30 Minuten Ärger und Frustration auflösen - Moritz Boerner - ebook

30 Minuten Ärger und Frustration auflösen ebook

Moritz Boerner

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Opis

Dieses Buch stellt Ihnen Methoden vor, mit deren Hilfe Sie Ärger und Frustrationen aller Art komplett abstellen können. Die Anwendung setzt ungeahnte Kräfte frei - denn die Energie, die Sie vorher in Ärger investiert haben, steht jetzt Ihrer Kreativität, Lebensfreude, Genuss- und Liebesfähigkeit, Zufriedenheit und Gesundheit zur Verfügung. * Wie Sie Ärger in Kreativität umwandeln * Wie Sie unangenehme Situationen vorteilhaft nutzen und feindlichgesinnte Zeitgenossen in Freunde verwandeln * Wie Krisen aller Art in tolle Chancen umgemünzt werden können * Wie Herausforderungen humorvoll angenommen werden * Wie Sie an Problemen wachsen

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Liczba stron: 69

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Moritz Boerner

30 Minuten

Ärger und Frustration auflösen

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Umschlaggestaltung: die imprimatur, Hainburg

Umschlagkonzept: Martin Zech Design, Bremen

Lektorat: Diethild Bansleben

© 2005 GABAL Verlag GmbH, Offenbach6., überarbeitete Auflage 2012

Das E-Book basiert auf dem 2005 erschienenen Buchtitel „30 Minuten Ärger und Frustration auflösen“ von Moritz Boerner, ©2005 GABAL Verlag GmbH, Offenbach

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Hinweis:

Das Buch ist sorgfältig erarbeitet worden. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder Autor noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gemachten Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

ISBN Buchausgabe: 978-3-86936-319-6

ISBN epub: 978-3-86200-836-0

In 30 Minuten wissen Sie mehr!

Dieses Buch ist so konzipiert, dass Sie in kurzer Zeit prägnante und fundierte Informationen aufnehmen können. Mithilfe eines Leitsystems werden Sie durch das Buch geführt. Es erlaubt Ihnen, innerhalb Ihres persönlichen Zeitkontingents (von 10 bis 30 Minuten) das Wesentliche zu erfassen.

Kurze Lesezeit

In 30 Minuten können Sie das ganze Buch lesen. Wenn Sie weniger Zeit haben, lesen Sie gezielt nur die Stellen, die für Sie wichtige Informationen beinhalten.

• Alle wichtigen Informationen sind blau gedruckt.

• Zahlreiche Zusammenfassungen innerhalb der Kapitel erlauben das schnelle Querlesen.

• Ein Fast Reader am Ende des Buches fasst alle wichtigen Aspekte zusammen.

Inhalt

Vorwort

1. Ein Crashkurs in „Nie mehr ärgern“

Zwei effektive Methoden

Ärger und Frust loslassen

Wie funktioniert das Loslassen?

Drei Techniken, Ärger und Frust loszulassen

2. Was soll der ganze Ärger?

Was ist Ärger?

Warum ärgern wir uns?

3. Die Methode des Hinterfragens

Stau im Denken

Verurteilen Sie hart – aber nur auf dem Papier

Der alltägliche Ärger über Personen, Sachen und Situationen

Die Technik der Umwandlungen

Das „Beschwerdeformular“

Warum es funktioniert

4. Beispiele

Mein Mann sollte mir zuhören

Mein Sohn sollte ordentlicher sein

Menschen sollten nicht lügen

Es sollte keine Kriege geben

Mein Chef sollte mich mehr loben und anerkennen

Ich sollte zufriedener sein

5. Einige Tipps und Hinweise

Angst vor Gleichgültigkeit und Passivität

Was Sie noch wissen sollten

Fast Reader

Weiterführende Literatur

Der Autor

Vorwort

Der Wissenschaftsjournalist und Biophysiker Stefan Klein schreibt in seinem Buch „Die Glücksformel“:

„Viele Menschen glauben, ein Wutanfall würde sie von der Wut befreien, Tränen von der Trauer erlösen. Diese Vorstellung hat sich als falsch erwiesen und ist oft sogar schädlich.“

Laut neuesten Gehirnforschungen ist es besser, Ärger und Frustration schnellstens aufzulösen, indem man sich davon löst. Andernfalls bilden sich Schaltungen im Gehirn, die die negativen Gefühle verlängern und verstärken, sodass es immer schwerer fällt, sich zu beruhigen und den klaren Blick auf die Realitäten zurückzugewinnen. „Wenn man Ärger rauslässt, gießt man Öl ins Feuer“, schreibt Klein. „Anstatt das schlechte Gefühl zu beherrschen, werden wir ihm in Zukunft noch mehr ausgeliefert sein.“

Finden wir hingegen einen Weg, den Ärger loszulassen oder angemessen zu verarbeiten, dann programmieren wir unser Gehirn neu, was einen physischen Umbau bedeutet. Die Geschwindigkeit, mit der dies geschieht, ist erstaunlich. Das Alter eines Menschen scheint kaum einen Einfluss hierauf zu haben – auch bei den Älteren funktionieren die hier beschriebenen Techniken genauso wie bei Jüngeren.

Viele meiner Seminarteilnehmer berichten nach ihrer Anwendung nicht nur von erstaunlichen Veränderungen ihres inneren Erlebens. Sie haben geradezu das Gefühl, dass sich in ihrem Kopf physisch etwas tut. Wer bei der Anwendung zuschaut, sieht spontane Veränderungen der Körpersprache, der Hautfärbung, eine Beruhigung des Atems, Entspannung, Glättung der Haut. Wie ist das möglich? Wir reagieren überwiegend nicht auf das, was im Außen passiert, sondern auf die Vorstellungen, die wir im Kopf haben. Das Gehirn ist hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt. Schon der griechische Philosoph Epiktet sagt in seinem „Handbüchlein der Moral“:

„Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Vorstellungen von den Dingen.“

Die moderne Gehirnforschung bestätigt dies in vollem Umfang. Mithilfe der Computertomographie ist es möglich, das lebende Gehirn zu beobachten, während es wahrnimmt oder denkt. Die Vorstellung einer Situation löst in haargenau den gleichen Gehirnarealen Aktivität aus wie die reale Situation. Das bedeutet einerseits, dass wir negative Emotionen durch Vorstellungen auslösen und verstärken können, aber auch, dass wir fähig sind, mithilfe unserer Vorstellungskraft positive Gefühle zu erzeugen. Und zwar mit allen wünschenswerten Konsequenzen: Ausschüttung von Glückshormonen, die eine Steigerung der Immunabwehr zur Folge haben, Zunahme der Kreativität, eine bessere Bewältigung des Alltags, mehr Effizienz, bessere mitmenschliche Beziehungen. Wer sich positiv umprogrammiert, hat mehr Chancen, dass seine Umwelt sich verändert und seine Mitmenschen positiv auf ihn reagieren.

1. Ein Crashkurs in „Nie mehr ärgern“

Ob wir es wollen oder nicht – wir ärgern uns mehr oder weniger oft. Öfter als uns lieb ist, sind wir frustriert. Kann man dagegen etwas tun? Kann man es verhindern?

Im Ansatz ist Ärger nichts Schlechtes, er erinnert uns daran, dass wir etwas ändern sollten. Doch was ist, wenn die Änderung nicht gelingt oder wenn wir keine Macht über die Dinge haben, die wir ändern wollen?

Ärger und Frustration schaden nachweislich der Gesundheit. In unserem Umfeld sind sie kontraproduktiv, denn sie verhindern oft genug die vielleicht mögliche Veränderung der Umstände.

