Das magische Amulett 49: Wer Angst sät - Jan Gardemann - ebook

Das magische Amulett 49: Wer Angst sät ebook

Jan Gardemann

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Das magische Amulett Band 49 Roman von Jan Gardemann Der Umfang dieses Buchs entspricht 100 Taschenbuchseiten. Mitten im Nirgendwo wird Brendas Wagen von einem Motorradfahrer von der Straße abgedrängt und landet im Straßengraben. Bei strömendem Regen macht sie sich auf den Weg zum nächsten Ort, um von dort aus ihren Mann anzurufen. Unterwegs findet sie ein abgelegenes Castle, in dessen Innenhof sie ein Motorrad stehen sieht. Der Hof ist abgeriegelt, und so will Brenda ihren Weg zum nächsten Ort fortsetzen. Da aber hört sie den markerschütternden Schrei einer Frau...

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Jan Gardemann

Das magische Amulett 49: Wer Angst sät

Romantic Thriller

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

WER ANGST SÄT...

Das magische Amulett Band 49

Roman von Jan Gardemann

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 100 Taschenbuchseiten.

 

Mitten im Nirgendwo wird Brendas Wagen von einem Motorradfahrer von der Straße abgedrängt und landet im Straßengraben. Bei strömendem Regen macht sie sich auf den Weg zum nächsten Ort, um von dort aus ihren Mann anzurufen. Unterwegs findet sie ein abgelegenes Castle, in dessen Innenhof sie ein Motorrad stehen sieht. Der Hof ist abgeriegelt, und so will Brenda ihren Weg zum nächsten Ort fortsetzen. Da aber hört sie den markerschütternden Schrei einer Frau...

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing

sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author

© Cover by Firuz Askin, 2016

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement

mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

© Logo by Steve Mayer unter Verwendung von Motiven by Pixabay, 2016

Alle Rechte vorbehalten.

Prolog

Der Lichtkegel fiel auf eine roh behauene Wand. Es war unverkennbar, dass der Hohlraum künstlichen Ursprungs und von Menschenhand mühsam in den Fels getrieben worden war. Wie durch ein Wunder war ich nun anscheinend doch noch auf den Fluchttunnel gestoßen, den ich an dieser Stelle des Kegelfelsens vermutet hatte. Die Sache gefiel mir trotzdem nicht. Übersinnliche Kräfte schienen hier am Werk zu sein, und solchen Kräften lieferte ich mich nicht gern aus. Schließlich hatte ich schon oft am eigenen Leibe erfahren, wie unvorhersehbar und gefährlich solche Mächte waren, und dass sie zumeist von magischen Amuletten hervorgerufen wurden. Eine eiskalte Hand griff nach meinem Herzen, und einen Moment lang fühlte ich so etwas wie Verzweiflung in mir aufkeimen. Verzweiflung darüber, dass es mir offenbar nicht möglich war, ein normales Leben ohne magische Einwirkungen zu führen. Immer wieder wurde ich mit bösen Mächten konfrontiert und geriet in die Schussbahn von magischen Amuletten...

1

Esta Flawell klammerte sich mit beiden Händen krampfhaft an dem Haltebügel hinter dem Soziuskissen des Motorrades fest, auf dem sie saß. Obwohl Morgan, ihr Freund, sich direkt vor ihr befand und einen großen Teil des Fahrtwindes und des Regens mit seinem nach vorn geneigten Körper abfing, klatschte ihr immer noch genügend Regenwasser gegen das Visier ihres Helmes, dass ihr die nächtliche Landschaft, durch die sie mit der Maschine dahin rasten, wie unwirkliche Schemen einer fremdartigen Unterwasserwelt vorkamen.

Esta wusste, Morgan hätte es lieber gehabt, wenn sie ihre Arme um seine Körpermitte geschlungen und sich dicht an seinen Rücken geschmiegt hätte, um sich vor dem Fahrtwind und dem Regen zu schützen.

Doch Esta brachte es nicht fertig, die Arme um Morgan zu legen und sich wie ein verängstigtes kleines Mädchen an ihn festzuklammern. Es reichte ihr schon, mit gespreizten Beinen hinter diesem Burschen sitzen zu müssen und hilflos seinem rasanten Fahrstil ausgesetzt zu sein. Es wäre ihr wie ein Eingeständnis ihrer Furcht vorgekommen, wenn sie sich auch noch an Morgan festgeklammert hätte. Außerdem wäre es ihm dann nicht entgangen, wie sie sich bei jeder Kurve der verschlungenen Landstraße versteifte und jedes Mal zusammenzuckte, wenn er auf einer halbwegs geraden Strecke Gas gab und seine Maschine wie ein Geschoss über den regennassen Asphalt raste.

