Der Aufbruch des Erik Jansen - Sylvie Schenk - ebook

Der Aufbruch des Erik Jansen ebook

Sylvie Schenk

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Opis

Erik Jansen, um die fünfzig, Deutschlehrer mit Leib und Seele, verliert seine Anstellung im katholischen Gymnasium zu Sankt ­Theresa. Wie es dazu gekommen ist, dass er nicht nur seine sichere Stelle, sondern auch seine Frau und ein wenig wohl auch sich selbst verlor, versucht er, alleine, auf einer Gruppenreise nach Jordanien zu reflektieren. Lange bleibt er freilich nicht für sich, bald schon hängt die ältere, naive Monique an seinen Lippen, bei der er ganz Lehrer sein kann - sosehr er auch versucht, es nicht zu sein. Die Reise ist für ihn ein Aufbruch und Befreiungsschlag - nicht nur aus der fatalen Liebe zu einer Schülerin, sondern aus seinem unerfüllten Leben - und je länger sie andauert, umso mehr fühlt er sich wie Kafkas Reiter …Sylvie Schenks Überschreibung eines Kafka-Textes ist nicht nur die bewegende Geschichte eines Mannes in der Midlife-Crisis, sie ist auch ein Spiel mit der Literatur, mit Auslegungen und Signifikanz: ein kluger, feinsinniger Roman, durch den sich wie ein roter Faden die Liebe zu Kultur und Literatur zieht.

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Sylvie Schenk

Der Aufbruch des Erik Jansen

Ich danke vom ganzen Herzen Hans-Joachim Schenk, Benedikt Geulen, Eduard Hoffmann und Annette Marquardt für ihre wertvollen Korrekturen, Kritiken und Anregungen zu diesem Roman.

Copyright © 2012 Picus Verlag Ges.m.b.H., Wien Alle Rechte vorbehalten Grafische Gestaltung: Dorothea Löcker, Wien Umschlagabbildung: © darrin/www.fotosearch.com Datenkonvertierung E-Book: Nakadake, Wien ISBN 978-3-7117-5050-1 Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt

Informationen über das aktuelle Programm des Picus Verlags und Veranstaltungen unterwww.picus.at

Sylvie Schenk

Der Aufbruch des Erik Jansen

Roman

Picus Verlag Wien

Ich befahl mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeutete. Er wußte nichts und hatte nichts gehört. Beim Tore hielt er mich auf und fragte: »Wohin reitet der Herr?« »Ich weiß es nicht«, sagte ich, »nur weg von hier, nur weg von hier. Immerfort weg von hier, nur so kann ich mein Ziel erreichen.« »Du kennst also dein Ziel«, fragte er. »Ja«, antwortete ich, »ich sagte es doch: ›Weg-von-hier‹ – das ist mein Ziel.« »Du hast keinen Eßvorrat mit«, sagte er. »Ich brauche keinen«, sagte ich, »die Reise ist so lang, daß ich verhungern muß, wenn ich auf dem Weg nichts bekomme. Kein Eßvorrat kann mich retten. Es ist ja zum Glück eine wahrhaft ungeheure Reise.«

Franz Kafka, Der Aufbruch

1

Alles hat mit Der Aufbruch von Kafka angefangen. Die Schüler meines Leistungskurses sollten die Parabel interpretieren, die ich am Tag davor flott im Internet herausgepickt hatte: Ich erstickte in den Korrekturen und hatte keine Zeit, mich groß vorzubereiten, obwohl ich einer der gewissenhaftesten Lehrer der St.-Theresa-Schule in Aachen war. Nicht nur gewissenhaft. Ich liebte die Vorbereitungen zum Unterricht mehr als den Unterricht selbst, weil ich mich meinen literarischen Liebeleien hingeben durfte. Ich küsste das Wort, verehrte den Satz, mich beflügelte der Gedanke, die Geheimnisse eines Textes weitergeben zu dürfen; dabei konnte mir niemand mit seiner Arroganz, seiner Ignoranz in die Quere kommen: Ja, vor virtuellen Schülern gab ich den idealen Lehrer ab.

