nicht ihre Existenz aufgehoben ist. Die „Eingemauerten“ predigen von der Liebe Gottes und tun den Hass. Somit stellen diese „Wölfe in Schafskleidern“ den Luzifer über Gott-Vater. Das sein wollen wie Gott bewirkt dann die Abnabelung von der Göttlichkeit und hervor kommt eine schändliche Seele.

Die Verfechter der sterblichen Seele zitieren gerne aus dem Buch Kohelet. In diesem Buch, auch Prediger genannt, steht in 12:7: „Denn der Staub muss wieder zu der Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat:“ Kohelet 9:5: „Denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden; die Toten aber wissen nichts, sie haben keinen Lohn mehr, denn ihr Gedächtnis ist vergessen.“

Wem ist dieses Buch zuzuschreiben? Siehe hierzu Hinweise aus http://de.wikipedia.org/​wiki/​Kohelet: „Sicher ist der Text aber erst nach dem Exil entstanden, vermutlich in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts vor Christus, beeinflusst vielleicht von der griechischen Populär-Philosophie, ohne dass das im Einzelnen nachzuweisen wäre. Diese Datierung wird gestützt durch die Beobachtung, dass Lehnwörter aus dem Aramäischen und Persischen auftreten. Die ältesten identifizierten Zitate oder Übernahmen aus dem Buch finden sich im Buch Jesus Sirach, das auf die Zeit etwa 180 v. Chr. datiert werden kann … Kohelet ist das Buch des Alten Testaments mit den stärksten Affinitäten zur Philosophie. Mit seinem philosophisch orientierten Denkansatz bildet es innerhalb der alttestamentlichen Theologie einen Kontrapunkt gegenüber einer einseitig offenbarungspositivistisch orientierten Theologie. Kohelet weist zudem sämtliche Theologien zurück, die das menschliche Glück ins Jenseits verlegen: Keine Entwertung des Diesseits zu Gunsten des Jenseits.“

Lassen wir die Annahmungen so stehen. Im Kapitel: Die Auferstehung des Fleisches und der „schlafenden Heiligen“ habe ich hierzu ausgeführt: „Der Schreiber der alttestamentarischen Schrift ist ein enttäuschter und negativ gesinnter Mensch, denn er sagt: „Weinen ist besser als Lachen. Wer traurig ist, kennt das Leben. (Kohelet 7:3) Weiter meint er: „Aber wer Unrecht begeht, der hat kein Glück …“ Doch das ist Unsinn! Es bleibt dabei: Ich sehe darin keinen Sinn. (Kohelet 8:12 – 15)

Hierzu muss man wissen, dass diese Schrift keine göttlich inspirierende prophetische Schrift, sondern die Publikation eines damaligen Philosophen ist. Es wird erklärt, der Schreiber sei Salamon, der Sohn Davids. Dem muss aber entschieden entgegengesetzt werden, denn gerade dieses Buch widerspiegelt keinesfalls die Weisheit, die Herrlichkeit und die Schaffenskraft eines Salamons. Dass aber der Schreiber ein anderer Sohn Davids war, kann nicht unbedingt widerlegt werden.

Das Alte Testament beschreibt an einigen Stellen den Scheol. Scheol(hebräischלואש)ist im Tanach eine Bezeichnung für das Totenreich. Das hebräische Wort hat in vielen anderen semitischen Sprachen keine Entsprechung, im Amharischen findet sich allerdings das Wort (siol) „Hölle“. Seine Etymologie ist ungeklärt. Es wird im Tanach stets ohne bestimmten Artikel verwendet und ist deshalb vermutlich ein Eigenname … Im (frühen) jüdischen Glauben ist der Scheol das Totenreich, in welches alle Menschen, sowohl Gerechte als auch Ungerechte, nach dem Tod hinabsteigen müssen um dort ein Leben in Finsternis und Trostlosigkeit zu führen. Der Scheol liegt in den Tiefen der Erde und stellt zusammen mit Abaddon und Gehinnom eine der Abteilungen der Unterwelt dar. Jahwe herrscht über das Totenreich und kann Tote von dort wieder zurückführen: „Der Herr tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und wieder herauf.“ (siehe 1.Samuel 2:6). „Im christlichen Glauben wird der Scheol ebenfalls als Totenreich und Aufenthaltsort der Toten gesehen. Er wird in zwei Bereiche unterteilt, in eine Stätte für Erlöste und eine für Verlorene (Matthäus 16,18, Lukas 10,15, welche voneinander getrennt sind, Lukas 16,26).

