Buddha - Die Illusion der Selbsterlösung - Gottfried Mai - ebook

Buddha - Die Illusion der Selbsterlösung ebook

Gottfried Mai

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Opis

Lange Jahrhunderte hat der Buddhismus in einem Dornröschenschlaf verharrt. Nachdem er seit etwa zweihundert Jahren zunehmend der Gedankenwelt abendländischer Gelehrter bekannt wurde, hat er in den zurückliegenden Jahrzehnten eine missionarische Kraft entwickelt, um zusammen mit anderen fernöstlichen Heilslehren auf breiter Ebene unter den Völkern des christlichen Abendlandes Fuß zu fassen. Eine verkürzte christliche Verkündigung, politische Einseitigkeit und Wankelmut der Kirchenleitungen haben dem christlichen Leben von innen heraus schweren Schaden zugefügt. Es ist daher nur allzu verständlich, dass gerade junge Menschen auf der Flucht aus einer sterilen technischen Welt mit ihren kalten Geschäftspraktiken bei der Suche nach Geborgenheit und einer neuen geistigen Heimat auch den Buddhismus anvisieren; einen Buddhismus, der oftmals aus einer Vermischung von Lehren Buddhas, Marxismus, Christentum, Okkultismus und anderen Elementen besteht. Das vorliegende eBook will helfen, am Werdegang der Person Buddhas, seiner Lehrer und seiner Gemeinde Klarheit über die Ursprünge des Buddhismus zu gewinnen, Informationen über eine sachgerechte Auseinandersetzung zu liefern und gleichzeitig Anstöße zur Rückbesinnung auf die Werte des christlichen Glaubens zu geben.

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Buddha – Die Illusion der Selbsterlösung

Gottfried Mai

Impressum

© 2015 Folgen Verlag, Wensin

Autor: Gottfried Mai

Cover: Eduard Rempel, Düren

Lektorat: Mark Rehfuss, Schwäbisch Gmünd

ISBN: 978-3-944187-87-7

Verlags-Seite: www.folgenverlag.de

Kontakt: [email protected]

Dieses eBook darf ausschließlich auf einem Endgerät (Computer, eReader, etc.) des jeweiligen Kunden verwendet werden, der das eBook selbst, im von uns autorisierten eBook-Shop, gekauft hat. Jede Weitergabe an andere Personen entspricht nicht mehr der von uns erlaubten Nutzung, ist strafbar und schadet dem Autor und dem Verlagswesen.

Das eBook Buddha – Die Illusion der Selbsterlösung ist als Buch erstmals 1985 erschienen. Statistiken und zeitabhängige Angaben beziehen sich daher auf diese Zeit.

Inhalt

Vorwort

Kapitel 1: Das Umfeld

1. Die Überlieferung

2. Der Pali-Kanon

3. Indien zur Zeit Buddhas

Kapitel 2: Der historische Buddha

1. Die Geburt des Siddhattha Gotama

2. Mit dem Spaten der Archäologie

3. Siddhattha Gotamas Jugend

4. Heirat und Ehe

5. Die Legende von den vier Ausfahrten

6. Die religiöse Stimmung in Indien

7. Vergebliche Versuche der Selbsterlösung

8. Der neue Weg

9. Siddhattha wird zum Buddha

10. Die Predigt von Benares

11. Auf historischem Boden

12. Die Anfänge einer Gemeindebildung

13. Buddhas Wanderleben

14. Buddhas Lebensende

15. Chaos und Sammlung

Kapitel 3: Die Lehre Buddhas

1. Die Welt ohne Gott

2. Die Leidenstheorie

3. Die Wiedergeburtenlehre

4. Der Mensch ohne Seele

5. Der »Sündenfall« nach der Lehre Buddhas

6. Der Heilsweg

7. Das Ziel des Heilswegs

8. Eine Welt ohne Liebe

Kapitel 4: Die Gemeinde Buddhas

1. Das Oberhaupt

2. Die Laienbekenner

3. Der Mönchsorden

4. Der Nonnenorden

5. Die Stellung der Frau

6. Ausbreitung und Zersplitterung

Nachwort

Abkürzungsverzeichnis

Glossar

Literaturverzeichnis

Anmerkungen

Unsere Empfehlungen

Vorwort

Einer meiner Freunde in Indien äußerte einmal: »Wer sagt, er kenne allein England, weiß nichts über England. Und wer nur eine Religion kennt, der weiß nichts über diese Religion.« – Auf meinen Auslandsfahrten mit der deutschen Bundesmarine stellte ich immer wieder fest: die jungen Seeleute und Soldaten wurden sich erst durch die Begegnung mit den fremden Ländern, deren Sitten und Gebräuchen so richtig des Wertes ihrer eigenen Heimat und Kultur bewusst. Gleichermaßen forderten die Eindrücke fremder Religionen einen Vergleich heraus und führten oft zu einer Rückbesinnung auf den christlichen Glauben. So soll auch dieses Büchlein in der Begegnung mit der Lehre Buddhas einen Impuls geben, ernsthaft zu vergleichen, zu prüfen, zu erkennen. Zur eigenen Urteilsbildung sind immer wieder Zitate aus buddhistischem Schrifttum in den Text eingestreut.

Da es keine einheitliche buddhistische »Bibel« und damit auch keine derart umfassende Übertragung ins Deutsche gibt, mussten diese Belege aus den verschiedenen Übersetzungen und Veröffentlichungen zusammengetragen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die verschiedenen Schriften zum Teil widersprüchliche Aussagen beinhalten. Überhaupt hat der Buddhismus so viele unterschiedliche Ausprägungen erfahren, dass es den Buddhismus gar nicht gibt, sondern nur zahlreiche Erscheinungsformen, die manchmal mit dem Ursprung kaum noch etwas gemeinsam haben. In den Spielarten des Buddhismus stehen gegensätzliche Aussagen friedlich nebeneinander. Deshalb ist in den folgenden Ausführungen weniger vom Buddhismus als mehr von Buddhas Lehre die Rede. Auch beschränkt sich dieses Buch weithin auf den historischen Buddha und seine Lehre. Bei der Verwendung von Fachausdrücken wurde die ursprüngliche Form in der Pali-Sprache gegenüber dem verwandten Sanskrit bevorzugt. Jedoch hat sich der Sanskrit-Ausdruck Nirwana in unserem Sprachgebrauch so eingebürgert, dass er gegenüber dem Pali-Ausdruck »nibbana« beibehalten wurde. Die Bedeutung dieser speziellen Worte geht meist aus dem Text hervor; sie sind jedoch noch einmal am Ende in einer besonderen Aufstellung erklärt.

Wilhelmshaven, Dr. Dr. Gottfried Mai

Kapitel 1

Das Umfeld

1. Die Überlieferung

Buddha hat keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen. Wahrscheinlich war er Analphabet. Auch seine Jünger, die ihn zu Lebzeiten umgaben, haben weder die Lebensdaten ihres Meisters noch seine Lehre schriftlich festgehalten. Beides wurde zunächst nur in mündlicher Tradition über mehrere Generationen hinweg weitergegeben. Schon sehr bald wucherten neben der genauen mündlichen Überlieferung phantastische Legenden und Wundergeschichten. Wirklichkeit und Legende vermischten sich miteinander und lassen sich heute weithin nicht mehr voneinander trennen. Der von abendländischer Logik geprägte Historiker empfindet solche Vermengungen als unangenehm. Nicht so die indische Mentalität. Johannes Lehmann nennt deshalb Indien ein »Land, das keinen Sinn für Geschichte hat, sondern nur für Geschichten.«1

Selbst der moderne Inder, der in Europa studiert hat und als qualifizierter Wissenschaftler seiner Arbeit in Forschung und Technik nachgeht, erzählt phantastische Geschichten von Göttern und Tieren, so als ob sie tatsächlich geschehen seien und ist von ihrem Wahrheitsgehalt überzeugt. Das ist seine Welt, in der er aufgewachsen ist: mit ihren Göttern und Dämonen, Engeln, den Pflanzen und Tieren und religiösen Riten, in ihrer stetigen, ja, ewigen Wiederkehr der Seelenwanderung. Die Menschen einer Region, die 330 Millionen Götter und Gottheiten verehrt, die mehr Namen für sie finden müßte, als je eine Sprache Worte hat (!), die dem jungen Buddha, als er noch im Hause seines Vaters weilte, vierundachtzigtausend Nebenfrauen zu seinen geehelichten Hauptfrauen zuschreibt2 oder von 800 Millionen Mönchen berichtet, die an einem buddhistischen Fest zur Zeit des Königs Asoka teilnahmen3, die können in ihren Aussagen und Angaben nicht nach abendländischen Maßstäben gemessen werden.