Wahrscheinlich war das Abschiedsgeschenk der Kollegen drei Monate später eine Anspielung auf den Text und die darauf folgenden Probleme.

Ingo, der Latein (mein zweites Fach) und Französisch (wie meine Exfrau Viola) unterrichtete, hatte bei den zweiundfünfzig Lehrern des Kollegiums eine hübsche Summe zusammengebracht. Ich selbst hatte nicht selten über den Geiz meiner christlichen Kollegen gestaunt, aber der Gutschein des Reisebüros, den Ingo mir feierlich übergab, war alles andere als kleinlich. Ich interpretierte diese Großzügigkeit als aus einem ironischen Mitgefühl geboren, wenn auch Ironie und Sympathie eine contradictio in adiecto enthalten. Ich würde sogar wetten, dass Herr Doktor Wittkopf, der Direktor der Schule, sich besonders gönnerhaft gezeigt hatte, da er meinen Rücktritt als die beste Lösung für sich und alle Beteiligten ansah. Die Unterschriften der beigefügten Karte bezeugten sogar die Teilnahme des Sekretariats, des Beirats und des Reinigungspersonals: Wir sind ja eine Familie, das St.-Theresa-Gymnasium ist eine heilige Familie, in der die Dreieinigkeit Eltern-Schüler-Lehrer unsere Jugend, sprich die Zukunft unseres Landes, im Nest einer wohlwollenden und klugen Verwaltung, zum Aufblühen bringt.

Auch der Leistungskurs von Johanna hatte mir ein schönes Geschenk gemacht: eine Edition von Kafkas Tagebüchern.

Ingo, der bei jedem Fest eine flaschengrüne Krawatte trug, die sein ungepflegtes Aussehen nicht aufbesserte, und einen Dreitagebart, der seinen biedermeierlichen Stil nicht aufhob, wischte sich die Stirn mit dem Ärmel ab. Er atmete weiter geräuschvoll ins Mikrofon: »Das Dengue-Fieber herrscht in Brasilien, in Mali wütet der Bürgerkrieg, ein Unwetter verunsichert Kalifornien, in Thailand wurde gerade das Notstandsrecht für Bangkok ausgerufen, in Portugal streikt das Bodenpersonal der Flughäfen, in fünfzig weiteren Ländern und Gebieten ist das Reisen unsicher, nicht mal unsere Viola (sie stand neben Wittkopf und schaute schräg auf dessen Weste, als hinge da ein Knopf am Faden) hätte dich gern an einen dieser netten Orte geschickt. Wir, lieber Erik, wollen dich Deserteur zwar in die Wüste schicken, dennoch haben wir ab imo pectore ein Reiseziel deiner Wahl bevorzugt, ja, wir lassen es offen, wie man jede Geschichte offen lassen sollte, wohin du deine Schritte lenken willst, und auch wenn du sicherlich, lieber Erik, einen Hang zum Abenteuerlichen hast, wünschen wir dir eine sichere und wohltemperierte, organisierte Reise. Acta est fabula, du gehst, Kollege, und wir sind nur über eines böse: Warum hast du uns nicht gesagt, dass du im Lotto gewonnen hast? Audaces fortuna juvat.«

