Balkan bittersüß - Abenteuer Alltag in Bosnien-Herzegowina - Albrecht Danijela - ebook

Balkan bittersüß - Abenteuer Alltag in Bosnien-Herzegowina ebook

Albrecht Danijela

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Opis

Mit einem Augenzwinkern erzählt die Autorin von einem aufregenden Land, in dem das Leben nicht immer einfach ist, Gastfreundschaft groß geschrieben wird, unterschiedliche Konfessionen sich ihren eigenen Mikrokosmos schaffen - und man immer stutzig werden sollte, wenn die Antwort "nema problema" (kein Problem) lautet. 1908 gehörte das Land zu Österreich-Ungarn, 1918 wurde es Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, 1941 von Deutschland besetzt, 1945 bis 1980 folgte die Herrschaft Titos, danach ein Staatenbund, 1992 der blutige Krieg, bis dieser 1995 mit dem Vertrag von Dayton beendet wurde. Was nach über 100 Jahren wechselhafter Geschichte bleibt, sind je ein bosniakisches, ein serbisches und ein kroatisches Staatsoberhaupt im rotierenden System, mit Bosnisch, Serbisch und Kroatisch drei offizielle Sprachen, Polizeistreifen, die immer aus je einem bosnischen und einem kroatischen Polizisten bestehen müssen - und der bunte Alltag in Bosnien-Herzegowina.

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Danijela Albrecht

Balkan bittersüß

Abenteuer Alltag in Bosnien-Herzegowina

Dryas Verlag

Für meine Familie

Za moju obitelj

In Erinnerung an Jela und Šimun Jurić

U spomen na Jelu i Šimuna Jurić

Danijela Albrecht: Balkan bittersüß

Abenteuer Alltag in Bosnien-Herzegowina

Vorab: Dryas Verlag setzt sich für bewusstes Reisen ein

Liebe Leserinnen und Leser,

die Reisebücher des Dryas Verlags beschreiben das Leben und den Alltag in anderen Kulturen. Sie sollen Sie inspirieren, bewusst zu reisen, mit offenen Augen, und Unterschiede als Bereicherung zu erfahren.

Bewusstes Reisen heißt für mich, offen zu sein für Anderes und Neues, es aktiv anzunehmen – es heißt aber auch, nicht die Augen zu verschließen vor Problemen, und diese ebenso aktiv anzugehen. Aus diesem Grund spendet der Verlag für jedes verkaufte E-Book 25 Cent an eine Organisation, die in der jeweils beschriebenen Region soziale, kulturelle oder ökologische Projekte unterstützt.

Der Dryas Verlag ist auch Mitglied im „Forum anders Reisen e.V.“, ein Zusammenschluss, der sich für Tourismusformen einsetzt, die langfristig ökologisch tragbar, wirtschaftlich machbar sowie ethisch und sozial gerecht für ortsansässige Gemeinschaften sind. Diesem Ziel der Nachhaltigkeit verpflichten wir uns.

Die mit dem vorliegenden Buch gesammelten Spenden gehen an die SOS-Kinderdörfer in Bosnien-Herzegowina, die während des Krieges elternlose Kinder in Pflegefamilien untergebracht haben und sich besonders für Toleranz im Alltag einsetzen. Mehr zu den Projekten der Kinderdörfer erfahren Sie unter www.sos-ds.ba.

Ich bedanke mich für Ihren Beitrag für die SOS-Kinderdörfer und wünsche viel Vergnügen beim Entdecken der unbekannteren Seiten Bosnien-Herzegowinas.

Sandra Thoms

Verlegerin Dryas Verlag

Inhalt

Vorwort

GrabgeflüsterSterben & Tod

Big BiznisHochzeit

Es gibt TageFamilienfeste

Wo liegt eigentlich Dayton?Die Rolle der internationalen Gemeinschaft

Souvenirs und SünderReligion

Das Hunde-TribunalLeben auf dem Land

TV total anstrengendMedien & Mode

FamilienglückSchwangerschaft & Moral

„Dann öffnen Sie bitte mal den Kofferraum ...“Landesgrenzen

Die neue Alte BrückeMostar, die geteilte Stadt

Selbst geklautMinderheiten

Nema problemaRedewendungen

Chinesische BosnierEinwanderung

Die Schnaps- und FleischrouteGastfreundschaft & Kulinarisches

Schwarze Katze von linksAberglaube

Barfuß auf der BaustelleKindheit & Jugend

Nach dem Krieg ist vor dem KriegDie Nachkriegszeit

Alleine in SarajevoDie Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas

BalkanBeatsMusik

Anhang

Danksagung

Bildteil

Spendeninformation

Karte

Impressum

Vorwort

Ich hatte niemals die Absicht, ein Buch über den Alltag in Bosnien-Herzegowina zu schreiben. Viele Jahre lang, ganz gleich ob in Deutschland oder in Bosnien-Herzegowina, lebte ich diesen Alltag aktiv oder durch zahlreiche Telefonate und E-Mails mit, ohne darüber nachzudenken, was das Besondere daran ist.