Steht deshalb die Buddhismusforschung nur vor einem Wirrwarr von Phantasiegebilden? Nein! Obwohl die dem Buddha nachfolgenden Mönche selbst wundergläubig waren, so dass auch ihre Aussagen mit Vorsicht aufgenommen werden müssen, haben sie doch versucht, in der mündlichen Tradition die Worte und Taten ihres Meisters genauestens der Nachwelt zu überliefern. So sind Leben und Lehre des Buddha das Genaueste und Sicherste, was wir über das Indien des 6. und 5. vorchristlichen Jahrhunderts wissen.

Die schriftliche Fixierung der Lehre Buddhas verdanken wir dem Streit buddhistischer Sekten. König Asoka, der im 3. vorchristlichen Jahrhundert ein großindisches Gesamtreich errichtet hatte und selbst zum Buddhismus übergetreten war, ordnete eine Sammlung und Sichtung der mündlichen Traditionen und ihre Niederschrift an. Dieser Kanon, von Mönchen in der Hauptstadt Pataliputta im Maghadi-Dialekt abgefaßt, enthielt den Hauptteil der späteren Sammlung. Er ist jedoch verlorengegangen. Bruchstücke einer auf ihm fußenden Sanskritfassung sind erhalten geblieben und als erste buddhistische Schriften zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Europa gelangt.

Auf Ceylon entstand gegen Ende des 1. vorchristlichen Jahrhunderts im verwandten Pali-Dialekt eine neue Sammlung. Dieser Pali-Kanon wurde die maßgebende Sammlung heiliger Schriften für die strenge buddhistische Richtung des Hinayana, des kleinen Fahrzeugs. Seitdem ist das Pali die heilige Sprache dieser Richtung.

2. Der Pali-Kanon

Der Pali-Kanon reicht in seiner mündlichen Tradition bis in die Zeit unmittelbar nach Buddhas Tod im Jahre 483 v. Chr. zurück. Pali war die gehobene Form des Maghadi: Pali sprachen die Gebildeten – Maghadi das einfache Volk; doch beide verstanden einander. Pali war die Verkehrssprache; sie wurde auch in der Verwaltung und im Rechtswesen verwendet. Weil es eine für seine Welt universelle Sprache war, ordnete Buddha selbst an, dass seine Lehre in Pali zu lernen und zu verbreiten sei.4 So war auf dem ersten Konzil der Jünger Buddhas in Rajagaha die Sprache Pali; der Urkanon, den die fünfhundert versammelten Mönche in siebenmonatiger Arbeit festlegten und auswendig lernten, fand seine Form in Pali.

Der Pali-Kanon ist im Tipitaka überliefert; das Wort bedeutet »drei Körbe« und ist ganz wörtlich zu verstehen. Die Mönche, die im Jahre 20 v. Chr. im Felsenkloster Alokavihara nördlich von Matale auf Ceylon ihre heiligen Schriften niederschrieben, taten dies auf Palmblättern von 40-50 cm Länge und 2-5 cm Breite, die sie in ihrer ganzen Länge beschrieben, indem sie mit scharfen Griffeln die Buchstaben einritzten und diese anschließend durch das Einreiben mit Ruß sichtbar machten. Zusammenhängende Texte wurden zu einem Buch gebündelt und, da man keine Regale kannte, in Körben aufbewahrt. Gemäß ihres unterschiedlichen Inhalts verwahrten die ceylonesischen Mönche die Texte in drei Körben, im Tipitaka.

In den »Korb der Ordnung« (Vinaja-Pitaka) wurden alle Texte gelegt, welche die Ordensregeln des buddhistischen Mönchtums betrafen. Im »Korb der Lehrvorträge« (Sutta-Pitaka) fanden sich die Lehrreden Buddhas, einzelne Buddhaworte, Erzählungen aus dem Leben Buddhas, Lieder der frühen Mönche und Nonnen, Geschichten aus früheren Geburten und Seinsweisen des Buddha u. ä. Im dritten Korb, dem »Korb der höheren Lehre« (Abhidhamma-Pitaka) faßten die ceylonesischen Mönche die Abhandlung philosophisch-scholastischer Lehren als Frage- und Antwortspiel zusammen.

Der Pali-Kanon ist die maßgebliche Quelle für eine Biographie des historischen Buddha.5 In ihm finden sich – verstreut und versteckt – zahlreiche Hinweise auf Ereignisse seines Lebens sowie Nachrichten, seinen Lebensbereich betreffend. Sie müssen aus den weit ausufernden, von ständigen Wiederholungen durchsetzten Schriften herausgefiltert werden.6

3. Indien zur Zeit Buddhas

a. Die Landschaft

Ein Mensch wird von seiner Umgebung geprägt. Landschaft und Klima formen die darin lebenden Menschen, und diese wiederum in ihrer Gesamtheit prägen das in ihrer Mitte aufwachsende menschliche Einzelwesen. Der Buddha – mit seinem weltlichen Namen Siddhattha Gotama – ist ein Kind der nordindischen Landschaft in der fruchtbaren Ebene des Ganges am Fuße der Ausläufer des Himalaja. Obwohl seine Lehre einen großen Teil Asiens erfaßte, ist Buddha während seines 80-jährigen Lebens, in dem er 50 Jahre auf der Wanderschaft verbrachte, nicht über den weiteren Bereich seiner Heimat hinausgekommen. Der Umkreis seines Wirkens erstreckte sich vom Knick, wo der Ganges nach Süden biegt, etwa 500 Kilometer in Ost-West-Richtung bis zum heutigen Allahabad westlich von Benares und vom nepalesischen Grenzgebiet etwa gut 200 Kilometer in Richtung Süden.

Das damals noch waldreiche Land wurde von Dörfern und Reisfeldern unterbrochen, durchschnitten von trägen Flußläufen und Handelsstraßen, auf denen Kaufleute, Handwerker und Bauern ihre Waren in die nächste Stadt zum Verkauf brachten. Im Mai, wenn die Temperaturen wieder auf mehr als 40 °C stiegen, flimmerte die flache Landschaft in staubiger Hitze; im Juni, mit dem Beginn des Monsuns, einer dreimonatigen Regenzeit, verwandelte sie sich in Schlamm und Morast. Der jeweils einige Stunden am Tage niederprasselnde Regen ließ die trägen Flüsse zu reißenden Strömen werden, verwandelte die Straßen in unpassierbare Schlammpisten. Handel und Verkehr kamen zum Erliegen.

Diese Zeit nutzte Buddha mit seinen Mönchen, um in der Nähe einer größeren Stadt, die ihrer aller Ernährung durch Almosenbettel sicherte, in Ruhe der Meditation und Besinnung nachhängen zu können, soweit dies in der feuchtheißen Hitze des Klimas möglich war. Erst im Oktober wurden die Temperaturen wieder erträglicher, sanken im Januar nachts sogar bis zu empfindlicher Kälte ab.