Cicero in grüner Krawatte grunzte selbstzufrieden, alle grinsten, auch diejenigen, denen seine lateinischen Einsprengsel auf die Nerven gingen. Ich fand seine ironischen Andeutungen plump, die ganze Ansprache dämlich und nickte freundlich. Zwei Referendare tuschelten hinter meinem Rücken. Stimmt das mit dem Lotto?, fragte der eine. Hm, eher hat Ingo die richtige Nummer gezogen, flüsterte der intelligentere. Was er wusste, was die anderen wussten, blieb unklar und mir völlig egal. Ingo war natürlich von Viola eingeweiht worden, keinem hatte ich mich selbst anvertraut. Den offiziellen Anlass meines Abgangs hatte ich sogar vergessen: Waren es gesundheitliche Gründe? Ein längerer Auslandsaufenthalt? Manche dachten, es erwarte mich eine lukrativere, verantwortungsvollere Aufgabe. War unsere interne Schulmoral nicht so gestrickt, dass nichts Negatives durchsickern durfte und dass die Lügen und Selbstlügen, die die Luft des Lehrerzimmers beschwerten, niemals weggeblasen wurden? Als tief eingeatmeter Bestandteil der Atmosphäre vergifteten sie unser Wesen, wie das Nikotin unsere Lungen, als man vor fünf Jahren in der Schule noch hatte rauchen dürfen. Hatte Wittkopf den Mund gehalten? Und die zwei Sekretärinnen, die durch die angelehnte Tür alles mitbekommen haben mussten? Gerüchte breiteten sich in der Schule schneller aus als Niespulver in der Fünften. Pater Claudius, der letzte Geistliche unserer katholischen Schule, gab mir zwinkernd die Hand und verriet sich, mich und die anderen, als er sich wie immer mit dem Spruch »die Pflicht ruft« verabschiedete und mir zuraunte: Gott gibt jedem eine zweite Chance, Erik. Ich fragte mich, wie ein Erwachsener, der Philosophie und Religion studiert hat, eine so grenzenlose Naivität offenbaren kann.

Ich bin der geborene, höflich lallende Gast. Während der ganzen Feier stand ich brav und krumm neben mir selbst, als träfe ich Unbekannte in einem Schneesturm und versuchte nett mit ihnen gegen die Windrichtung zu plaudern, obgleich es viel dringender wäre, seine Haut zu retten, wegzurennen, ins Warme, nach Hause, solange man noch den Weg finden konnte. Dieses Gefühl, dass sich alle Worte an einen anderen richteten, war nichts Neues: Als Jugendlicher schaffte ich es nur beim Fußballspiel, mich selbst einzuholen, ja, ich wurde mit mir eins, wenn ich den Ball ins Tor kickte. Dieses Gefühl der Fremdheit hat mich aber gegen das große Theater der Gesellschaft immun gemacht, ich entlarve leicht deren Akteure, mich inbegriffen. Sehr lange habe ich die Rolle des Ehemanns und Vaters fehlerfrei gespielt. Das Kind als kopulative Bindung half dabei, zu verdrängen, dass das große Schauspiel der Ehe nach dem Fußballsport die zweitbeste Methode ist, sich selbst zu vergessen.