Auf keinen Fall wollte sie Morgan spüren lassen, dass er sie mit seinem halsbrecherischen Fahrstil in Todesangst versetzte. Esta wusste, dieses Wissen würde ihn mit Genugtuung erfüllen und ihn nur zu noch riskanteren Fahrmanövern anstacheln.

Morgan Owen war ein Mann, der andere Menschen gern in Angst und Schrecken versetzte, das hatte Esta auf dieser Fahrt am eigenen Leib zu spüren bekommen. Ganz besonderes Vergnügen schien es ihm aber zu bereiten, wenn es ihm gelang, eine Frau einzuschüchtern, die es wagte, sich seinen Zudringlichkeiten zu widersetzen.

Esta stieß ein entnervtes Seufzen aus, das hohl in ihrem Motorradhelm nachhallte und für einen flüchtigen Moment sogar den Motorenlärm und das Zischen und Pfeifen des Fahrtwindes überlagerte.

Sie verstand nicht, wie sie auf Morgan Owen hatte hereinfallen können. Es war ihr schleierhaft, warum es ihr nicht gelungen war, seinen wahren Charakter zu erkennen, bevor sie sich dazu bereiterklärt hatte, mit ihm zusammen eine Motorradtour durch Englands Süden zu unternehmen.

Missmutig starrte sie Morgans gebeugten Rücken an. Morgan steckte, wie sie, in einer schwarzen Motorradmontur. Im Gegensatz zu ihrer, mit blauen Streifen verzierten Lederkluft, waren Morgans Hose und Jacke mit rot gefärbten Lederapplikationen versehen, die an lodernde Flammen erinnerten. Auf seinem Rücken prangte gleich ein ganzer Feuerkreis, der eine gehörnte Dämonenfratze umschloss.

»Hellfire-Rider« stand mit flammend roten, verschnörkelten Lettern unter dem Feuerkreis geschrieben. Ziemlich lächerlich, wie Esta fand.

Auch Morgans schwarzer Helm war mit Flammen verziert, die aussahen, als würden sie vom Fahrtwind heftig gebeutelt werden. Über der Stirn war wieder der abstoßend hässliche Dämonenschädel zu sehen.

Esta war Morgans Kluft von Anfang an übertrieben und kindisch vorgekommen. Doch sie hatte ihn nicht kränken wollen, darum hatte sie sich die ironische Bemerkung verkniffen, als er ihr seine Lederkombination das erste Mal voller Stolz vorgeführt hatte.

Jetzt bereute sie, Morgan nicht gleich gesagt zu haben, wie albern und wichtigtuerisch sie sein Outfit fand. Das Versäumte später nachzuholen, kam für sie aber auch nicht in Frage. Sie wäre sich dabei feige und unaufrichtig vorgekommen.

Außerdem empfand sie die hämisch grinsende Dämonenfratze auf dem Helm und dem Rücken der Lederjacke mittlerweile als beängstigend. Seit sie auf dem Sozius des Motorrades saß, musste sie die Fratze des Dämons auf Morgans Rücken beständig anstarren. Manchmal glaubte sie sogar, die böse dreinblickenden Augen des Dämons würden sie lüstern und verächtlich anfunkeln. Das Grinsen, das er auf seinem verzerrten Gesicht zur Schau trug, wirkte, als hätte ihn das Wissen um schlimme Dinge, die Esta bald angetan werden würden, in hämische Vorfreude versetzt.

Gewaltsam riss Esta sich von dem grausigen Anblick der Dämonenfratze los. Ihr wurde bewusst, dass es auch diese Dämonenfratze war, die sie davor zurückschrecken ließ, sich während der Fahrt an Morgans Rücken zu schmiegen. Sie hätte ihre Brust in diesem Fall nämlich direkt in die abstoßende Fratze des Dämons drücken müssen und das war ihr mehr als nur zuwider.

In diesem Moment flutete das Scheinwerferlicht eines entgegenkommenden Fahrzeuges durch das Visier ihres Helmes und blendete sie.

Ihr erster Impuls war, zur Seite wegzusehen. Doch da gewahrte sie, dass Morgan plötzlich beschleunigte und direkt auf das grelle Scheinwerferlicht zusteuerte.

Voller Entsetzen starrte Esta über Morgans Schulter hinweg zu dem Fahrzeug hinüber, das sich ihnen rasend schnell näherte.

»Was tust du, Morgan?«, rief Esta voller Panik und krallte sich mit ihren Handschuhen noch fester an dem Haltebügel fest.

Doch ihr Schrei ging im Lärm des Motors und dem Hupen des entgegenkommenden Fahrzeuges unter.