War auch die Gefahr durch wilde Tiere des Dschungels vorhanden, sie wurde weit übertroffen von den zahlreichen Moskitos, die Malaria übertragen, und anderen Krankheitserregern, die bis heute Geißeln für die in tropischen Regionen wohnenden Menschen geblieben sind. Daran gemessen erscheint es angesichts der damaligen Lebenserwartung schon wunderhaft, dass der Buddha ein Lebensalter von 80 Jahren erreichte.

b. Die geschichtliche Situation

Die Geschichte des indischen Subkontinents liegt vor der Zeit Buddhas weitgehend im Dunkeln. Schriftliche Quellen fehlen weithin. Das Wissen wurde mündlich weitergegeben, nämlich von Eingeweihten auswendig gelernt. Wenn ein Unbefugter dennoch Zeuge einer geheimen Rezitationsschule wurde, erhielt er als Strafe flüssiges Blei in die Ohren gegossen.7 Dann aber wurde das Wissen (veda) doch aufgeschrieben und in Sanskrit, der Sprache der Arier, festgehalten. Es entstanden die sogenannten Veden, die Erzählungen, Legenden, Göttersagen, Lieder, kultische Vorschriften u. ä. enthalten. Sie übertreffen in ihrem Umfang die Bibel um das sechsfache und sind die ältesten Zeugnisse indischer Literatur, – nur das Datum ihrer Entstehung ist unbekannt geblieben.

Aus den Veden, der Archäologie und der vergleichenden Sprachwissenschaft lässt sich folgendes Bild rekonstruieren. Um das Jahr 1500 v. Chr. kam es aus der »Sibirischen Tasche« nördlich des Kaspischen Meers zu einer Einwanderungswelle nach Nordindien in das Indus-Tal und die Gangesebene. Sie bestand, wie sprachgeschichtliche Vergleiche beweisen, aus mit den Europäern verwandten Ariern. Als Nomaden vernichteten diese mit ihrer besseren Waffentechnik die durchaus höheren Kulturen im Indus-Tal. Sie kannten als Fortbewegungsmittel und militärisches Potential das Pferd; neben den mit Äxten, Speeren, Bronzeschwertern sowie Pfeil und Bogen bewaffneten Fußtruppen besaßen sie bereits Kavallerie und die »Panzerwaffe« der Antike – den mit Pferden bespannten Kampfwagen.

Um 1000 v. Chr. eroberte eine zweite arische Einwanderungswelle die Gangesebene und etablierte sich als Herrschaftsschicht über die Dasa, die dunkelhäutige »nasenlose« Urbevölkerung. Als Sproß eines Adelsgeschlechts des Stammes der Sakiya dürfte Buddha ein Nachkomme dieser zweiten arischen Einwanderer gewesen sein.

Im älteren Rig-Veda wird nirgendwo der Bau einer Stadt erwähnt. Auch das Wort für Ziegel ist unbekannt. Die Arier wohnten in primitiven Lehmhütten, wie sie heute noch auf dem indischen Land üblich sind. Die Städte in der Gangesebene sind späteren Ursprungs. Sie dürfen nicht mit der hohen Baukultur verglichen werden, die Indien in späteren Jahrhunderten mit den Tempeln von Amritsar, Benares, Bombay, Maduraj oder dem Palast des Taj Mahal in Agra hervorgebracht hat. Damals bestanden die Städte aus Lehmbauten, und die Paläste waren etwas aufwendigere Lehmhäuser – eine Tatsache, die das Auffinden und die Lokalisierung der Städte zur Zeit des Buddha ziemlich erschwert.

Auf ihrem Weg nach Süden nahmen die Arier die Kultur der dunkelhäutigen dasischen Volksgruppen an, wie Töpferei, Weberei, Pflug- und Zimmermannshandwerk. Auch gegenüber den religiösen Auffassungen der Unterworfenen zeigten sie sich offen. Sie vermischten sich jedoch nur selten mit den Dasas. Ihr Stolz auf ihre helle Hautfarbe schuf das System der Kasten, Varna war ursprünglich die Kaste, und varna bedeutet nichts anderes als Farbe.

Obwohl Indien gemäß den sozialen Schichtungen und Handwerksgruppen ähnlich den mittelalterlichen Zünften eine Vielzahl von Kasten und Unterkasten kennt, bildeten sich vier Hauptkasten heraus, die sich bis heute behauptet haben: die Kaste der Krieger, die Brahmanen, die der Händler, Handwerker und Bauern und die der Sudras, auch Parias oder Unberührbare genannt. Ursprünglich waren die Angehörigen der drei oberen Kasten Arier; die Dasa gehörten zu den Sudras.

Schon zu Zeiten Buddhas hatte die Priesterkaste der Brahmanen die der Krieger vom ersten Platz verdrängt. Es wäre eine wissenschaftliche Untersuchung wert, zu klären, wieweit der Primat der Priester einer hinduistischen Toleranz vor der Kaste der Krieger Indien vor größeren Vernichtungskriegen bewahrt hat.

Buddha ist aus dem Kastenwesen hervorgegegangen. Auf seiner Suche nach Erlösung aus der leidvollen menschlichen Existenz hat ihn jedoch das Kastenwesen nicht interessiert; unbeabsichtigt hat er es mit der Bildung seiner Mönchsgemeinde, die nach anderen Gesichtspunkten entstand, durchbrochen. Die Auswirkungen auf Indien blieben gering, da der Hinduismus den Buddhismus in dieser Region verdrängte oder absorbierte.

Die Angaben der Veden lassen den Schluß zu, dass das 6. vorchristliche Jahrhundert eine friedliche Zeit für Indien war. Die Nachwehen der arischen Einwanderung waren verebbt. Stabile politische Strukturen hatten sich gebildet.

c. Die politischen Verhältnisse

Die Veden berichten von ländlich-dörflichen Lebensformen; die buddhistischen Schriften dagegen setzen eine städtische Entwicklung voraus. Im späteren Wirkungsbereich des Buddha hatten sich vier Königreiche gebildet, und es bestanden eine Anzahl von Kleinstrepubliken, die ähnlich wie die des gleichzeitigen antiken Griechenland von Aristokratien mit einem Raja an der Spitze regiert wurden. Waren mehrere Republiken vereinigt, so stand an der Spitze ein Maharaja, ein Groß-Raja. Die Herrscherschicht bestand aus Angehörigen der adeligen Kriegerkaste. Der Adel wählte sich seinen Raja selbst; doch die Republiken standen in einem Abhängigkeitsverhältnis zu den erwähnten Königreichen. Daneben gab es noch eine Anzahl von mehr oder weniger unabhängigen Stammesgebieten, die von einem durch die Stammesältesten ernannten Raja regiert wurden.

Alle diese Staatsgebilde lebten in friedlicher Eintracht nebeneinander: wissend, dass ohne behindernde Staatsgrenzen und kriegerische Auseinandersetzungen Handel und Wandel am besten gedeihen konnten und damit dem Wohlstand und Wohlbefinden der Menschen dienten.

Buddha hat sich in diesem Gebiet frei bewegen können, ohne politisch verdächtig zu werden. Die Freizügigkeit auch über dieses eng umrissene Wirkungsfeld hinaus begünstigte die Verbreitung seiner Lehre.

Die vier Königreiche waren:

im Norden das mächtige Kosala, das vom Ganges bis ins heutige Nepal hineinreichte, mit der Hauptstadt Savatthi und der heiligen Stadt Benares am Ganges. Die buddhistischen Quellen nennen als Zeitgenossen Buddhas die Könige Mahakosala, Pasenadi und Vidudabha.

Südlich von Kosala befand sich das Königreich Avanti. Seine Hauptstadt hieß Ujjeni. Hier regierte König Pajjota. Buddha hat sich nicht in Avanti aufgehalten.

Westlich von Avanti lag das Königreich Vamsa. In seiner Hauptstadt Kosambi hatte Buddha eine zahlreiche Anhängerschaft. Der König Udena nahm, nachdem sich sein Sohn Bhodiraja zur Lehre Buddhas bekehrt hatte und weil die neue Bewegung als politischer Faktor nicht mehr zu übersehen war, eine tolerante Haltung zu Buddha ein.

