Babys brauchen Väter - Richard Fletcher - ebook

Babys brauchen Väter ebook

Richard Fletcher

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Opis

Babys suchen Kontakt, bereits am ersten Tag ihres Lebens. An der faszinierenden Entwicklung ihrer Kinder hautnah teilhaben zu wollen, ist längst auch Sache der Väter. Und das zu Recht: denn die Bedeutung des Vaters ist enorm, Kinder brauchen – vom frühen Säuglingsalter an – stärkende Vaterbeziehungen, um zu emotional stabilen Persönlichkeiten zu reifen. Wie entsteht eine gute, vertrauensvolle Beziehung zwischen Vater und Kind, wie innige, echte Verbundenheit? Wie lässt sich eine sichere Bindung aufbauen?Vor dem Hintergrund seiner langjährigen Elternarbeit zeigt der Psychologe Richard Fletcher anhand von vielen Beispielen, wie junge Väter die Signale und Bedürfnisse schon kleinster Kinder richtig verstehen und feinfühlig darauf reagieren können. Sehr verständlich erklärt er, wie Väter Anregungen und Geborgenheit geben können, warum Spielen und Balgen zur Hirnentwicklung und sozialen Kompetenz beiträgt und was die Vater-Kind-Bindung von der Beziehung zur Mutter unterscheidet. Ein Ratgeber, der junge Väter ermutigt, sich auf Entdeckungsreise zu begeben und ihre neue Vaterrolle mit Begeisterung und Zuversicht anzunehmen.

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EPUB
MOBI

Liczba stron: 252




[1]Richard Fletcher

Verlag Hans Huber

Babys brauchen Väter

Sachbuch Psychologie

[2][3]Richard Fletcher

Babys brauchen Väter

Das ABC der Vater-Kind-Bindung

Aus dem Englischen von Maren Klostermann

[4]Lektorat: Dr. Mathilde Fischer, Editionsservice

Herstellung: Jörg Kleine Büning

Umschlaggestaltung: Gesine Beran, Sant’Angelo, Romano

Druckvorstufe: punktgenau GmbH, Bühl

Druck und binderische Verarbeitung:

AALEXX Buchproduktionen GmbH, Großburgwedel

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Dieses Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

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Anregungen und Zuschriften bitte an:

Verlag Hans Huber

Lektorat Psychologie

Länggass-Strasse 76

CH-3000 Bern 9

[email protected]

www.verlag-hanshuber.com

Die Originalausgabe erschien unter dem Titel The Dad Factor

Copyright © 2011 by Richard Fletcher

Published by Arrangement with FINCH PUBLISHING PTY LTD, Warriewood, NSW, Australia

Dieses Werk wurde vermittelt durch die Literarische Agentur

Thomas Schlück GmbH, 30827 Garbsen

1. Auflage 2013

© 2013 by Hans Huber, Hogrefe AG, Bern

(E-Book-ISBN [PDF] 978-3-956-95301-4)

(E-Book-ISBN [EPUB] 978-3-956-75301-0)

ISBN 978-3-456-85301-7

eBook-Herstellung und Auslieferung: Brockhaus Commission, Kornwestheimwww.brocom.de

[5]Inhalt

Einleitung

1 Bindung – wie Väter den Kontakt zu ihren Babys herstellen

2 Die praktischen Details des Bindungsprozesses

3 Vatersein und das männliche Gehirn

4 Vom vielfältigen Nutzen des väterlichen Spiels

5 Die Rolle des Vaters

6 Der Wert des Vaters

7 Die Evolution der Vaterschaft

Zum Abschluss

Anmerkungen

[6][7]Einleitung

Es ist immer wieder ein Schlüsselmoment, wenn wir in den Geburtsvorbereitungskursen für werdende Väter auf die Rolle des Vaters nach der Geburt zu sprechen kommen. Bei den meisten Männern zeigt sich, dass die eigenen Väter als frischgebackene Väter kaum aktiv waren. Wenn ich dann frage: «Warum wollen Sie es nicht genauso machen wie Ihre Väter?», lautet die spontane Antwort, dass die Erwartungen sich verändert haben. Einige Männer betonen, dass ihr Vater seine Aufgabe gut erfüllt habe, auch wenn er meistens nicht zu Hause gewesen sei; aber «das war damals – heute haben wir eine andere Situation», heißt es dann. Sie verweisen auch auf den Druck, der von den Frauen in ihrem Leben ausgeht. Der Satz «Sie würde mich umbringen» sagt schon allein, dass es keine Option ist, das Kind nur von der Mutter versorgen zu lassen.

Normalerweise tritt dann ein kurzes Schweigen ein, bis einer der Männer sagt: «Und weil ich eine gute Beziehung zu meinem Kind haben möchte.» Die anderen Männer nicken zustimmend oder äußern ähnliche Gedanken. An diesem Punkt verändert sich meist der Ton in der Gruppe deutlich. Das scherzhafte Geplänkel hört auf und die Männer lassen sich auf ein ernsthaftes Gespräch über die Ziele ihrer künftigen Vaterrolle ein. Sie sind nicht mehr nur ein Haufen Männer, die sich als «Gehilfen» der schwangeren Frauen betrachten, die im Nebenraum an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen. Die Möglichkeit einer eigenen engen Beziehung zu ihrem künftigen Kind ist diesen Männern sehr wichtig; der veränderte Ton des Gesprächs macht deutlich, dass das Thema Vaterschaft einen Wert für sie hat, der darüber hinausgeht, dass Witze über den Schlafmangel und Sexentzug gemacht werden. Dazu gehört auch, dass die Väter sich eingestehen, dass sie früh anfangen müssen, vielleicht schon bei ihren Babys, wenn sie tatsächlich eine starke Bindung zu ihren heranwachsenden Kindern aufbauen wollen.