Stimmen gackerten gedämpft, ein Film breitete sich über Gläser, Häppchen und gestikulierende Gestalten aus, das Gefühl eines surrealistischen Ereignisses wirkte narkotisierend und verursachte mir eine leichte Übelkeit. Ich trank Sekt Orange und stieß mit der erkälteten Frau Doktor Meyer an, die mit roten Backen und nasaler Stimme in das falsche Spiel einstimmte, also, lieber Herr Jansen, Sie haben den Mut, etwas Neues anzufangen, alle Achtung, alle Achtung, wer sich nicht in die Routine fallen lässt, verdient unsere Anerkennung. Sie hustete und dabei schwoll ihre Halsader beeindruckend an. Ich hoffe, stockte Bernd und ließ seine Hoffnungen offen, ich denke, sagte David, und ein paar Schlagworte entkamen seinem Mund und stürzten ins Leere, ich habe gehört, unterbrach Marlies, dass Sie Ihre alte Mutter pflegen wollen, das finde ich große Klasse, he, echt große Klasse, das Grab meiner Eltern, lachte ich, braucht keine Pflege, und schon rettete mich die Austauschlehrerin Marleen Zwagerman aus Amsterdam, man würde mich vermissen, ja, meine Freundlichkeit, meine Ratschläge, alles habe sie genossen. Die Stimme der Niederländerin hüpfte auf und ab, ich vernahm jeden Satz als softe Technomusik, ab und zu sprang ein Stichwort heraus, Freundlichkeit, vermissen, es kitzelte, es wärmte, ich aber wusste immer weniger, wo ich steckte, starrte auf Marleens Sommersprossen und entfernte mich in ein extragalaktisches Sternsystem, he, Erik Jansen, erinnerte mich Marleen an meinen Namen, komm einfach nach Amsterdam! Ihr blauer Blick strahlte, ihre gebräunte Hand lag auf meinem Sakkoärmel, und sie stand auf den Zehenspitzen, als wollte sie mir einen Kuss geben. Ach, Marleen, dein blauer Blick, dein Optimismus, deine Direktheit. Und sie fragte: Soll ich nicht, wenn ich mal wieder zu Hause bin, nach einer Stelle in Amsterdam für dich suchen? Ich weiß nicht, Marleen, ich weiß noch gar nichts. Erik, du meldest dich, wann du willst, morgen, nächste Woche, im nächsten Jahr. Ich kenne die Leiterin einer Privatschule, mit der war ich mal dick befreundet, die werden dich mit offenen Armen empfangen. Sie suchen öfter nach einem guten Deutschlehrer. Herr Jansen, Herr Jansen, unterbrach ein älterer Kollege, ich höre, das Goethe-Institut habe Sie uns abspenstig gemacht! Herr Jansen-Herr Jansen. Mein Name war oft in doppelter Folge von Kindermund gesprochen worden, Herr Jansen-Herr Jansen, kriegen wir nicht hitzefrei? Ich wurde zwanzig Jahre lang täglich halbiert, entzweit oder verdoppelt. Herr Jansen, der Kluge, Herr Jansen, der Narr. Herr Jansen, der Feigling, Herr Jansen, der Verrückte. Der Liebende, der Hassende. Der Verlorene, der Verlierende. Die Kinder hatten dem Herrn Jansen mehrere Leben geschenkt, die ich jetzt aushauchte, im Sektglas ertränkte, einem fremden Glas mit Lippenstiftspuren, da ich nicht wusste, wo ich meines hingestellt hatte. Sag die Wahrheit, Erik, hast du dich als Hacker in der Sparkasse anheuern lassen? Judith hatte mir früher Nachhilfe im Fach Informatik gegeben. Viola nahm ihren Platz ein. Schweiß perlte in ihrem Ausschnitt. Die dicke Karin, sagte sie, gibt mir die Schuld an deiner Kündigung, die blöde Kuh denkt, unsere Scheidung habe dich zu dieser Demission gebracht. Ich korrigierte: Unsere bevorstehende Scheidung. Rien de rien, tu ne regrettes rien? Nein, antwortete sie, vorbei ist passé und wir würden es nicht besser machen, es gäbe nur ein mühsames Wiederkäuen von Pro-und-Contra-Argumenten, einen Mischmasch von Rechtfertigungen und Anschuldigungen, und wir wollen uns das ersparen, wir sind vernünftige Menschen. Wir schwiegen ein paar Sekunden, und sie blickte verloren umher. Ihr Ausdruck weckte in mir das Bild einer früheren Viola mit langen Hennalocken, mit der ich in einer verrauchten Studentenkneipe die Welt stundenlang neu erfunden hatte und die so wie jetzt innegehalten, sich ein bisschen verwirrt umgesehen hatte. Unsere Hände hatten sich über dem Tisch gehalten und es geschah, dass einer von uns die Hand des anderen zu sich hinzog und zu seinen Lippen führte. Und jetzt fragte sie: Warum lächelst du? Ich lächelte schräg: Wegen vorbei ist passé und weil du nach einer Kündigung von Demission sprichst. Sogar bei den Vokabeln duldest du keine Wiederholungen. Sie seufzte und hob beide offenen Hände auf die Höhe ihrer Brust, als wollte sie daraus ihren Text lesen, dein Spott ist nicht gerade angebracht, Erik. Kein Spott, Viola, nur vorgreifende Nostalgie. Hast du der dicken Karin widersprochen? Nein, Erik, sie sollen alle glauben, was sie wollen. Und was wollen sie am liebsten glauben?, fragte ich. Es hat sich einiges herumgesprochen, erwiderte Viola, und wir sollten aufhören, Karin die dicke Karin zu nennen. Ich warf einen Blick zur dicken Karin, die sich durch ihr Gewicht von der schlanken Karin (Mathe und Sport) abhob, und kreuzte ihren Blick, den sie schnell abwandte. Der Wittkopf beobachtet uns, sagte Viola. Alle beobachten uns, sagte ich. Sollen sie nur. Viola räusperte sich: Und? Wie geht es dir, Erik? Ich stecke noch im Tunnel, aber nicht mehr lange, ich werde mir eine schöne Sonnenbrille kaufen und auf Reisen gehen. Erzwungenes Lächeln. Viola feuchtete ihren Zeigefinger an und fuhr damit um die Glaskante herum, ohne einen Klang zu erzeugen. Es gibt auch Nachtbrillen, die blendfreies Fahren versprechen, grinste sie. Blendfreies Fahren, unterstrich sie, als hätte ich die so geistreiche Andeutung nicht kapiert. Eine schöne Feier, oder? Schließlich warst du ein guter Lehrer dieser Schule. Ingo hat gemacht, was er konnte. Danke, sagte ich, merci beaucul. Sie zuckte mit den Schultern: Ah, ah, très drôle. Und was willst du jetzt tun? Eine Reise, antwortete ich, ihr habt mir doch eine Reise meiner Wahl geschenkt, und ich wedelte mit dem Gutschein aus meiner Jackentasche. Und dann?, fragte sie. Ich weiß es nicht … Du weißt es nicht? Nein, ich weiß es nicht. Ich wusste es wirklich nicht. Weg von hier, sagte ich, weg von hier ist mein Ziel. Ich lachte böse, ließ noch meinen Blick über die Kollegen und ihre Sektgläser, über die lächelnden Münder, die nickenden Häupter schweifen und freute mich, das Zitat gefunden zu haben, das wie ein Sensenblatt alle diese Menschen hatte verschwinden lassen.