Ebenso mächtig, aber an Fläche größer als Kosala, war das Königreich Magadha, östlich von Avanti. Hauptstädte waren nacheinander Rajagaha und Pataliputta. Die Könige Bhati und Bimbisara regierten in ersterer, König Ajatasattu in letzterer. Ajatasattu wurde durch Mord von seinem Sohn vom Thron verdrängt.

Zwischen den Königreichen Kosala und Magadha erstreckte sich das Gebiet von vier Republiken:

Gleich an Kosala anschließend und zu diesem in einem Va-sallenverhältnis stehend lag (1.) die Republik Sakiya. Sie ist die Heimat des Buddha; in ihrer Hauptstadt Kapilavatthu residierte sein Vater als Raja.

Östlich schloß sich (2.) Videha mit der Hauptstadt Mithila an. Sie hatte sich mit der (3.) Republik Licchavi und einigen Stämmen zur Vajji-Föderation zusammengeschlossen. Im Jahre 524 v. Chr. wurde Buddha in ihre Hauptstadt gerufen, um den ausbleibenden Monsunregen herbeizuzaubern und eine Choleraepidemie zum Erliegen zu bringen.

Die (4.) Republik Malla ist insofern für die buddhistische Tradition von großer Bedeutung, weil in Kusinara Buddha im Jahre 483 v. Chr. nach buddhistischer Auffassung ins Nirwana einging.

Zwischen den vier Königreichen und den vier Republiken verstreut lag das Gebiet der Stämme. Ihre bedeutendsten sind die Koliya, die Kalama und die Moriya.

Aufgrund seines Intellektualismus fand die Lehre Buddhas Interesse bei den Gebildeten und damit Eingang zu den Residenzen von Königen und Rajas. Auf dem so vorbereiteten Boden pflegte Buddha gute Kontakte zu den Herrschern, die er meist im Laufe der Jahre persönlich kennengelernt und beraten hat. Dies wiederum sicherte der neuen Glaubensgemeinschaft die besten Überlebenschancen – eigentlich ein Widerspruch in sich selbst, wie so vieles in Buddhas Lehre, da ja ihr einziges Ziel war, aus dem als Leiden verstandenen Leben auszubrechen, um im seinslosen Zustand des Nirwana Erlösung zu finden.

Kapitel 2

Der historische Buddha

1. Die Geburt des Siddhattha Gotama

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Kapitel 3

Die Lehre Buddhas

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Kapitel 4

Die Gemeinde Buddhas

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Nachwort

Der indische Schriftsteller und Theologe Johnson Gnanabaranam schrieb mir im Sommer 1984: »Vergleiche die Lehren des Buddhismus mit dem christlichen Glauben, sonst wirst du ein Propagandist für diese Weltanschauung, die Millionen in Finsternis und Geheimlehren gefangen hält.« Deshalb hatte ich es unternommen, das Leben Buddhas, seine Lehre und seine Wirkung vom Standpunkt eines Christen aus zu beschreiben, dem das unverfälschte Wort Gottes in der Heiligen Schrift und die Erlösung durch den menschgewordenen, gekreuzigten und von den Toten auferstandenen Sohn Gottes, Jesus Christus, zur letzten Gewissheit geworden sind.

Eine umfassende Darstellung Buddhas und seiner Lehre war auf diesen knappen Seiten nicht möglich, wird auch bei der ungeheuren Fülle des Stoffes unmöglich bleiben. Zum weiteren Studium empfehle ich besonders die Autoren Johannes Lehmann, Hermann Oldenberg und Hans Wolfgang Schumann. Ihre fundierten Bücher über Buddha sind zwar von Wohlwollen gegenüber seiner Person geprägt, entbehren jedoch nicht der nötigen kritischen Distanz hinsichtlich seiner Lehre.

Abkürzungsverzeichnis

A

Angutta-Nikaya

BAU

Brhadaranyaka-Upanisad

BC

Acvagoshas Buddha-Carita

ChU

Chandogya-Upanisad

Cv

Cullavagga des Vinaya-pitaka

D

Digha-Nikaya

Dhp

Dhammapada

Dv

Dipavamsa

Itiv

Itivuttaka

Jat

Jatakam

Khp

Khuddakapatha

M

Majjhima-Nikaya

Mv

Mahavagga des Vinaya-pitaka

Par

Parivara des Vinaya-pitaka

S

Samyutta-Nikaya

Snip

Suttanipata

Sv

Suttavibhanga

Sy

Samyutta-Nikaya

Thag

Theragatha

Thig

Therigatha

Ud

Udana

Vin

Vinaya-pitaka

Vism

Visuddhimagga des Buddhaghosa

Glossar

Folgende alphabetische Auflistung gibt die Erklärung wichtiger Fachausdrücke des Buddhismus. Die Worte sind in der Regel in Pali aufgeführt, Sanskritworte sind mit einem (S) versehen. Ist das Wort in Pali und Sanskrit gleich, folgt (PS). Großgeschriebene Worte kennzeichnen ein Wort in uns gewohnter Umgangsform.

abhidhamma

höchste Lehre

anatta

das Nicht-Selbst

arahant

ein Heiliger, der bereits durch die Erleuchtung das vortodliche Nirwana erreicht hat

ariya

Arier: edel, heilig, ehrwürdig

asankhata

nichtbedingtes Sein

atman (S)

die ungeborene, todlose, ewige Allseele

avijja

das Nicht-Wissen

bhava (PS)

das Werden

bhikkhu

Bettler; dann buddhistischer Mönch

bhikkhuni

buddhistische Nonne

bodhi (PS)

Erleuchtung

bodhisattva (PS)

ein künftiger Buddha

brahman (S)

das Absolute; die Weltseele

Brahmane

Angehöriger der 2. Kaste: Priester

Buddha (PS)

der Erleuchtete

deva (PS)

Gott, Gottheit

dhamma

Lehre

dhammapada

Lehre Buddhas

dharmacakra (S)

das Rad der Lehre

dukkha

das Leiden

Ganga

der Fluss Ganges

hinayana (PS)

das kleine Fahrzeug

jati (PS)

Geburt

jhana

Versenkung

yoga (PS)

geistige Konzentration

kama (PS)

Wunsch, Verlangen

Kamma/karma (S)

die Wiedergeburtbedingende Tat

khanda

Begriff für die fünf Aneignungsgruppen

Lokayata

philosophische Schule zur Zeit Buddhas, mit atheistischen Vorstellungen

maharaja

Groß Regent

mahayana (PS)

das Große Fahrzeug

mahaparinibbanasuttu

Eingang in das nach-todliche Nirwana; hier: Erzählung vom Tode Buddhas

maja

Schein

mantrayana (S)

das Diamantene Fahrzeug

mara (PS)

der Tod; das Böse; der Versucher

namarupa (PS)

Einheit von Name und Gestalt

nibbana / nirvana (S)

das Nirwana; das Verlöschen

nikaya (PS)

Begriff für die fünf Textgr. des Suttapitaka

Pali

Amtssprache zur Zeit Buddhas in Nordindien; Sprache des ca. 20 v. Chr. auf Ceylon abgefassten Kanons buddh. heiliger Texte

panna

Weisheit; Vernunft

parinibbana

das nach-todliche Nirwana

raja

Regent

rupa (PS)

Gestalt, Form, Bild

sakya

Stamm Buddhas

sakyamuni

Titel Buddhas: Der Weise aus dem Sakiya-Stamm

samadhi

geistige Sammlung, Konzentration

samana

der Asket

sammaditthi

1. Schritt des Achtteiligen Pfads; rechter Glaube

sammasamadhi

8. Schritt des Achtteiligen Pfads; rechte Versenkung

sammasankappa

2. Schritt des Achtteiligen Pfads; rechtes Entschließen

sammasati

7. Schritt des Achtteiligen Pfads; rechtes Gedenken

sammavava

3. Schritt des Achtteiligen Pfads; rechtes Wort

sammavayama

6. Schritt des Achtteiligen Pfads; rechtes Streben

samsara (PS)

der Kreislauf der Wiedergeburten

sangha (PS)

der Mönchsorden

sanja (PS)