1.1 Zwei effektive Methoden

Wie gehen wir normalerweise mit unserem Ärger um? Entweder unterdrücken wir ihn oder wir drücken ihn aus. Die erste Strategie führt dazu, dass wir irgendwann explodieren oder krank werden. Die zweite Strategie ist kaum besser, sie führt nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Verstärkung und Verlängerung der negativen Gefühle. Sie programmiert uns dahingehend, dass wir uns immer wieder und möglicherweise sogar in steigendem Maße ärgern. Hinzu kommt, dass das Ausdrücken von Gefühlen nicht in jeder Lebenssituation angebracht ist. Zum Beispiel, wenn wir gerade an einer geschäftlichen Besprechung teilnehmen.

Zum Glück gibt es einen dritten und goldenen Mittelweg, der genau dazwischen liegt. Er wird von uns selbst oft intuitiv beschritten, gute Freunde helfen uns (hoffentlich) dabei und viele gute Therapieformen arbeiten damit: Gefühle werden mental verarbeitet und integriert.

Ich stelle Ihnen in diesem Büchlein zwei Methoden vor, mit deren Hilfe sich schon Zehntausende auf der ganzen Welt von Ärger und Frust befreien konnten. Sie sind

• effektiv

• standardisiert

• schnell anzuwenden

• leicht zu erlernen

• meist sofort wirksam.

Beide Methoden beruhen auf der Beantwortung von Fragen, die in unsere Mitte führen.

Ich nenne sie prozessorientierte Fragetechniken, weil es nicht auf die wörtliche Bedeutung der Antworten ankommt, sondern auf den inneren Prozess, den die Fragen auslösen.

Die erste Methode des Loslassens arbeitet mit Ihren Gefühlen. Bei aktuellem Ärger benötigen Sie oft nur wenige Sekunden, um sie anzuwenden.

Die zweite Methode des Hinterfragens benutzt Ihre Urteile, Denkmuster, Glaubenssätze und beruht auf Techniken, die aus der kognitiven Psychotherapie stammen. Das Bearbeiten dauert etwas länger – nach entsprechender Übung kann man selbst hartnäckigen Ärger in fünfzehn oder dreißig Minuten auf Nimmerwiedersehen verabschieden.

Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie beide Methoden zu Ihrem Vorteil einsetzen können, und zwar nicht nur, um sich selbst von Ärger und Frust zu befreien, sondern auch, um anderen hierbei zu helfen.

Die Methoden ergänzen sich insofern, als man mit dem Loslassen mehr auf der Gefühlsebene und mit dem Hinterfragen zumindest vordergründig mehr mit dem Verstand arbeitet. Was aber wirklich im Inneren passiert, betrifft eine viel tiefere Ebene menschlichen Seins. Eine Ebene, die uns Erwachsenen meist nicht direkt zugänglich ist. Lassen Sie sich überraschen!

Die Unterdrückung schlechter Gefühle wie Ärger und Frustration macht krank, das Ausdrücken ist ineffektiv und schadet uns und anderen. Der dritte, natürliche Weg ist die Integration – sie führt uns zu unserer Mitte und lässt uns geistig wachsen. Prozessorientierte Fragetechniken sind ein effektiver Weg, mit negativen Gefühlen und Gedanken umzugehen.

1.2 Ärger und Frust loslassen

Wir alle wissen: Schlechte Gefühle helfen nicht und Ärger heilt nicht – aber wie lassen wir schlechte Gefühle los? Sich selbst den Befehl zu geben, funktioniert bei den meisten Menschen nicht – im Gegenteil. Je stärker wir gegen ein Gefühl kämpfen, umso mehr belästigt es uns. Dennoch gibt es Wege zum Loslassen.

Kinder beispielsweise haben keine Probleme damit: Ein kleiner Junge fällt hin, sein Knie blutet. Ohne Zweifel fühlt er den Schmerz. Er schaut sich um – kein Erwachsener in Sicht. Schon nach wenigen Sekunden ist die Sache kein Thema mehr. Kinder schalten blitzschnell zwischen gegensätzlichen Gefühlen hin und her.