Zu Hause erwartete mich nur noch unsere rote Katze.

2

Eine Kofferherde wartete darauf, in den Bus hineingestopft zu werden, prallvolle Rolltresore, alle schwarzgrau bis auf zwei leuchtende Hartschalentrolleys. Davor gruppierten sich die Kofferbesitzer um die Reiseleiterin Sabrina. Sie waren noch in gedämpfter Stimmung, unaufgeregte Leute in Herbstmänteln, nicht freudetrunken bei dem Gedanken an die Reise, nur erleichtert, nicht den Bus verpasst zu haben, der sie zum Flughafen Frankfurt bringen würde. Bis auf zwei Frauen – die Besitzerinnen der leuchtenden Trolleys –, eine vollbusige Blondine und ihre magere, streng-elegante Begleiterin, die sich mit einem deutschbelgischen Akzent unterhielten, waren alle diese Touristen über sechzig, die meisten wahrscheinlich schon Rentner, mit einer Unmenge Reisen auf dem Buckel. Man durfte bei ihnen nicht die Freudensprünge einer Jahrgangsstufe zwölf erwarten, auch wenn einige Ältere vermutlich wie meine Schüler einen Flachmann in ihrem Koffer versteckt hatten – schließlich reisten wir in ein arabisches Land. Man zeigte eine vornehme Neugier, sorgte sich um die Pünktlichkeit des Fluges, wohl wissend, dass höchstens ein schicksalsträchtiger Eiswürfel im Willkommenstrunk unsereinen außer Gefecht setzen konnte. Im Bus erzählten zwei alte Herren um die Wette von früheren Touren durch Mauretanien, von Fotosafaris in Afrika, von Trips durch Peru, dies alles in der Jugend natürlich, jetzt müsse man kürzer treten, man freue sich auf eine gut organisierte Reise. Ich saß Gott sei Dank mutterseelenallein am Fenster. Ich hatte ein paar Tage zuvor im Reisebüro meinen Gutschein abgegeben, mich schnell und blind für ein gar nicht so entferntes Reiseziel entschieden.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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