Wahrnehmung

sankhara (PS)

Vorstellung

sudra

Angehöriger der untersten Kaste der Unberührbaren

sila

3.-5. Schritt des Achtteiligen Pfads; Moralvorschrift

Stupa (S)

ein königliches Grabmal; dann kuppelförmiger Bau mit einer Reliquie Buddhas; heute Kleinsttempelchen im buddhistischen Einflussbereich in asiatischen Ländern

sunnata

die Leere

Sutta

Lehrrede Buddhas

tanha

Begierde, Gier, Durst, Trieb

tantrayana (S)

Fahrzeug der Zaubersprüche

tapasvin (S)

Asket

tapas

gespeicherte magische Kraft, die dem Asketen auf dem Weg zur Erlösung dient tathagata Titel Buddhas, etwa: Der Vollkommene

Thera

buddhistischer Mönch mit mehr als zehn Ordinationsjahren

Theragata

Lieder der Mönche

Therigata

Lieder der Nonnen

Theravada

Lehre, die auf dem 1. Konzil im Todesjahr Buddhas festgelegt wurde

Theravadin

Anhänger der orthodoxen konservativen Lehre des Hinayana

Tipitaka

Dreikorb

ubhatosangha

die Beiderseitige Gemeinde; gemeinsame Bezeichnung für den Mönchs- und Nonnenorden

upadana (PS)

wörtl: Brennholz: Ergreifen des Daseins

upadanakkhandha

Begriff für die fünf Aneignungsgruppen

Upanisaden

Brahmanische Texte zur Erklärung der Veden

upasaka (PS)

Laienanhänger

upasampada (PS)

Aufnahme in den Sangha

vajrayana (S)

das Diamantene Fahrzeug

vaisya (S)

die 3. Kaste der Bauern, Händler und Handwerker

vedana

Empfindung, Gefühl

Veden

älteste der heiligen Schriften in Indien

veda (S)

das Wissen

Vesakha

Monat Ende April/Anfang Mai

vihara (PS)

das Kloster

vinaya (PS)

Mönchsregel

vinnana

Erkennen, Bewusstsein

Literaturverzeichnis

Lexika

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Lexikon zur Weltmission, Wuppertal/Erlangen 1975

RGG, Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Tübingen 1957

Theologische Realenzyklopädie, Berlin/New York 1981

Nyanatiloka: Buddhistisches Wörterbuch. Kurzgefasstes Handbuch der buddhistischen Lehren und Begriffe, Konstanz 1953

Schmidt, Kurt: Buddhistisches Wörterbuch, Konstanz 1949

Monographien (einschließlich Quellentexte)

Anderson, Walt: Der Tibetische Buddhismus, Bern 1983

Barcau, Andre: Buddhismus -in: Die Religionen Indiens III hrsg. Von Christel Matthias Schröder, Stuttgart 1964

Beckh, Hermann: Buddha und seine Lehre, Stuttgart 1980

Benz, Ernst: Buddhas Wiederkehr und die Zukunft Asiens, München 1963

Benz, Ernst: Indische Einflüsse auf die frühchristliche Theologie, Wiesbaden 1951

Bergmann, Gerhard: Jesus Christus oder Buddha, Mohammed, Hinduismus? Gladbeck 1976

Boyens, Erich: Glauben alle an denselben Gott? Stuttgart 1969

Brunner-Traut, Emma: Die fünf großen Weltreligionen, Freiburg 1974

Bürgener, Karsten: Die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, o.O. 1970

Conze, Edward: Im Zeichen Buddhas – Buddhistische Texte, Frankfurt/Hamburg 1957

Conze, Edward: The Buddhism, Oxford 1951

Dahlke, Paul: Buddha – Auswahl aus dem Palikanon, Wiesbaden 1979

Dahlke, Paul: Buddha – Die Lehre des Erhabenen, Auswahl aus dem Palikanon, München 1960

David-Neel, A: Vom Leiden zur Erlösung – Sinn und Lehre des Buddhismus, Leipzig 1937

Devi, Kamala: Tantra Sex, München 1979'

Deussen, Paul: Sechzig Upanishad’s des Veda, Leipzig 1921

Dutoit, Julius: Das Leben des Buddha. Zusammenstellung alter Berichte aus den kanonischen Schriften der südlichen Buddhisten. Aus dem Pali übersetzt und erläutert, Leipzig 1906

Essinger, Helmut: Buddha, Mohammed … und Christus, Gladbeck o.J. Evans-Wentz, WY.: Milarepa, Bern 1978

Garbe, Richard (Hrsg): Die Bhagavadgita, Leipzig 1905

Gerlitz, Peter: Gott hat viele Gesichter, Hamburg 1972

Gerlitz, Peter: Kommt die Welteinheitsreligion? Hamburg 1969 Gerlitz Peter: Die Religionen und die neue Moral, München 1971 Gervais, Albert: Im Schatten des Ma-kue, München 1952

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aus: Lehmann Johannes, Buddha, Frankfurt 1983, S. 159

aus: Lehmann Johannes, Buddha, Frankfurt 1983, S. 162/63

Anmerkungen

1 Lehmann S. 11

2 Kirfel S.11

3 Dv 7,1; Lehmann S.192

4 Cv 5,33,1; Schumann S.296

5 Die Flut buddhistischer heiliger Bücher ist schwer zu übersehen. Der Umfang des Pali-Kanon ist beträchtlich: die 1881 in London gegründete PaliText-Society hat den Tipitaka mit Palitexten in lateinischer Umschrift in 170 Bänden veröffentlicht.

Lehmann S.86

Da England zwei Jahrhunderte lang als Kolonialmacht über Indien herrschte, ist dort auch die Buddhismusforschung am weitesten vorangetrieben. Weil schon aus Gründen der geringen Nachfrage kaum ein deutscher Verlag ein wirtschaftliches Risiko einging, sind buddhistische Schriften bisher nur begrenzt ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht worden. In bescheidenen Maßen gibt es einige Auszüge aus dem Pali-Kanon, die dem deutschen Leser zugänglich sind.

z. B. E. Conze: »Im Zeichen des Buddha, Buddhistische Texte«, Frankfurt 1957; Paul Dahlke: »Buddha, Auswahl aus dem Palikanon«, Berlin 1920; Ilse-Lore Gunsser: »Reden des Buddha«, Reclam Stuttgart 1957; Karl Eugen Neumann: »Also sprach der Erhabene – Eine Auswahl aus den Reden Gotamo Buddhos«, Zürich 1962

Auch dem indologischen Fachmann wird manche Einzelheit des umfangreichen Schrifttums verborgen bleiben. Dennoch hat die Forschung in den vergangenen 150 Jahren ein nahezu lückenloses Bild des Lebens und der Lehre Buddhas entwerfen können, weil die wichtigsten Aussagen über Leben und Lehre so häufig wiederholt werden, dass hier von gesicherten Ergebnissen ausgegangen werden kann.

6 Julius Dutoit: »Das Leben des Buddha. Zusammenstellung alter Berichte aus den kanonischen Schriften der südlichen Buddhisten. Aus dem Pali übersetzt und erläutert.« Leipzig 1906

7 Lehmann S.28

8 Lehmann S.12

9 vgl. zur Berechnung der Chronologie die Ausführungen Schumanns S.22 ff

10 Suddhodanas Mutter Kaccana und der Vater seiner Frauen Anjana waren ebenfalls Geschwister.

11 Snip 693

12 vlg. M 36 I p.248

13 BC Vers 4

14 BC Vers 9

15 BC Vers 31

16 Rosenkranz S.21

17 Der historische Buddha hat, wie noch in diesem Buch belegt wird, durch sein übersteigertes Selbstbewusstsein gepaart mit Größenwahn, in dem er sich als Größten, Besten und Einzigartigen darstellte, noch zu Lebzeiten dazu beigetragen, dass ein solches Persönlichkeitsbild von ihm entstand.