Es war meine Mutter, die mich immer wieder ermunterte, die lustigen, traurigen und manchmal geradezu bizarren Alltagssituationen niederzuschreiben und sie für die Nachwelt festzuhalten. An einem Tag im Herbst 2005 beschloss ich, ihren Wunsch zu erfüllen und begann, meine Gedanken chronologisch zu sortieren und in Form von Kurzgeschichten niederzuschreiben: Erlebnisse aus meiner Kindheit im mittlerweile nicht mehr existierenden Staat Jugoslawien und meiner Jugend während des Zerfalls Jugoslawiens bzw. des Bürgerkriegs in Bosnien-Herzegowina. Nach Ende des Krieges reiste ich als Abiturientin und junge Erwachsene in das Land, das mich so geprägt hatte, und fand nichts mehr so vor, wie es einmal gewesen war. Zwar ist in den letzten fünf Jahren eine allmähliche demokratische, westlich orientierte Entwicklung in Bosnien-Herzegowina zu beobachten, diese wird jedoch allzu oft von Korruption, nationalistischen Strömungen und Gewalt überschattet. Es sind die typischen Folgen des Krieges in einem armen Land, das stets unter fremder Herrschaft gestanden oder Teil eines künstlichen Staatskonstrukts gewesen ist.

Bosnien-Herzegowina ist aber nicht nur der Schauplatz zahlreicher Balkankriege, es ist ein Land reich an Geschichte und Kultur. Die Natur ist zu großen Teilen wild und unberührt und die Landschaft abwechslungsreich. Die Architektur in den Städten spiegelt die unterschiedlichen Einflüsse jahrtausendealter europäischer und orientalischer Geschichte wider. Es sind allerdings in erster Linie die Bewohner, die den Alltag zu einem Erlebnis machen. Seit dem Endes des Krieges im Jahr 1995 leben sie mehr neben- als miteinander, doch das die meiste Zeit friedlich. Serben, Kroaten und Bosniaken sind sich in vielen Ansichten, Traditionen und Wertvorstellungen sehr ähnlich, auch wenn in der Öffentlichkeit das Gegenteil behauptet wird. Gastfreundlichkeit ist eine solche Tradition, die alle verbindet. Ganz gleich, woher man kommt: Fremde werden immer freundlich aufgenommen und bewirtet. Jeder, der Interesse an dem Land, seinen Einwohnern und reichhaltigem Essen bekundet, wird ins Herz geschlossen. In Bosnien-Herzegowina ist es möglich, abseits der Touristenregionen ein Land kennenzulernen, das wie kein anderes den lebensfrohen, aber auch spannungsgeladenen und schwierigen Mikrokosmos des Balkan verkörpert: Multiethnisches Nebeneinander und nationalistische Tendenzen, Christentum und Islam, patriarchale Traditionen und post-sozialistische Relikte hinsichtlich der Gleichberechtigung der Geschlechter, westliches Konsumverhalten in den Städten und einfaches Landleben außerhalb urbaner Zentren.

Dieses Buch richtet sich an Menschen, die sich dafür begeistern können, mitten in Europa in eine fremde Welt einzutauchen und sich auf das Abenteuer Balkan mit der Perspektive der einfachen Bürger des Landes einzulassen. Es ist aber auch für solche für Leserinnen und Leser gedacht, deren Wurzeln in Bosnien-Herzegowina liegen und die mit dem Alltagsleben bereits zum Teil vertraut sind, sowie für Menschen, die Bosnien-Herzegowina bereits bereist haben, aber einen neuen Blickwinkel einnehmen und mehr über das Land erfahren möchten.

Die folgenden Seiten handeln von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen aus mehr als 30 Jahren Lebenszeit, die stets von Land und Leuten geprägt war. Die Figuren in den einzelnen Kapiteln sind fiktiv und die beschriebenen Situationen erheben selbstverständlich keinen Anspruch auf Gültigkeit in jedem Winkel des Landes. Sie präsentieren jedoch einen realistischen und gleichzeitig vielseitigen Ausschnitt aus dem bittersüßen Alltag in Bosnien-Herzegowina.

Grabgeflüster

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im August trifft sich meine Familie im Dorf meines Urgroßvaters Milan. Seit jeher leben meine Verwandten in zehn verschiedenen Ländern, und seit dem Bürgerkrieg in Bosnien-Herzegowina sind es noch mehr von ihnen: in Deutschland, Österreich, Frankreich, Irland, Schweden, den Niederlanden, den USA, Kanada, Australien – und in Bosnien-Herzegowina. Zurückgeblieben oder zurückgekehrt sind die Alten und diejenigen, die es sich nicht vorstellen können, fern der Heimat zu leben.

Das diesjährige Familientreffen ist gleichzeitig auch eine Verlobungsfeier, denn Cousine Mirjana, die seit einigen Jahren in Chicago lebt, wird heute der gesamten Familie ihren Verlobten William vorstellen. Natürlich ist dies nicht die einzige internationale Beziehung in meiner Familie. William ist jedoch der erste zukünftige Verwandte afro-amerikanischer Herkunft. Wir sind sehr gespannt, wie Uropa Milan das aufnehmen wird. Er dürfte noch nie zuvor die Gelegenheit gehabt haben, einen Afro-Amerikaner kennenzulernen.

Mein Urgroßvater wurde 1913 in Drežnica geboren und ist heute der älteste lebende Verwandte in unserer weitverzweigten Sippe. Wir dürfen ihn nur „Opa Milan“ nennen, weil er sich sonst „so alt fühlt“, wie er zu sagen pflegt. Die weisen Worte eines 95-Jährigen...

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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