Die Stätte für die Erlösten wird Paradies oder metaphorisch „Schoß Abrahams“ genannt. (Lukas 16,11 – 31). Da Abraham als „Vater aller Glaubenden“ gilt, ist der „Schoß Abrahams“ ein Ort der Ruhe im Scheol für jene, die vor Christi Auferstehung im Glauben an Gottes prophetische Opfer (Jesus) glaubten und dadurch gerechtfertigt gestorbenen sind.

In der Stätte für die Verlorenen warten die Verdammten auf ihr Endgericht.

Jedoch ist dieser Ort nicht das endgültige Ziel der Seelen, denn dem christlichen Glauben gemäß ist Jesus in der Zeit zwischen seinem Tod und seiner Auferstehung in´den Hades (griechisch für Scheol) hinabgestiegen. (Eph 4,8), siehe auch (1 Petr 3,19).“20

2. Samuel 7:12: „Wenn nun deine Zeit hin ist, dass du mit deinen Vätern schlafen liegst, will ich deinen Samen nach dir erwecken, der von deinem Leibe kommen soll; dem will ich sein Reich bestätigen.“ 1. Könige 2:10: „Also entschlief David mit seinen Vätern und ward begraben in der Stadt Davids.“

„Zu den Vätern legen“ war nicht nur eine Beschreibung für „sterben“, sondern bedeutete ganz real, die abgefaulten Knochen zu den Knochen der vorher verstorbenen Verwandten zu legen.“21

1. Samuel 28:13 – 15: „Und der König sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Was siehst du? Das Weib sprach zu Saul: Ich sehe Götter heraufsteigen aus der Erde. Er sprach: Wie ist er gestaltet? Sie sprach: Es kommt ein alter Mann herauf und ist bekleidet mit einem Priesterrock. Da erkannte Saul, dass es Samuel war, und neigte sich mit seinem Antlitz zur Erde und fiel nieder. Samuel sprach zu Saul: Warum hast du mich unruhig gemacht, dass du mich heraufbringen lässt …“ Wenn sie sagen, dass ein Dämon zu Saul gesprochen habe, dann kann man nur erwidern, dass Samuel ein Prophet war und nicht ein Dämon. Samuels Seele und Geist lebten weiter nach seinem leiblichen Tod. Eine nicht mehr existierende Seele kann nicht unruhig werden und sprechen. Interessant ist dann noch die Aussage von Samuel: „Morgen wirst du und deine Söhne mit mir sein …“ (1 Samuel 19) Nicht nur dass die Vorhersage so eingetroffen ist, sondern die Seelen mussten ins Totenreich gehen, Jesus hat sein Versöhnungsopfer noch nicht dargebracht. Bei diesem Vorfall kann man auch nicht behaupten, dass Spiritismus oder Geisterbeschwörungen am Werk gewesen sind. So wie Satan trügerische Bilder erzeugen kann, wenn Menschen mit Verstorbenen in Kontakt treten möchten, so ist es auch der Macht Gottes vorenthalten eine Erscheinung zu bewirken, sei es im Traum oder im tatsächlichen Sehen durch eine besondere Offenbarung aus dem Erbarmen.

Hiob 17:13 und 16: „Wenn ich gleich lange harre, so ist doch bei den Toten mein Haus, und in der Finsternis ist mein Bett gemacht. Hinunter zu den Toten wird es fahren und wird mit mir im Staub liegen.“ In der Finsternis sein Bett gemacht bedeutet, dass Hiob von Krankheit geschlagen, ohne einen Funken Hoffnung war. Im siebten Vers erklärt er die Finsternis in seinem Bett auf dem er lag: „Mein Auge ist dunkel geworden, und alle meine Glieder sind wie ein Schatten.“ Der Vers 16 wird in: Die Bibel, Einheitsübersetzung Altes und Neues Testament, wie folgt übersetzt: „Fahren sie zur Unterwelt mit mir hinab,/​sinken wir vereint in den Staub.“ Ich bleibe bei der Lutherübersetzung, denn ich sehe keinen Unterschied im Sinn. Hiob spricht von der Hoffnung im Scheol, „es“