Morgan hatte das Fernlicht eingeschaltet, so dass der helle Lichtstrahl seines Motorrades durch die Windschutzscheibe ins Innere des entgegenkommenden Fahrzeuges drang. Esta glaubte eine Frau hinter dem Steuer zu erkennen. Ihr weizenblondes Haar leuchtete hell im Schein des Fernlichtes. Sie hatte einen Arm schützend vor das Gesicht erhoben, während sie mit der anderen Hand das Lenkrad umklammerte.

Da schwenkte Morgan die Maschine mit einem waghalsigen Schlenker wieder auf die richtige Fahrbahn zurück. Die Maschine raste dabei so dicht an der Fahrerseite des Autos vorbei, dass Esta die Karosserie mit ihrer Stiefelspitze hätte berühren können, wenn sie den Fuß auf dem Fußstutzen zur Seite ausgestellt hätte.

Gehetzt blickte Esta über ihre Schulter zurück und sah, dass die Frau die Kontrolle über ihren Wagen zu verlieren drohte. Das Fahrzeug schlingerte auf der regennassen Straße bedenklich hin und her. Die Bremsleuchten glühten auf. Aber es war zu spät. Unaufhaltsam schlitterte der Wagen auf den Straßenrand zu, schoss über den Begrenzungsstreifen hinweg und stürzte schließlich in den Straßengraben, wo er dann in Schräglage zum Stehen kam.

In diesem Moment beschrieb die Straße vor ihnen eine seichte Kurve, und das Auto verschwand aus Estas Blickfeld.

Trotz des Motorenlärms und des Helmes auf ihrem Kopf glaubte sie Morgans meckerndes Gelächter zu hören. Eine weitere Kurve folgte. Morgan legte das Motorrad so schief, dass die voll bepackten Satteltaschen fast über den Asphalt geschrammt wären.

Esta blieb vor Angst fast das Herz stehen. Sie hatte, während sie auf das entgegenkommende Fahrzeug zurasten, unwillkürlich den Atem angehalten. Nun japste sie unter ihrem Helm wie eine Ertrinkende nach Luft.

Nachdem sie die Kurve hinter sich gelassen hatten, drosselte Morgan die Geschwindigkeit und wandte Esta über seine Schulter hinweg das Visier zu.

Doch Esta konnte Morgans Gesicht unter dem schwarz eingefärbten Glas nicht erkennen und sie hoffte, dass es Morgan ebenfalls nicht gelingen würde, durch ihr regennasses, halb beschlagenes Visier hindurch einen Blick auf ihr erschrockenes Gesicht zu erhaschen.

»Dieser Braut haben wir ganz schön eingeheizt!«, vernahm sie Morgans dumpf klingende Stimme wie aus weiter Ferne.

Esta schüttelte benommen den Kopf. »Wir sollten umkehren und ihr helfen. Sie ist mit ihrem Wagen in dem Straßengraben gelandet.«

»Unsinn!«, rief Morgan. »Soll sie doch selbst zusehen, wie sie zurechtkommt. Sie hätte eben einen kühlen Kopf bewahren und einfach geradeaus weiterfahren sollen. Schließlich hatte ich die Situation ja unter Kontrolle. Es wäre niemandem etwas passiert. Ihr Pech, wenn sie in Panik geriet!«

Mit diesen Worten wandte Morgan sich wieder der Straße zu und gab Gas.

Esta war wie vor den Kopf gestoßen. Wie konnte Morgan nur so kaltblütig und hartherzig sein?

Sie war heilfroh, dass sie sich bloß auf einer unbefahrenen Nebenstrecke befanden. Das Auto, das ihnen entgegengekommen war, war das einzige Fahrzeug, dem sie in der letzten halben Stunde begegnet waren. Esta wusste, sie würde einen Nervenzusammenbruch erleiden, sollte in den nächsten Minuten ein weiteres Auto ihren Weg kreuzen und Morgan seine kamikazeartige Darbietung wiederholen.

Die blonde Autofahrerin tat Esta leid. Zu gern hätte sie ihr mitgeteilt, wie bedauerlich sie den Zwischenfall fand. Es wäre für sie selbstverständlich gewesen, zu der Frau zurückzufahren und ihr zu helfen.

Doch davon wollte Morgan nichts wissen. Und Esta vermutete auch warum. Er wusste nämlich, er würde Ärger bekommen, denn schließlich war er es gewesen, der den Unfall provoziert hatte. Was er tat, war mit Fahrerflucht gleichzusetzen und Esta war nicht gewillt, ihm das durchgehen zu lassen.

Sie musste ihren ganzen Mut zusammennehmen, um die linke Hand von dem Haltebügel zu lösen. Doch schließlich brachte sie es doch fertig und stieß ihre Fingerspitzen hart gegen Morgans linkes Schulterblatt.

