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Dieses Buch fragt, wie aus der Zerstörung Europas und dem Schock der Holocaust‑Verbrechen ein neuer Rechtsrahmen entsteht, dessen Grundformen bis heute international wirken. Es zeigt, wie die Nürnberger Prozesse nicht nur einzelne NS‑Führer verurteilen, sondern die Idee eines Völker‑ und Straf‑rechts einführen, das Staatsmänner, Soldaten und Kriegsorganisationen über nationale Grenzen hinweg verantwortlich machen kann. Drei zentrale Mechanismen stehen im Mittelpunkt: die Einführung von Straftatbeständen wie Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Aufhebung klassischer Immunitätsansprüche von Staats‑ und Militäreliten sowie die Verankerung fairer Prozessgrundsätze in einem internationalen Tribunal. Archäologisch‑dokumentarisch wird der Justizpalast in Nürnberg als Ort dieser Übergänge gelesen: Akten, Gerichtsprotokolle und Architektur spiegeln, wie nationale Strafjustiz, militärische Sondergerichte und neuartige internationale Prozesse miteinander in Spannung geraten.
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Liczba stron: 156
Rok wydania: 2026
