Der Reiniger: Teil 6 - Aufräumen - Inger Gammelgaard Madsen - ebook

Der Reiniger: Teil 6 - Aufräumen ebook

Inger Gammelgaard Madsen

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Opis

- Tip top Unterhaltung von der ersten bis zu letzten Seite - Die Tatsache, dass der Reiniger wieder aufgetaucht ist, lässt Roland Benito nicht los. Er recherchiert, genau wie die Journalistin Anne Larsen, weiter um eine Verbindung zwischen dem Reiniger, den Morden und dem Gefangenen Patrick Asp zu finden. Anne Larsen ist dem Geheimnis auf der Spur und findet schließlich Bertram allein in der Wohnung vor. Beim Rauchen eines Joints vertraut sich Bertram der Journalistin an, zeigt ihr das geheime Netzwerk und die Todeliste. Als beide gerade fliehen wollen, treffen sie auf den Reiniger. Dieser tötet Bertram und entführt Anne. Glücklicherweise gelingt es Roland Benito durch Handyortung sowohl Anne als auch den Reiniger zu finden und zu stellen. Zudem sagt einer der Beamten, der beim Fenstersprung von Patrick Habekost dabei gewesen ist, aus und bestätigt, dass der Reiniger etwas mit dem Tod von Habekost zu tun hatte.Inger Gammelgaard Madsen arbeitete lange Zeit als Grafikdesignerin in verschiedenen Werbeagenturen. 2008 debütierte sie mit ihrem Kriminalroman Dukkebarnet, der jetzt bei Osburg unter dem Titel "Der Schrei der Kröte" erscheint. Sowohl der erste als auch der zweite Band ihrer Krimireihe um den Ermittler Roland Benito wurden von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen. 2010 gründete Madsen ihren eigenen Verlag Farfalla und seit 2014 konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben. Die Robert Benito-Reihe umfasst inzwischen acht Bände, im Februar 2016 erscheint der neunte. Inger Madsen lebt in Aarhus.-

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Inger Gammelgaard Madsen

Der Reiniger

Aufräumen - Teil 6

SAGA Egmont

Der Reiniger: Aufräumen - Teil 6übersetzt aus dem Dänischem von Kirsten Vesper nach

Sanitøren

Copyright © 2017, 2018 Inger Gammelgaard Madsen und Lindhardt og Ringhof Forlag A/S

All rights reserved

ISBN: 9788711970591

1. Ebook-Auflage, 2018

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach

Absprache mit Lindhardt og Ringhof gestattet.

SAGA Egmont www.saga-books.com und Lindhardt og Ringhof www.lrforlag.dk– a part of Egmont www.egmont.com

6: Aufräumen

„Warum guckst du dir den nochmal an?“, fragte Mark Haldbjerg und ließ Rolands ohnehin schon angespannten Körper zusammenzucken. Er hatte ihn gar nicht kommen hören. Roland selbst war früh da gewesen, eben genau um Zeit zu haben, den rechtsmedizinischen Bericht zu Julius Habekosts Selbstmord nochmal durchzulesen. Karina war auf Seeland, zusammen mit Viktor Enevoldsen.

„Guten Morgen, Mark. Ähm, ich wollte bloß gerade etwas überprüfen“, murmelte er.

„Was Julius Habekost betrifft, wie ich sehe, aber der Fall ist doch geschlossen, Roland.“

Mark hängte seine Jacke über den stummen Diener und glättete den Schlips. Er sollte heute in Verbindung mit einem Fall, für den er gemeinsam mit Viktor Enevoldsen zuständig gewesen war, vor die Presse treten. Ein diensthabender Polizist hatte es nicht geschafft, sich einem Bürger gegenüber, der 112 angerufen hatte, richtig auszudrücken.

„Ich weiß, aber …“

Mark schaute auf seine Uhr und schätzte, dass er noch genug Zeit für einen Kaffee hatte.

„Willst du auch einen?“, fragte er vom Kaffeeautomaten aus. Roland nahm dankend an.

Mark stellte den Becher vor ihm ab und setzte sich auf der anderen Seite des Tisches an seinen Computer.