[8]Zu einem zweiten «Augenblick der Wahrheit» kommt es später in der Gruppendiskussion, wenn ich die Männer nach der Dauer der Elternzeit frage, die sie beantragt haben. «Zwei Wochen», lautet die häufigste Antwort. Dann frage ich: «Aus welchen Gründen haben Sie sich für diesen Zeitraum entschieden?» Viele Teilnehmer reagieren überrascht auf die Frage. Einige antworten, dass ihr Beruf keine längere Abwesenheit erlaubt, doch die meisten Männer haben sich nicht aus einem bestimmten Grund für die zwei Wochen entschieden. Viele wirken verwirrt. Sie wissen, sie müssen «da sein», haben aber keine klare Vorstellung davon, was sie eigentlich mit dem Baby machen sollen. Ihr Ansatz steht unter dem Motto «Abwarten und sehen, was passiert». Ihre Antworten zur Dauer der Elternzeit machen deutlich, dass es wenige oder keine Gespräche mit der künftigen Mutter darüber gegeben hat, was sie nach der Geburt zu Hause tun sollen. Obwohl die Männer den aufrichtigen Wunsch haben, eine enge Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen, wissen sie kaum etwas über das Wie des Bindungsprozesses und der Verbundenheit.

Frischgebackene Väter, die mit den notwendigen Informationen ausgestattet sind, um eine sichere, liebevolle Bindung zu ihrem Kind zu entwickeln, sind das, was wir uns alle wünschen. Väter wollen ihr Bestes geben und Mütter wünschen sich, dass der Mann, der als Partner im Elternteam an ihrer Seite steht, in Bestform ist. Und natürlich würden auch die Säuglinge, wenn sie könnten, einen selbstsicheren, verbundenen Vater wählen und nicht einen, der nicht genau weiß, wie er mit ihnen in Kontakt treten kann.

In diesem Buch erforsche ich den Aufbau der Beziehungen zwischen Vätern und ihren kleinen Kindern. Ich verknüpfe Erkenntnisse über die Hirnreifung beim Säugling mit Belegen über den Einfluss des Vaters auf die Entwicklung des Kindes, der genauso groß ist wie der der Mutter. Ich erkläre, wie Bindung zwischen Vater und Säugling entsteht (was das Kind vom ersten Tag an will), und ermittle die entscheidenden Kompetenzen, die dazu erforderlich sind. Außerdem untersuche ich die wichtigen Unterschiede zwischen Vätern und Müttern und lege dar, wie das Kampf- und Tobespiel des Vaters (rough-and-tumble play) mit seinen Kindern zur positiven Entwicklung der Jungen wie auch der Mädchen beiträgt. Ich erläutere, wie Väter die Risikobereitschaft auf eine Weise fördern können, die zum Wohl des Kindes wirkt. Auch wenn die Rolle [9]des Vaters im Mittelpunkt der Erörterung steht, werde ich aufzeigen, dass Väter und Mütter unbedingt als Team zusammenarbeiten müssen. Darüber hinaus beschreibe ich, wie die Vaterrolle in unserer Gesellschaft bewertet wird und wie Väter sich selbst unabsichtlich unterschätzen. Schließlich arbeite ich in einem Überblick heraus, wie sich Väter im Laufe der Evolution verändert haben – mit dem überraschenden Ergebnis, dass unsere Biologie sich dahingehend entwickelt hat, dass sie Vätern alles mitgibt, was sie brauchen, um eine starke Bindung zu ihren Kindern aufzubauen.

University of Newcastle, 2011

Richard Fletcher

[10][11]1

Bindung – wie Väter den Kontakt zu ihren Babys herstellen

Wenn Sie ein Vater wären, der sich eine feste, positive Bindung zu seinem Kind wünscht, welche Art von Informationen wäre hilfreich? Etwas darüber zu wissen, was Bindung bedeutet, wie der Bindungsprozess funktioniert usw., wäre nützlich. Doch ist Bindung etwas, das wirklich eine solide wissenschaftliche Grundlage hat, oder ist es nur eine Modeerscheinung? Vielleicht sollen Eltern im einen Jahr in erster Linie Bindungen herstellen, während sich im nächsten Jahr alles darum dreht, dass sie Regeln aufstellen und dem Kind zeigen, wer hier der Chef ist, oder ihm eine bestimmte Weltsicht vermitteln. Und gibt es nur eine einzige Form von Bindung oder viele verschiedene Varianten? Angenommen, man leistet Pionierarbeit und bildet eine feste Bindung zu seinem Nachwuchs heraus – wer sagt, dass das Ganze etwas bringt? Es wäre praktisch, wenn man nicht gerade eine Garantie, aber zumindest eine gewisse Vorstellung davon bekommen könnte, was von einer Vater-Kind-Bindung zu erwarten ist.

Schließlich wären da natürlich auch noch die praktischen Details. Was muss man ganz konkret tun, wenn es um den Bindungsprozess geht? Gibt es obligatorische Aktivitäten wie Kuscheln oder Küssen? Zählt es auch, wenn man die Kleinen mit zum Fußball nimmt? Wird die Anzahl der Stunden, die man seinen Sprösslingen bei den Aufführungen der Schultheatergruppe zuschaut, positiv angerechnet? Einige praktische Richtlinien und handfeste Erklärungen, wie es funktionieren soll, könnten den Job eines frischgebackenen Vaters um vieles leichter machen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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