18 Diese Darstellung und die der Empfängnis durch den weißen Elefanten kann der Berlin-Besucher heute im Museum für Indische Kunst in Dahlem besichtigen.

19 Stupa (im Sanskrit) oder Thupa (auf Pali) ist ein halbkugelförmiger verschlossener Raum mit Ascheresten, oder sonst einer Reliquie des Meisters oder eines Arahant, eines buddhistischen Heiligen.

20 Schumann S.30

21 A I zitiert bei Lehmann S.24

22 Eine große Ausnahme hinsichtlich der Schulbildung nach unserem heutigen Verständnis bildete das israelitische Volk. Jeder männliche Jude war nach Vollendung des zwölften Lebensjahres befähigt und berechtigt, in der Synagoge die Schriftrollen des Alten Testaments zu lesen und auszulegen. Der zwölfjährige Jesus im Tempel zu Jerusalem hat von diesem Recht Gebrauch gemacht. Aus dieser jüdischen Bildungsnorm ist die heute gültige allgemeine Schulpflicht herzuleiten.

23 Ud 3,9

24 Ein Leben in beschaulicher Ruhe, fern dem Alltag.

25 Der Raja wurde vom Kriegeradel aus seiner Mitte gewählt und musste vom König in Savatthi bestätigt werden. Wenn der Raja nicht mehr das Vertrauen des Königs besaß oder seinen Dienst unzureichend oder nicht zur Zufriedenheit der Ratsversammlung führte, musste ein neuer Raja gewählt werden.

26 A 3,39 nach Schumann S.36 f

27 Eine von der Bremer Universität in Auftrag gegebene Dissertation sollte das Suizidverhalten in der Bevölkerung untersuchen mit dem vorgegebenen Ergebnis, dass kapitalistisches Ausbeuterverhalten den bedrückten Arbeiter zum Selbstmord treibt. Das Unternehmen wurde zum Reinfall. Der Doktorand arbeitete gewissenhaft und gelangte zu einem anderen Ergebnis: Ein hungriger Arbeiter begeht keinen Selbstmord, er steckt voller Lebenshunger und Lebenswillen. Ein hungriger Arbeiter kämpft ums Überleben. Nur satte Bürger neigen zu nihilistischen Weltanschauungen. – Deshalb fand der Buddhismus im vorigen Jahrhundert seine Anhänger in einer dekadenten Intelligenzschicht, deshalb gewinnt er auch heute vorwiegend seine Sympathisanten in den Aussteigern einer satten Wohlstandsgesellschaft.

28 BC Vers 154 ff

29 Schumann S.28

30 BC Vers 161

31 Lehmann S.25

32 Rawson S.15

33 Lehman S.40 ff

34 Schumann S.62

35 BC Vers 820

36 Verneinungen, negative Ausdrucksweisen

37 substanzlos, ohne Stofflichkeit

38 BAU 4,4,5 nach Schumann

39 ChU 5,10,7 nach Schumann

40 Schumann S.57 f

41 M 26 I

42 M 26 und 36

43 Das heutige Patna, die nachmalige Hauptstadt des Königs Asoka, rund 150 Kilometer vom Ganges in südlicher Richtung entfernt.

44 M 26 I

45 M 4 nach Schumann

46 Lohse, Anhang S.3 f

47 M II 2 nach Lehmann S.49

48 ebd.

49 Bei der Suche des Siddhatta drängt sich ein zweifacher Vergleich auf. Es sind dies der reiche Jüngling aus dem Matthäusevangelium mit der Frage an Jesus: »Guter Meister, was soll ich Gutes tun, dass ich das ewige Leben möge haben?« (Matth. 19, 16) und der Reformator Martin Luther mit der Frage: »Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?« Der reiche Jüngling blieb auf halber Strecke stehen, als es darum ging, sich um der Nachfolge Jesu willen von seinem Reichtum zu lösen. Siddhattha Gotama hat mehr getan als der reiche Jüngling, als er sich von allem löste. Der junge Luther glaubte, durch asketische Selbsttorturen sein Ziel zu erreichen. Und er scheiterte. Es war der in die Irre führende Weg der Selbsterlösung in der Meinung, man könne durch unnütze Selbstquälerei Gott zum Mitleid und zur Gnade zwingen. Siddhattha war mit Sicherheit in seiner leidvollen Askese weit über das hinausgegangen, was Luther 2000 Jahre später übte und – er scheiterte ebenfalls. Die Tragik des Siddhattha, der trotz seines abstoßenden Asketentums in seinem ernsthaften Bemühen als eine liebenswerte Person angesehen werden darf, (vlg. die Stellung Jesu zum reichen Jüngling, wo es nach Mark. 10, 21 heißt: »Und Jesus sah in an und liebte ihn …«) liegt darin, dass er die Existenz eines Gottes leugnete, daher auch in Gott keinen liebenden Vater erkennen konnte; dass ihm die Offenbarung fehlte, wie sie dem Volk Israel und dann den Menschen in der Nachfolge Jesu bis heute gegeben worden ist; dass er zudem nicht von der Gottesfrage bewegt wurde, sondern von seiner Leidenstheorie in Bann gehalten worden war, die – wie bei Scheuklappen – ihn weder nach rechts oder links sehen ließ.

50 Lehmann S.50

51 … damit ein gesunder Geist in einem gesunden Körper wohne! (nach Karl Juvenal: falsche, wenn auch gebräuchliche Anwendung des Zitats)

52 M IV 6,36

53 nach Schumann S.70

54 M 36 I

55 Lehmann S.52 ff

56 a.a.O. S.54

57 vgl. W.J. Ouweneel: »Okkultismus und östliche Mystik«, Berneck 1985

58 Lehmann S.55

59 Koch »Okkultes ABC« S.167 ff

60 a.a.O. S.244

61 Joh. 16,6

62 Kurt Koch S.36 ff

63 1. Mose 3,5

64 Goethe: »Faust – Der Tragödie erster Teil«, Monolog nach dem Prolog

65 Goethe: »Der Schatzgräber«

66 Bei meinen Begegnungen mit indischen Gurus und Yogis habe ich neben viel Scharlatanerie aber auch Dinge erlebt und gesehen, die mit dem normalen Verstand nicht erklärt werden können, sondern in das Reich des Unterbewussten, der außersinnlichen Wahrnehmung und des Okkultismus gehören.

67 Mv I 6,11 ff Benaresrede nach Lehmann S.58

68 M 36 I p.247

69 M 36 I p.248

70 BAU 4,4,5

71 M 36 I p.248 nach Schumann

72 M 36 I p.249 nach Schumann

73 M 26 I p.167 bei Reclam S.20 f

74 BC Vers 1205

75 Im Sommersemester 1964 hat Prof. Prof Jonas aus den USA vor uns Studenten in Göttingen einen Vortrag über die Existenzialphilosophie Martin Heideggers gehalten und ausgeführt, dass der Philosoph die entscheidenden Thesen seiner Lehre als Irrtum widerrufen habe, und demzufolge die Theologie Rudolf Bultmanns, die auf Heideggers Thesen aufbaut, keine Grundlage mehr hat. Doch was nutzt diese späte Erkenntnis? Die christliche Kirche hat unter den verheerenden Wirkungen der Theologie Bultmanns und seiner Schüler gelitten und wird noch lange an den Folgen zu tragen haben.

