Cindy - Sabine M. Gruber - ebook

Cindy ebook

Sabine M Gruber

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Opis

17 bis 18 UhrEin ungewöhnlich heißer Tag im Juni des beginnenden dritten Jahrtausends zwischen neun und zweiundzwanzig Uhr. In Wiener Kurzparkzonen füllen nacheinander zwölf Frauen, die einander nicht kennen und in keinerlei Beziehung zueinander stehen, jeweils einen Parkschein aus. Während die Parkscheine unaufhaltsam den Ablauf der Stunden markieren, nimmt das Leben ihrer Besitzerinnen entscheidende Wendungen - oder verpasst diese um ein Haar.Der Kurzgeschichtenband 'Kurzparkzone' erzählt vom prallen Leben, festgehalten im Rhythmus der Kurzparkzone.

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Copyright © 2011 Picus Verlag Ges.m.b.H., WienAlle Rechte vorbehaltenGrafische Gestaltung: Dorothea Löcker, WienUmschlagabbildung: © Getty Images/FlickreISBN 978-3-7117-5254-3

Die Kurzgeschichte stammt aus:Sabine M. Gruber: Kurzparkzone. ErzählungenISBN 978-3-85452-666-7eISBN 978-3-7117-5075-4

Informationen über das aktuelle Programm des Picus Verlags und Veranstaltungen unterwww.picus.at

Inhalt

Cindy

Sabine M. Gruber, 1960 in Linz geboren, studierte literarisches Übersetzen (Französisch, Russisch) und Cembalo in Wien; sie schreibt Romane, Erzählungen und Musikessays und lebt als freie Schriftstellerin und Musikpublizistin in Klosterneuburg bei Wien. Im Picus Verlag erschien 2010 ihr Erzählband »Kurzparkzone«, 2012 der Roman »Beziehungsreise« sowie 2014 »Chorprobe«.http://www.sabine-m-gruber.at

17 bis 18 Uhr,

Cindy

Als sich die automatische Schiebetür des eiskalt klimatisierten Supermarkts hinter der jungen Frau schließt, bauscht ein Windstoß ihr dünnes Sommerkleid, angenehm warm, fast heiß. Zwischen der Windschutzscheibe und dem Scheibenwischer ihres Autos entdeckt sie ein weißes Stück Papier in einer Plastikhülle. Keine zehn Minuten sind vergangen, seit sie ausgestiegen ist, um schnell noch die Sheba-Stangen zu kaufen: Macht einen Euro neunundneunzig, plus einundzwanzig Euro für das Nichtentrichten der Parkgebühr. Alles nur dieses Katers wegen. Cindy ist wütend, auf sich? Auf die Parkraumüberwacherin? Auf den Kater? Erst ist sie versucht, den Strafzettel wenigstens auszunützen, trotzig; doch was, wenn jemand das Stück Papier mutwillig entfernt, wenn sie ein zweites Mal bestraft wird. Es siegt die Angst. Sie füllt einen blauen Parkschein aus, platziert ihn sorgfältig hinter der Windschutzscheibe, lässt das Auto vor dem Supermarkt stehen und geht die paar Gassen zu Fuß.

Cinderella! Wie schön, dass du da bist! Ich freu mich!