„Na, wie war es eigentlich gestern Nachmittag, vom Landespolizeipräsidenten zurechtgewiesen zu werden?“, erkundigte er sich ein bisschen zu heiter; denn das war es bestimmt nicht gewesen. Roland hatte eine glaubwürdige Geschichte erfinden müssen wegen des Fundes der Zigarettenschachtelfolie mit Gregor Petrovs Fingerabdruck, ohne Anne Larsen in die Sache mit reinzuziehen, und als er einen plötzlich entstandenen Gedanken in seinem Kopf im Laufe der Nacht mehrmals gedreht und gewendet hatte, war er für ihn so realistisch geworden, dass er ihn dem Landespolizeipräsidenten problemlos darlegen konnte ohne das Gefühl zu haben, er würde lügen. Auf diese Weise hatte er seine Haut gerettet, sodass er keine Abmahnung dafür bekam, den Etat der Landespolizei mit privaten Angelegenheiten zu belasten.

„Du hast natürlich von der Frau gehört, die die beiden Müllmänner heute Morgen tot in einer Gasse gefunden haben, oder?“, fragte er.

„Ja, diese Drogensüchtige.“

„Ja, das schreiben die Onlinezeitungen. Eine ganz gewöhnliche Drogentote. Aber tatsächlich ist es Eva Maja Karlsen, die sie mit einer Spritze im Hals gefunden haben. Patrick Asps Frau.“

„War sie nicht auch drogenabhängig? Ich glaube, ich erinnere mich, dass …“

„Doch, als Asp im Bandenmilieu war, waren sie sicher beide auf Drogen, aber als sie ihr gemeinsames Kind erwarteten, änderte sich die Lage. Patrick Asp zog sich aus dem Milieu zurück und so viel ich weiß, war nichts mehr mit Drogen.“

„Also, als sie das Kind erwarteten, das Patrick Asp später mit bloßen Händen erstickte.“

„Ja, aber … das ist ja eine ganz andere Geschichte. Das Interessante ist, dass seine Frau ein Verhältnis hatte mit – ja, man glaubt, es ist eine Lüge. Gregor Petrov.“

„Dem Reiniger?! Sie hatte ein Verhältnis mit … ach, du Scheiße.“ Mark geriet ins Stocken und kratzte sich den roten Vollbart. „Woher weißt du das, verflixt nochmal?“

Roland nippte an dem heißen Kaffee.

„Ich kenne eine Journalistin. Die wissen immer irgendwas. Aber das soll heißen, es gibt eine Verbindung zwischen Patrick Asp und dem Reiniger.“

„Ob der Reiniger sich nicht vorsehen sollte, wenn er ein Verhältnis mit Patrick Asps Frau hatte? Die sind, soviel ich weiß, in diesen Kreisen recht rabiat bei sowas und …“

„Jetzt hör mal zu, Mark. Von Asp gibt es wiederum eine Verbindung sowohl zu Karl Dallerup, der ihn verurteilt hat, als auch zu Vivian Elsted, die es nicht geschafft hat, ihn freisprechen zu lassen, und …“

„Und zu Julius Habekost, der Asp Drogen und Handys ins Gefängnis geliefert hat. Sitzt du deswegen wieder mit diesem rechtsmedizinischen Bericht da?“

„Ja, wenn der Reiniger etwas damit zu tun hat, dann ist es vielleicht kein Selbstmord. Vivian Elsted ist vielleicht gar nicht aus eigenem Verschulden verunglückt und Karl Dallerup – ja, wer weiß, was aus ihm geworden ist? In dieser Sache gibt es nichts Neues.“

„Aber trotzdem, Roland.“ Mark lehnte sich gedankenvoll auf seinem Stuhl zurück und sah ihn prüfend an. „Warum sollte Habekost ermordet werden?“

„Das ist die Frage.“

Mark lächelte plötzlich.

„Soll das heißen, du hast dem Landespolizeipräsidenten eingeredet, dass diese Folie, die du unvorschriftsmäßig eingeschickt hast, zu dem Selbstmord-Fall und damit auch zu Jørgen Moses und Leif Skovbys Fall gehört?“

Roland nickte eifrig.

„Aber der Fall ist doch geschlossen, Roland, wie …“