Als Morgan sich daraufhin verärgert zu ihr umwandte, gab sie ihm mit einem Handzeichen rasch zu verstehen, dass er anhalten sollte.

Morgan nickte missmutig und bremste die Maschine dann so abrupt ab, dass Esta von der Fliehkraft nach vorn gerissen wurde und unsanft gegen Morgans Rücken prallte.

Nun hatte sie endgültig die Nase voll. Kaum war das Motorrad zum Stehen gekommen, stieg sie wutentbrannt ab, fummelte hastig den Helmverschluss auf und riss sich den Helm vom Kopf.

Brünettes langes Haar flutete unter dem Helm hervor und fiel bis auf die Schulterpolster der nassen Lederjacke hinab. dass ihr Haar vom Regen nun ganz nass wurde, kümmerte Esta nicht. Sie hatte fast das Gefühl gehabt, unter ihrem Helm an ihrer Furcht und ihrem Zorn ersticken zu müssen. Darum empfand sie es nun als Erleichterung, die kühle Nachtluft und den Regen auf ihrer Gesichtshaut zu spüren.

»Was ist denn?«, fragte Morgan mürrisch, nachdem er das Visier seines Helmes hochgeklappt hatte. »Musst du etwa schon wieder in die Büsche? Ich musste vor knapp einer Stunde doch erst wegen dir anhalten.«

»Sag mal, bist du eigentlich übergeschnappt?«, rief Esta mit zitternder Stimme, nachdem sie wieder etwas zu Atem gekommen war. »Du wirst uns beide mit deinem bescheuerten Fahrstil noch umbringen!«

Morgan lachte rau und ließ den Motor seiner Maschine dann laut aufheulen.

»Hast du etwa Angst?«, rief er höhnisch, nachdem der Motorenlärm wieder abgeklungen war. »Du bist auf meinem Sozius so sicher wie ein Baby im Schoß seiner Mutter. Vor dir steht der wohl beste Motorradfahrer von ganz England.«

Er klopfte mit der behandschuhten Hand auf den Tank zwischen seinen Beinen wie ein Cowboy, der sein treues Pferd tätschelte. »Mein Baby und ich, wir sind wie miteinander verwachsen. Ich habe meine Maschine hundertprozentig unter Kontrolle, da kannst du Gift drauf nehmen, Esta!«

»Die Frau, die du gerade von der Straße gedrängt hast, wird das sicherlich anders sehen«, erwiderte Esta kalt.

»Sie hätte eben nicht die Nerven verlieren dürfen«, erwiderte Morgan gleichmütig. »Leute ohne Schneid sollten lieber zu Hause bleiben und die Straße anderen überlassen.«

Esta schüttelte fassungslos den Kopf. »Die Frau wird bestimmt die Polizei rufen, und ich hoffe, dass sie dich dran kriegen werden, Morgan. Du bist eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer.«

»Bis die Bullen hier auftauchen, sind wir längst über alle Berge, Baby. Also steig endlich auf, damit wir losbrausen können.«

Entschlossen verschränkte Esta die Arme vor der Brust. »Ich werde keinen Meter mit dir weiterfahren. Lieber gehe ich zu Fuß nach London zurück.«

»Nun sei nicht albern«, erwiderte Morgan und deutete auf den Sozius. »Setz dich, ich verspreche dir auch, vorsichtig zu fahren.«

»Das kannst du doch gar nicht«, meinte Esta sarkastisch. Sie schüttelte wieder den Kopf. »Ich hätte dich auf diesen Ausflug nicht begleiten dürfen. Ich habe einen Fehler gemacht.«

Morgan lachte irgendwie gekünstelt. »Warum bist du denn plötzlich so zimperlich, Schatz?«

Esta funkelte ihn wütend an. »Ich bin nicht dein Schatz«, stellte sie richtig. »Wir kennen uns erst seit drei Tagen und du nennst mich >mein Schatz<. Das ist doch lächerlich!«

Morgans Miene verdüsterte sich. Es war für Esta nicht schwer zu erraten, dass ihre Worte ihn gekränkt hatten. Aber sie hätte ihrem Spiegelbild nicht mehr ins Gesicht sehen können, wenn sie nicht endlich angefangen hätte, Morgan ihre Meinung zu sagen.

»Was ist denn nun?«, fragte er mürrisch. »Ich kann dich doch nicht einfach hier im Regen stehenlassen. Bis nach London sind es noch fast hundert Kilometer.«

Esta machte ein bestürztes Gesicht. Sie war sich nicht im Klaren darüber gewesen, dass sie noch so weit von London entfernt waren.

Aber die Vorstellung, sich wieder auf das Soziuskissen zu schwingen und dort die Strecke bis nach London zu verharren, behagte ihr trotzdem nicht.