76 M 36 I p.248

77 Schumann S.74

78 M 26 I bei Reclam S.25

79 M 26 I bei Reclam S.16

80 Mara und das lateinische Wort »mors« (Tod) haben den gleichen sprachgeschichtlichen Ursprung.

81 M 26 I

82 Kurt Koch S.243 ff und 378 ff

83 M 26 I bei Reclam S.22

84 ebd

85 ebd S.23

86 ebd

87 My 1,4

88 Mv 1,6

89 M 26 I p.171 bei Reclam S.26

90 Phil. 2,6 ff

91 Mark. 3,35

92 Predigt von Benares, zitiert bei Lehmann S.70 f

93 Da die Predigt von Benares zwei Monate nach dem Vollmond des Monats Vesakha (April/Mai) gehalten worden sein soll, feiern die Buddhisten jedes Jahr am Vollmond des Monats Asahlha (Juni/Juli) den Jahrestag, an dem das Rad der Lehre (dhamma) in Bewegung gesetzt wurde. In buddhistischen Ländern ist jeder Vollmondstag offizieller Feiertag.

94 S. 22,58

95 Schumann S.76 f

96 a.a.O. S.86

97 vgl. Lehmann S.68

98 Mv 1,9 f

99 My 1,11,1 nach Schumann S.101

100 Matth. 9,36

101 Mv 1,12,4: »Buddham – dhammam – sangham saranam gaccami«

102 Mv 1,15

103 Mv 1,17 f

104 Mv 1,20

105 vgl. Mai über die Geschichtsauffassung der Mystik

106 BC Vers 1422

107 M I 22,4 ff

108 M I 22,8 ff

109 Ein Vorgang, der sich 313 n. Chr. wiederholte, als Kaiser Konstantin im römischen Reich das Christentum zur Staatsreligion erhob.

110 Mv I 23,5

111 vgl. als Parallele das Glaubenbekenntnis der im Genfer Weltkirchenrat zusammengschlossenen Ökumene, das auf den kümmerlichen Rest »Kyrios Jesus« (Jesus der Herr) zusammengeschmolzen ist

112 Mv I 24

113 M I 54

114 M 147

115 M 61 f

116 Ud 8,8

117 Matth. 10,35-37; Luk. 9,59 f

118 Jat 182

119 A 8,9

120 Ud 3,2

121 Cv 7,1

122 Cv 7,2

123 Mv 8,1

124 M 55; A 8,26

125 Mv I 39,5 ff

126 Matth. 11,28

127 Mv 8,15,7

128 Cv 6,4

129 Cv 6,4

130 S 3,1

131 Schumann S.130

132 Fernöstliche Gurus scheinen eben doch nicht so ganz spirituell und weltabgewandt zu leben, wenn es um das liebe Geld geht. Über den Luxus des Bhagwan und sein Finanz- und Wirtschaftsimperium ist in aller Öffentlichkeit berichtet worden. Er ist kein Einzelfall. Als ich im Dezember 1979 das Meditationszentrum Shree Gurudev Ashram in Ganeshpuri besuchte, um den Swami Muktuananda Paramahansa kennenzulernen, weilte dieser geistliche Vater des Ashram gerade auf Geschäftsreise in den USA, um eine Hotelkette zu kaufen …

133 a.a.O. S.134 f

134 Sv 51,1; Mv 10,2

135 Cv II 1,12

136 S 7,2,1

137 Sv Par 1,1

138 M 147

139 Mv 8,15

140 M 26 I p.167

141 Matth. 5,3; 11,25

142 M 21 I p.124

143 Cv 7,1,1 ff

144 Cv 7,3,6 ff

145 Ud 5,8; Jat 150

146 M 89

147 Jat 465 IV p.155 ff

148 D 16,1

149 Jat 522

150 Schumann S.279 f nach D 16,2,25 f

151 Zur Erklärung: auf meinen Reisen in Indien bin ich Gurus begegnet, die Yoga beherrschten. Ich denke dabei besonders an Gangadas Bapujee Mahraj in den Höhlen der Satpura-Berge bei Zajhpor, der mit seinen 130 Lebensjahren trotz gewaltiger körperlicher Anstrengungen keine Ermüdung, nicht einmal schnelleren Atem zeigte; er konnte Puls, Herzschlag und Blutkreislauf vorübergehend zum Stillstand kommen lassen. Von eben diesem und anderen glaubwürdigen Zeugen wurde mir berichtet, dass solch Verhalten über Jahre (und auch Jahrhunderte) hinweg möglich sei. Wenn man solche Informationen hat, dann wird man verstehen, dass auch beim Buddha Erfahrungen aus dem Bereich des Außer- und Übersinnlichen vorlagen: eben das Experiment mit okkulten Kräften und Gewalten.

152 Lehmann S.204

153 ebd

154 Lehmann S.205

155 D 16,5,1 bei Reclam S.75

156 D 16,5,13 f bei Reclam S.77

157 Röm. 8,38 f

158 Joh. 14,1-3

159 D 16,6,5 bei Schumann S.284

160 D 16,5,19 bei Reclam S.79

161 D 16,6,7 bei Reclam S.79

162 D 16,6,22 ff

163 D 16,6,1; D 16,6,15; D 16,2,25 f

164 Lehmann S.224 und 342

165 a.a.O. S.223

166 Kamala Devi: »Tantra Sex«, S.48 f

167 v. Glasenapp: »Der Buddhismus, eine atheistische Religion«, S.55 ff

168 Gerlitz: »Gott hat viele Gesichter«, S.125

169 My 1,5 und M 26

170 Bodhicaryavatara 119-126: v. Glasenapp, »Der Buddhismus, eine atheistische Religion«, S.250 f

171 M 63

172 My 1,6,19 nach Lehmann S.70

173 Bergmann S.30

174 Lehmann S.88

175 1. Mose 1,28

176 Matth. 10,16

177 Joh. 16,33

178 Röm. 8,18

179 S 15,1,7

180 A 9,68; M 12 I p.23

181 A 9,68

182 A 10,206

183 A 3,33,2 nach Schumann S.161

184 M 141 III bei Lehmann S.90

185 Lehmann S.93

186 Lehmann S.97

187 M 36 I p.248

188 M 38 I p.26

189 D 15,21 nach Schumann

190 Percheron: »Buddha in Selbstzeugnissen …«, S.47, Essinger S.13

191 1. Mose 2,7

192 Luk. 15,4 ff

193 1. Mose 3

194 s.o. die Abschnitte über Rückschläge im Reiche Vamsa und Wirkungen am Lebensabend

195 Mv 1,6,20

196 S 1,1 bei Schumann S.175

197 Mv 1,6,17 bei Reclam S.32

198 Schumann S.173

199 A 2,26 I nach Lehmann S.117

200 Buddhavamsa II 12 bei Lehmann S.120

201 S II p.86

202 Ud 8,1 nach Schumann S.176

203 M 26,1 bei Reclam S.20

204 Essinger S.17

205 A 9,34

206 M 72 I p.486 f; Ud 7,1; Snip 1074 und 1076

207 Ud 8,1 bei Lehmann S.122 f

208 M 22 I S.140

209 Mv 1,39,5 ff; Mv 8,1,30 ff

210 A 3,33,2

211 Ud VIII,8

212 Matth. 25,5 und 28; 6,3

213 1. Kor. 13,5

214 1. Kor. 13,2

215 Joh. 3,16

216 Mark. 12,30 f

217 Ud VIII,8 nach Oldenberg S.272 f

218 M 26 und 36

219 Oldenberg S.307

220 S 7,1,2 bei Schumann S.233

221 A 4,36; A 8,11

222 Tebbe Quellentexte S.98

223 M 26 I bei Reclam S.25

224 Mv 1,6,12 bei Schumann S.226

225 M 26 I bei Reclam S.25

226 D 16,6,1 nach Schumann S.283; vgl. Lehmann S.203 und Oldenberg S.188

227 Oldenberg S.188

228 Mv 1,4

229 Lehmann S.171

230 A VIII,25,4

231 Lehmann S.173

232 Mv 1,54,3

233 Mv 1,38,11

234 Mv 1,76,1 bei Schumann S.189

235 A 6,60; D 9,56

236 aus Kammavacam zitiert bei Lehmann S.175 f

237 zitiert bei Lehmann S.176

238 Mv 6,28 f

239 Thag 207

240 Mv 8,1,36; Mv 5,1,30; Cv 5,23

241 Cv 5,31

242 Thag 1054-1056 bei Schumann S.194

243 16,1,6; Mv 2,3,3

244 Mv 2,1

245 Mv 2,7,1

246 Oldenberg S.339

247 ebd

248 ebd

249 ebd S.340

250 Lehmann S.180

251 Matth. 18,21 ff; Luk. 23,43

252 Mv 6,15,4

253 Schumann S.202 f

254 Thag 135 f

255 Schumann S.180

256 ebd S.202

257 D 31,10

258 A 3,108 bei Schumann S.235

259 S 42,2

260 Rawson S.68 f

261 Mv 1,7,1 ff

262 Mv 1,24 bei Lehmann S.78

263 Ud 1,8 bei Schumann S.187

264 Thig 303 bei Oldenberg S.144

265 Alle diese Vorgänge erinnern an unsere jungen Leute, die sich aus jeder sozialen Verpflichtung und familiären Verantwortung herauslösen, um sich fernöstlichen Heilslehren zu verschreiben.

266 My 1,54,6

267 M 61 f; M 147

268 My 8,26,3 bei Schumann S.196

269 Schoeps S.199

270 My 3,4,3

271 M 135 III p.203 bei Schumann S.219

272 Tebbe, Quellentexte S.98

273 Gerlitz: »Die Religionen und die neue Moral«, S.122 ff

274 Oldenberg S.144 f

275 Lehmann S.185

276 s. die Beispiele Oldenbergs S.148

277 My 6,36

278 Lehmann S.184

279 Thag 620

280 Ud 1,5 bei Schumann 5.221

281 1. Kor. 1,17 ff

282 Matth. 9,12; 11,25; Mark. 10,13ff; Luk. 10,21; 21,16

283 Röm.2,11

284 My 1,39; 1,61; 1,68; 1,71;

285 My 1,40 ff vgl. Oldenberg S.318

286 S 42,3

287 Luk. 3,14

288 Lehmann S.127

289 Sy 42,7 bei Reclam S.53 f

290 Rosenkranz S.131; vgl. auch Schumann (S.243) über die magischen Fähigkeiten Buddhas

291 Cv 10,1,1

292 Bürgener S.16

293 Cv 10,1,2 ff

294 Cv 10,1,6 bei Schumann S.138

295 Oldenberg S.343

296 Cv 10,1,1 ff bei Lehmann S.191

297 Lehmann S.192

298 Oldenberg S.346 f

299 Lehmann S.43

300 A 1,1

301 Thig 60

302 Jat 62 und 192

303 Snip 703

304 S 20,10 bei Schumann S.194

305 D 16,5,9

306 Mensching: »Buddha und Christus«, S.180

307 Oldenberg S.156 f

308 A 3,1,32 bei Schumann S.239

309 nach Lehmann 5.191

310 A 1,13 bei v. Glasenapp: »Der Buddhismus, eine atheistische Religion«, S.183

311 vgl. Oldenberg S.158 ff

312 Cv 10,1,3

313 A 1,12 bei v. Glasenapp: »Der Buddhismus, eine atheistische Religion«, S.183

314 A 1,15; Bergmann S.42; Rosenkranz S.39

315 Schoeps S.201 f

316 Lehmann S.233

317 Schweitzer S.95

318 Lohse S.6

319 Lehmann S.256 f

320 Kamala Devi S.6

321 Schweitzer S.115 f

322 Lehmann S.245

323 Schweitzer S.121

324 vgl. Lehmann S.280

325 Hans Küng: »Christentum und Weltreligionen«, München 1984

Unsere Empfehlungen

Reinhold Widter: Der Wille zur Macht - Friedrich Nietzsche

Folgen Verlag, ISBN: 978-3-944187-16-7

Friedrich Nietzsche zieht den Schluss: Gott ist tot. In Gott ist das Nichts vergöttlicht. Wie kommt Nietzsche zu dieser blasphemischen Erkenntnis? Ein Blick in die Biografie und das Werk Nietzsches zeigt uns die tragische Gestalt eines Menschen, der von frühester Kindheit – buchstäblich von Geburt an – ein Christentum kennenlernt, dem das Fundament der Bibel fehlt. Spricht Nietzsche von Gott, so hat er stets eine Karikatur Gottes vor Augen.

Hinter Nietzsches Fragen liegt auch eine persönliche Anfrage an den Leser dieser Biografie: Ist unser Glaube eine wahre Begegnung mit dem lebendigen Gott oder vielleicht doch nur ein mystisches Fantasieprodukt?

Helmut Ludwig: David Livingstone – Verschollen in Afrika

Folgen Verlag, ISBN: 978-3-944187-38-9

Mit seiner spannenden Biografie schildert der Autor Leben und Wirken des großen Missionars, Forschers und Arztes David Livingstone. Seine Tagebuchaufzeichnungen dienten als Vorlage für dieses Buch über einen Menschen, dessen Leben nie ohne Dramatik war.

Mit viel Sachverstand und schriftstellerischem Geschick zeichnet Helmut Ludwig große Ereignisse und kleine Episoden nach: wie der junge David im Alter von 10 Jahren 14 Stunden an der Webmaschine steht, wie er Missionskandidat wird und fast durchfällt, wie er dann nicht nach China, sondern nach Afrika ausreist und dort die Kalahari-Wüste erforscht, die Victoriafälle des Sambesi entdeckt und schließlich als verschollen gilt.

Der Journalist H. M. Stanley sucht ihn und findet einen entkräfteten, kranken Mann, der sich von einer weiteren Expedition nicht abbringen lässt, um Gottes Auftrag vollends zu erfüllen. Auf diesem Gewaltmarsch stirbt er. Seine Getreuen bringen den Leichnam durch Urwald, Steppe und Busch bis zur Küste. In der Westminster-Abtei wird er beigesetzt.

Ein großer Missionar, dessen bis zum Äußersten gehende Hingabe zeigt, was Glaube und Hoffnung um Christi willen für die Mitmenschen und die Wissenschaft zu vollbringen vermögen.

Gottfried Mai: Lenin - Die pervertierte Moral

Folgen Verlag, ISBN: 978-3-944187-25-9

Im Ostblock nimmt die Abneigung gegen Lenin zu und obwohl sich sogar die chinesischen Kommunisten als Realpolitiker von der unbrauchbaren Doktrin des Leninismus abwenden, erfreut sich im freien Westen die Lehre Lenins einer vorhandenen Beliebtheit und Verharmlosung. Im Vergleich zu Stalin mag Lenin harmloser erscheinen, doch er ist als Urheber für eine in der Geschichte nie zuvor dagewesene Häufung von schlimmsten Verbrechen hauptverantwortlich. Wenn linke Träumer uns, die wir unter der Diktatur des Kommunismus in Ostdeutschland aufgewachsen sind, mit einer positiven Wertung des Leninismus überzeugen wollen, so ist das genauso absurd, wie wenn ein Spätgeborener einem Überlebenden von Ausschwitz erklären würde, es habe niemals Konzentrations- oder Massenvernichtungslager gegeben.

Wer Lenin kritisch liest, wird erschrecken, wie offen dieser den Terror und die Diktatur nicht nur bejaht, sonder auch praktiziert hat. Der frühe Gollwitzer stellte fest: Wer die Menschen hindert, sich mit dem Marxismus—Leninismus rechtzeitig auseinanderzusetzen, trägt dazu bei, dass sie ihm wehrlos verfallen, sobald er über sie herrscht.